#GedenkORT der Community

Chronologische Reihenfolge von oben nach unten: Aufmerksam machen (2019), Mahnwache (2017), Orlando Trauer (2016), Lichterschweigemarsch (2014)

Gedenken an die Verfolgung queerer Menschen weltweit am Gedenkort der Nürnberger Community: Die Gedenkstele der homosexuellen Opfer des Nazi-Regimes am Sterntor

Aufmerksam machen

Das Bündnis gegen Trans- und Homophobie organisierte am dritten Februar-Freitag eine Gedenkveranstaltung mit Demonstration durch die Nürnberger Innenstadt unter dem Motto „Aufmerksam machen auf die Verfolgung queerer Menschen weltweit“. Rund zwei Dutzend Teilnehmer aus der Community zogen mit Regenbogenfahnen durch die Altstadt und zeigten Präsenz auf den Straßen der Stadt der Menschenrechte. An der Gedenkstele für die homosexuellen Opfer des Nazi-Regimes am Sterntor erinnerte Szeneaktivistin Uschi Unsinn am Beispiel von Tschetschenien und dem Flüchtlingslager Kakuma in Nairobi (Kenia) an die Verfolgung queerer Menschen weltweit. Seit Dezember wurden in Tschetschenien wieder etwa vierzig schwule Männer verhaftet. Zwei der Inhaftierten sind zu Tode gekommen. Schon im Dezember 2017 gab es im Flüchtlingslager Kakuma / Kenia gehäuft Übergriffe auf queere Menschen mit Schnitt- und Stichverletzungen oder blutig geschlagenen Gesichtern. Nach einer Gedenkminute und Blumenniederlegung mit symbolischer Kerze für die Opfer, zog die Demonstration am Opernhaus vorbei durch die Straße der Menschenrechte und anschließend weiter bis zum Plärrer. Am Ziel wurde der Bericht über die Schwulenverfolgung in Tschetschenien 2016 der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) und ein Aufruf an den russischen Präsidenten Putin in den Briefkasten des Honorarkonsulats der Russischen Föderation am Plärrer eingeworfen.

 

NK / GAYCON Februar 2019

"Aufmerksam machen auf die Verfolgung queerer Menschen", Gedenken & Demo, 15. Februar 2019

Mahnwache mit Protestkundgebung zum staatlichen Terror gegen homosexuelle Männer in Tschetschenien an der Nürnberger Gedenkstele

Mahnwache

Sicher haben Euch schon die schockierenden Nachrichten aus der überregionalen (GAY)-Presse über die Ereignisse in Tschetschenien erreicht. Augenzeugenberichte schildern ein Bild von Schlägen, Elektroschocks, Psychoterror gegen LSBTI-Menschen. Neben Enthüllungen tschetschenischer Zeitungen, die über staatliche Verfolgung und Ermordung von Schwulen berichten, laut einer Journalistin könnten mehr als 50 Todesopfer zu beklagen sein, formiert sich nun weltweiter Protest in verschiedenen Ländern und Großstädten, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Am ersten Aprilfreitag fand dazu an der Nürnberger Gedenkstele der homosexuellen Opfer des Naziregimes am Sterntor eine „Mahnwache mit Protestkundgebung zum staatlichen Terror gegen homosexuelle Männer in Tschetschenien“ statt. Kurzfristig organisiert von Fliederlich e.V, Förderverein CSD Nürnberg und Uschi Unsinn. Rund zwei Dutzend Teilnehmer folgten dem Aufruf und demonstrierten mit Regenbogenfahnen, die im Abendlicht als Zeichen der Solidarität im Wind flatterten. „Wir gedenken, wir sind hier um zu zeigen ihr seid nicht allein, wir wollen euch eine Stimme geben, wir wollen das Leid das ihr erdulden musstet und noch immer erduldet, nicht verschweigen. Wir wollen es für euch hinausschreien, wir werden eure Stimme sein“, so ein Ausschnitt aus dem verlesenen Text von Uschi Unsinn. Neben einer Blumenniederlegung am Gedenkbeet wurde mit einer Schweigeminute an die Opfer gedacht. Wir Foto-Reporter waren ebenfalls vor Ort und haben einige Impressionen festgehalten.

 

NK/ GAYCON April 2017

"Mahnwache mit Protestkundgebung zum staatlichen Terror gegen homosexuelle Männer in Tschetschenien", Gedenkstele, 07. April 2017

Tragische Verbindung von Geschichte und Gegenwart: Trauer an der Gedenkstele für homosexuelle Opfer

Mit Orlando in Trauer

Am Mittwochabend gedachten an der Stele am Nürnberger Sterntor rund 150 Menschen der Opfer des Massakers von Orlando. Die Veranstaltung wurde kurzfristig organisiert vom Bündnis gegen Trans- und Homophobie, um Solidarität mit den kaltblütig Ermordeten und ihren Angehörigen zu bekunden. Michael Glas (Fliederlich) nannte zum Gedenken die Namen der 49 Toten. Deren Bilder wurden an der Stele mit Kerzen als „Symbol des Lichts gegen Hass und Homophobie“ drapiert. Nürnbergs  Bürgermeister Christian Vogel (SPD) unterbrach für das Gedenken einen weiteren Termin, weil es ihm ein wichtiges Anliegen war, sowohl persönlich als auch repräsentativ für die Stadt des Friedens und der Menschenrechte zu sprechen: „Es ist schlimm zu sehen, wie 49 Menschen ihr Leben lassen mussten, weil der Täter einen Hass gegen Homosexuelle hatte. So etwas darf sich nicht wiederholen. Die Liebe kann man nicht vorgeben. Liebe muss immer möglich sein. Das gilt für alle und jeden. Dafür gilt es zu kämpfen.“ Uschi Unsinn bedankte sich für das Medieninteresse und für die zahlreiche Anteilnahme. Mit einer Schweigeminute und einem Gebet von Sylvia Jühne, Dekanatsbeauftragte für Homosexualität und Kirche, wurde die Veranstaltung beendet. Hintergrund: Die Welt ist erschüttert über das Massaker im Club Pulse in Orlando/USA vom zweiten Juni-Wochenende. In dem beliebten Treffpunkt schwuler Männer gab es 50 Tote und 53 Schwerverletzte. In allen sozialen Netzwerken wird um die Opfer getrauert.  Zahlreiche Künstler, Prominente und Politiker können die Tat ebenfalls nicht fassen. Es ist ein Angriff auf die Freiheit, nicht nur auf unsere Lebensweise in der weltweiten LGBTI Community. Es stehen noch zahlreiche CSD-Demonstrationen bevor und wir müssen erkennen, wie wichtig und notwendig diese Veranstaltungen heute noch sind. Die Community will und muss Präsenz auf den Straßen zeigen.

 

NK/ GAYCON Juni 2016

Gedenken der Opfer von Orlando, Gedenkstele für homosexuelle Opfer, 15. Juni 2016

Lichterkreis bei der Gedenkstele für die homosexuellen Opfer des Nazi-Regimes am Sterntor

Gegen das Vergessen

Aus Anlass des 69. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wurde am Montag, den 27. Januar 2014 der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. ‚Fliederlich e.V.’ und ‚Leben unterm Regenbogen e.V.’ luden zu einer Gedenkfeier mit Schweigemarsch. Etwa zwei Dutzend Teilnehmer marschierten mit Regenbogenfahne und Kerzen vom Fliederlich-Zentrum zur Gedenkstele der homosexuellen Opfer des Nazi-Regimes am Sterntor (gegenüber Maritim Hotel). Im Rahmen einer kurzen Ansprache und einer Schweigeminute wurden die Kerzen an die Stele gestellt und Blumen niedergelegt. Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine „widernatürliche Veranlagung“, für eine den so genannten „Volkskörper“ schädigende „Seuche“, die „auszurotten“ sei. Die Infrastruktur der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, Lokale, Vereine, Verlage sowie Zeitschriften wurden aufgelöst, verboten, zerschlagen und zerstört. Im Herbst 1934 setzte die systematische Verfolgung homosexueller Männer ein. Im September 1935 wurde in Nürnberg die Verschärfung des Paragraphen 175 verkündet. In Folge wurden über 100.000 Männer polizeilich erfasst und rund 50.000 nach den Strafrechtsparagrafen 175 und 175a verurteilt. Etwa 10.000 schwule Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt. Etwa 5.000 Männer überlebten diese Qualen nicht.

 

NK/ GAYCON Januar 2014

Lichterschweigemarsch zur Gedenkstele - Zum Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus - 27. Januar 2014

Vortrag und Diskussion mit Dr. Kirsten Plötz im Restaurant Literaturhaus.

COMMUNITY:

Rechtlos

Rund 40 Personen kamen am dritten September-Donnerstag zum Vortrag mit anschließender reger Diskussion zum Thema „Verfolgung und Diskriminierung der weiblichen Homosexualität“ ins Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Organisiert von Fliederlich e.V. in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung. Historikerin Dr. Kirsten Plötz räumte gleich zu Beginn mit einem geschichtlichen Missverständnis auf. Der Paragraph 175 galt nie für Frauen. Er wurde in der Zeit der Nationalsozialisten nie auf die Frauen ausgeweitet. Nach der Aktenlage sind gerade einmal 100 Frauen nach dem §175 verurteilt worden. ...

Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite

Verlosung mit Thorsten Brehm und Katja Strohhacker vor der AIDS-Hilfe

AIDS HILFE NÜRNBERG:

Verlosung

Die Hair for Care – Haarschneideaktion zu Gunsten der AIDS-Hilfe Nürnberg Erlangen Fürth e.V. findet in diesem Jahr am 19. September 2020 in den sieben teilnehmenden Friseursalons statt. Deshalb gab es als Anerkennung am zweiten September-Freitag eine Verlosung von drei Antipasti-Platten vom Restaurant Estragon. Schirmfrau Katja Strohhacker und Schirmherr Thorsten Brehm zogen die Gewinner. Anschließend wurden die Salons besucht, um die Platten persönlich an die Friseur-Teams zu verteilen. ...

Zum Bericht auf der DOKU-Seite

Neuer Wirt im Einfachso ist Martin Urban

EINFACHSO BAR NÜRNBERG:

Verwurzelt

Seit 01. September 2020 ist Martin Urban neuer Wirt in der Nürnberger Szenebar „Einfachso“ (Klaragasse 26). Die Lokal-Wiedereröffnung fand nun am ersten September-Freitag statt. Vorher wurde im kleinen Team kräftig renoviert. Damit bleibt das Lokal für die LSBTTIQ*-Community in der Frankenmetropole erhalten. Wir sprachen mit Martin über seine persönliche Nürnberg-Geschichte und seine Pläne. „Ich hatte in der Corona-Auszeit viel nachgedacht und sehe das Einfachso als neue Chance für mich, ein eigenes Konzept zu verwirklichen. Die Feierlaune und die Besucher-mischung von früher schwebten mir vor. Einfach mit allen locker reden und Spaß haben. Ich möchte, dass die Leute wieder Lust bekommen in die Kneipe zu gehen“, betont Martin, der bewusst das Lokal auch für die Community retten wollte....

Zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der INTERVIEW-Seite

Peter Kuckuk sucht historische Fotografien der Nürnberger Szenegeschichte (Foto: GAYCON Archiv)

GAYSCHICHTE:

Fotos?!

Der Fotograf Peter „Böhmer“ Kuckuk widmet sich aktuell der Zeit-Geschichte der queeren Community in Nürnberg: Eine historische Kneipen- und Szeneübersicht. Er sucht dafür Bilder von Kneipen und Treffs, insbesondere Fotos mit Außenansichten von Kneipen, Discos, Saunen, Darkrooms aus den 60er, 70er, 80er und 90er Jahren. Zum Beispiel Come Back, Uschis Bier Bar, Viking Club, Mr. Hendersen, Little Hendersen, Club 67,  Apollo Sauna, Amico Bar, Sonnige Pfalz und was es sonst noch gab. Deshalb schaut auf dem Dachboden, in alten Schuhkartons, Fotoalben, unterm Bett oder anderen Geheimfächern nach und meldet Euch bei Peter, wenn Ihr fündig geworden seid! Der Szene-Geschichte-Schatz darf nicht in Vergessenheit geraten! Meldet Euch bei Peter über Facebook oder per E-Mail an Peter-Kuckuk@gmx.de oder bei uns unter info@gaycon.de! Wer kann ihm weiterhelfen? Wäre schön, wenn er bis Anfang September die ersten Bilder schon hätte, dann könnte er die Fotos gleich bei einer geplanten Szene-Stadtführung verwenden. (Wer seine Originalfotos lieber behalten möchte, kein Problem. Dann könnten die Fotos digital abfotografiert werden!)

Kasha bittet um Hilfe! (Foto: GAYCON Archiv)

KASHA BITTET UM HILFE:

Spende

Die in Uganda lebende lesbische Aktivistin Kasha Nabagesera, die Preisträgerin des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2013, benötigt für Hilfsprojekte der queeren Community in ihrem Heimatland und für ihr Medien-Projekt „Kuchu Times“ finanzielle Unterstützung. Die Lage in Uganda hat sich seit Anfang März verheerend verschlechtert, nachdem Covid 19 auch in Uganda angekommen ist. Obdachlose LGBTTiQ*-Personen verstoßen automatisch gegen die Ausgangsbeschränkungen in Uganda, und Personen die in improvisierten Unterkünften leben, verstoßen gegen die Pandemieverordnung. Deshalb ist es bereits zu größeren Verhaftungswellen gegen die LGBTTiQ*-Community gekommen. ... Zum vollständigen Bericht mit Kontodaten auf der DOKU-Seite

#TV-TIPPS

+++ 22.09. ZDFINFO 22:25 Liebe und Sex im Maghreb - Zwischen Tabu und Aufbruch - Doku // 02:40 ARD Oskarreif - Kurzfilm +++ 23.09.KABEL1 CLASSICS 13:25 The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel - Spielfilm // 15:20 KABEL1 CLASSICS Ein Käfig voller Narren Spielfilm // 16:55 KABEL1 CLASSICS Noch ein Käfig voller Narren - Spielfilm +++ 26.09. ONE 13:55 Die Kanzlei: Blutgrätsche - Krimi +++ 27.09. ONE 10:15 Bye, Bye, Lindenstraße - Doku // 16:45 3SAT Mother´s Day - Liebe ist kein Kinderspiel - Spielfilm // 01:15 HR Du sollst nicht schwul sein - Doku // 02:50 ARTE Die Reformerin - Doku +++

Online Umfrage der Deutschen AIDS Hilfe

UMFRAGE DER DEUTSCHEN AIDS HILFE:

Umfrage

Dein Feedback zählt! Erzähl uns von deinen Erfahrungen! ‚positive stimmen 2.0‘ ist die Onlineumfrage des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) und der Deutschen Aidshilfe (DAH) zu Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV. Ziel des Projekts ist es, auf Grundlage eurer Erfahrungen konkrete Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zu entwickeln. Hilf uns dabei und mach mit auf https://hiv-diskriminierung.de/online-umfrage

Frauenpaar des Monats

GAYCON Titelbild September 2020 - Adina & Nanette - Shooting am Nürnberger Dutzendteich

Titelbild

Ab September werden wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

GAYCON-Aufrufe seit Start 07.02.2011

GAYCON-Aufrufe seit dem 02.09.2020

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© gaycon.de 2019

Diese Homepage wurde mit 1&1 IONOS MyWebsite erstellt.