Konzert Roman Söllner „Ja, ja, der Nowak... oder wie man erfolgreich eine Beziehung ruiniert“ - Zeitungscafe der Stadtbibliothek, 31. März 2014

Körpertherapeut Roman Söllner

Tanzende Hände

Der Nürnberger Körpertherapeut Roman Söllner und sein Lebensweg - über Kulmbach undimd New York zurück in die Frankenmetropole

Es war wie ein Paukenschlag mitten hinein in Romans kleine heile Welt, als seine Eltern beschlossen, nach Kulmbach aufs Land hinaus zu ziehen. Da war er drei Jahre alt und von Geburt an nur die Großstadt gewöhnt. „Der Beginn einer schrecklichen Phase. Groß werden in einem zwar hübschen, aber engen, provinziell-muffigen Städtchen. Es war Zonenrandgebiet und im Hinblick auf mein Schwulsein eine Katastrophe, bis zum 20 Lebensjahr“, erzählt Roman, wobei er die Augen verdreht. „Das Coming out hatte ich in der Abiturzeit mit 19 Jahren in meiner Familie. Es erstaunte mich, dass meine Mutter emotional Abstand nahm und darüber sinnierte, was sie in der Erziehung wohl falsch gemacht haben könnte. Während mein Vater gelassen reagierte, was ich als schönes Erlebnis abspeicherte: ‚Mach dir keine Sorgen, Bub‘. Meine beste Schulfreundin outete sich später als Lesbe.“

Mit 20 kehrte Roman nach Nürnberg zurück, um eine privatschulische Ausbildung im Modernen Tanz zu absolvieren. Es folgten kurze Stationen in Wien und in der Schweiz, dann zog ihn die Sehnsucht viel weiter hinaus in die Welt, direkt nach New York. „Hier bin ich meinem Tanztraum nachgegangen mit all seinen Höhen und Tiefen. Es waren für mich die prägendsten Zeiten - meine Zwanziger“, erinnert sich Roman mit leuchtenden Augen an die sechs Jahre in der Weltmetropole. „Hier habe ich alles nachgeholt, was ich in Kulmbach vermisst hatte. Mit einem italienischen Tänzer hatte ich meine erste Beziehung. Ich wusste: das bin ich, egal was ich mache. Es war ein befreiendes Gefühl, zum Glück konnte ich es ausleben.“ Doch der Tanzberuf ist auf Dauer sehr anstrengend. Für jede Produktion musste sich Roman erneut bewerben. Er nahm auch innerliche Probleme hin, mit Kostümen oder Choreographen mit seltsamen Ansichten. Dafür konnte er die unabhängige Tanzszene von New York kennen lernen. „Ähnlich wie im Fußballsport ist man als Tänzer Ende zwanzig schon verhältnismäßig alt. Das machten mir spätestens ein gebrochener Fuß und ein Meniskus-Riss klar. Ich musste die Realität akzeptieren, dass mein Körper nicht mehr mitspielte. Doch ich hatte keinen Plan für die Zeit danach. Dazu war mein Visum an den Tanzberuf gekoppelt. Das hat mich emotional erstmal hingeschmissen“, erzählt Roman, der unbedingt in Big Apple bleiben wollte. „Ich hätte alles gemacht, auch Autos zusammengeschraubt. Aber ein Tipp verhalf mir in eine renommierte Privatschule, ein Massage Institut. Schon nach einer Woche, jeden Tag Theorie und Praxis, wusste ich, das ist meins. Es war ein Glücksgriff, der auch meinem Kopf gut tat, weil mir das Lernen viel Spaß gemacht hat.“ Im letzten Semester behandelte Roman Patienten in einer ambulanten Klinik. Hier wurde ihm bewusst, dass bei einer rein medizinischen Massage eine Komponente fehlt, dass einen Mensch mehr ausmacht als nur sein Körper. Wie der Zufall oft spielt, ging genau in dieser Phase seine Beziehung in die Brüche. „Um abzuschalten, nahm ich eine Wohlfühlmassage in Anspruch. Hier wurde ich vorher nach meinem Beweggrund dazu befragt. Das fand ich zuerst ungewöhnlich“, beschreibt Roman seine erste Erfahrung einer hawaiianischen Lomi-Massage. „Ich habe mich vollkommen wie ‚zu Hause‘ gefühlt. Das kann Massage also auch sein. Soviel kannst du reinfühlen. Ich war zu Tränen gerührt.“ Massierende Hände können eben auch geschmeidig sein, wie ein Tanz. Eine solche Ganzkörperarbeit erlernt man am Besten direkt auf Hawaii, doch dafür musste Roman erst Geld verdienen, arbeitete in einem schwulen SPA. „Die Gäste wollten oft mehr, boten mir natürlich auch Geld dafür. Aber ich nehme meine Massagearbeit ernst. Mehr mache ich nicht und will es auch nicht, bis heute“, betont er seinen Umgang mit zweideutigen Angeboten. „Wobei eine Erektion beim Patienten eine natürliche Körperreaktion auf die Wohlfühlmassage sein kann, darüber muss sich keiner Gedanken machen“, ergänzt Roman.

Verteilt über mehrere Jahre war er inzwischen achtmal auf Hawaii und hat immer neue Aspekte dieser Arbeit mit Körper und Geist erfahren, machte sich vertraut mit spirituellen und schamanischen Elementen. „Nachdem mein letztes USA-Visum endete, wusste ich, dass meine Zeit in New York vorbei war. Ich hatte meinen ‚Berg‘ gefunden. Auch Beziehungen und Freundschaften gehen in den Staaten selten in die Tiefe. Deshalb wollte ich zurück nach Deutschland. In Berlin traf ich im Jahr 2000 eine Hausbesitzerin, die mir in Nürnberg eine leer stehende Wohnung mit Laden anbot. Es war eine Schicksals-Fügung!“ Inzwischen ist die Praxis ein Teil seiner heutigen Wohnung in der Nürnberger Altstadt. In den vergangenen 15 Jahren war er nebenbei oft Massage-Trainer für neue Hotel-SPAs in Wien, Berlin bis London. „Es war eine schöne Zeit, aber sie hat mir viel Kraft gekostet neben meiner hauptberuflichen Praxisarbeit in Nürnberg. Viele Stammkunden sind inzwischen Freunde geworden“, erzählt Roman, der privat auch bei den ‚Trällerpfeifen’ singt. „Der Chor macht mir riesigen Spaß. Es erfüllt mich sehr, weil wir wie eine Familie sind. Ich wünsche mir noch viel mehr Trällerpfeifen-Auftritte, da bin ich wieder Rampensau.“ So wirkt seine Tanzvergangenheit in den Chor hinein. „Heute finde ich, dass die Kontakte, Freundschaften und die Menschen den Platz ausmachen, wo du gerne lebst.“ www.touchofnature-nbg.de

Text/ Foto Norbert Kiesewetter

GAYCON MAI 2013

Das neue EU-Projekt "Rosa Asyl" in Nürnberg

ROSA ASYL: Der Verein IMEDANA e.V. war seit 2007 Träger des bisherigen „Internationalen Frauencafés“, eines Projektes, das sich speziell an geflüchtete Frauen richtete. Seit Juli 2018 wird der Schwerpunkt mit einem neuen EU-Projekt erweitert: Unter „Rosa Asyl“ berät der Verein in Kooperation mit Fliederlich e.V. nun auch geflüchtete LSBTIQ (Lesbisch-Schwul-Bisexuell-Trans-Intersexuell-Queer) jeglichen Geschlechts. In einem Pressegespräch Anfang Februar wurde dies nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Während die Gesamtzahl der Flüchtlinge in Deutschland zurückgeht, hat Michael Glas von Fliederlich e.V. einen Rückgang der Beratungsnachfrage von queeren Flüchtlingen noch nicht feststellen können... Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite

Chriss I. & Stefan III. auf der Kaiserburg

FASCHINGSPRINZEN: Ein neues Männerprinzenpaar regiert über das Narrenvolk in Franken! Seit der Inthronisation des Schwander Carneval-Clubs (SCC) am 12. Januar 2019 sind Stefan Knorr (52) und sein Lebensgefährte Christof Reichel (40) offiziell im Amt. Die Faschingsprinzen werden als Chriss I. und Stefan III. zahlreiche Termine wahrnehmen. Auf ihren Wunsch wurde der Orden mit einem Regenbogen gestaltet. Damit hat nun auch Mittelfranken das erste gleichgeschlechtliche Prinzenpaar. Oberfranken führt allerdings schon mit zwei Paaren in den Geschichtsbüchern: Gerald Fischer & Dirk Stauch „Langstädter Fousanachtern“ (2015/2016) und Ralf & Mathias Kühne „Coburger Narrhalla“ (2017). Als hoheitlicher Besuch kamen nun auch Stefan und Christof zum Fotoshooting plus GAYCON Interview auf die Kaiserburg in die Frankenhauptstadt. ... Zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der INTERVIEW Seite

#TV-TIPPS

+++ 18.02. ARD 22:45 Schuld ohne Sühne? Die Kirche und der sexuelle Missbrauch - Doku +++ 20.02. RBB 14:45 Die RBB-Reporter: Anni am Limit! - Magazin // 01:45 ARTE Tracks - Magazin +++ 22.02. BR 19:00 Fastnacht in Franken - Show // 20:15 ARD & ONE Eurovision Song Contest 2019 - Unser Lied für Israel - Show // 21:45 ARTE High Energy - Disco auf Hochturen - Doku // 23:25 ARTE Queercore - Die Schwule Seite des Punk - Doku // 00:25 ARTE Berlin Live: Fritz Kalkbrenner - Musik +++ 23.02. NDR 12:00 Die Akte Zarah Leander - Doku +++ 24.02. PHOENIX 17:00 Herr von Bohlen privat - Doku / Spielfilm +++

70/ 80er Musikabend - Restaurant Literaturhaus
Gedenken & Demo - Altstadt

#Partyticker

Samstag 23. Februar:

21:00 Ulla´s Faschingsparty - Bar59 // 23:00 Rosa Hirsch - Hirsch

Bayreuth: 22:00 G.Punkt Party - Koco Club

Donnerstag 28. Februar:

19:00 Altweiberfasching - Pigalle (Pfeifergasse 2a)

Freitag 01. März:

21:00 Faschingsparty - Bar59

Samstag 02. März:

20:00 Faschingsparty Kölle Alaaf - Pigalle (Pfeifergasse 2a) // 20:00 Faschingsparty - Savoy (Bogenstr. 45) // 21:00 Faschingsparty - Bar59 // 21:00 Tussi Total Frauen Faschingsparty - Golden Nugget (Klingenhofstr. 50c) // 21:00 NLC-Keller Party - Dresscode! Men only! - NLC-Vereinskeller (Schnieglinger Str. 264)

Sonntag 03. März:

14:00 After Faschingsumzug Party - Pigalle (Pfeifergasse 2a) // 15:00 After Faschingsumzugs Party - Bar59 // 20:00 FaschingsSonntag - Savoy (Bogenstr. 45)

Montag 04. März:

14:00 Rosenmontags Party - Pigalle (Pfeifergasse 2a) // 20:00 RosenMontagFasching - Savoy (Bogenstr. 45) // 21:00 Fummelball - Bar59

Dienstag 05. März:

19:00 Faschings Finale - Pigalle (Pfeifergasse 2a) // 20:00 Fastnacht - Savoy (Bogenstr. 45)

+++++++ Termine an info@gaycon.de

Dinner & Party - Tennisturnier - Marmorsaal
In The Mix Party - Café Bar Cartoon

#Vorschau März

Karnevalzeit in Franken

FASCHING in Nürnberg: Auch die Community zelebriert mit zahlreichen Faschingspartys die fünfte Jahreszeit!  Höhepunkt ist der Zeitraum vom 28. Februar "Altweiberfasching" bis 05. März "Faschingsdienstag". Zum Beispiel Die 5. Jahreszeit in der Pigalle Schlagerbar oder Faschingsparty für Frauen von Tussi Total. Natürlich wird auch wieder der Fastnachtsumzug durch die Innenstadt rollen. Hinweise demnächst unter Vorschau-NEWS und vorab auf der Termin-Seite. Wir wünschen viel Spaß!

Gleichgeschlechtliches Tanzturnier in Fürth

TANZTURNIER: Am Samstag den 23. März 2019 findet ab 11:00 Uhr das "4. Fürther Kleeblatt Tanzturnier" in den Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen der Frauen- und Männerpaare statt. Am Abend gibt es eine große Tanzgala (20:00 Uhr) mit dem Finale der A-Klassen. Tanzsportgemeinschaft (TSG) Fürth (Bayernstraße 51). Karten und Infos direkt auf der TSG Vereinshomepage

Männerpaar des Monats:

GAYCON Titelmodels Thommy & Tom - Februar 2019 - Fotoshooting am Spittlertorgraben / Am Rand der Nürnberger Altstadt

Unsere GAYCON Titelbilder sollen das selbstbewusste queere Stadtleben der Frankenmetropole widerspiegeln.  Von 18 bis 99 geben wir allen queeren Paaren (Beziehung, Freunde, Kumpels etc) oder Einzelpersonen aus der Region die Möglichkeit, einmal Titelpaar/ Person des Monats zu sein und jedes Jahr im April an der MR & MISS WAHL teilzunehmen. Das Outfit passen wir immer der Jahreszeit an.

Habt Ihr Lust, mal dabei zu sein? Bewerbt Euch mit Foto per E-Mail unter info@gaycon.de oder über gaycon.de Facebook

Hinweis: Weil sich aktuell soviele Models bzw. Paare beworben haben, sind die GAYCON Titelbilder bis Oktober 2019 ausgebucht!!

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

GAYCON-Aufrufe seit Start 07.02.2011

GAYCON-Aufrufe seit dem 04.02.2019

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