Erste selbstbewußte LGBTI - Netzwerke in Firmen der fränkischen Region: Martin Korinth (Siemens) und Johannes Donath (Adidas) beim Interview/ Fotoshooting in der Firmenzentrale von Adidas in Herzogenaurach

HOMOS MIT MARKENLABEL

Auf den Christopher Street Days zeigen sich Firmenfußgruppen mit großem Transparent und lösen bei anderen Teilnehmern Bewunderung, aber auch Skepsis aus. Ist das nur eine verdeckte Werbekampagne? Nein, in diesen Firmen haben sich selbstbewusste LGBTI-Netzwerke (lesbian/gay/bi/trans/intersexuell) gegründet und zeigen stolz die Zugehörigkeit zu ihren Arbeitgebern. Während in den USA solche Netzwerke üblich sind und sogar massenweise Heteros als Unterstützer für die Gleichberechtigung auf die Straße gehen, schwappt diese Entwicklung eher zögerlich nach Deutschland über. Diversity ist das Stichwort für Firmenmitglieder, die sich innerhalb ihres Unternehmens in Interessensgruppen zusammenschließen. In Franken sind z.B. die weltumspannenden Unternehmen Siemens und Adidas dabei. GAYCON führte das Interview mit Martin Korinth (30, Sprecher und Gründer des Siemens LGBTI - Netzwerks Franken) und Johannes Donath (33, Gründer und LGBT - Netzwerkchef bei Adidas). Wir trafen uns gemeinsam in der futuristischen Campus Firmenzentrale von Adidas in Herzogenaurach.

 

GAYCON: Seit wann gibt es das LGBTI Mitarbeiternetzwerk? Was war der Anlass für die Gründung? Gibt es einen eigenständigen Namen?

Martin Korinth: Das Siemens - Netzwerk für die Region Erlangen-Nürnberg wurde Ende 2013 ins Leben gerufen. Anlass war die Präsenz einiger anderer Netzwerke zu Diversity, aber keine wahrgenommenen Aktivitäten in Richtung sexueller Orientierung oder Identität. Etwa zeitgleich wurde man in München aktiv. Ab Mitte 2014 fand eine Vereinigung der Netzwerke unter dem gemeinsamen Dach „PRIDE@Siemens“ statt. Regional gaben wir uns den Namen „queERL“ – eine Zusammenfassung aus „queer“ und dem Standortkürzel „ERL“ für Erlangen.

Johannes Donath: Das Adidas LGBT - Netzwerk existiert seit Oktober 2013 und wurde anlässlich des jährlichen Diversity Days gegründet. Kurz davor hatte die Diversity & Inclusion Abteilung an alle Angestellten eine E-Mail geschickt und gefragt, wer Adidas bei unserem ersten Auftritt der Sticks & Stones (Karrieremesse mit Fokus auf LGBT Angestellte)  vertreten möchte. Aufgrund meiner leidenschaftlichen Bewerbung hat mich eine zuständige Kollegin gefragt, ob ich nicht zum Thema „LGBT am Arbeitsplatz“ beim Diversity Day einen Workshop  veranstalten möchte. Dieser Einladung bin ich gefolgt und das Netzwerk war geboren.

Martin zeigte Flagge für das Siemens LGBTI Netzwerk auf dem Nürnberger CSD 2015

GAYCON: Wie viele Gründungsmitglieder hat das Netzwerk, wie viele sind heute beteiligt? Wie war die Entwicklung, seid Ihr schon bei der Gründung dabei gewesen?

Martin: Zum ersten Treffen erschienen 15 Personen, die zugehörige Gruppe im Siemens Social Netzwork (SSN – eine Art „internes Facebook“) hat für den Raum Erlangen-Nürnberg mittlerweile über 70 Mitglieder. Ich bin einer der Initiatoren des Netzwerks „queERL“.

Johannes: Ich selbst war bei der Gründung dabei und bin in die Rolle des Netzwerkchefs gerutscht, da ich die ersten Meetings koordiniert hatte. Anfänglich bestand die erste Gruppe aus sechs aktiven Mitarbeitern und einigen „Unterstützern“. Mittlerweile sind wir um die 20 Leute, wobei etwa die Hälfte regelmäßig proaktiv Initiativen unterstützt. Hinzu kommt unser LGBT Netzwerk in Portland (USA) mit 60 Mitgliedern und Amsterdam mit ungefähr zehn aktiven Mitgliedern.

 

GAYCON: Wie ist Eure Funktion im Netzwerk bzw. im Unternehmen? Was ist Eure Motivation für das Engagement?

Martin: Hauptberuflich arbeite ich für Siemens Healthcare in der Einheit „Customer Services“. Hier führe ich ein Team für Datenanalytik mit dem Schwerpunkt „Installierte Basis“ (das sind alle Medizingeräte von Siemens, die bei unseren Kunden im Einsatz sind). Da ich einer der Gründer des Netzwerks gewesen bin, führe ich derzeit die Aufgaben fort.

Persönlicher Antrieb war für mich das Thema „Vielfalt“ breiter aufzustellen, als nur „Diversity = Frauenquote“. Mit der Brille einer Führungskraft möchte ich erreichen, dass jeder bei Siemens in der Lage sein kann, die jeweils beste Leistung für das Unternehmen zu bringen, ohne heteronormative Familiensituationen erfinden zu müssen. Oder persönliche Gefühle, die man zwangsläufig in die Arbeit mitnimmt (z.B. Sorge um erkrankten Partner) zu unterdrücken.

Johannes: Hauptberuflich arbeite ich als Senior Project Manager im Bereich Marketing Programs an strategischen Initiativen mit Marketing Beteiligung. Meine Arbeit als „Netzwerk-Chef“ mache ich nebenbei. Das ist manchmal viel, aber ich möchte gerne meine persönliche positive Erfahrung an Kollegen weitergeben. Das Arbeitsklima bei uns ist generell sehr offen und tolerant. Dies mag zum Teil daran liegen, dass wir ein Unternehmen mit einem Altersdurchschnitt von global 31 Jahren sind und zudem sehr international. Am Headquarter arbeiten Menschen aus 80 verschiedenen Ländern. Mit meinem Engagement möchte ich sicherstellen, dass Kollegen in anderen Abteilungen eine ähnliche Erfahrung machen und sie ein offenes Arbeitsklima vorfinden. Vor allem auch Standorte, an denen gesellschaftlich vielleicht nicht so ein offenes Klima vorherrscht.

Johannes freut sich über die Unterstützung aus der Adidas Zentrale

GAYCON: Wie wurde die Aktion von der Geschäftsleitung und anderen Mitarbeitern aufgenommen? Gab es Versuche, Euch abzublocken?

Martin: Einige unserer Mitglieder haben in der Vergangenheit offene („Transsexuelle gibt es nicht bei Siemens!“) oder verdeckte Diskriminierung erfahren. Versuche zum Thema Netzwerk-Gründung für sexuelle Orientierung und Identität aus dem Jahr 2010 liefen ins Leere. Bei meinem zweiten Anlauf 2013 bin ich seitens unserer Personalorganisation, welche „Diversity“ auch verantwortet, auf große Offenheit und Interesse gestoßen. Ebenso haben sich 2014 und 2015 die zentralen Stellen bereit erklärt, unsere Arbeit finanziell zu unterstützen. Eine Frau in unserem Netzwerk hat als LGBTI-Expertin auch ein offizielles jährliches Stunden-Budget, in dem sie für das Thema aktiv sein kann. Ich bin von meinen Führungskräften mit entsprechenden Freiheiten ausgestattet. Allerdings immer unter der Prämisse, dass meine eigentlichen Themen und Projekte nicht liegen bleiben. Ein „Blocken“ habe ich bisher nicht erlebt – allerdings wäre einem offenen Widerstand in der Organisation deutlich einfacher zu begegnen als subtil praktizierten Aversionen.

Johannes: Bisher habe ich weder intern noch extern Negatives gehört. Innerhalb des Unternehmens haben wir ein unglaubliches Maß an Unterstützung erhalten. Die Tatsache, dass bei Adidas der CFO (Chief Financial Officer/ Unternehmensleitung) die Schirmherrschaft für dieses wichtige Thema übernommen hat, spricht Bände. In den meisten Firmen führen Vertreter aus HR (Human Resource/ Personalwesen) die Schirmherrschaft aus, bei uns wird das Thema somit auch in den Vorstand gebracht. Zusätzlich verfügen wir über ein tolles unterstützendes Umfeld. Mehr dazu könnt ihr auf unserem Unternehmensblog in diesem Artikel nachlesen.

Siemens-Wagen auf dem Berliner CSD

GAYCON: Arbeitsrechtliche Fragen sind vom Gesetzgeber geklärt: Wozu braucht man ergänzend das LGBTI – Netzwerk? Grenzt man sich nicht selbst dadurch unnötig ab?

Martin: Internationale Konzerne sind in einer Vielzahl von Ländern vertreten, in denen auch ein Schutz vor Diskriminierung unterschiedlich ausgeprägt sein kann – hierfür haben wir unsere Business Conduct Guidelines, um ein entsprechendes globales Selbstverständnis der Zusammenarbeit zu schaffen. Die Netzwerkarbeit ist meines Erachtens notwendig, um Sichtbarkeit zu schaffen (ein echter Mensch ist etwas anderes als ein Absatz in einer Vorschrift) und um bei etwaigen Fragen und Konflikten als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen. Vielen Mitgliedern  hilft bereits die neu gewonnene Erkenntnis, dass sie nicht alleine sind. Außerdem ist es uns auch sehr wichtig, dass wir neben dem privaten und geschützten Raum, in dem Mitglieder auf entsprechende Diskretion bauen können, auch auf andere Gruppen (z.B. Frauennetzwerke) zugehen und gemeinsam an Themen arbeiten.

Johannes: Diesen Vorwurf habe ich schon öfter gehört. Letztlich stimmt es, dass gesetzlich alles geregelt ist. Bei Adidas sind auch die Policies (Firmen-Richtlinien) schon seit langem gleichberechtigt, noch bevor es vom Gesetzgeber gefordert wurde. Zum einen weiß das allerdings nicht jeder und zum anderen bedarf es auch jemanden, der das „Gesetz“ implementiert. Wir als Netzwerk wollen neben der Personalabteilung und dem Betriebsrat ein Anlaufpunkt für Kollegen sein, falls sie über das Thema LGBT reden wollen oder Hilfe suchen. Allerdings möchte ich hier betonen, dass es uns nicht darum geht, besondere Rechte einzufordern und sich so zu exkludieren. Im Gegenteil, wir suchen verstärkt Kontakt und Unterstützung von unseren „straight allies“ (heterosexuellen Unterstützern). Wir wollen sicherstellen, dass das Netzwerk für ALLE offen ist, die für die Gleichbehandlung ALLER Menschen eintreten.

Adidas auf der "Stick & Stones" LGBTI-Karriere-Messe

GAYCON: Ihr unternehmt besondere Aktivitäten, z.B. Präsenz zeigen auf dem CSD! Wie ist die Resonanz bei öffentlichen Auftritten?

Martin: Hier sehen wir starke Unterschiede in den einzelnen Ländern. In den USA läuft Siemens bei sehr vielen Prides seit Jahren mit, es gibt interne „Lunch & Learn“ Events, bei denen aktive heterosexuelle Unterstützende (sog. „Allies“) mit Angehörigen der LGBTI Community gemeinsam über Diskriminierung und Ausgrenzung, Lebens- und Familienverständnis etc. diskutieren. Auch in Deutschland haben einzelne Mitglieder unseres Netzwerkes in ihren jeweiligen Einheiten in ähnlichen Formaten den Austausch und die Sichtbarkeit gesteigert. Siemens ist in Deutschland seit 2014 auf CSDs mit eigenen Gruppen dabei. Dazu kommen Dinge wie beispielsweise Regenbogenbeflaggung zum CSD in Stockholm. Gerade bei öffentlichen Auftritten erleben wir meist eine Mischung aus Überraschung („ihr seid doch so konservativ“) und Anerkennung („schön, dass Siemens den Mut zeigt“) aber auch Skepsis („wovon wollt ihr gerade ablenken?“ oder „was wollt ihr uns jetzt verkaufen?“).

Johannes: Wir sind regelmäßig bei der Sticks & Stones anzutreffen. Auch bei verschiedenen CSDs sind wir vertreten, wenn wir gemeinsam mit Prout at Work über LGBT am Arbeitsplatz aufklären. Die Resonanz ist immer sehr positiv. Leider gibt es uns bisher noch nicht im Rahmen der Parade. Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch …

 

GAYCON: Bestehen betriebsübergreifende Kontakte zu Netzwerken anderer Firmen?

Martin: Hier kann ich nun hauptsächlich von Deutschland sprechen. In München ist die Prout at Work Stiftung sehr aktiv – obwohl Siemens kein Mitglied ist, so sind wir Gastgeber der diesjährigen Prout at Work Konferenz und sind von daher enger mit  Unternehmen verknüpft, die dort Mitglied sind (z.B. Allianz, BMW, Deutsche Bank). Hier im Raum Nürnberg intensivieren wir gerade den Austausch mit Adidas und am CSD wurden wir von vielen Zugehörigen von DATEV, Schäffler und anderen angesprochen, ob es denn dort auch Netzwerke gäbe. Offenbar gibt es hier noch keine Aktivitäten. Wir würden uns aber freuen, auch im Raum Nürnberg unternehmensübergreifend aktiv(er) zu werden. Außerdem ist Siemens bei der Sticks & Stones Karrieremesse vor Ort, ist Mitglied der Charta der Vielfalt und hat das PRIDE175 Siegel des Völklinger Kreis erhalten.

Johannes: Auf jeden Fall gibt es die. Die Tatsache, dass wir dieses Interview zusammen mit Siemens machen, zeigt schon, wie vernetzt wir untereinander sind. Als offizielles Mitglied bei Prout at Work tauschen wir uns mit einer Vielzahl von LGBT Netzwerken in Deutschland regelmäßig aus, um gemeinsam Lösungen zu finden und best practices zu teilen.

Martin & Johannes dokumentieren mit ihrem gemeinsamen Interview Netzwerk-Verbundenheit zwischen Siemens & Adidas

GAYCON: Was sind die Zukunftspläne? Welchen Rat gebt Ihr „Nachahmern“ in anderen Betrieben?

Martin: Auf unserer Agenda stehen nach der gestiegenen Sichtbarkeit nach außen hauptsächlich interne Themen, wie  eine Verankerung von sexueller Orientierung und Identität in der Ausbildung für Nachwuchsführungskräfte, sowie Kommunikationstrainings für Auszubildende und Studierende. Daneben möchten wir eine offizielle Haltung des Unternehmens in Ländern erreichen, in denen LGBTI nicht geschützt sind oder sogar rechtliche Folgen befürchten müssen. Mein persönlicher Rat für Beschäftigte in anderen Unternehmen ist: Traut euch! Meist ist das Umfeld deutlich offener und toleranter als vermutet. Ihr beweist mit dem Engagement, dass euch euer Arbeitgeber am Herzen liegt und ihr bereit seid, euch über das geforderte Maß einzubringen. Sucht euch außerdem möglichst schnell Unterstützende, die selbst nicht der LGBTI Community angehören – sie sind extrem wertvoll und helfen euch, Ausgrenzungsvorwürfen zu begegnen und eure Sache in der Firma zu verbreiten. Nehmt Personalabteilung und Betriebsrat mit dazu – das Thema Diversity gehört zur Personalstrategie und kann zu besseren Ergebnissen im Unternehmen beitragen. Und die Betriebsräte sind meist besser unternehmensübergreifend vernetzt als irgendeine andere Gruppe.

Johannes: Für die Zukunft möchten wir intern mehr kommunizieren und unseren Bekanntheitsgrad stärken. Gleichzeitig überlegen wir aber auch, inwiefern wir extern etwas an die Community zurückgeben können und wie wir als Netzwerk unseren Beitrag leisten können. Außerdem arbeiten wir an einer super coolen Adidas-LGBT-Kollektion, die den Pride Monat Juni gebührend feiern wird. Nachahmern empfehle ich immer, dass sie es einfach wagen müssen. Oftmals braucht es nur eine Person mit viel Energie, die das Thema anstößt. Zeitgleich sollte man ein paar Unterstützer im Kollegenkreis haben, damit man nicht als Einzelkämpfer wahrgenommen wird. Wenn man dann noch Unterstützung aus der obersten Führungsetage bekommt und ein Mission Statement entwickelt, in dem sich die Gruppe wiederfindet, sind alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Netzwerk gegeben. „Nachahmer“ können mich gern für Tipps kontaktieren.

 

Kontakt Martin Korinth, Siemens: korinth@siemens.com & Infos unter: Diversity@Siemens

 

Kontakt Johannes Donath, Adidas: LGBT@adidas-group.com

 

Foto/ Text Norbert Kiesewetter

Fotos Privat

GAYCON September 2015

Zwanzig Jahre Bert´s Bar: Der neue Geschäftsführer James mit Bert und Adolf

JUBILÄUM IN DER COMMUNITY:

20 Jahre Bert´s Bar

Man(n) mag es kaum glauben, aber ein weiteres Szenejubiläum steht an. 20 Jahre Bert´s Bar (Wiesenstr. 85) um die Ecke bei der Christuskirche. Wie waren die Anfänge? Wie sah das Lokal früher aus? Wir GAYCON-Reporter im Zeitreise-Gespräch mit Gründerwirt Bert Hogeweg (70). Er stellte uns einige Fotografien für diesen Bericht zur Verfügung. Jeder kennt die heutigen Räume, schön hell und mit Lichtkästen, inklusive Lokal-Logo, ein richtiger Hingucker. Doch vor zwanzig Jahren sah es hier noch ganz anders aus. Überall gewölbter Stuck im oberen Drittel über dunkelbraunen Holzwänden, also eher eine Optik aus der Nürnberger Altstadt von anno dazumal. Genau durch dieses überholte Design kämpfte sich Bert die ersten Jahre mit vielen Ideen und Innovationen.  ...

+++ Zum vollständigen Bericht über 20 Jahre Bert´s Bar inklusive Fotogalerie aus den ersten Jahren +++

+++ Bildergalerie Jubiläumsabend am 14. September in der Bert´s Bar +++

Bi Tag: Kundgebung auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz

BISEXUELLE SICHTBARKEIT:

Kundgebung auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz

Zum Internationalen Tag der bisexuellen Sichtbarkeit am vierten September - Donnerstag organ-isierte die Bi-Gruppe vom queeren Fliederlich-Zentrum auf dem Nürnberger Magnus-Hirschfeld-Platz eine Kundgebung. Rund zwei Dutzend Menschen aus der queeren Community fanden sich beim rosaroten Abendhimmel am Gedenkort der Homosexuellen Opfer des Nazi Regimes am Sterntor ein. Zahlreiche Regen-bogenfahnen erzeugten deutliche Sichtbarkeit im öffentlichen Raum. Organisator Herbert, Leiter der Bi-Gruppe, forderte mehr Toleranz und Akzeptanz einerseits in der Gesellschaft als auch in den Reihen der Community für Menschen, die sowohl Männer als auch Frauen lieben. ...

+++ Hier geht´s zum Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Nürnberg liebt Andy Maine. Andy Maine liebt Nürnberg.

DOPPEL-PREMIERE:

Andy Maine in Nürnberg

Am ersten September-Wochen-ende verwöhnte das Restaurant im Literaturhaus insgesamt 160 Gäste, verteilt auf zwei Abende, mit einem köstlichen Drei-Gang-Menü plus Konzert „Das Beste am Leben“. Die Travestie-Chansonette und Kunstpfeiferin Andy Maine präsentierte als Premiere ihr neues Programm mit den schönsten Songs aus 35 Jahren. Nach langer Pause endlich wieder vor Publikum auf der Bühne zu stehen, da war auch Andy Maine aufgeregt, wie sie selbst zugab. Außerdem wollte sie schon vor zehn Monaten mit dem Programm starten, bis ein erneuter Lockdown alle Pläne vereitelte. Beim Live-Konzert gerade am ersten Abend nach langer Pause gehörten natürlich auch ein paar Text-Stolperer dazu. Doch gerade das gibt der ehrlichen Darbietung den besonderen Charme. ...  +++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie von Andy Maine im Restaurant Literaturhaus +++

Die zweijährige Renovierung der Savoy Bar Nürnberg ist nun abgeschlossen!

COMMUNITY - SAVOY BAR:

Lüsterglanz: Abschluss der Renovierung

Viele haben sie schon gesehen und sind begeistert! Seit Ende Juli hängen im Savoy vier neue zusätzliche Kronleuchter. Extra-anfertigung für das Südstadtlokal! Und die Gäste sind ganz begeistert. Von „Ludwigs Herrenchiemsee“ als Kommentar von einem Gast auf Facebook bis von Wirt Peter selbst „Schloss Versailles in der Bogenstraße 45“ reichen die Bezeichnungen. Dabei wurde Peter selbst überrascht, denn sein Team-Partner Thomas hat statt einen gleich vier in Auftrag gegeben und nach wochenlanger Produktionszeit persönlich in Szene gesetzt. Mit den Kronleuchtern zusammen sind offiziell die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Zwei Jahre lang legten Peter und Thomas im Lokal selbst Hand an und vergossen dabei viel Schweiß. Dabei haben sie nun auch den zweiten Corona-Lockdown optimal genutzt. ...

Hier geht es zum Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite

Fördergelder für Fliederlich Nürnberg (Foto: fliederlich.de/ GAYCON.DE)

COMMUNITY MITTELFRANKEN:

Fördergelder für Fliederlich e.V.

Nach monatelangen Verhand-lungen ist es nun konkret. Ab sofort wird die Einrichtung einer Beratungsstelle für queere Menschen in Mittelfranken beim Verein Fliederlich in Nürnberg angesiedelt. Für dieses Modell-projekt werden für ein Jahr rund 31.000 Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert vom Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. ...

Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite

#TV-TIPPS

+++ 11.10. PRO SIEBEN 20:15 Zervakis & Opdenhövel.Live. - Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus - wie tolerant sind wir wirklich? - Show // 22:50 SRF2 Eine total normale Familie - Spielfilm // 00:25 SRF2 Drei Zentimeter - Kurzfilm // 00:35 SRF2 Schwarzer Hut - Kurzfilm +++ 12.10. HR 23:15 Manche mögen´s heiß - Spielfilm // 23:30 SWR Prinz Max von Baden - Kanzler zwischen Kaiserreich und Republik - Doku +++ 13.10. SRF2 20:10 Der Kreis - Doku // 21:00 SRF1 Reporter: Anna Rosenwassers queere Welt - Magazin // 22:50 SIXX Paula kommt: Mann oder Frau? Am liebsten zu dritt - Talk // 23:40 KINOWELT TV Sterben für Anfänger - Spielfilm // 00:10 SIXX Paula kommt: Transsexuell - Wenn der Papa eine Frau wird - Talk +++ 15.10. TAGESSCHAU24 20:45 Exakt - die Story: HIV - Zwischen Stigma und Vergessen - Magazin +++ 17.10. KINOWELT TV 16:30 Kill Your Darlings - Spielfilm +++

Online Fragebogen zum "Masterplan Queeres Nürnberg"

MASTERPLAN UMFRAGE:

Fragebogen

Die Arbeiten zum „Masterplan Queeres Nürnberg“ gehen weiter! Ab sofort ist ein Fragebogen auf der Webseite der Stadt Nürnberg online geschaltet. Nun können sich alle aus der queeren Community daran beteiligen, die nicht bei einem Workshop teilnehmen können! Hintergrund: In diesem Jahr will die Stadt Nürnberg gemeinsam mit der queeren Community einen sogenannten Maßnahmen- oder auch Arbeitsplan für LSBTIQ*-Leben in der Frankenmetropole erarbeiten. Das Ergebnis soll die Verwaltung in den Handlungsfeldern Kinder und Familie/ Jugend/ Senior*innen/ Vielfalt in der Pflege/ Leben mit Behinderungen/ Gesundheit/ Bildung und Aufklärungsarbeit/ Kultur, Freizeit und Tourismus/ Migration und Integration/ Diskriminierung/ Öffentlichkeits-arbeit, Dialog und Sichtbarkeit fördern/ in den nächsten fünf Jahren umsetzen können. 2025 wird der Plan evaluiert und fortgeschrieben. Bislang haben nur wenige Städte solch einen queeren Aktionsplan und noch weniger Städte haben diesen mit der Community erarbeitet. Hier entsteht also ein wegweisendes Projekt, nicht nur für Nürnberg! Macht mit!

Reporter des Monats:

GAYCON Titelbild Juli 2021 - Norbert & Klaus - Pressebilder 10 Jahre GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab Sommer 2021 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbst-bewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

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