Nürnberger Gedenkstätte für die homosexuellen Opfer des NS-Regimes

Unsere Berichte: Vandalismus Gedenkstele/ Einweihung Blumenfeld/ Einweihung Gedenkstele/ Hintergrundbericht Mahnmal/  in chronologischer Reihenfolge von oben nach untern

Mutwillige Beschädigung der Nürnberger Gedenkstele der homosexuellen Opfer des Nazi Regimes am Sterntor

Vandalismus an der Gedenkstele

Eine unschöne Entdeckung mussten wir GAYCON Reporter auf dem Weg zum Fliederlich Empfang am Mittwochabend den 03. Mai 2017 machen. Eine Seite der Gedenkstele der homosexuellen Opfer des Nazi Regimes wurde offensichtlich mutwillig beschädigt! Ein Stück Sicherheitsglas ist herausgeschlagen, dadurch ist die Scheibe komplett mit Rissen überzogen, der Text ist dadurch unlesbar geworden. Laut Aussagen unserer Freunde war am Maifeiertag noch alles in Ordnung. Die Presseabteilung der örtlichen Polizei hatte für uns noch keinerlei Informationen über die Hintergründe der Tat. Inzwischen wurden die defekten Schutz- und Textscheiben komplett abgebaut. Bürgermeister Christian Vogel wurde von uns informiert und bemüht sich die Schäden bis zum IDAHOT am 17. Mai 2017 zu beseitigen. Hier seine offizielle Stellungnahme zur Tat: „Es ist unverständlich und nicht nachvollziehbar, wie aus reiner Zerstörungswut selbst vor Gedenkstelen nicht halt gemacht wird. Ich verurteile diese Zerstörung auf das Schärfste. Wir werden möglichst schnell eine Reparatur der zerstörten Teile durchführen. Die Erinnerung sollte uns allen Mahnung genug sein. Das Nazi-Regime hat viel Leid und Schande über unser Land gebracht, das darf nicht einfach vergessen werden. Das sind wird den Opfern und den Hinterbliebenen schuldig. Nürnberg ist und bleibt eine Stadt, wo sich jeder daheim und wohlfühlen kann, egal woher er/sie kommt und egal welcher sexuellen Orientierung er/sie sich zugezogen fühlt.Wir bleiben dran!

Noch ist das Pflanzbeet nur grün, im Sommer wird ein 'Rosa Winkel' erblühen

Florales Memoriam

Am IDAHOT Tag um 18:00 Uhr wurde mit Bürgermeister Christian Vogel und CSD-Vorstand Dieter Barth das neue Pflanzbeet an der Gedenkstele mit einer Gedenkminute und Niederlegung eines Blumengestecks eingeweiht. Das Blumenfeld soll gemeinsam mit der Gedenkstele an die Verfolgung von Homosexuellen in der Zeit des Nationalsozialismus 1933 bis 1945 erinnern. Zum Gedenken an die staatlichen Repressionen durch das Dritte Reich. Im Grünzug am Sterntor ist ein Buchsrahmen, eingefasst mit einem Metallrechteck, entstanden. In der oberen Mitte des Pflanzbeetes wurden Lavendelstauden in Form eines Dreiecks gesetzt. Zukünftig wird pünktlich in jedem Sommer zum CSD Termin hier ein ‚Rosa Winkel‘ blühen. Die Bepflanzung erinnert damit an die Kennzeichnung homosexueller Häftlinge mit rosa Stoffdreiecken an der Kleidung, wie sie in den NS-Konzentrationslagern ab 1936 üblich war. Außerdem stiftete Steinmetz Bastian Brauwer eine selbst gefertigte Gedenktafel mit Inschrift. Hier sollen zukünftig die Blumenkränze niedergelegt werden. Der Förderverein Christopher Street Day e.V. hat die Pflanzpatenschaft übernommen. Der Vereinsvorsitzende Dieter Barth berichtete, dass der Auslöser der Umgestaltung eine heftige Diskussion, ob es sich um eine Gedenk- oder Informationsstele handele, im letzten Jahr bei der CSD-Stadtführung vorangegangen sei. Barth erkundigte sich daraufhin beim Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör), ob eine Aufwertung des Umfeldes der Stele mittels eines Gedenksteines möglich wäre. Sör-Werksleiter Christian Vogel hatte stattdessen die Idee, an dieser Stelle ein hochwertiges Pflanzbeet zu schaffen. Die Instandhaltung obliege nun für die nächsten 125 Jahre dem CSD-Verein, scherzte Vogel. Die Kollekte aus dem CSD-Queergottesdienst 2015, der CSD Verein und Sponsoren finanzierten die Umgestaltung.

Bildergalerie zur Einweihung des Blumenfelds an der Gedenkstele der homosexuellen Opfer des NS-Regimes - 17. Mai 2016

Zahlreiche Gäste waren bei der Einweihung der Gedenkstele Anwesend

Was lange währt,

wird manchmal zur Reminiszenz des folgenden Jahrtausends. Am 27. Juni wurde die Gedenkstele für die homosexuellen Opfer einer furchtbaren Zeit enthüllt, die sich in Form der Kriminalisierung schwuler Männer bis weit über die Kriegsjahre hinaus hinzog. Unter C-Partei-Führung ließ die junge Republik den ‚175er’ noch über zwei Jahrzehnte stehen. Im Jahr 1969 wurde der Paragraph modifiziert, um erst ein viertel Jahrhundert danach im Jahr 1994 endgültig abgeschafft zu werden. Inzwischen sind weitere 19 Jahre vergangen. Gemessen an der Reaktionseile für andere Opfergruppen eine gefühlte Ewigkeit. Sei’s drum – die Stele steht. Dank eines Antrags der Bündnisgrünen im Stadtrat (Der erste im Jahr 2006 durch Jürgen Wolff), des Einsatzes von Fliederlich e.V. und zahlreicher Helfer hat die ‚Stadt des Friedens und der Menschenrechte’ einen Mosaikstein endlich auch für uns gesetzt. Wir stehen davor in einer besseren Zeit, können öffentlich derer gedenken, die vielfach gar nicht mehr leben. Eine Erinnerung eben, aber auch ein immer noch notwendiges Mahnmal! Zahlreiche Besucher, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Presseleute und sogar TV-Sender begleiteten den Einweihungsakt.

Bildergalerie zur Einweihung der Nürnberger Gedenkstele für die homosexuellen Opfer des NS-Regimes am 27. Juni 2013

Fotos Norbert Kiesewetter

GAYCON 27. Juni 2013

Ralph Hoffmann zeigt den zukünftigen Standort des Mahnmals

Die Kulturmeile ist auch Gedenkmeile 

Mahnmal für die homosexuellen Opfer des NS-Regimes kommt 

Am 30. November beschloss der Nürnberger Kulturausschuss einstimmig die Errichtung eines Mahnmales am Sterntor für die schwulen und lesbischen Opfer der Nazizeit. Damit wurde die öffentliche Zusage für eine Gedenkstelle von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly beim CSD-Straßenfest 2012 nun tatsächlich offiziell umgesetzt. Nun wächst die Gedenkmeile entlang des Frauentorgrabens um ein weiteres Mahnmal. Die geschichtliche Achse umfasst sowohl die Straße der Menschenrechte als auch das AOK-Grundstück, wo vor dem zweiten Weltkrieg der Industrie- und Kulturverein stand. Was viele nicht wissen, in dessen Saalbau verkündeten die Nazis die Verschärfung des § 175. Der zukünftige Mahnmal-Standort am Sterntor hat ebenfalls einen geschichtlichen Bezug. In den 30er/40er Jahren war der Bereich ein beliebter Treffpunkt für homosexuelle Männer. Auf dem Gelände des heutigen Maritim-Hotels stand eine Herberge, die überwiegend von der Hitlerjugend genutzt wurde. Von dort aus wurden Schwule „gerne“ beobachtet und denunziert. Es ist auch ein konkreter Fall von Johann Fluhrer dokumentiert, der durch Anzeigen im Jahr 1931 in die Mühlen der staatlichen Behörden geriet und mit dem Prozessurteil die Todesstrafe bekam, welche am 24. März 1944 in München-Stadelheim vollzogen wurde.

„Schon im Jahr 2001 zur Eröffnung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände entstand über ein Seminar die Zusammenarbeit von Fliederlich und Geschichte für Alle e.V. So wurde die Studie ‚Homosexuelle unterm Hakenkreuz‘ erstellt“, berichtet Ralph Hoffmann (50), Kreisvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen. „Es folgte der erste Antrag für einen Nürnberger Opfer-Gedenkstein durch Stadtrat Jürgen Wolff im August 2006. Durch die Diskontinuität in der Wahlperiode 2008 verfielen automatisch alle Vorhaben, die nicht verabschiedet wurden (=gewöhnlicher Vorgang). Deshalb stellte ich einen überarbeiteten Antrag im September 2011.“ Es folgte der übliche Weg durch die Verwaltung, wie Befragung des Baureferats (ob der Untergrund geeignet ist) sowie Stellungnahme der Polizei (wegen eventuellem Vandalismus). „Der Standort ist die schöne kleine Parkanlage, nahe dem historischen Ort. Es wird eine schulterhohe Infostele werden, wobei der Text noch ausgearbeitet werden muss. Nun wird der Künstler beauftragt, einen Entwurf zu liefern“, erklärt Ralph den weiteren Verlauf. „Nach ersten Schätzungen soll das Mahnmal zwischen 10.000 und 25.000 Euro kosten. Fliederlich und ein weiterer Spender würden die Kosten bezuschussen, aber die Stadt fühlt sich selbst in der Verpflichtung.“ Wenn der Zeitrahmen eingehalten wird, soll in etwa eineinhalb Jahren alles fertig sein. Der CSD-Verein überlegt, die Demoroute abzuändern, weil zukünftig das Mahnmal mit Kranzniederlegung einbezogen werden soll. „Ich bin froh und glücklich, dass der Beschluss zum Mahnmal nun einstimmig erfolgte. Wir wissen von 40 namentlich bekannten Nazi-Opfern allein aus Nürnberg. 12 000 bis 15 000 Homosexuelle wurden in den KZs umgebracht oder kastriert“, berichtet Ralph. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Dunkelziffer noch viel höher liegt.“ 

Text/ Fotos Norbert Kiesewetter 

GIFT Magazin Januar 2013

Das war die "Rosa Trachtennacht/ Teil 2"

FRANKENGAUDI: Das waren die Rosa Nächte auf dem Nürnberger Herbstvolksfest 2018! Gleich zweimal wurde im Papert Festzelt bei der traditionellen „Rosa Trachtennacht“ gayfeiert. Bei den Frankenbengeln (letzter Augustmontag) wollte allerdings der Stimmungsfunke nicht wie sonst gewohnt zünden. Bei der zweiten Rosa Trachtennacht brachte die Oktoberfestband Mostlandstürmer das Festzelt in gewohnter Weise zum Kochen! Erfreulich, dass so viele fesche Männer und Mädels in Tracht erschienen waren. Die queere Frankengaudi ist längst ein fester Bestandteil im Volksfestkalender für die Nürnberger Community. Da soll noch einer sagen, die Franken können nicht feiern!! ... Jetzt sind beide Bildergalerien online.

Terrasse Cafè Bar Cartoon

GAYCON TERRASSEN SPECIAL 2018: Jetzt in der Sommerzeit kommen Urlaubssehnsüchte hochgekrochen. Doch man muss nicht wegfahren, um Freizeitgefühle zu erleben. Unter dem Motto „Sommer in der Stadt“ stellt Euch GAYCON queere/ queer-freundliche Freiluftoasen (in alphabetischer Reihenfolge) der Frankenmetropole vor. Probiert sie einfach mal aus, unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn die schöne Terrasse gleich um die Ecke liegt?“ Selbstverständlich sind in den Szenelokalen tolerante Heteros immer willkommen! Hier geht es auf die GAYCON TERRASSEN ÜBERSICHT

#TV-TIPPS

+++ 16.09. ARD 17:30 Echtes Leben: Ehe für alle - Alles erreicht? - Doku // 19:30 ARD ALPHA Respekt: Trans-, inter? - Warum sexuelle Identität eine Grundrechtsfrage ist - Report +++ 17.09. BR 22:00 Lebenslinien: Rudolph Moshammer - was vom Traum geblieben ist - Doku // 23:15 NDR Die Bankiersfrau - Spielfilm // 23:40 ARTE Männer, Muskeln und modelierte Haut - Doku +++ 19.09. ARD 20:15 (auch 00:20) Der große Rudolph - Spielfilm +++ 21.09. NDR 22:00 NDR Talk Show - Talk +++ 22.09. ARD ALPHA 11:00 Echtes Leben: Ehe für alle - Alles erreicht? - Doku // 21:00 ZDFINFO Mörderjagd: Späte Rache - Doku // 21:45 NDR Die letzten Millionen - Spielfilm +++ 23.09. ONE 20:15 Der große Rudolph - Spielfilm +++

Show der Travestie - Nürnberger Altstadtfest

#Partyticker

Donnerstag 20. September:

18:00 Rosa Hütt`n - Das Berts-Bar Team feiert auf dem Altstadtfest - Literaturhaus Hütt`n (Nr. 14 - 15/ Insel Schütt)

Freitag 21. September:

19:00 Oktoberfest - Bert´s Bar (Wiesenstr. 85)

Würzburg: 22:00 Gay.Volution - Zauberberg

Samstag 22. September:

19:00 Oktoberfest - Bert´s Bar (Wiesenstr. 85) // 21:00 Sweet 40 - Revival Geburtstagsparty 40 Jahre Fliederlich mit DJ Alieb - Stadteilzentrum DESI (Brückenstr. 23)

Samstag 29. September:

ab 17:00 Oktoberfest mit Live Musik von Vuglwild - La Bas (Hallplatz 31) // 20:00 Pink Passion Party - Feuer&Flamme

Bamberg: 22:00 Planet Pink - Sky

Sonntag 30. September:

15:00 Open Air Closing Party mit DJ Romeo - Pigalle (Pfeifergasse 2a)

+++++++ Termine an info@gaycon.de

DJ Night Party - Cafe Bar Cartoon

#Vorschau:

Oktober 2018

"Medizinische Rundreise" der AH Nürnberg mit Referent Helmut Hartl aus München

Grundlagen-Update HIV

Die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. lädt zur ‚Medizinischen Rundreise‘ am Samstag den 13. Oktober 2018 von 10:00 bis 17:00 Uhr ins Tagungszentrum (Entengasse 2). Thema: HIV - Neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung – Neue Ansätze in der Prävention. Mit Referent Helmut Hartl, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, München. Moderation: Ulla Clement-Wachter. Es geht um neue Erkenntnisse zum Infektions-geschehen von HIV; Medikamentöse und medizinische Ansätze in der Prävention: PrEP, PEP, Schutz durch Therapie, Studienlage zu Beschneidung; Verhaltensorientierte Ansätze der Prävention: Bedeutung von Safer Sex, Risiko-minderungsstrategien; Testverfahren, HIV Schnelltest. Die Infoveranstaltung ist eine ganztägige Fortbildung für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter von AIDS Hilfen, Multiplikatoren, Kooperationspartner und Interessierte. Für Imbiss und Getränke wird gesorgt. Eintritt ist frei. Veranstalter: Deutsche AIDS-Hilfe e.V. & AIDS-Hilfe Nürnberg. Verbindliche Anmeldung bis 22. September 2018 bei Manfred Schmidt (Wichtig, denn Durchführung erfolgt nur bei genügender Teilnehmerzahl!) – Tel: 0911/ 2309035, per Mail manfred.schmidt@aidshilfe-nuernberg.de oder persönlich beim Servicepoint der AIDS-Hilfe Nürnberg.

Dinner & Show mit Andy Maine in Nürnberg!

Dinner & Show

Vorschau: Am Sonntag den 14. Oktober 2018 um 18:00 Uhr gibt es ein vier-Gang-Menü plus Show „Träume werden wahr“ im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Mit Travestie - Chansonette & Kunstpfeiferin Andy Maine! Achtung: Es gibt nur noch wenige Plätze! Eintritt 49,- Euro inkl. Begrüssungs-Sekt. Kartenvorverkauf per Mail an berthogeweg@t-online.de oder persönlich in der Szenekneipe Bert´s (Wiesenstr. 85).

Frauenpaar des Monats:

GAYCON Titelmodels Nadine & Susi - September 2018 - Fotoshooting Nürnberger Herbstvolksfest

Unsere GAYCON Titelbilder sollen das selbstbewusste queere Stadtleben der Frankenmetropole widerspiegeln.  Von 18 bis 99 geben wir in der Saison 2018/19 allen queeren Paaren (Beziehung, Freunde, Kumpels etc) oder Einzelpersonen aus der Region die Möglichkeit, einmal Titelpaar/ Person des Monats zu sein und im April 2019 an der MR & MISS WAHL teilzunehmen. Das Outfit passen wir immer der Jahreszeit an.

Habt Ihr Lust, mal dabei zu sein? Bewerbt Euch mit Foto per E-Mail unter info@gaycon.de oder über gaycon.de Facebook

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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GAYCON-Aufrufe seit dem 02.09.2018

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