#Queerer Fußballfanclub "Norisbengel"

Die Norisbengel und der CSD-Wagen auf dem Frankenstadiongelände

Club gewinnt

NORISBENGEL: Am Tag vor der CSD Nürnberg Demo durfte der Wagen der Norisbengel beim Heimspiel des 1.FCN gegen Heidenheim auf das Frankenstadiongelände vorfahren! Der schwule Fanclub des 1.FCN zeigte somit vor allen Fans Präsenz: Nürnberg hält zusammen - Der Club - die Norisbengel & die Queer Football Fanclubs halten ebenfalls zusammen. Selbstverständlich war die Club-Farbe Rot mit Fahnen und roten Rosen stark vertreten. Wer weiß, ob der Club-Sieg an diesem Tag nicht doch etwas mit den queeren Maskottchen zu tun hatte. Die Norisbengel bedanken sich für die tatkräftige Unterstützung bei Marion, der "Blumenfee"!

Die Norisbengel und Dagmar Wöhrl vor dem "offiziellen FCN-Weihnachtsbaum"

Eröffnung

Seit einigen Jahren steht traditionell in der Sebalder Altstadt Nürnbergs vor dem Laden der „Blumenfee“ (Untere Schmiedgasse 4/ beim Albrecht-Dürer-Platz) der „offizielle FCN Weihnachtsbaum“. Selbstverständlich sind alle aktuellen Club-Spieler auf Schmuck-Karten zu sehen. In diesem Jahr haben die Norisbengel, der queere Fanclub des 1.FCN, diesen Baum am Samstag den 29. November 2014 dekoriert! Neben den klassischen Club-Farben Rot/Schwarz wurde der Baum mit Regenbogenschleifen und Fahne geschmückt. Zur FCN - Baumeröffnung war auch MdB Dagmar Wöhrl zu Gast. Trotz Zusage im Vorfeld fand leider auch diesmal wieder kein Vertreter des 1.FCN den Weg in die Nürnberger Altstadt.

Bildergalerie Eröffnung FCN-Weihnachtsbaum - geschmückt von den Norisbengeln - Die Blumenfee 29. November 2014

Podiumsdiskussion beim 15. Internationalen QFF-Treffen im Marmorsaal des Pressclub Nürnberg

1.FCN kneift beim QFF-Treffen!

 

Am ersten Wochenende im September fand das 15. Internationale Queer Football Fanclub (QFF) Treffen im großen Marmorsaal des Presseclubs in der Nürnberg Akademie am Gewerbemuseumsplatz statt. Die Ausrichter, der queere Fanclub des 1.FCN „Die Norisbengel“, sorgten rund um die QFF-Tagung für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm im Herzen der Frankenmetropole. Dass der 1.FCN treue Fans mit enttäuschenden Leistungen vor den Kopf stößt, daran hat sich der Franke im Laufe seiner Geschichte derart abgefunden, dass er diese Liebe trotzdem nicht bereut. Doch auch seinen queeren Fanclub, die Norisbengel, blamierte der Club vor rund 100 Teilnehmern aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland mit einer kurzfristigen Absage. Unter der Vorgabe von Termingründen schaffte es der Verein nicht, auch nur einen einzigen aktiven Spieler zur zweistündigen Podiumsdiskussion abzuordnen. Wohlgemerkt an einem spielfreien Wochenende, soll man das glauben? Umso erfreulicher, dass Lizenzspieler Ralph Gunesch (FC Ingolstadt 04, früher St. Pauli) für die Fragen der Teilnehmer aus 25 queeren Fanclubs zur Verfügung stand. Zur großen Diskussion am Samstagnachmittag fanden sich außerdem Christian Mössner vom Fanmagazin „Ya Basta!“, Dirk Brüllau Pressesprecher der Queer Football Fanclubs, Birgitt Glöckl von der dt. Akademie für Fußball Kultur, Alex Schmitt von den Supporters Nürnberg, Hannes Orth Fanbeauftragter des 1.FCN und als Moderator Jens Schadendorf, Autor von „Der Regenbogenfaktor“, auf dem Podium im Marmorsaal ein. Zu Beginn der Diskussion las Jens Schadendorf einige Kostproben aus seinem Buch „Der Regenbogenfaktor“ vor, die auch den queeren Fußball-Fanclubs gewidmet sind. Er geht auf den Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann ein, der Bizarres von sich gab, wie „Hitzlsperger habe ‚von seiner Spielweise‘ her ‚überhaupt nicht den Anlass gegeben‘, dass man ‚hätte denken können, da ist irgendetwas‘.“ Schadendorf zitiert aber auch Meinungsbildner wie Ex-Spiegel-Kulturchef Matthias Mattusek, der sich in einem Beitrag als „homophob. Und das ist auch gut so“ outete oder auf Norbert Blüm, der einmal die Forderung erhob, dass Schwule, Lesben und andere sexuelle Minderheiten nicht die gleichen Rechte wie Heterosexuelle haben sollen.

 

Nach der Begrüßung der Podiumsgäste entstand eine interessante Diskussion rund um das Veranstaltungsmotto. Dass das Thema Homosexualität im Sport schon lange kein Tabu mehr sei, bemerkt Birgit Glöckl. Sie findet es schade, dass die meisten Medien immer wieder damit von vorne beginnen und etliche Fanprojekte nicht wahrgenommen werden. Statt Tabu Homosexualität scheint es eher ein „Angst“-Thema zu sein. Scheinbar haben die Fußballvereine einfach nur generell Angst, mit dem Thema konfrontiert zu werden. Aber gerade hier in Nürnberg, in der Stadt der Menschenrechte, könnte sich der 1.FCN profilieren und sich erst recht mit dem Thema herausstellen, findet Christian Mössner und bezeichnet die Podiumsabsage vom Club als peinlich und beschämend. Braucht es nach dem Coming-out von Hitzelsperger  weitere Bekenntnisse von aktiven Fußballspielern? Aus der Profisicht von Ralph Gunesch wäre das einerseits kein Problem, weil viele Befürworter hinter dieser Person stehen würden. Doch andererseits, wenn der Betroffene zu Hause als Privatmensch 20.000 Anfeindungen im Internet verkraften muss, steht er damit allein, weshalb Gunesch eher abraten würde. Aus seiner Sicht wäre es vermutlich erträglicher, wenn sich z.B. 15 Spieler gemeinsam outen würden. Sein Abraten sorgt für erregte gegenteilige Meinung aus dem Publikum. Eine Rednerin meint, es könne doch nicht sein, dass 40 Jahre nach dem ersten Straßenkampf für die Rechte von Schwulen und Lesben immer noch vor der Öffentlichkeit der Schwanz eingezogen wird. Die Geschichte brauche auch mutige Einzelkämpfer. Ein anderer Redner findet, dass ein auf Dauer geführtes geheimes Spieler-Doppelleben ebenfalls fatale gesundheitliche Auswirkungen hätte. Gunesch entschuldigt sich fast, weil er sich in dieses Versteckspiel-Gefühl nicht hineinversetzen kann.

 

Alle Podiumsgäste waren insgesamt sehr angetan von dieser fruchtbaren Diskussionsrunde und wollten die Anregungen mit nach Hause nehmen. Zum Abschluss gab es noch ein kleines Erinnerungspräsent des QFF-Treffen von den Norisbengeln. Ein großes Lob an das engagierte Orgateam, sie haben der Frankenmetropole zu weiterer Strahlkraft verholfen.

 

Foto/ Text Norbert Kiesewetter

 

GAYCON September 2014

Bildergalerie 15. Internationales QFF-Treffen, Podiumsdiskussion im Marmorsaal Presseclub Nürnberg, 06. September 2014

Norisbengel 2014 von links: Stefan, Andreas, Andreas, Markus, Daniel, Steffen

Regenbogenflaggen im Frankenstadion

 

Aufgebrachte Debatten um das Coming-out des Ex-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger bestimmten in den letzten Wochen die Medien. Leserbriefe dokumentieren das Pro und Contra der Bevölkerung zu diesem Thema. Darunter sind auch Stimmen, die sich wünschen, dass das Thema Sexualität im Profisport bedeutungslos sein sollte. Wenn es nur so wäre, dann würde ja alles passen. GAYCON traf sich mit Mitgliedern der „Norisbengel“ im Cartoon – dem 1. offiziellen schwul-lesbischen Fanclub des 1.FCN.

 

Die Jungs besuchten die Delegiertenkonferenz des Dachverbandes schwul-lesbischer Fußballfans „Queer Football Fanclubs“ (QFF) vom 10. – 12. Januar in Köln. Die 125 Teilnehmer rückten wegen Hitzlsperger plötzlich ins Rampenlicht des Medieninteresses. „Insgesamt finde ich es positiv, dass ‚Schwulsein im Profifußball‘ endlich draußen ist und in aller Munde diskutiert wird. Andererseits finde ich es schade, dass es überhaupt ein Thema sein muss“, meint Andreas und vermutet, dass das eigentliche Problem die Funktionäre in den Vereinen sind und nicht die Fans. „Es wird immer ein Thema sein, weil es in der Gesellschaft eine eher unangenehme Sache ist. Solange sich nicht das Bewusstsein soweit ändert, dass die Leute aufstehen und negative Ereignisse in den Stadien stoppen“, findet Steffen. „Jeder hat darüber berichtet, alle Zeitungen waren voll – ein richtiger Hype war das Coming out, dass es manchen schon wieder auf den Geist ging. Fünf Kerle haben einen Fußballfan vor einer Kölner Dönerbude angepöbelt. Dieses Rumnörgeln wird immer sein, solange es nicht begriffen wird, dass auch ein schwuler Fußballspieler mit Leidenschaft seinen Beruf bzw. sein Hobby ausübt“, betont Stefan. Er findet auch, dass generell die Fußballclubs nicht wissen, wie sie selbst bzw. die zugehörigen Fans auf das Coming out eines eigenen Spielers reagieren würden.

 

Die organisierte Fußballfankultur über Vereine gibt es nur in Deutschland, hier hat fast jeder Bundesligaverein auch einen schwul-lesbischen Fanclub. Queere ausländische Fanclubs gibt es nur in der Schweiz mit Zürich, Basel und Bern, in Spanien mit Barcelona und in Holland mit Den Haag. Bayern ist mit Nürnberg, Augsburg und gleich zweimal München gut in der QFF vertreten. Das Motto „Getrennt in den Farben – vereint in der Sache“ wird von allen queeren Fanclubs in der Praxis gelebt. „Wir Norisbengel sind sehr reisefreudig und begleiten regelmäßig unseren Club zu den Auswärtsspielen. Oft treffen wir vor oder nach dem Spiel den ortsansässigen queeren Fanclub und gehen zusammen ein Bier trinken. Die Rivalität bleibt dann draußen, so dass es ‚Heterofans‘ schon nicht mehr nachvollziehen können, wie man mit dem ‚Gegner‘ feiern kann“, lacht Steffen. „Ganz besonders verbunden sind wir mit ‚Andersrum auf Schalke‘. Sie haben uns mit einem Norisbengel-Schild direkt vom Bahnhof abgeholt. In der Stammkneipe der Kölner wurde unsere Club-Hymne gespielt.“

 

Im Stadionalltag bei Bundesligaspielen haben die Norisbengel keinerlei Anfeindungen von Heterofans erlebt. Nur Sprüche wie „Schau hie, da iss a Norisbengel – die schaun gar nicht so schwul aus!“. Andere queere Fanclubs organisierten zusammen mit den Ultras schon gemeinsame Aktionen gegen Diskriminierung. Hier wollen die Norisbengel künftig auch aktiv werden. „Einen eigenen Schlachtruf haben wir nicht, weil im Rang unter uns die Ultras lautstark Stadionstimmung verbreiten“, betont Steffen. „Es fehlt insgesamt eine bundesweite Kampagne in den Stadien. Zwanziger hat viel bewegt, der Neue redet nur, greift aber das Thema nicht wirklich auf. Man muss nur auf die kommende WM in Katar schauen, bei der Fans laut Fifa-Chef Blatter ihre Homosexualität während der WM nicht ausleben sollen.“ Die Fußballspieler werden manchmal auch wegen ihrer Nationalität oder Glaubenszugehörigkeit diskriminiert. Wenn die Mannschaft in ein arabisches Land fährt, kann es vorkommen, dass der jüdische Sportler daheim bleiben muss, weil es so gewünscht wird. „Grundsätzlich ist das Thema schwule Fußballer oder Schiedsrichter kein Thema innerhalb der Gruppen. Problematisch ist die Masse der Zuschauer und die Rolle der Medien, weil man nicht weiß wie diese reagieren“, betont Stefan. „Mein persönliches Ziel ist es, vor dem Clubspiel auch eine riesige Regenbogenfahne mit Norisbengel-Logo auf dem Stadionrasen zu schwenken. Denn dann haben wir es geschafft und das Thema ist Normalität.“ Auch Steffen bleibt optimistisch und denkt, dass sich die Gesellschaft weiterentwickelt wie die letzten zwanzig Jahre. „Wir kommen dort hin. Dann kann ein Schwuler schwul sein und es interessiert niemand mehr“. Die Norisbengel wollen nun generell offensiver im Stadion mehr Farbe bekennen. Bei den nächsten Club-Spielen soll die Regenbogenfahne dabei sein und beim Nürnberger CSD möchten sie als Fußgruppe oder mit Wagen teilnehmen. Das Highlight wird natürlich die nächste QFF-Tagung Anfang September 2014: Dann wird die Delegiertenkonferenz des Dachverbandes in der Frankenmetropole abgehalten. Wer weiß, vielleicht kommt auch Thomas Hitzlsperger als Gastredner dazu. Die Norisbengel würden sich freuen. www.norisbengel.de

 

Text/Foto Norbert Kiesewetter

 

GAYCON Januar 2014

Foto 1.FCN Club-Gelände: Norisbengel

Mit der Urkundenübergabe sind die Norisbengel ein 'offizieller' Fanclub des 1.FC Nürnberg!

Bricht das Tabu von außen?

Der 1. FC Nürnberg hat nun auch einen queeren Fanclub 

Was für die aktiven Spieler trotz Öffnung des DFB leider noch immer ein inzwischen einsames Tabu darstellt, haben die Fans schon lange bundesweit für sich geklärt. Seit 10 Jahren bekennen sich die schwul-lesbischen Bundesliga-Begeisterten offen zum Thema „Homosexualität und Fußball“. Der erste schwul-lesbische Fanclub gründete sich im August 2001 im Berliner Olympiastadion. Die schwulen Fußballfans hatten es satt, sich verstecken zu müssen. Die LEO-Autoren Norbert Kiesewetter und Klaus Hafner sprachen mit den Gründern Andreas Saller (34) und Markus Bär (31) von den seit Jahreswechsel existierenden „Norisbengeln“.

 

Seit über einem Jahrzehnt sind Markus und Andreas echte „Club“-Fans und verfolgen jedes Heimspiel des 1. FCN in der Fankurve des Nürnberger Frankenstadions. Ihr Schwulsein behielten sie dabei für sich. Damals kannten sich der Chemielaborant Andreas und der Versicherungsfachwirt Markus noch nicht. 

Wir sind nicht allein

Im Jahr 2006 lernten sich die beiden über das Internetforum Gayromeo kennen. Als Gleichgesinnte genießen sie mit einem weiteren Freund und langjährigen Clubfan viele Auswärtsspiele des FCN im Rahmen verlängerter Städtetouren mit Besichtigungsprogramm. Dadurch wurden sie auf den queeren Fanclub „Hertha-Junxx“ in Berlin aufmerksam. „Wir fanden das eine tolle Idee. Somit spielten wir seit Sommer 2009 mit dem Gedanken, auch in Nürnberg einen schwul-lesbischen Fanclub zu gründen“, erinnert sich Andreas. „Wir hatten zuerst große Bedenken, uns im Stadion zu outen, wegen der homophoben Fangesänge und der negativen Sprüche“, meint Markus. Über das Internet fanden sie den QFF-Verband (Queer Football Fanclubs) und damit die Auflistung aller deutschen Vereinigungen. „Es entstand ein sehr intensiver Kontakt zu den ,Meenzelmännern‘ in Mainz. Markus Delnef, Präsident bei ,Meenzelmänner‘ und auch im QFF-Dachverband aktiv, sprach uns natürlich direkt auf einen möglichen schwul-lesbischen Fanclub in Nürnberg an,“ erzählt Andreas. „Wir wurden zum 7. QFF-Treffen nach Hamburg eingeladen, um die anderen Vertreter kennen zu lernen. Wir bekamen dabei viele Tipps für die Club-Gründung.“ 


Irritationen mit dem Ursprungsnamen

Im November 2010 kam alles ins Rollen, zwei weitere Nürnberger Gründungsmitglieder kamen dazu und die Satzung für einen queeren Fanclub des 1.FCN wurde entworfen. Für die Region Nürnberg wurde der Name „Noris“ gewählt, in einer Fußballmannschaft ist der „Stürmer“ ein wichtiger Spieler auf dem Rasen. Als „Norisstürmer“ meldeten sie sich daraufhin im QFF-Dachverband an. „Der Noris-Club wurde aufgenommen, doch bei persönlichen Gesprächen kam heraus, dass Nürnbergs braune Vergangenheit in Zusammenhang mit unserem Fanclub-Namen gebracht wurde. Das führte zu Bedenken,“ erzählt Andreas. „Wir waren überrascht, dass wir mit der damaligen Nazi-Zeitung ‚Der Stürmer‘ in Verbindung gebracht wurden. Obwohl sich unsere schwul-lesbische Gesinnung eindeutig dagegenstellt“, so Markus. Um anderen Verwechslungsfällen vorzubeugen, beschlossen die Mitglieder Anfang Februar 2011 ihren Club-Namen in „Norisbengel“ umzutaufen. „Wir hatten einfach keine Lust auf weitere Erklärungen und Rechtfertigungen zu unserem Namen“, meint Andreas. 


Ziele des Fanclubs

Einer der obersten Leitsätze, über die Vereinsfarben hinaus, ist die Zusammenarbeit mit den anderen Fanclubs gegen Diskriminierungen. Außerdem sind Projekte und Aktionen bei Stadion-Treffen geplant, um die Toleranz für das Thema „Schwule im Fußball“ bzw. den Abbau der Klischees zu fördern. „Natürlich wollen wir auch anderen schwulen Fans eine Anlaufstelle für Gespräche im Rahmen sportlicher Fairness bieten,“ meint Andreas. Am 19. Februar 2011 wurden die „Norisbengel“ nun in die offizielle Riege der Fanclubs des 1. FCN aufgenommen. Diesen Fanclubs werden in der Regel zuerst die Kartenkontingente der Auswärtsspiele angeboten. Die ersten weiteren „Norisbengel“-Mitglieder kommen übrigens aus München, Friedberg bei Augsburg und Berlin!Der hauptamtliche Fanbeauftragte des 1.FCN Jürgen Bergmann hat die Gründung des schwul-lesbischen Fanclubs für den Nürnberger Traditionsverein sehr positiv aufgenommen. „Ich habe schon länger darauf gewartet, da schon bei vielen Bundesligavereinen ein solcher Fanclub besteht,“ so Bergmann. www.norisbengel.de 


Text/ Foto: Norbert Kiesewetter 


LEO-Magazin März 2011

Der Fliederlich Vorstand 2021

COMMUNITY:

Vorstands - Wahl

Bei der Mitgliederversammlung am zweiten Juli-Mittwoch wurde fast der komplette amtierende Fliederlich-Vorstand von 21 anwesenden Vereinsmitgliedern für ein weiteres Jahr bestätigt: Robert Huber, Anett Buchmann (auf dem Foto per Handybild zu sehen), Sabine Klöss und Ulrich Breuling bleiben im Amt. Herbert Hacker ist auf eigenen Wunsch wegen gesundheitlichen Gründen ausgeschieden. Dafür nahm Ian-Philip Dorn die Vorstandsrolle nach langjähriger Pause wieder an. Nach dem Vereinsbericht wurde mitgeteilt, dass der Freundeskreis Transmänner anscheinend nicht mehr aktiv ist, welcher sich gerne im Fliederlich-Zentrum getroffen hatte. Die Eltern & Freunde queerer Kids berichten über neue internationale Kontakte, welche auch ausgebaut werden sollen. Der Polit-AK sucht Leute auch zum Aufbau eines Aktions-Teams. ... Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite

Trauer um Manfred "Manne" Tamschik (Foto: Privat)

TRAUER COMMUNITY:

Herzensgut

Die Nürnberger Community trauert: Manfred Tamschik ist tot. Vielen wird er eher unter seinem Spitznamen „Manne“, als Wirt in den legendären Nürnberger Gay Lokalen der 90er Jahre „Walfisch“ in der Jakobstraße, anschließend im „Vicking-Club“ in der Kolpinggasse, bekannt sein. Er ist am Freitag den 21. Mai 2021 im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer Lungenkrebs-Erkrankung von uns gegangen. Dabei bekam er die  Diagnose erst im Januar 2021. Die Chemotherapie hatte er mit Nebenwirkungen wie Lungen-entzündung und Herzinfarkt eigentlich gut weggesteckt. Er war in den letzten Wochen wieder voller Elan und Optimismus, doch der Krebs war leider stärker.... Zum vollständigen Bericht-Nachruf über "Manne" auf der GAYCON Gedenkseite

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20 Jahre Olaf & Thomas im Cartoon: Mit Udo (Foto: Privat)

JUBILÄUM SZENE:

20 Jahre

GAYCON gratuliert: Olaf & Thomas Schulmeistrat führen seit 01. Juli 2001, also seit zwanzig Jahren, den beliebten queeren Com-munity-Treffpunkt Café Bar Cartoon (An der Sparkasse 6) bei der Lorenzkirche in Nürnberg. Die Wurzeln reichen aber noch viel weiter zurück, denn schon seit 32 Jahren ist das Lokal ein wichtiger Anlaufpunkt in der Stadt. Damals noch überwiegend für schwule Männer. Doch Olaf und Thomas setzten vor 20 Jahren ihr neues Konzept um, dass das Lokal offen für alle etabliert wurde. Damalige Kritiker schätzten das Durch-haltevermögen der beiden neuen Wirte auf maximal ein halbes Jahr. Gottseidank ein Irrtum der Geschichte, denn sie haben nicht nur die Internet-, die Gay-Dating-, die bayerische Rauchverbots-, sondern sogar die Corona-Pandemiezeit überlebt. Im Gegenteil, sie nutzten die jüngsten Lockdown-Phasen für Renovier-ungen in den Lokal-Räumen oder Anschaffungen wie eine neue Bestuhlung der Terrasse. Unsere GAYCON Berichte über das Cartoon, auch über die Historie ("25 Jahre"), sind weiterhin auf der DOKU-Seite online.

Online Fragebogen zum "Masterplan Queeres Nürnberg"

MASTERPLAN UMFRAGE:

Fragebogen

Die Arbeiten zum „Masterplan Queeres Nürnberg“ gehen weiter! Ab sofort ist ein Fragebogen auf der Webseite der Stadt Nürnberg online geschaltet. Nun können sich alle aus der queeren Community daran beteiligen, die nicht bei einem Workshop teilnehmen können! Hintergrund: In diesem Jahr will die Stadt Nürnberg gemeinsam mit der queeren Community einen sogenannten Maßnahmen- oder auch Arbeitsplan für LSBTIQ*-Leben in der Frankenmetropole erarbeiten. Das Ergebnis soll die Verwaltung in den Handlungsfeldern Kinder und Familie/ Jugend/ Senior*innen/ Vielfalt in der Pflege/ Leben mit Behinderungen/ Gesundheit/ Bildung und Aufklärungsarbeit/ Kultur, Freizeit und Tourismus/ Migration und Integration/ Diskriminierung/ Öffentlichkeits-arbeit, Dialog und Sichtbarkeit fördern/ in den nächsten fünf Jahren umsetzen können. 2025 wird der Plan evaluiert und fortgeschrieben. Bislang haben nur wenige Städte solch einen queeren Aktionsplan und noch weniger Städte haben diesen mit der Community erarbeitet. Hier entsteht also ein wegweisendes Projekt, nicht nur für Nürnberg! Macht mit!

#TV-TIPPS

+++ 19.07. KABEL 1 CLASSICS 15:10 Männer wie wir - Spielfilm // 20:15 SAT.1 Mein Date, mein bester Freund & ich - Dating Show // 22:15 ARTE Soeur Sourire - Die singende Nonne - Spielfim // 22:15 MDR Fakt ist! Reizthema Gendern - Talk // 00:20 ARTE Soeur Sourire - Wer tötete die singende Nonne? - Doku +++ 20.07. SAT.1 GOLD 23:50 Ungelöst und unvergessen: War Homophobie der Grund für den Mord? - Doku +++ 21.07. RBB 14:30 Zwei Seiten der Liebe - Spielfilm // 20:15 SAT.1 Der Schuh des Manitu - Extra Large - Spielfim // 21:50 KABEL 1 CLASSICS Sterben für Anfänger - Spielfilm // 23:15 PRO SIEBEN Frau Jordan stellt gleich: Lesben und Katholikinnen - Doku +++ 22.07. RBB 23:25 Küss mich - Spielfilm +++ 24.07. 3SAT 12:00 Sam Smith: Live in London - Konzert // 23:05 MDR MDR Sputnik präsentiert: Friends of ... Nicolas Puschmann - Talk +++ 25.07. KABEL EINS DOKU 16:40 Elton John: A Singular Man - Doku // 17:35 KABEL EINS DOKU The Million Dollar Piano - Konzert // 22:00 MDR Sex und Identität - Eine diverse Geschichte - Doku // 22:45 MDR Coming out - Doku // 23:50 MDR Unter Männern - Schwul iin der DDR - Doku +++

Gutes Ende nach Panne bei der Benefiz-Show für und mit dem Paradies-Revue-Theater (Foto: Paradies)

BENEFITS COMMUNITY:

Rosegardens feat. Paradies hat doch noch perfekt geklappt

+++ Update: Die Paradies-Crew konnte ihr Glück gar nicht in Worte fassen. Alle Karten wurden erneut bezahlt und darüber hinaus gab es auch noch zahlreiche freiwillige Spenden. Die Postfächer waren voll von dankbarem Feedback. So die Mitteilung auf Facebook. Vorangegangen war eine Panne im System, wie wir berichteten. +++ Das hatten sich die Jungs von Rosegardens (Vordere Sterngasse 24) ganz anders vorgestellt. Ihr allererster virtueller Benefiz-Abend für und mit dem Paradies-Revue Theater Nürnberg wurde am ersten Juni-Samstag über die Bühne online gestreamt. Doch nach einem technischen Fehler bei Facebook ist die Show „rausgeflogen“. Wie Michael berichtet, konnten die Techniker relativ schnell alles wieder on Air bringen, doch Facebook hatte kurzerhand einfach alle Tickets rückabgewickelt .... Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite

Online Petition für einen Bayerischen "Preis für lesbische Sichtbarkeit"

COMMUNITY:

Online Petition

Schon gesehen? Die Online-Petition "Bayerischer Preis für lesbische Sichtbarkeit" hat inzwischen knapp 9500 Unterschriften erhalten! Am Tag der lesbischen Sichtbarkeit (Ende April), hatte der Dyke March Nürnberg diese Petition gestartet. Denn lesbische Sichtbarkeit wirkt Diskriminierung entgegen und unterstützt die leider nach wie vor zahlreichen Lesben*, die sich nicht trauen, offen lesbisch zu leben. Unterschreibt eifrig, damit das Ziel von 10.000 erreicht wird!

Hier geht´s zur Online Petition

#VORSCHAU 2021:

PREMIERE von Andy Maine in Nürnberg! (Foto: GAYCON Archiv)

VORSCHAU HERBST:

Dinner Show

+++ Update: wegen großer Nachfrage und weniger Platz wegen der aktuellen Hygiene-regeln nun ein zweiter Termin! +++ PREMIERE des Programms „Das Beste am Leben“ mit Andy Maine in Nürnberg: Am Samstag den 04. und Sonntag den 05. September 2021 um jeweils 19:00 Uhr steigt das Jubiläumskonzert von Andy Maine inklusive einem 3-Gang-Menü im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Die Travestie Chansonette und Kunstpfeiferin präsentiert an dem Abend ihre schönsten Songs aus 35 Jahren. Der Sonntag ist ausverkauft (verschoben vom Frühjahr Termin)! Ab sofort gibt es wieder Karten für 49,- Euro pro Person für Samstag den 04. September. Inklusive Konzert, Menü und Begrüßungsgetränk. Karten-vorverkauf direkt im Restaurant Literaturhaus! Tel: 0911/ 2342658.

Reporter des Monats:

GAYCON Titelbild Juli 2021 - Norbert & Klaus - Pressebilder 10 Jahre GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab Sommer 2021 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbst-bewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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