#Queerer Fußballfanclub "Norisbengel"

Die Norisbengel und der CSD-Wagen auf dem Frankenstadiongelände

Club gewinnt

NORISBENGEL: Am Tag vor der CSD Nürnberg Demo durfte der Wagen der Norisbengel beim Heimspiel des 1.FCN gegen Heidenheim auf das Frankenstadiongelände vorfahren! Der schwule Fanclub des 1.FCN zeigte somit vor allen Fans Präsenz: Nürnberg hält zusammen - Der Club - die Norisbengel & die Queer Football Fanclubs halten ebenfalls zusammen. Selbstverständlich war die Club-Farbe Rot mit Fahnen und roten Rosen stark vertreten. Wer weiß, ob der Club-Sieg an diesem Tag nicht doch etwas mit den queeren Maskottchen zu tun hatte. Die Norisbengel bedanken sich für die tatkräftige Unterstützung bei Marion, der "Blumenfee"!

Die Norisbengel und Dagmar Wöhrl vor dem "offiziellen FCN-Weihnachtsbaum"

Eröffnung

Seit einigen Jahren steht traditionell in der Sebalder Altstadt Nürnbergs vor dem Laden der „Blumenfee“ (Untere Schmiedgasse 4/ beim Albrecht-Dürer-Platz) der „offizielle FCN Weihnachtsbaum“. Selbstverständlich sind alle aktuellen Club-Spieler auf Schmuck-Karten zu sehen. In diesem Jahr haben die Norisbengel, der queere Fanclub des 1.FCN, diesen Baum am Samstag den 29. November 2014 dekoriert! Neben den klassischen Club-Farben Rot/Schwarz wurde der Baum mit Regenbogenschleifen und Fahne geschmückt. Zur FCN - Baumeröffnung war auch MdB Dagmar Wöhrl zu Gast. Trotz Zusage im Vorfeld fand leider auch diesmal wieder kein Vertreter des 1.FCN den Weg in die Nürnberger Altstadt.

Bildergalerie Eröffnung FCN-Weihnachtsbaum - geschmückt von den Norisbengeln - Die Blumenfee 29. November 2014

Podiumsdiskussion beim 15. Internationalen QFF-Treffen im Marmorsaal des Pressclub Nürnberg

1.FCN kneift beim QFF-Treffen!

 

Am ersten Wochenende im September fand das 15. Internationale Queer Football Fanclub (QFF) Treffen im großen Marmorsaal des Presseclubs in der Nürnberg Akademie am Gewerbemuseumsplatz statt. Die Ausrichter, der queere Fanclub des 1.FCN „Die Norisbengel“, sorgten rund um die QFF-Tagung für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm im Herzen der Frankenmetropole. Dass der 1.FCN treue Fans mit enttäuschenden Leistungen vor den Kopf stößt, daran hat sich der Franke im Laufe seiner Geschichte derart abgefunden, dass er diese Liebe trotzdem nicht bereut. Doch auch seinen queeren Fanclub, die Norisbengel, blamierte der Club vor rund 100 Teilnehmern aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland mit einer kurzfristigen Absage. Unter der Vorgabe von Termingründen schaffte es der Verein nicht, auch nur einen einzigen aktiven Spieler zur zweistündigen Podiumsdiskussion abzuordnen. Wohlgemerkt an einem spielfreien Wochenende, soll man das glauben? Umso erfreulicher, dass Lizenzspieler Ralph Gunesch (FC Ingolstadt 04, früher St. Pauli) für die Fragen der Teilnehmer aus 25 queeren Fanclubs zur Verfügung stand. Zur großen Diskussion am Samstagnachmittag fanden sich außerdem Christian Mössner vom Fanmagazin „Ya Basta!“, Dirk Brüllau Pressesprecher der Queer Football Fanclubs, Birgitt Glöckl von der dt. Akademie für Fußball Kultur, Alex Schmitt von den Supporters Nürnberg, Hannes Orth Fanbeauftragter des 1.FCN und als Moderator Jens Schadendorf, Autor von „Der Regenbogenfaktor“, auf dem Podium im Marmorsaal ein. Zu Beginn der Diskussion las Jens Schadendorf einige Kostproben aus seinem Buch „Der Regenbogenfaktor“ vor, die auch den queeren Fußball-Fanclubs gewidmet sind. Er geht auf den Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann ein, der Bizarres von sich gab, wie „Hitzlsperger habe ‚von seiner Spielweise‘ her ‚überhaupt nicht den Anlass gegeben‘, dass man ‚hätte denken können, da ist irgendetwas‘.“ Schadendorf zitiert aber auch Meinungsbildner wie Ex-Spiegel-Kulturchef Matthias Mattusek, der sich in einem Beitrag als „homophob. Und das ist auch gut so“ outete oder auf Norbert Blüm, der einmal die Forderung erhob, dass Schwule, Lesben und andere sexuelle Minderheiten nicht die gleichen Rechte wie Heterosexuelle haben sollen.

 

Nach der Begrüßung der Podiumsgäste entstand eine interessante Diskussion rund um das Veranstaltungsmotto. Dass das Thema Homosexualität im Sport schon lange kein Tabu mehr sei, bemerkt Birgit Glöckl. Sie findet es schade, dass die meisten Medien immer wieder damit von vorne beginnen und etliche Fanprojekte nicht wahrgenommen werden. Statt Tabu Homosexualität scheint es eher ein „Angst“-Thema zu sein. Scheinbar haben die Fußballvereine einfach nur generell Angst, mit dem Thema konfrontiert zu werden. Aber gerade hier in Nürnberg, in der Stadt der Menschenrechte, könnte sich der 1.FCN profilieren und sich erst recht mit dem Thema herausstellen, findet Christian Mössner und bezeichnet die Podiumsabsage vom Club als peinlich und beschämend. Braucht es nach dem Coming-out von Hitzelsperger  weitere Bekenntnisse von aktiven Fußballspielern? Aus der Profisicht von Ralph Gunesch wäre das einerseits kein Problem, weil viele Befürworter hinter dieser Person stehen würden. Doch andererseits, wenn der Betroffene zu Hause als Privatmensch 20.000 Anfeindungen im Internet verkraften muss, steht er damit allein, weshalb Gunesch eher abraten würde. Aus seiner Sicht wäre es vermutlich erträglicher, wenn sich z.B. 15 Spieler gemeinsam outen würden. Sein Abraten sorgt für erregte gegenteilige Meinung aus dem Publikum. Eine Rednerin meint, es könne doch nicht sein, dass 40 Jahre nach dem ersten Straßenkampf für die Rechte von Schwulen und Lesben immer noch vor der Öffentlichkeit der Schwanz eingezogen wird. Die Geschichte brauche auch mutige Einzelkämpfer. Ein anderer Redner findet, dass ein auf Dauer geführtes geheimes Spieler-Doppelleben ebenfalls fatale gesundheitliche Auswirkungen hätte. Gunesch entschuldigt sich fast, weil er sich in dieses Versteckspiel-Gefühl nicht hineinversetzen kann.

 

Alle Podiumsgäste waren insgesamt sehr angetan von dieser fruchtbaren Diskussionsrunde und wollten die Anregungen mit nach Hause nehmen. Zum Abschluss gab es noch ein kleines Erinnerungspräsent des QFF-Treffen von den Norisbengeln. Ein großes Lob an das engagierte Orgateam, sie haben der Frankenmetropole zu weiterer Strahlkraft verholfen.

 

Foto/ Text Norbert Kiesewetter

 

GAYCON September 2014

Bildergalerie 15. Internationales QFF-Treffen, Podiumsdiskussion im Marmorsaal Presseclub Nürnberg, 06. September 2014

Norisbengel 2014 von links: Stefan, Andreas, Andreas, Markus, Daniel, Steffen

Regenbogenflaggen im Frankenstadion

 

Aufgebrachte Debatten um das Coming-out des Ex-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger bestimmten in den letzten Wochen die Medien. Leserbriefe dokumentieren das Pro und Contra der Bevölkerung zu diesem Thema. Darunter sind auch Stimmen, die sich wünschen, dass das Thema Sexualität im Profisport bedeutungslos sein sollte. Wenn es nur so wäre, dann würde ja alles passen. GAYCON traf sich mit Mitgliedern der „Norisbengel“ im Cartoon – dem 1. offiziellen schwul-lesbischen Fanclub des 1.FCN.

 

Die Jungs besuchten die Delegiertenkonferenz des Dachverbandes schwul-lesbischer Fußballfans „Queer Football Fanclubs“ (QFF) vom 10. – 12. Januar in Köln. Die 125 Teilnehmer rückten wegen Hitzlsperger plötzlich ins Rampenlicht des Medieninteresses. „Insgesamt finde ich es positiv, dass ‚Schwulsein im Profifußball‘ endlich draußen ist und in aller Munde diskutiert wird. Andererseits finde ich es schade, dass es überhaupt ein Thema sein muss“, meint Andreas und vermutet, dass das eigentliche Problem die Funktionäre in den Vereinen sind und nicht die Fans. „Es wird immer ein Thema sein, weil es in der Gesellschaft eine eher unangenehme Sache ist. Solange sich nicht das Bewusstsein soweit ändert, dass die Leute aufstehen und negative Ereignisse in den Stadien stoppen“, findet Steffen. „Jeder hat darüber berichtet, alle Zeitungen waren voll – ein richtiger Hype war das Coming out, dass es manchen schon wieder auf den Geist ging. Fünf Kerle haben einen Fußballfan vor einer Kölner Dönerbude angepöbelt. Dieses Rumnörgeln wird immer sein, solange es nicht begriffen wird, dass auch ein schwuler Fußballspieler mit Leidenschaft seinen Beruf bzw. sein Hobby ausübt“, betont Stefan. Er findet auch, dass generell die Fußballclubs nicht wissen, wie sie selbst bzw. die zugehörigen Fans auf das Coming out eines eigenen Spielers reagieren würden.

 

Die organisierte Fußballfankultur über Vereine gibt es nur in Deutschland, hier hat fast jeder Bundesligaverein auch einen schwul-lesbischen Fanclub. Queere ausländische Fanclubs gibt es nur in der Schweiz mit Zürich, Basel und Bern, in Spanien mit Barcelona und in Holland mit Den Haag. Bayern ist mit Nürnberg, Augsburg und gleich zweimal München gut in der QFF vertreten. Das Motto „Getrennt in den Farben – vereint in der Sache“ wird von allen queeren Fanclubs in der Praxis gelebt. „Wir Norisbengel sind sehr reisefreudig und begleiten regelmäßig unseren Club zu den Auswärtsspielen. Oft treffen wir vor oder nach dem Spiel den ortsansässigen queeren Fanclub und gehen zusammen ein Bier trinken. Die Rivalität bleibt dann draußen, so dass es ‚Heterofans‘ schon nicht mehr nachvollziehen können, wie man mit dem ‚Gegner‘ feiern kann“, lacht Steffen. „Ganz besonders verbunden sind wir mit ‚Andersrum auf Schalke‘. Sie haben uns mit einem Norisbengel-Schild direkt vom Bahnhof abgeholt. In der Stammkneipe der Kölner wurde unsere Club-Hymne gespielt.“

 

Im Stadionalltag bei Bundesligaspielen haben die Norisbengel keinerlei Anfeindungen von Heterofans erlebt. Nur Sprüche wie „Schau hie, da iss a Norisbengel – die schaun gar nicht so schwul aus!“. Andere queere Fanclubs organisierten zusammen mit den Ultras schon gemeinsame Aktionen gegen Diskriminierung. Hier wollen die Norisbengel künftig auch aktiv werden. „Einen eigenen Schlachtruf haben wir nicht, weil im Rang unter uns die Ultras lautstark Stadionstimmung verbreiten“, betont Steffen. „Es fehlt insgesamt eine bundesweite Kampagne in den Stadien. Zwanziger hat viel bewegt, der Neue redet nur, greift aber das Thema nicht wirklich auf. Man muss nur auf die kommende WM in Katar schauen, bei der Fans laut Fifa-Chef Blatter ihre Homosexualität während der WM nicht ausleben sollen.“ Die Fußballspieler werden manchmal auch wegen ihrer Nationalität oder Glaubenszugehörigkeit diskriminiert. Wenn die Mannschaft in ein arabisches Land fährt, kann es vorkommen, dass der jüdische Sportler daheim bleiben muss, weil es so gewünscht wird. „Grundsätzlich ist das Thema schwule Fußballer oder Schiedsrichter kein Thema innerhalb der Gruppen. Problematisch ist die Masse der Zuschauer und die Rolle der Medien, weil man nicht weiß wie diese reagieren“, betont Stefan. „Mein persönliches Ziel ist es, vor dem Clubspiel auch eine riesige Regenbogenfahne mit Norisbengel-Logo auf dem Stadionrasen zu schwenken. Denn dann haben wir es geschafft und das Thema ist Normalität.“ Auch Steffen bleibt optimistisch und denkt, dass sich die Gesellschaft weiterentwickelt wie die letzten zwanzig Jahre. „Wir kommen dort hin. Dann kann ein Schwuler schwul sein und es interessiert niemand mehr“. Die Norisbengel wollen nun generell offensiver im Stadion mehr Farbe bekennen. Bei den nächsten Club-Spielen soll die Regenbogenfahne dabei sein und beim Nürnberger CSD möchten sie als Fußgruppe oder mit Wagen teilnehmen. Das Highlight wird natürlich die nächste QFF-Tagung Anfang September 2014: Dann wird die Delegiertenkonferenz des Dachverbandes in der Frankenmetropole abgehalten. Wer weiß, vielleicht kommt auch Thomas Hitzlsperger als Gastredner dazu. Die Norisbengel würden sich freuen. www.norisbengel.de

 

Text/Foto Norbert Kiesewetter

 

GAYCON Januar 2014

Foto 1.FCN Club-Gelände: Norisbengel

Mit der Urkundenübergabe sind die Norisbengel ein 'offizieller' Fanclub des 1.FC Nürnberg!

Bricht das Tabu von außen?

Der 1. FC Nürnberg hat nun auch einen queeren Fanclub 

Was für die aktiven Spieler trotz Öffnung des DFB leider noch immer ein inzwischen einsames Tabu darstellt, haben die Fans schon lange bundesweit für sich geklärt. Seit 10 Jahren bekennen sich die schwul-lesbischen Bundesliga-Begeisterten offen zum Thema „Homosexualität und Fußball“. Der erste schwul-lesbische Fanclub gründete sich im August 2001 im Berliner Olympiastadion. Die schwulen Fußballfans hatten es satt, sich verstecken zu müssen. Die LEO-Autoren Norbert Kiesewetter und Klaus Hafner sprachen mit den Gründern Andreas Saller (34) und Markus Bär (31) von den seit Jahreswechsel existierenden „Norisbengeln“.

 

Seit über einem Jahrzehnt sind Markus und Andreas echte „Club“-Fans und verfolgen jedes Heimspiel des 1. FCN in der Fankurve des Nürnberger Frankenstadions. Ihr Schwulsein behielten sie dabei für sich. Damals kannten sich der Chemielaborant Andreas und der Versicherungsfachwirt Markus noch nicht. 

Wir sind nicht allein

Im Jahr 2006 lernten sich die beiden über das Internetforum Gayromeo kennen. Als Gleichgesinnte genießen sie mit einem weiteren Freund und langjährigen Clubfan viele Auswärtsspiele des FCN im Rahmen verlängerter Städtetouren mit Besichtigungsprogramm. Dadurch wurden sie auf den queeren Fanclub „Hertha-Junxx“ in Berlin aufmerksam. „Wir fanden das eine tolle Idee. Somit spielten wir seit Sommer 2009 mit dem Gedanken, auch in Nürnberg einen schwul-lesbischen Fanclub zu gründen“, erinnert sich Andreas. „Wir hatten zuerst große Bedenken, uns im Stadion zu outen, wegen der homophoben Fangesänge und der negativen Sprüche“, meint Markus. Über das Internet fanden sie den QFF-Verband (Queer Football Fanclubs) und damit die Auflistung aller deutschen Vereinigungen. „Es entstand ein sehr intensiver Kontakt zu den ,Meenzelmännern‘ in Mainz. Markus Delnef, Präsident bei ,Meenzelmänner‘ und auch im QFF-Dachverband aktiv, sprach uns natürlich direkt auf einen möglichen schwul-lesbischen Fanclub in Nürnberg an,“ erzählt Andreas. „Wir wurden zum 7. QFF-Treffen nach Hamburg eingeladen, um die anderen Vertreter kennen zu lernen. Wir bekamen dabei viele Tipps für die Club-Gründung.“ 


Irritationen mit dem Ursprungsnamen

Im November 2010 kam alles ins Rollen, zwei weitere Nürnberger Gründungsmitglieder kamen dazu und die Satzung für einen queeren Fanclub des 1.FCN wurde entworfen. Für die Region Nürnberg wurde der Name „Noris“ gewählt, in einer Fußballmannschaft ist der „Stürmer“ ein wichtiger Spieler auf dem Rasen. Als „Norisstürmer“ meldeten sie sich daraufhin im QFF-Dachverband an. „Der Noris-Club wurde aufgenommen, doch bei persönlichen Gesprächen kam heraus, dass Nürnbergs braune Vergangenheit in Zusammenhang mit unserem Fanclub-Namen gebracht wurde. Das führte zu Bedenken,“ erzählt Andreas. „Wir waren überrascht, dass wir mit der damaligen Nazi-Zeitung ‚Der Stürmer‘ in Verbindung gebracht wurden. Obwohl sich unsere schwul-lesbische Gesinnung eindeutig dagegenstellt“, so Markus. Um anderen Verwechslungsfällen vorzubeugen, beschlossen die Mitglieder Anfang Februar 2011 ihren Club-Namen in „Norisbengel“ umzutaufen. „Wir hatten einfach keine Lust auf weitere Erklärungen und Rechtfertigungen zu unserem Namen“, meint Andreas. 


Ziele des Fanclubs

Einer der obersten Leitsätze, über die Vereinsfarben hinaus, ist die Zusammenarbeit mit den anderen Fanclubs gegen Diskriminierungen. Außerdem sind Projekte und Aktionen bei Stadion-Treffen geplant, um die Toleranz für das Thema „Schwule im Fußball“ bzw. den Abbau der Klischees zu fördern. „Natürlich wollen wir auch anderen schwulen Fans eine Anlaufstelle für Gespräche im Rahmen sportlicher Fairness bieten,“ meint Andreas. Am 19. Februar 2011 wurden die „Norisbengel“ nun in die offizielle Riege der Fanclubs des 1. FCN aufgenommen. Diesen Fanclubs werden in der Regel zuerst die Kartenkontingente der Auswärtsspiele angeboten. Die ersten weiteren „Norisbengel“-Mitglieder kommen übrigens aus München, Friedberg bei Augsburg und Berlin!Der hauptamtliche Fanbeauftragte des 1.FCN Jürgen Bergmann hat die Gründung des schwul-lesbischen Fanclubs für den Nürnberger Traditionsverein sehr positiv aufgenommen. „Ich habe schon länger darauf gewartet, da schon bei vielen Bundesligavereinen ein solcher Fanclub besteht,“ so Bergmann. www.norisbengel.de 


Text/ Foto: Norbert Kiesewetter 


LEO-Magazin März 2011

1. Demonstration zum "Transgender Day of Visibility" auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz

COMMUNITY PREMIERE:

Trans* Sichtbarkeit

Der erste „Transgender Day of Visibility“ (Internationaler Tag der Sichtbarkeit von Trans*-Personen) am letzten März-Mittwoch in Nürnberg war ein voller Erfolg. Rund 65 Personen sind auf dem Community Gedenkort Magnus-Hirschfeld-Platz am Sterntor erschienen. Das Bündnis gegen Trans- und Homophobie in der Metropolregion Nürnberg hat diese erste Demonstration für mehr Trans* Sichtbarkeit organisiert. Zahlreiche Menschen aus Vereinen und Gruppen der queeren Community waren ebenfalls vertreten, um ihre Unterstützung mit Plakaten kundzutun. In teils sehr emotionalen Redebeiträgen wurden auch persönliche Geschichten übermittelt. ... +++ Hier geht es zum  vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Aprilscherz 2021: Der Nürnberger Lederclub plant ein "NLC-Motorrad-Museum"! (Foto: GAYCON Archiv)

APRILSCHERZ 2021:

Der NLC plant eine Feuerstuhl Ausstellung

Seit Jahren heimlich in Planung, in diesem Jahr werden die exklusiven Verträge unterzeichnet: Der Nürnberger Lederclub eröffnet zum Ende des Jahres in einer alten Fabrikhalle am Kohlenhof in der Nürnberger Innenstadt ein NLC-Motorrad-Museum! Eigentlich hätte die Eröffnung schon pünktlich zum 35jährigen Jubiläum des Vereins stattfinden sollen, doch Corona hatte alle Planungen um ein Jahr verschoben. Wie unser Informant aus dem engsten Planungskreis berichtet, wird auch die AIDS-Hilfe Nürnberg einen Teil der Räume mieten, weil deren Platzkapazitäten in der Entengasse in ihrem Haus in der Altstadt nicht mehr ausreichen. .... Zum vollständigen GAYCON Aprilscherz 2021 sowie die Ausgaben der letzten Jahre auf der DOKU-Seite! +++

Der Künstler Ole Debovary (links) liest Hans Sachs (Fotos: Privat & GAYCON.DE)

KULTURGESCHICHTE:

"queer interpretiert“

Unter diesem Stichwort widmen sich die Künstler Ole Debovary und Spunk Seipel dem bekanntesten Dichter Nürnbergs: Hans Sachs. Die Künstler fragten sich, wie man einen neuen, queeren Zugang zu seinen Gedichten finden kann und kamen zum Ergebnis, dass man Hans Sachs überhaupt erst einmal lesen muss, bevor weitere Diskussionen zu den Werken stattfinden können. GAYCON interviewte Spunk Seipel zum Projekt, wie wichtig für ihn queere Kunst ist und woher die Liebe zur Nürnberger Kultur kommt. Debovary und Seipel standen vor dem Problem, dass kaum jemand einen Text von Hans Sachs kennt. „Sein Werk ist für heutige Menschen sprachlich und inhaltlich schwer zugänglich“, informiert Seipel. ...

Zum vollständigen Bericht auf der INTERVIEW-Seite mit Links zu den Hans Sachs Videos
Annette Röckl und Marcel Schneider. (Foto: GAYCON / Privat)

SPENDENAKTION:

Buch-Benefiz

Die regelmäßigen Benefiz-Galas von Marcel Schneider sind unter den Corona-Beschränkungen aktuell nicht möglich. Bisher konnte er in all den Jahren insgesamt so 530.000 Euro einsammeln. Mit der neuen Buch-Benefiz-Aktion beschreitet er neue Pfade. Gegen eine Spende können handsignierte Bücher von den Bestseller-Autorinnen Sabine Weigand (MdL) und Annette Röckl (NN) bei Marcel abgeholt werden. So geht es: Zuerst anrufen (Tel: 0170 – 8334447), Termin ausmachen, abholen am Salon oder bei ihm privat in Rednitzhembach. Das gesam-melte Geld dieser Benefiz-Aktion geht diesmal zur Hälfte an die Frühförderung der Lebenshilfe Schwabach-Roth und an den Tierschutz Franken.

#wissenverdoppeln Kampagne der Nürnberger AIDS-Hilfe zum Welt AIDS Tag 2020 (Foto: AIDS Hilfe Nürnberg)

KAMPAGNE:

Allmächd!

2020 macht die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. mit einer #wissenverdoppeln Kampagne rund um den Welt AIDS Tag auf sich aufmerksam. „Allmächd! HIV ist unter Therapie NICHT übertragbar! Edzerdla wassd es …“ steht in fränkischen Worten auf den blauen Plakaten. Grund für die Kampagne ist eine deprimierende repräsentative Studie. Gerade einmal 18 Prozent der Befragten stimmten der Aussage „Mit den gegenwärtigen Behandlungs-möglichkeiten ist es möglich, dass HIV beim Sex ohne Kondom nicht mehr übertragen wird“ voll und ganz oder eher zu. Bei der HIV-Therapie unterdrücken die PrEP-Medikamente das Virus im Körper.  ... +++ Zum vollständigen Bericht mit Aktion #positivarbeiten der Stadt Nürnberg auf der DOKU-Seite +++

#TV-TIPPS

+++ 12.04. VOX 18:00 First Dates - Ein Tisch für zwei - Dating Show // 21:05 SAT.1 EMOTIONS Deadly Tropics: Heimliche Liebe - Krimi // 21:20 RBB Ganz schön Berlin! - Doku +++ 13.04. ZDFINFO 21:00 Bibeltreue Supermacht - Evangelikale in den USA - Doku // 21:00 RTLPLUS Law & Order - Special Victims Unit: Doppelleben - Krimi // 14.04. ARD 20:15 Familie verpflichtet - Spielfilm // 21:15 PROSIEBEN 9-1-1  Lone Star: Aufnahmetest - Serie +++ 15.04. SAT.1 EMOTIONS 23:30 Edel & Stark: Das Gericht tanzt - Serie +++ 16.04. ARTE 22:00 High Energy - Disco auf Hochtouren - Doku // 23:40 KINOWELT TV Auch Männer mögen´s heiß - Spielfilm +++ 17.04. KABEL 1 CLASSICS 16:50 Letzte Ausfahrt Brooklyn - Spielfilm // 01:15 ARD Der Wolf: Tote Hunde beißen nicht - Krimi +++ 18.04. KABEL 1 CLASSICS 12:05 Maurice - Spielfilm +++

"To Go" Verkauf im Restaurant Literaturhaus Nürnberg (Foto: Restaurant Literaturhaus)

GASTRONOMIE:

Mitnahme

GAYCON Tipp für Nürnberg: Im Lockdown hat auch Bernhard Rings mit seinem Team vom Restaurant im Literaturhaus (Luitpoldstr. 6) weiterhin als "To Go" mit einer kleinen Auswahlkarte geöffnet! Täglich von 11:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. Vollwertige Mahlzeiten zum Mitnehmen zum Beispiel Schnitzel, Gulasch, Fleischküchle, Putenbrust, Lasagne, Pasta und vegetarische Gerichte, plus täglich wechselnder Eintopf, aber auch Kaffeespezialitäten, hausge-backene Kuchen etc. warten auf Laufkundschaft, Stammkunden und Freunde. Hier geht´s zur Speisekarte. Gerne kann unter Telefon 0911/ 2342658 oder per E-Mail info@rilh.de vorbestellt werden. +++ Unser GAYCON Interview mit Wirt Bernhard Rings ist weiterhin online! +++

Café Maxx Fürth: Kuchen & Torten zum Mitnehmen (Foto: Café Maxx)

GASTRONOMIE:

To Go

GAYCON Tipp in Fürth: Das Café Maxx (Gustavstr. 42) hat jeden Samstag und Sonntag von 12:00 bis 17:00 Uhr in der Fürther Altstadt als "To Go" geöffnet. Bäckermeister Frank Seiferth hat sich wieder ins Zeug gelegt, um leckerste Kuchen- und Tortenkreationen als „To Go“ für seine Gäste anzubieten. Wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen dürfen die Gäste nicht im Café sitzen. Aber die kulinarischen Kreationen dürfen daheim zum Beispiel auf Balkonien, im Wintergarten oder in Eurer Wohnung verzehrt werden. Das macht die aktuelle Situation zumindest etwas süßer! Schaut einfach mit einem schönen Spaziergang bei Frank in Fürth vorbei.

#VORSCHAU 2021:

Jubiläumskonzert Andy Maine im Literaturhaus

VORSCHAU 2021:

Dinner Show

Vorschau 2021: +++ Update: Termin verschoben! +++ Schon jetzt Termin vormerken und Karten im Vorverkauf sichern! Am Sonntag den 05. September 2021 um 19:00 Uhr steigt das Jubiläumskonzert von Andy Maine unter dem Motto „Das Beste am Leben“ inklusive einem 3-Gang-Menü im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Die Travestie Chansonette und Kunstpfeiferin präsentiert an dem Abend ihre schönsten Songs aus 35 Jahren. Ab sofort gibt es Karten für 49,- Euro pro Person. Inklusive Konzert, Menü und Begrüßungsgetränk. Kartenvor-verkauf direkt im Restaurant Literaturhaus! Tel: 0911/ 2342658.

CSD Nürnberg 2021: Wieder mit Straßendemo? (Foto: GAYCON Archiv)

VORSCHAU  2021:

CSD Termin

GAYCON Tipp: Termin vormerken! CSD Nürnberg 2021 am Samstag 7. & Sonntag 8. August 2021. Motto: "Queer Europe - Du hast die Wahl!" Plus "Prideweeks" als Rahmen-programm im Vorfeld. Ob in diesem Jahr eine Demo wie auf dem Foto stattfinden kann? Übrigens, wer beim OrgaTeam des CSD Nürnberg mitmachen möchte, kann sich jederzeit melden. Die Arbeits-gruppen – Kommunikation, - Social Media, - Rahmenprogramm, - Bühnen-programm, - Demo, - Finale (am Kornmarkt statt bisher am Jakobsplatz) freuen sich auf weitere tatkräftige Unterstützung! Alle aus der queeren Community sind eingeladen mitzuhelfen, damit der Nürnberger Christopher-Street-Day / Pride weit über die Metropolregion hinaus-strahlen kann. Traut euch. Kommt in die CSD Familie. +++ Unsere GAYCON Berichte & Bildergalerien vom CSD Nürnberg der letzten Jahre sind weiterhin online! +++

Reporter des Monats:

GAYCON Titelbild April 2021 - Norbert & Klaus - Pressebilder 10 Jahre GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab Sommer 2021 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbst-bewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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