#Ralf König in Franken

Ein königlicher Abend

SCHWABACH – Zugegeben, zuerst hatte ich Bedenken, ob eine Ralf König Comiclesung in der Goldschlägerstadt funktioniert. Vermutlich haben die Organisatoren den kleinsten Kinosaal ausgewählt. Ha, denkste! Im großen Jugendstilsaal des Luna-Kinos waren alle 166 Plätze besetzt. Ausverkauft! Im Rahmen des LesArt Festivals war Deutschlands erfolgreichster Comiczeichner zu Gast. Der gutgelaunte König sprach, brüllte, krächzte und liebsäuselte passend zu den an die Leinwand gebeamten Comictextstellen ins Mikrofon, dass alle Knollennasenfiguren scheinbar lebendig wurden. Eine wahre Freude, die man einmal erlebt haben sollte. Besonders im Luna-Theater mit seiner XXL-Leinwand. Diese Möglichkeit hat nicht einmal der Comic-Salon in Erlangen geboten. „Das erlebt man nicht alle Tage“, bescheinigte auch Ralf König den besonderen Umstand.

Unter dem Motto „Der König liest und das Volk soll lauschen“ gab es einen Querschnitt durch viele seiner Geschichten und Figuren zu den Themen Religion, Homosexuelle, Heterosexuelle, Max und Moritz, Konrad und Paul sowie den Hundefiguren Roy und Al. Nach der lautstarken Begeisterung des Publikums freute sich König, dass die Schwabacher ihrer Freude freien Lauf ließen und nicht wie in Norddeutschland die Emotionen für sich behielten. So erreichten die Lachsalven ihren Höhepunkt dann auch an den frivolsten Textstellen, die nicht einmal der Meister selbst zeichnerisch zu unterlegen wagte. Von wegen prüde Provinz! Nach der zweistündigen Performance waren die königlichen Stimmbänder hörbar mitgenommen. Trotzdem gab es noch die Möglichkeit für Autogramme. Ein toller Abend, hoffentlich bald wieder in Schwabach. (NK) 

GAYCON 13. November 2012

Ralf König beim Internationalen Comic-Salon Erlangen (2010)

Ralf König in Erlangen ausgezeichnet 

„Prototyp“ und „Archetyp“ bester Comicstrip beim 14. Internationalen Comic-Salon 

Mit „Paulus“ wird der bekannteste deutsche Comic-Zeichner seine Bibel-Trilogie zum Abschluss bringen, zu lesen ab Herbst. Blasphemie-Vorwürfe weist er entschieden zurück. Seine Auseinandersetzung mit der Religion trägt die Botschaft, dass Schöpfung und Existenz für ihn deutlich mehr darstellen, als die einengenden Religionen den Menschen glauben machen wollen. „Schon der Anblick des Sternenhimmels vermittelt mir wesentlich mehr“, sagt Ralf äußerlich ruhig. Aber man spürt, dass er es nicht fassen kann, „wenn den Menschen Gott als launischer Mann verkauft wird, der sich nicht entscheiden kann, ob er die Welt ersäufen oder erlösen soll.“ Ralf König versteht nicht, dass haarsträubende Bibelgeschichten in unserer aufgeklärten Zeit noch für bare Münze genommen werden. So nutzt er gezielt die Ironie als Mittel der künstlerischen Freiheit, um gelegentliches Nachdenken in Gang zu setzen. Ralf will es „damit aber auch wieder gut sein lassen mit Religion“. Die interessante Geschichte der Hl. Ursula liegt ihm noch am Herzen. Favorisierte Helden jedoch sind Roy und Al. 

Ralf König wird in diesem Jahr 50, was er gerne als Anlass zum Feiern sieht. So rein körperlich möchte er schon noch mal zwanzig Jahre jünger sein, „um das richtig auszuleben, mit dem Wissen von heute“, wobei er herzhaft lacht. Als gereifter Künstler findet er seine über 30 Jahre alten Erstlingswerke „grottenschlecht“. Diese ersten regelmäßig veröffentlichten Schwulcomic-Strips im Nürnberger „Rosa Flieder“ sind allerdings frühe Karriere-Grundlagen. Beim Studium der Kunst wurde ihm Schulwissen abverlangt, alles mit Knollennase ist autodidakt. Damals hatte er auch regen Bezug zur Nürnberger Szene. Seine Figuren wurden später Titel-Label der „Nürnberger Schwulenpost“ von 1987 bis 1998. Seine gezeichneten Demohelden zieren den Briefkopf von Fliederlich e.V. bis heute. Fränkische Ambitionen unter „Hempels Sofa“ haben einen realen Hintergrund, wie wir erfuhren. Der Mann stammt aus Bayreuth, ist ein guter Freund von Ralf und hat ihm unermüdlich die Sprechblasen vom Deutschen ins Fränkische übersetzt. Natürlich wurde auch in diesem Comicband in gewohnter Weise die Wahrheit königlich gewürzt. 

Obwohl, oder vielleicht gerade weil Ralf Jahrzehnte lang an rosa Klischees zeichnerisch reifte, wird er zunehmend des Schubladendenkens überdrüssig: „Nicht jeder Schwule muss Marianne Rosenberg mögen oder Madonna-Fan sein.“ Zusammenfassend denkt er, dass sich die übermächtige Definition der Schwulen übers Schwulsein inzwischen totgetreten hat. „Man ist doch soviel mehr als nur schwul!“ 

Fotos / Text NK

LEO-Magazin Juli 2010

QFF-Treffen: Grußworte aus Politik und Gesellschaft für die queeren Fußball-Fan-Clubs

QUEERE COMMUNITY:

Tagung der queeren Fußball-Fan-Clubs in Nürnberg

Zum zweiten Mal richteten die Norisbengel, offizieller queerer Fanclub des 1. FCN, die überregionale Tagung am vierten September-Wochenende in der Frankenmetropole aus. Leider waren mit rund 30 Teilnehmenden deutlich weniger nach Nürnberg angereist als ursprünglich erwartet. Als Tagungs-zentrum fungierte der Saal des Restaurants im Literaturhaus. Queere Themen rund um den Fussball standen im Mittelpunkt. Als Zugabe fand noch ein Kulturprogramm, wie Stadtführungen in der Altstadt und am ehemaligen Reichspartei-tagsgelände, ein gemeinsames Mittagessen im Hauptlokal im Erdgeschoss, sowie ein „Feier-Abend“ in einer Szenekneipe, statt. Zum öffentlichen Teil der Veranstaltung am Samstag-vormittag kamen einige Personen aus Politik und Gesellschaft vorbei und überbrachten persönliche Gruß-worte...  +++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Kundgebung zum Tag der bisexuellen Sichtbarkeit

COMMUNITY NÜRNBERG:

Kundgebung auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz

Zum Internationalen Tag der bisexuellen Sichtbarkeit am vierten September-Freitag organisierten die Bi in Franken & die Bi-Gruppe vom queeren Fliederlich-Zentrum auf dem Nürnberger Magnus-Hirschfeld-Platz eine Kundgebung. Rund 30 Menschen aus der queeren Community fanden sich am Gedenkort der Homosexuellen Opfer des Nazi Regimes am Sterntor ein. Einige Regen-bogenfahnen erzeugten auch optische Sichtbarkeit im öffentlichen Raum. Organisator Herbert Hacker, Teamer der Bi-Gruppe, berichtete, dass das „Bisexual Manifesto von 1990“ ein Meilenstein des bisexuellen Selbstverständnisses ist. „Es wurde ursprünglich in der Zeitschrift Anything That Moves veröffentlicht und der Text ist heute immer noch so aktuell wie vor 32 Jahren. Mit vielen der Vorwürfe, denen damals schon deutlich widersprochen wurde, sind wir heute immer noch konfrontiert. Deshalb hat sich BiNe.eV. entschlossen, eine Übersetzung ins Deutsche anzufertigen.“ ... +++ Hier geht es zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Soul-Diva Ikenna Amaechi mit ihrer Whitney Houston Tribute Show

SHOW & DINNER:

Travestie-Star Ikenna Amaechi begeisterte Nürnberg

Von wegen die Franken können nicht ausflippen! Schon nach dem ersten Song der Whitney Houston Tribute Show von Ikenna wurde der Travestie-Star umjubelt. Live-Gesang vom Feinsten erlebten die 220 Gäste am dritten September-Wochenende im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6) an zwei Abenden inklusive eines 3-Gänge-Menüs. Ein Ohren-, Augen- und Gaumenschmaus der Extraklasse. Die Rosegardens Jungs luden zu „Ikenna sings Whitney Houston´s Greatest Hits“ und die Gäste konnten sich kaum auf den Stühlen halten. Egal ob mitsingen oder im Takt mitschnipsen, Ikenna bekam alles vom Publikum. Mittanzen, Zugaberufe, Standing-Ovations, alles war dabei. ...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit den Bildergalerien vom Samstag 17. & Sonntag 18. September auf der DOKU-Seite +++

QNB - Markus & Beatrice stellten die neue LSBTIQ*- Informations-Plattform vor

COMMUNITY FRANKEN/ BAYERN:

Das „Queere Netzwerk Bayern“ stellt sich vor

Im Rahmen der großen Netzwerktour durch alle Regierungsbezirke Bayerns machte das Queere Netzwerk Bayern (QNB) am dritten September-Montag auch im Fliederlich-Zentrum Halt und sorgte gleich für ein kleines Netzwerktreffen für die mittel-fränkische Region. Über 30 Interessierte aus den verschiedensten Vereinen, Gruppen und Beratungsangeboten waren dabei und lauschten gespannt der Projektkoordinatorin Beatrice Alischer und dem Pressesprecher Markus Apel. Neben einer kleiner Eröffnung durch JJ Herdegen, begrüßte Fliederlich Geschäftsführer Michael Glas das Projekt-Team und erinnerte an die ersten Versuche der bayernweiten Vernetzung der damaligen Schwulen-Gruppen in den 70er/ 80er Jahren. ... +++ Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

Das CSD Schwabach 2023 OrgaTeam

COMMUNITY FRANKEN:

Keimzelle für einen CSD Schwabach

Am zweiten September-Dienstag folgten 14 Personen dem Aufruf zur Gründung eines CSD Schwabach 2023 OrgaTeams und schauten im Burgersgarten vorbei. Neben Menschen aus der Community waren auch Unterstützende aus Politik, Stadtrat und Gesellschaft vor Ort. Wirt Holger Stark berichtete, dass sich sogar noch einige bei ihm gemeldet hatten, jedoch für diesen Abend keine Zeit fanden, persönlich zu erscheinen. Als Straight Ally will Fabian Schlosser (Juso) grundsätzlich Diversität unterstützen. „Es kann nur richtig sein, sich als Hetero für alle einzusetzen, nicht stehen zu bleiben. Queerfeindlichkeit hatte ich selbst erlebt.“ Die Motivation von Wirt Holger Stark, auch in Schwabach mit einem CSD aktiv zu werden, waren Hinweise aus dem Jugendzentrum Aurex. „Ich war schockiert, dass beim QueerTreff Jugendliche bedroht werden. Schon für sie selbst bedeutet es viel Kraft, zum Treff hinzugehen. Dann unter Druck von anderen Jugendlichen zu geraten, dass ist unfassbar“. ...

+++ Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

Demo mit Kundgebung für Malte - u.a. in der Nürnberger Fußgängerzone

GEDENKEN IN NÜRNBERG:

Die queere Community Nürnberg setzt Zeichen

Bei einer sehr kurzfristig organisierten Demo mit Kundgebung des CSD Nürnberg am ersten September-Dienstag zogen rund 500 Teilnehmende durch die Fußgänger-zone. Los ging es ab der Lorenzkirche, über Weißer Turm, Kornmarkt zum Community Gedenkort Magnus-Hirschfeld-Platz. Grund war der queerfeindliche Angriff auf den Transmann Malte, der wegen seiner Zivilcourage am Rande des CSD Münster selbst Opfer wurde und nun am ersten September-Freitag seinen schweren Sturz-Verletzungen erlegen ist. Zahlreiche Rede-Beiträge, u.a. von Josephine Taucher (Trans-Ident e.V.), Bastian Brauwer (CSD Nürnberg), Verena Osgyan (Bündnis90/ Grüne, MdL), Lukas (Jugendinitiative Fliederlich), Klaus-Dieter Röse (Die Linke), Luca Fabièn-Dotzler (Bündnis90/ Grüne) wurden ergänzt durch viele spontane Bekundungen. ... +++ Zum Bericht & Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

+++ 03.10. NDR 22:00 Unsere SuperheldInnen! - Sechs für die Zukunft - Doku // 23:00 MDR Straigth outta Crostwitz - Spielfilm +++ 06.10. ONE 22:00 Mord mit Aussicht: Einer muss singen - Krimi +++ 08.10. ZDFNEO 14:55 Terra X: Deutschland in den Goldenen Zwanzigern - Doku +++

Das war die Rosa Trachtennacht auf dem Nürnberger Herbstvolksfest!

NÜRNBERGER HERBSTVOLKSFEST:

Frankengaudi

Super Stimmung und viel Freude beim Rosa Montag / Rosa Trachtennacht im Festzelt Papert am ersten September-Montag auf dem Nürnberger Herbstvolksfest! Nach zwei Jahren Pause nun auch wieder in der Herbst-Ausgabe. Nachdem die Parallel-Veranstaltung in der zweiten großen Zelthütte auf dem diesjährigen Rosa Montag des Frühlingsfestes für vielfaches Unverständnis nicht nur in der Community sorgte, konzentrierte man das Event in der für Nürnberg seit mehr als zehn Jahren bewährten Weise auf einen Spielort. Auch wenn die Stimmung diesmal erst so richtig in der zweiten Hälfte an Fahrt gewonnen hat, die Travestie-Show-Stars Jessica Ravell & Friends waren wieder die bunten Bonbons an dem Abend. Neben dem Bühnenprogramm sorgten sie zeitweise auch inmitten des Publikums für herzhaftes Lachen.  ... +++ Zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie +++

Titelbild des Monats:

PRIDE Monate Juni & Juli - 11 Jahre Pressebilder GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab 2022 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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