#Prävention

Chronologisch von oben nach unten: Sexpert*innen (2019), Chemsex, Bericht Martin Tröbs (2016), Torben geht (2015)

Die neue geschlechtsoffene Präventionsgruppe "Sexpert*innen" der AIDS-Hilfe Nürnberg

Sexpert*innen

Alle stolpern erstmal über den Namen. Es geht um Sex, soviel ist jedem sofort klar. Allerdings geht es um keine Dildo-Party oder um die Sex-Arbeit an der Frauentormauer. Nein, das ist der neue Name des Präventionsteams der AIDS-Hilfe Nürnberg! Als G. P. S. Verkehrshelfer waren sie in den Kneipen oder mit Infoständen auf Partys in der Nürnberger Community bekannt und verteilten fleißig Kondome, Süßigkeiten und Informationen rund um Safer Sex & Co. Schwule und bisexuelle Männer wurden auch an Cruising-Orten bewusst informiert. Als das Team anfing, war der Begriff „queer“ noch nicht sehr bekannt. In den letzten Jahren hat sich aber die schwule Szene zur queeren Community gewandelt. Deshalb wollte das Präventionsteam den Wandel mittragen, denn auch sie sind „queer“! Darum beschlossen sie im Januar, sich einen neuen Namen zu geben: „Sexpert*innen“. Damit öffnen sie sich der queeren Community als geschlechtsoffene Präventionsgruppe. Frisch aus dem Druckershop sind die neuen blauen T-Shirts. Aktuell sind sie damit schon im Einsatz. Natürlich werden sie auf der CSD-Nürnberg-Demo mitlaufen und auf dem Straßenfest am AIDS-Hilfe Infostand Präsenz zeigen. Ihr Einsatzgebiet bleibt gleich. Aufklärung und Information sind weiterhin wichtig, denn zwar sind die HIV-Infektionszahlen rückläufig, dafür steigen die anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Das Team ist hoch motiviert: „Mit meinem Engagement die Szene bereichern“, betont Carsten. „Leute aufklären, mich selber aufklären“, betont Pascal. „Meine Motivation ist der Aufklärungsaspekt und damit in der Szene aktiv zu sein“, sagt Markus. „Jungen Menschen die Angst vor dem Sex nehmen“, betont Jörn. Insgesamt will sich die Gruppe für alle öffnen. Denn auch Frauen und Trans*menschen können aufklären. Das aktuelle Männer-Team freut sich auf Nachwuchs aus der queeren Szene. Es handelt sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit unter der Team- und Einsatzkoordination des hauptamtlichen Sozialpädagogen René Scheuermann. E-Mail: rene.scheuermann@aidshilfe-nuernberg.de

 

Foto / Text Norbert Kiesewetter

GAYCON Juli 2019

Die AIDS-Hilfe Nürnberg ist mit Martin Tröbs Ansprechpartner für Sexsüchtige und Chemsex Betroffene

Lust als Last

In Bezug auf das rechte Maß aller Dinge und deren Schädlichkeit beim Übermaß macht der Sex leider keine Ausnahme. Gerade junge unerfahrene Männer, die plötzlich damit konfrontiert werden, dass sie Alles und das jederzeit bekommen können, rutschen leicht in den Strudel der Sucht ab. Drogen wirken hier als Katalysator bis hin zur Lebensgefährdung. Trotz dieser Gefahren bleibt das Thema Sexsucht und Chemsex (unter Drogen) ein Tabu, auch in der Schwulenszene. Das möchte Martin Tröbs von der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. nun aufbrechen. Deshalb gibt es gleich zwei Veranstaltungen mit Diskussionen zu diesem Sachverhalt im Rahmen des CSD Nürnberg an zwei Abenden im Tagungszentrum in der Entengasse. Doch woran erkennt man die Sexsucht?

 

„Es ist schwer, eine Sucht zu definieren. Es geht um Konsum und Ware. Die Gefährdung ist immer vorhanden, jedoch werden z. B. nicht alle Alkoholtrinker auch Alkoholiker. In der Schwulenszene sind vorwiegend diejenigen Männer Sexsucht gefährdet, die sich regelmäßig lange an Cruising-Orten wie Klappen, Saunen und anderen Treffs aufhalten“, betont Martin, der zugibt, selbst in jungen Jahren in diesem Suchtstrudel gefangen gewesen zu sein. „Sucht zeigt sich, wenn der Spaß weniger wird als die unangenehmen Folgen: Wie sieht die Wohnung aus? Immer wieder Geschlechtskrankheiten! Die Freunde werden weniger! Es gibt Probleme in der Arbeit und man will es selbst nicht mehr tun, macht aber trotzdem weiter. Man leidet, war drei Stunden im Park, von Mücken zerstochen und hat irgendwann mit den letzten dahergelaufenen Typen rumgemacht.“ 5 bis 10 Prozent der schwulen Männer sind sexsüchtig. Der Schritt in die Drogenabhängigkeit ist dabei ist nur ein ganz kleiner. Die Einstiegsdroge ist Poppers und die verlangte Steigerung führt beispielsweise mit Chrystal Meth in die so gut wie garantierte Katastrophe. Grundsätzlich sind Männer experimentierfreudiger, und im Rausch steigen der Testosterondruck und die Geilheit. „Sex mit Drogeneinnahme kann ein Teufelskreis werden. Betroffene erklärten, es wäre der beste Sex, den sie je erlebt haben. Der Orgasmus wäre tausendfach besser. Aber Sex ohne Drogen wollten und konnten sie danach nicht mehr ausüben. Die Überzeugung, keine Beziehung mehr führen zu können, tritt ebenfalls ein“, beschreibt Martin. „Deshalb wollen wir als AIDS-Hilfe informieren und aufklären sowie als Ansprechpartner für Betroffene da sein. Ich glaube aber jetzt nicht, dass es zur Gründung einer Selbsthilfegruppe kommen wird, denn betroffene Schwule bezeichnen sich selbst nicht als sexsüchtig“.

 

Termin: Dienstag 02. August 2016 19:30 Uhr Hypersexualität – Wenn Sex zur Sucht wird – Vortrag mit Dipl. Psych. Christopher Knoll & Diskussion. Eintritt frei. +++ Donnerstag 04. August 2016 19:30 Uhr „CHEMSEX“ (GB 2015, Dokufilm, OmU, 83 min, FSK 16) & Diskussion. Eintritt frei. – jeweils im Tagungszentrum der AIDS-Hilfe Nürnberg (Entengasse 2)

 

Text/ Foto Norbert Kiesewetter

GAYCON Juli 2016

Martin Tröbs ist der neue Ansprechpartner in der Präventionsarbeit.

Authentische Beratung

Der neue Ansprechpartner in der Präventionsarbeit bei der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. ist ein alter Bekannter: Martin Tröbs. Bereits von 1988 bis 1996 hatte er als Hauptamtlicher im Verein gearbeitet. Martin möchte Bewährtes fortführen, aber auch neue Akzente setzen. Vom G.P.S. – Verkehrshelfer-Team ist er herzlich aufgenommen worden.

 

Frischer Wind hat bereits durchgefegt im Beratungsbüro in der Entengasse, der Raum ist tipptopp aufgeräumt. An der Wand hängt Ralf Königs Zeichnung für ein LP-Cover, einst entworfen für den damaligen Nürnberger schwulen Männerchor „MäNü“, den Martin mitgegründet hatte. Seine selbstständige Arbeit als Paarberater unter dem Namen „Reden hilft“ (GAYCON berichtete) sieht er nun als zweites Standbein. Ohnehin wollte er sich in diesem Jahr noch beruflich erweitern. Dass es die Präventionsstelle in der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. geworden ist, finanziert durch den Freistaat Bayern, da hat der glückliche Faktor Zufall mitgeholfen. „Ich bin froh, dass der Checkpoint so gut angenommen wird. Es kommen viele junge Schwule, aber auch überraschend viele selbstbewusste bisexuelle oder verheiratete Männer“, betont Martin und lobt die offene Atmosphäre. „Das wäre früher undenkbar gewesen. Es gab ja damals keinen Schnelltest. Heute sind Geschlechtskrankheiten deutlich mehr vorhanden als positive HIV – Testergebnisse.“ Er redet heute auch vorsichtiger über Sex und ist nicht mehr auf Provokation aus. Früher bei den Safer Sex Partys, bei den sogenannten ‚Jack off Partys‘, bestand die ganze Amtstracht auch mal nur aus einer roten Schleife um den Penis. So dass auch Polizisten bei Routine-Kontrollen in Fetisch-Szene-Bars lieber schnell wieder das Weite suchten.

 

Bewährte Dinge will Martin nicht über den Haufen schmeißen. Neben der selbstverständlichen Beratungsarbeit wird es traditionelle Aktionen wie einen AIDS-Hilfe-Wagen auf dem Nürnberger CSD weiterhin geben. Im G.P.S. (Gay Proud Safe) –Verkehrshelfer-Team sieht er großartige Teamarbeit: „Es freut mich zu sehen, wie motiviert und engagiert sich alle Mitglieder einsetzen. Besonders, dass viele schwule Pärchen dabei sind, finde ich gut. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in dieser tollen Gemeinschaft.“ Zusammenfassend ergänzt er, „es ist der beste Job. Insgesamt kann hier deutlich weniger bürokratisch gearbeitet werden. In der Präventionsarbeit will ich nicht moralisieren. Ich sehe heute die Arbeit der AIDS-Hilfe als Service-Dienstleistung, die Informationen und Tests auch über andere Geschlechtskrankheiten anbietet. Es soll keine Hilfe aufgedrängt werden, sondern wir wollen die Männer insgesamt ermutigen, mehr auf ihre Gesundheit zu achten, aber auch anonyme Beratung ermöglichen.“ Er schätzt, dass neue Themenfelder, wie Alter, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit oder psychische Krankheiten noch stärker in den Vordergrund rücken werden. „Ich sehe auch den Bereich LSBTI-Flüchtlinge als neues Tätigkeitsfeld, das noch auf uns zukommen wird“, vermutet Martin.

Martin (links) sang im legendären Nürnberger Männerchor "MäNü". Dieser war damals der dritte schwule Chor in Deutschland!

Historie

Wie schon beschrieben, war Martin bereits 1988 bis 1996 hauptamtlich bei der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. dabei. Zuerst ausgeliehen vom Gesundheitsamt für das damalige bundesweite „Streetworker“ – Projekt. Später als angestellter Schwulenreferent, der die letzten Jahre auch die Leitung der Beratungsstelle innehatte. „1994 bekam ich die Diagnose, dass ich HIV-positiv bin und brauchte auch Zeit für mich selbst. Deshalb kann ich mich sehr gut in die Betroffenen hineinversetzen, denn ich habe ebenfalls alle psychologischen Phasen durchgemacht“, beschreibt Martin. „Ich suchte dann eine neue Herausforderung und fand sie für 16 Jahre bei pro familia. Die Zeit möchte ich nicht missen, sie hat meinen Erfahrungsschatz in der Beratung enorm vergrößert. Außerdem konnte ich das schwule Thema in die profa hineintragen.“ Doch Martin ist immer noch ein Mensch, der aktiv nach Neuem Ausschau hält, wenn die Zeit dafür reif ist. So hatte er sich vor einem Jahr als Sexual-, Paar- und Lebensberater sowie als freier Trauerredner selbständig gemacht. Durch die regelmäßigen Einsatzzeiten bei der AIDS-Hilfe verzichtet er nun auf den Bereich Trauerreden, der auch spontanes Schreiben über Nacht erfordern würde.

 

Konkrete Pläne

Beim Thema Drogen gibt es in Nürnberg noch Defizite im Vergleich zu anderen Städten. In welcher Sondersituation befinden sich schwule Drogenkonsumenten? Wo können diese Männer sich informieren, beraten und ggf. betreut werden? Wie lässt sich das Risiko für die Übertragung von HIV, Hep C und STI´s unter schwulen Kosumenten mimimieren? Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen bestimmten Drogen und HIV-Medikamenten. Welche Therapiemöglichkeiten haben Schwule, die lernen wollen, wie Sex auch ohne lust- und leistungssteigernde Drogen wieder Spaß machen kann? Die üblichen Drogenberater kennen sich hier selten aus. Das möchte Martin gerne ändern. „Ich möchte in Nürnberg eine Struktur aufbauen, damit untereinander Informationen ausgetauscht werden können und damit die Berater der Mudra, der Stadtmission etc. für das Thema sensibilisieren“, erzählt Martin. „Wohnformen für Schwule im Alter, für Drogenabhängige und HIV-Positive ist ein wichtiges Thema für die Zukunft. Die osteuropäischen Pflegekräfte sind nur auf Heteros geeicht. Hier sollte das Thema bereits in der Ausbildung der Kräfte Einzug halten.“ Bundesweit soll außerdem ein neues Modellprojekt in der Beratung für HIV und Geschlechtskrankheiten gestartet werden: Live-Chat als Online-Beratung zu festen Zeiten. „Wir im G.P.S. – Präventionsteam wären gerne dabei und überlegen gerade, wie wir uns beteiligen.“

 

Text/ Foto Norbert Kiesewetter

Foto Privat

GAYCON März 2016

Torben Schultes etablierte das Präventionsteam "G.P.S. - Die Verkehrshelfer" der AIDS-Hilfe in der Nürnberger Community

Torben geht

Als evangelischer Diakon im Einsatz für die Präventionsarbeit bei der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. war Torben Schultes sechs Jahre lang Ansprechpartner für die Nürnberger Community. Das Präventionsteam „G.P.S. - Verkehrshelfer“ (Gay Proud Safe) hat er als Marke im Nürnberger Szeneleben etabliert. Nun fand er ein neues Aufgabengebiet als Diakon in den Kirchengemeinden Christuskirche und Seeleinsbühl - Leyh. Deshalb ist am 28. Dezember 2015 sein letzter Arbeitstag bei der AIDS-Hilfe.

 

Diakone sind einerseits theologisch ausgebildet, haben aber auch eine staatlich anerkannte Berufsausbildung im Sozialbereich. Torben, gelernter Erzieher und Krankenpflegehelfer, stammt aus Weiden in der Oberpfalz. Während er in unserer Community eher als schwuler Mann in der Präventionsarbeit für die AIDS-Hilfe oder aus dem ökumenischen Gottesdienst beim Welt-AIDS-Tag in der St. Jakob Kirche bekannt ist, reicht sein Engagement noch viel weiter. Neben seinen hauptamtlichen Tätigkeiten war er über zehn Jahre lang aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim. Im Landkreis München übernahm er als Fachberater die Seelsorge für die Einsatzkräfte. Diese Erfahrungen bündelte er in der Notfallseelsorge hier in Nürnberg. Damit hat Torben auch ein tief gründendes Verständnis für alle Hilfesuchenden bei seiner Montags-Arbeit im Checkpoint Nürnberg der AIDS-Hilfe. „Es ist ein ganz natürlicher Vorgang, dass jeder Mensch sich beim Sex fallen lassen will. Biologisch gesehen schaltet der Körper in sexueller Erregung automatisch Gehirnregionen aus, die wir eigentlich für die Prävention bräuchten, zum Beispiel um an das Kondom zu denken. Deshalb stellt sich für mich die Frage nach Schuld nicht“, betont Torben. „Das kann fast jedem Menschen passieren. Inzwischen geht es nicht nur um HIV und AIDS. Wir verzeichnen einen deutlichen Anstieg der anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Deshalb raten wir zu den Untersuchungen, um hier seinen Gesundheitszustand nicht aus den Augen zu verlieren.“ Will man es verhindern, dass der Sexualtrieb das rationale Denken zu sehr beeinflusst, kann man beispielsweise die Verwendung des Kondoms zu einem Ritual im Vorspiel machen. Gewohnheiten brennen sich leichter als Erinnerung in die Gehirnstrukturen ein. Irgendwann wird es zu einer selbstverständlichen Handlung wie das Fahrrad- oder Autofahren.

"Die Verkehrshelfer" beim Saure Zipfel Benefiz Essen im Einsatz

Marke entwickelt

„Als ich bei der AIDS-Hilfe begonnen hatte, war es mein Ziel, hier neue Ideen einzubringen. Ich erkannte aus dem Straßenverkehrszeichen ‚Verkehrshelfer‘ die passende Doppeldeutigkeit des Wortes für unsere wichtige Arbeit in der Szene“, erzählt Torben über die durch ihn aufgebaute und erfolgreiche ‚Marke‘. „Nun hat jeder im ‚GPS-Verkehrshelfer‘ – Team (Gay, Proud, Safe = schwul, stolz, sicher) als Erkennungszeichen das gleiche blaue T-Shirt mit unserem Logo an, wenn wir in der Nürnberger Kneipenwelt, auf Discopartys oder weiteren Veranstaltungen unterwegs sind. Gleichzeitig können wir in Nürnberg die bundesweiten IWWIT (Ich weiß was ich tu) – Kampagnen der Deutschen AIDS-Hilfe umsetzen und sind Ansprechpartner der Wirte, Saunabesitzer und anderer Veranstalter.“ Derzeit besteht das ehrenamtliche Team aus rund zehn Jungs. Durch die Bekanntheit in der Community melden sich inzwischen Helfer von allein oder durch Mund zu Mund Propaganda. Neben Verteilen von Informationsbroschüren, Kondomen und Flyern sind die persönlichen Gespräche gerade auch an den Cruising Plätzen der Stadt ganz wichtig. Außerdem bieten sie auch im Internet bei Gayromeo eine Beratung an. Das Präventionsteam ist gemeinsam mit einem Kneipenwirt auch auf dem Nürnberger Faschingsumzug mit einem eigenen Wagen dabei. Hier wird getanzt und gefeiert, es werden Bonbons in die Zuschauermenge geworfen. „Ich hoffe, dass mein Nachfolger die erfolgreiche Arbeit der ‚Verkehrshelfer‘ fortführen wird! Trotzdem hat er natürlich Spielraum für eigene Ideen. Außerdem sollte er sich mit den Themen AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten gut auskennen“, betont Torben. „Ich bin nur bei der AIDS-Hilfe weg, aber nicht aus Nürnberg! Selbstverständlich werde ich in meiner Freizeit weiterhin die Szenekneipen oder Partys besuchen. So können mich Bekannte und liebgewonnene Freunde weiterhin sehen.“

 

Fotos/ Text Norbert Kiesewetter

GAYCON Dezember 2015

Neuer Vorstand Rosa Panther Sportverein

COMMUNITY NÜRNBERG:

Neuer Vorstand

Der Nürnberger schwul-lesbische Sportverein Rosa Panther e.V. hat bereits auf der Mitglieder-versammlung Ende Oktober einen neuen Vorstand gewählt. Nun führen Bernd Krauter, Timur Güler, Roland Beck und David Harmansa die Geschicke des Sportvereins. Die Vorstandswahl war nötig, weil die bisherigen Amtsinhaber Daniel und Erwin aus persönlichen Gründen schon früher aus ihren Ämtern zurückgetreten waren. Darum standen die Neuwahlen im Mittelpunkt der Versammlung. Über einen Aufruf auf der Rosa Panther Homepage wurden bereits im Vorfeld der Veranstaltung neue Vorstands-willige gesucht, damit der Verein in seiner Existenz gesichert ist. So konnten nun vier neue Kandidaten präsentiert werden, die dann auch einstimmig von allen Mitgliedern gewählt wurden....

Hier geht´s zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite

Zipfelkönig 2021: Adi I. & das Präventionsteam der AIDS-Hilfe Nürnberg (Foto: AH)

COMMUNITY NÜRNBERG:

König Adi I.

GAYCON gratuliert: Der fünfte Nürnberger Zipfelkönig ist Adi I. – Beim traditionellen „Blaue-Zipfel-Essen“ zugunsten der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. am zweiten November - Samstag wurde wieder deftig gespeist. Das Präventions-Team „Sexpert*innen“ legte sich ins Zeug und kredenzte das typisch fränkische Gericht, im Essigsud gegarte Bratwurst, in der Bert´s Bar (Wiesenstr. 85). Etwa 30 Portionen gingen gegen eine Mindestspende an die hungrigen Gäste, dabei kamen 280 Euro zusammen. In diesem Jahr kamen die Zipfel aus dem Restaurant Grüne Au zum Breznwirt aus Ziegelstein. Seit einigen Jahren ist es auch eine spaßige Tradition, an diesem Abend einen Zipfelkönig zu ernennen, so auch in diesem Jahr. Vorgänger Dieter I. reichte nach einer Lokalrunde und einer rührenden Ansprache an das Volk die Krone an Adolf Schäfer weiter...

Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite

Kostenlose Workshops bei der AIDS-Hilfe Nürnberg (Foto: AH)

COMMUNITY NÜRNBERG:

„Schritt für Schritt in die digitale Welt“

Wie jetzt? Braucht es das heutzutage noch? Sind wir nicht schon alle Computer-fit? Leider sind noch immer viele Menschen unsicher in der PC-Handhabung. Genau hier dockt das Projekt an. Mit Unterstützung der Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern möchten die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. und das Queere Zentrum Nürnberg Fliederlich e.V. Personen aus der queeren Community mit kostenlosen Workshops helfen, sicher im Umgang mit dem Computer und dem Internet zu werden. Ende Oktober fand bereits die Einführungs-veranstaltung in den Tagungsräumen in der Entengasse statt. Verantwortlich für die Koordination und Organisation sind Vanessa Paprotka und René Scheuermann, die alles ins Rollen gebracht hatten. ...

+++ Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

Queer Work in Nürnberg: Jobs frei/ Aushilfen gesucht (Fotos: GAYCON Archiv)

Queer Work:

Lust in der Nürnberger Community zu arbeiten?

In der queeren Community Nürnberg sind aktuell einige Jobs/ Stellen frei! Wir haben eine kleine Übersicht zusammengestellt. Du hast Interesse? Am besten gleich bei den entsprechenden Kontaktdaten melden! +++ Das Café Bar Cartoon (An der Sparkasse 6) hat aktuell Personalengpässe. Deshalb ist nun Montags Ruhetag. Gesucht werden Aushilfen für die Abendstunden sowie für das Wochenende. Du hast Lust in der heterofreundlichen Gastronomie zu arbeiten? Dann komm in die Cartoon-Team-Familie! Melde Dich bei Wirt Olaf Schulmeistrat per Mail cafebarcartoon@gmail.com. +++ Das Restaurant im Literaturhaus (Luitpoldstr. 6) ist ebenfalls von Personalengpässen betroffen. Deshalb sucht „ein buntes Haus mit einem bunten Team“ engagierte Verstärkung! Sowohl im Service beim Bedienen der Gäste, als auch hinter dem Tresen mit Barista-Aufgaben. Die Arbeits-zeit wäre eine geregelte Fünf-Tagewoche (kein Teildienst). Außerdem bieten sie die Übernahme der betrieblichen Altersversorgung sowie ÖPNV-Fahrtkosten an. Du hast Lust in der queer freundlichen Gastronomie zu arbeiten? Dann komm in das Restaurant-Literaturhaus-Team! Melde Dich bei Bernhard Rings per Tel: 0911/ 234 26 58 oder per E-Mail unter info@rilh.de +++ Der Laden Vom Fass Nürnberg (Königstr. 25 – 27) sucht über die Vorweihnachtszeit Verstärkung. Du möchtest etwas dazu verdienen und arbeitest gerne mit Menschen? Dann komm in das Vom Fass Team! Zeitraum wäre November bis Dezember 2021. Stundenlohn 12,- Euro. Sowohl Vollzeit, Teilzeit oder auf 450,- Euro Basis sind möglich. Melde Dich bei Eduard Stöber per Tel: 0911/ 234 213 69 oder per Mail info@vomfassnuernberg.de. +++

#TV-TIPPS

+++ 29.11. PHOENIX 17:15 Queer-Point Deutschland - Doku // 20:15 RTLII Adam such Eva - Dating Show // 00:20 RTLII Sexklinik: Wie gerade sollte ein Penis sein? - Doku // 00:25 ONE Beginners - Spielfilm +++ 30.11. MDR 12:30 Mann, oh Mann, oh Mann! - Spielfilm // 20:15 SAT.1 GOLD Die schockierendsten Verbrechen Großbritanniens: Mörderischer Neujahrsvorsatz - Doku +++ 01.12. ARTE 20:15 Sorry Angel - Spielfilm // 22:25 ARTE 40 Jahre AIDS - Schweigen = Tod - Doku // 01:50 TAGESSCHAU24 Heute im Osten - Reportage: Tanz in die Freiheit - Doku +++ 02.12. RTL 20:15 Surprise! Die Bruce Darnell Show - Überraschungs-Show +++ 03.12. ORF3 17:40 Schnell ermittelt: Klaus Karner - Krimi // 20:15 VOX 22:15 Princess Charming - Lesbische Dating Show // 20:15 MDR Schlager des Monats - Show +++

CSD in Erlangen: Demo durch die Innenstadt sowie Abschlusskundgebung im Röthelheimpark

CHRISTOPHER STREET DAY:

Das war der CSD Erlangen 2021

Die mittelfränkische Universitäts-stadt Erlangen mit über 100.000 Einwohnern feierte am vierten Oktober-Samstag ihren zweiten Christopher Street Day. Dabei zog zum ersten Mal eine CSD-Demonstration durch die Innenstadt. Aus der ganzen Region kam die queere Community nach Erlangen, um das Motto „Vereint in Vielfalt“ auszuleben. Der organisierende Verein MakeYourTownQueer hatte bei der Stadt im Vorfeld 700 Menschen für die Demo angemeldet gehabt. Die Erlangener Polizei ging von 1000 aus. Tatsächlich waren dann nach Polizei-Schätzungen jedoch 2700 Personen auf den Straßen der Stadt! ...

 +++ Hier geht´s zum Bericht mit Bildergalerie der CSD Erlangen Demo & Kundgebung +++

Reporter des Monats:

Pressebilder 10 Jahre GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab 2022 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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