#Marcel Schneider

Chronologische Reihenfolge von oben nach unten: Bundesverdienstkreuz 2026, 60. Benefiz-Veranstaltung 2025, 50. Benefiz-Gala 2019, 45. Benefiz Aktion 2017, 40. Benefiz -Gala 2015; Interview 2010

Bundesverdienstkreuz für Marcel Schneider - Ohne seinen Mann Heinz an der Seite wäre sein jahrelanges Engagement nicht möglich gewesen (Foto: GAYCON Archiv)

Große Ehre

Bundesverdienstkreuz für Marcel Schneider

Schöne Osterüberraschung: Ein Brief von Ministerpräsident Dr. Markus Söder sorgte für große Emotionen in Rednitzhembach. Coiffeur Marcel Schneider las staunend, dass er auf Vorschlag des Ministerpräsidenten vom Bundespräsidenten das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen bekommen hat. Eine höchste Anerkennung für Verdienste um das Gemeinwohl. Über 660.000 Euro hat Marcel auf über 60 Benefiz-Veranstaltungen in den letzten 25 Jahren für benachteiligte Kinder und Tiere in Not gesammelt. Außerdem wirkt er in seiner Heimatgemeinde gesellschaftlich und kommunalpolitisch sowie darüber hinaus als Kreisrat. „Ein solcher Einsatz fördert den Zusammenhalt in der Gesellschaft, erfüllt unsere Werte mit Leben und beweist wahre Mitmenschlichkeit. So geben Sie ein Beispiel, das über ihren Wirkungskreis hinausweist und Dank und Anerkennung verdient“, so die Begründung des Ministerpräsidenten im Schreiben. Zuerst hatten Marcel und sein Mann Heinz den ungeöffneten Brief mit einer gewissen Skepsis betrachtet. Ein Brief vom Söder zu seinem Geburtstag, und das zum 57sten? Oder ein zu spät zugestellter Aprilscherz? Doch nach der Begutachtung von Heinz, der sich als langjähriger Stadtrat mit offiziellen Schreiben sehr gut auskennt, war die Emotion umso größer. Am meisten freut Marcel, dass seine Mama mit fast 90 Jahren dieses Ereignis noch fit miterlebt. „Ich bin zutiefst berührt“ verkündete er auch dazu auf seinem Facebook-Profil und dankt besonders seiner Familie, ohne die sein jahrelanges Wirken in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. (NK)

 

GAYCON April 2026   

Das war die 60. Benefiz-Veranstaltung von Marcel Schneider - Zum Jubiläum im Historischen Rathaussaal Nürnberg

Traum wurde wahr

Das war die 60. Benefiz-Veranstaltung von Marcel Schneider

Am letzten September-Samstag fand im Historischen Rathaussaal zu Nürnberg die Jubiläums-Benefiz-Gala zugunsten von Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, statt. In den letzten 25 Jahren hat Coiffeur Marcel Schneider schon rund 650.000 Euro gesammelt. Nun sind mit der 60. Veranstaltung am Samstag nochmal 13.300 Euro dazu gekommen. Der jüngste Erlös geht nun zu 100 Prozent an vier Einrichtungen: die Frühförderung der Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V., das bbs Nürnberg, Engelein e.V. und die Frühförderung der Lebenshilfe Nürnberger Land e.V. Diese Spenden ohne jeden Abzug liegen dem Initiator besonders am Herzen, ebenso dass alle Kunstschaffenden des Abends ohne Gage auftreten. Welche Kreise diese Veranstaltungen einmal ziehen werden, konnte er damals noch nicht ahnen. Vor zehn Jahren ist aber der Wunsch vom Historischen Rathaussaal als Veranstaltungsort entstanden. Berührt hat ihn und seinen Mann Heinz Röttenbacher, dass Oberbürgermeister Marcus König die Schirmherrschaft ablehnte, um stattdessen sogar als Kooperationspartner bei der 60. Benefiz-Gala aufzutreten. Nach dem Sektempfang in der Ehrenhalle und Begrüßungsreden von OB Marcus König sowie Marcel Schneider, brachte der Conrad-Paumann-Chor viel Schwung und Begeisterung in den Saal, etwa mit dem „Kleinen grünen Kaktus“, oder einem genial dargebotenem „The Lion Sleeps Tonight“. Der Chor besteht aus Blinden, Sehbehinderten und Sehenden des bbs. Heiter-emotionaler Moment auf der Bühne danach: Der Chor wünschte sich, dass Marcel zukünftig den Chornamen endlich mal richtig ausspricht und überreichte ihm einen symbolischen Notenschlüssel. Obendrein übergaben sie ihm eine Geldspende für seine Benefiz-Aktion! Fränkische Frotzeleien kamen von Kabarettist Sven Bach, übers Moped fahren, Sprüchen wie „Man muss nach den Sternen greifen, um wenigstens an die Dachrinne zu kommen“, bis zum Quetschn-Song „Su a bläide Woar“. Andy Maine überzeugte gesanglich unter anderem mit „Ich tanz allein“ aus Plates Musical Ku’damm 56. Besonders aber mit seiner Pfeifkunst, einem phänomenalen Alleinstellungsmerkmal seit Ilse Werners Zeiten: begeistertes Publikum bei den gepfiffenen „Glocken von Rom“. Wortakrobat Oliver Tissot arbeitete schon den ganzen Programmverlauf über beobachtend und schreibend. Dann sorgte er mit aktuellen Wort-Doppeldeutungen für große Lacher. Marcel bekam es ab, mit z.B. „Heinz macht die Arbeit, Marcel quatscht“. Dass die überreichten Blumen vom Friedhof stammen würden, wurde fast zum Running Gag des Abends. Olivers Mantra, keinen aus dem Rathaus zu lassen, bevor das Spendenergebnis 12.000 Euro Wunschsumme erreichen würde, wurde von den Galagästen lässig übertroffen. Zum Abschluss überzeugte Musicalstar Jennifer Eder, die sich selbst als Frauenquote des Abends vorstellte, mit ihren fantastischen Stimme insbesondere mit Wunschliedern von Marcel. Ein gelungener Abend, den die Stadt Nürnberg noch mit Getränken und leckeren Häppchen bei einem Empfang abrundete.

 

Foto/ Text: Norbert Kiesewetter

GAYCON September 2025

Gala für 3 x 50 Jahre: Zahlreiche Freunde aus der Community waren ebenfalls in Rednitzhembach

Benefiz-Party

Am zweiten April-Samstag moderierte Jörg Deffner ebenso heiter wie nachdenklich durch eine Festgala, für die gleich drei Anlässe standen: 50 Jahre Lebenshilfe Nürnberger Land, 50. Geburtstag Marcel Schneider und gleichzeitig dessen 50. Benefiz-Veranstaltung. Ein bunter Abend, mit Party und Tanzstimmung, Emotionen und zahlreichen Überraschungen. 160 geladene Gäste feierten gemeinsam im Gemeindezentrum in Rednitzhembach, als Marcel unter dem Sound der Pet Shop Boys mit „Always on my Mind“ die Bühne enterte. Gern gestand er ein, dass er ein Fan der 80er Musik ist. Die Theatergruppe Mimulus inszenierte ein gelungenes Stück, das mit viel Applaus honoriert wurde. Es gab ein Dingsda Ratespiel von den Frühförderkindern auf Video-Leinwand. Mark O. Vincent brachte das Publikum als Elvis, Tina Turner sowie Howie oder dem King of Pop Michael Jackson, gleichermaßen zum Tanzen. Mit der Nürnberger Hip-Hop Band Brak`Lul hallten die moderneren Rhythmen durch den Saal. Zwischen den Bühnendarbietungen verwöhnte der Gastgeber seine Freunde mit einem opulenten Büffet. Überraschungsgast zu späterer Stunde war Wortakrobat Oliver Tissot, der mit zahlreichen Anekdoten aus dem Privatleben von Marcel überraschte. Man mag es kaum glauben, aber Marcel hat mit seinen 49 Benefiz-Abenden in 17 Jahren 475.000 Euro gesammelt. An diesem Abend kamen über 6.000 Euro dazu. Für benachteiligte Menschen, „die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“. Neben Politikern, Olympiasiegern, Bürgermeistern, waren auch viele Freunde aus der Community dabei. Denn seinen Mann Heinz Röttenbacher hatte Marcel einst im Szenelokal Walfisch kennen und lieben gelernt. Nicht ohne Grund hingen am Bühnenhintergrund zwei große Regenbogenflaggen. Als Symbol für Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz. (NK)

GAYCON April 2019

Wortakrobat Oliver Tissot war Stargast bei der 45. Benefiz-Aktion von Marcel Schneider

Benefiz

Hochsommerliche Temperaturen bei der 45. Benefiz-Aktion von Marcel Schneider im Nürnberger Stadtteil Altenfurt am zweiten Juli-Samstag, unter Schirmherrschaft von OB Maly. Statt unter tropischen Verhältnissen im Salon zu schwitzen, wurde die Veranstaltung kurzerhand auf dem Gelände des Autohauses neben dem Laden unter freiem Himmel, schattigen Bäumen und Sonnenschirmen abgehalten. Zugunsten der Frühförderung des bbs Nürnberg, Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Langwasser, präsentierte der Opernballcoiffeur einen bunten Kabarettabend mit Wortakrobat Oliver Tissot. Mit gekonnten Wortverdrehungen und Doppeldeutungen sorgte der Nürnberger Künstler für etliche Lachsalven. Haupt-„Opfer“ des verbalen Feuerwerks war natürlich Gastgeber Marcel Schneider, doch auch Autohersteller, der G20 Gipfel, zufällige Passanten auf der Straße oder Stammkunden wurden auf die heitere Schippe genommen. Vorher brachte in einer kurzen Ansprache bbs Direktor Patrick Temmesfeld vor allem seinen Dank für Marcels unermüdlichen Einsatz zum Ausdruck. Gabriele Feigl (Leiterin Frühförderung bbs) hat spezielle Bastelkoffer für die Kinder mit Sehbehinderung vorgestellt. Diese speziell auf die Anforderung abgestimmten Materialien sollen mit dem Erlös des Abends finanziert werden. Bei Marcels Aktionen kommt der Erlös immer zu 100% dem Projekt zugute, auch Künstler verzichten auf die Gage.

45. Benefiz - Aktion von Marcel Schneider zugunsten der Frühförderung des bbs Nürnberg - By Marcel - 08. Juli 2017

Überraschung für Marcel Schneider: Barbara Stamm überreicht die silberne Ehrennadel der Lebenshilfe Bayern e.V.

40. Benefiz - Gala

Die Jubiläumsausgabe des Benefizprojekts von Marcel Schneider am 21. November in der Rother Kulturfabrik wurde zu einem Fest voller Emotionen. Die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm, diesmal in ihrer Funktion als Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern e.V., zeichnete Marcel für seinen unermüdlichen Einsatz mit Ehrennadel in Silber aus. Die bisher erzielten Gesamt-Spenden von über 270.000 Euro wurden an diesem Abend um 13.500 Euro für die Frühförderung der Lebenshilfe aufgestockt. Die Lebenshilfe Schwabach-Roth überraschte ihren Wohltäter mit einem bunten Meer aus Lichtern und einer überdimensionalen Torte.

Das „Erfreulichste sei die Tatsache, dass dank zahlreicher Sponsoren immer die Gesamteinnahmen den Spendenbegünstigten zufließen können. Heute Abend treten auch alle Künstler ohne Gage auf“, so Marcel. Die Gruß- und Dankesworte aus Politik und von der Lebenshilfe  waren löblich punktgenau gefasst, so dass viel Zeit für das fulminante Unterhaltungsprogramm blieb. Wortakrobat Oliver Tissot verstand es wie immer, Humor mit Nachdenklichem zu verstricken, die oberpfälzische Wuchtinvasion Lizzy Aumeier erntete Lachsalven. Für Musik von Gospel über Parodie bis Klassik sorgten Oliver Schott feat. The Golden Gospel Choir, Marc O. Vincent mit Kultstars in Concert und der Startenor Alexander Herzog. Alle Künstler liefen derart zur Höchstform auf, dass sich das Zugaben fordernde Publikum erst nach über vier Stunden zufriedengab. Zum Abschluss verteilte Marcel persönlich im Foyer noch den knappen Quadratmeter Torte an alle. Einfach toll!

40. Benefiz - Gala von Marcel Schneider zugunsten der Frühförderung der Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V.  - in Kooperation mit der Stadt Roth - Kulturfabrik Roth - 21. November 2015

Am Kunstweg von Rednitzhembach

„Heute liebt man mich so, wie ich bin.“

Marcel Schneider, Frisör des Nürnberger Opernballs

 

Seit er im April auf VOX seine Kochkünste vorstellen durfte, ist er bundesweit von den Medien begehrt. Den Titel Promifrisör und die plötzlich gestiegene Popularität trägt Marcel Schneider aber eher mit vorsichtigem Stolz. Viel lieber redet er darüber, wie gerne er anderen Menschen hilft. Für die Lebenshilfen Schwabach-Roth und Nürnberger Land und das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg hat er in den letzten 8 Jahren über 130 000 Euro gesammelt.

 

Marcel kam 1969 in Neustadt an der Aisch zur Welt. Sein Vater war Diehl-Vorarbeiter, weshalb die Familie kurz nach seiner Geburt nach Nürnberg zog. Seine Mutter arbeitete als gelernte Hauswirtschafterin in einem Pfarrershaushalt. „Ich bin aber keine Pfarrerstochter geworden!“, scherzt Marcel. Er ist der jüngste von drei Brüdern. Als er neun Jahre alt war, ließen sich die Eltern scheiden. Seine Jugendzeit verbrachte er bei seiner Mutter in Langwasser. Am liebsten spielte er mit Matchboxautos und frisierte einen Puppenkopf. Beide Leidenschaften prägen ihn noch heute. Er ist Autofreak und vielfach preisgekrönter Meister des Frisörfachs. 

Im jugendlichen Glauben an seine Heterosexualität war er zwei Jahre mit einem Mädchen befreundet. Dann kristallisierte sich aber der Wunsch nach einem männlichen Partner heraus. Er outete sich gegenüber seiner Familie. „Mama nahm es gelassen, Papa hatte anfangs Probleme, ebenso reagierten meine Brüder unterschiedlich“, erinnert sich Marcel, „aber jetzt ist das alles kein Thema mehr. Heute liebt man mich so, wie ich bin.“ Seine erste Liebe zu einem Mann endete allerdings tragisch. „Nach sechsjähriger Partnerschaft erlag mein Freund seiner AIDS-Krankheit. Bereits 1988 trat ich der AIDS-Hilfe bei, machte eine Betreuerausbildung, aber nach drei Sterbebegleitungen ertrug ich den Schmerz nicht mehr, ich wäre fast daran zerbrochen“, so Marcel. Ende 1992 lernte Marcel über einen gemeinsamen Freund seinen heutigen Lebenspartner Heinz im damaligen Szenelokal „Walfisch“ kennen. 1993 zog er zu ihm nach Rednitzhembach. Obwohl der kleine Ort zwischen Schwabach und Roth eher ländlichen Charakter hat, genoss das Männerpaar von Anfang an die volle Akzeptanz der Gemeinde. Heinz ist heute dienstältester Gemeinderat von Rednitzhembach.

 

Wie wird man Promi-Frisör?

 

„Ab 1992 habe ich bei den Bayerischen-Frisör-Meisterschaften viele erste Plätze gemacht. Auch durch mein soziales Engagement für behinderte Kinder in Franken wurde ich bekannt. Ich veranstaltete schon damals viele Benefizgalas, moderierte auch. Dadurch lernte ich zahlreiche Prominente kennen. Der Nürnberger Opernball hat vor vier Jahren angefragt, ob ich Offizieller Opernballfriseur werden möchte. So kamen immer mehr namhafte Kunden, wie beispielsweise Joy Fleming, Silke Otto, Karin Schubert oder Dunja Rajter. Ebenso darf ich zahlreiche Persönlichkeiten aus dem lokalen Bereich zu meiner Kundschaft zählen.“ 

Zu einem ganz besonderen Festtag wurde sein 40. Geburtstag im letzten Jahr. Es fand eine Benefizveranstaltung mit gleichzeitiger Preisverleihung statt: Marcel Schneider wurde mit der Ehrenmedaille der Lebenshilfe ausgezeichnet. „120 Besucher befanden sich im Publikum, auch die Presse war vertreten. Im Anschluß an das Programm kam mein Lebenspartner Heinz zu mir auf die Bühne, übereichte mir 40 rote Rosen und machte mir vor allen Leuten einen Heiratsantrag. Ich war sprachlos, brachte kein Wort heraus und in diesem Augenblick vergass ich >ja< zu sagen“, schwelgt Marcel in der Erinnerung. Sie wurden mit ihrer Heirat im Rednitzhembacher Rathaus bundesweit bekannt, als erstes Schwulenpaar in Bayern mit standesamtlicher Trauung. Der 1. Bürgermeister Spahl nahm die Trauung persönlich vor. Die Medien berichteten ausschließlich positiv darüber. Der Trubel um seine Teilnahme an der VOX TV-Sendung „Das perfekte Dinner“, die er als Gewinner absolvierte,  hat auch humoristische Züge bekommen: Trotz offen gelebter Homoehe flatterten ihm zwei heterosexuelle Heiratsanträge ins Haus. Einer wurde seiner Mama überbracht: „Wir hätten da eine heiratsfähige Tochter...“ 

„By Marcel“ zieht um! Sein neues,  größeres Domizil für die perfekte Frisur ist ab Ende Mai in Nürnberg-Altenfurt. Hier am Stadtrand können seine Kunden leichter einen Parkplatz finden und die Ladenmiete ist vernünftiger als im Altstadtbereich. Schließlich soll auch der weniger prominente Kunde seinen Haarschnitt bezahlen können. Die Preise bleiben bodenständig wie der Meister selbst.

 

Text und Foto: Klaus Hafner / Norbert Kiesewetter

LEO-Magazin Mai 2010

Sendereihe über die Zerrissenheit innerhalb der queeren Community (Foto: RadioGays)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Neue Serie & Podcast Reihe bei den RadioGays

Mit der Ausstrahlung am letzten Februar-Donnerstag 2026 startete eine insgesamt sechsteilige Radioserie mit begleitendem Podcast, die beleuchtet, warum ausgerechnet die queere Community, die so laut nach Toleranz schreit, selbst im inneren so intolerant ist. „Innenansichten – Queer & Zerrissen ist eine wissenschaftlich begleitete Radioserie der Redaktion RadioGays bei Radio Z, die innergemeinschaftliche Konflikte in queeren Communitys analysiert und verständlich einordnet. Ziel ist nicht Polarisierung, sondern Differenzierung und Konfliktfähigkeit“, betont Frank Mann von den RadioGays Nürnberg. „Queere Communitys sind gesellschaftlich sichtbarer denn je. Gleichzeitig werden interne Konflikte zunehmend öffentlich ausgetragen, insbesondere über soziale Medien. Das Projekt reagiert auf diese Entwicklung und schafft einen Raum für Reflexion statt Polarisierung.“... +++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

"NLC goes" - die neue unterwegs Reihe mit dem Nürnberger Lederclub (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

NLC lud ins Kino ein

Mit rund zehn Teilnehmern wurde die neue Unterwegs-Reihe „NLC goes“ vom Nürnberger Lederclub am letzten März-Samstag mit einem Kinobesuch des neuen schwulen Fetisch-Films „Pillion“ im Casablanca Kino aus der Taufe gehoben. Die Jungs waren von dem Film ganz begeistert und überrascht von der Freizügigkeit, die über die Leinwand flimmerte. Sie wollen den Schluss des Films nicht verraten. Aber auf jeden Fall ist „Pillion“ sehr sehenswert, versicherten alle. Mit „NLC goes Cinema“ war der Kinobesuch im Fetisch-Outfit nur der Auftakt. Geplant ist, die Reihe regelmäßig für die Fetisch-Community anzubieten. Mindestens einmal im Quartal will der Nürnberger Lederclub unterwegs sein, aber die Wunschvorgabe geht doch in Richtung eines monatlichen Treffens. Es können neben Kino Freizeitaktivitäten aller Art sein, jedenfalls gemeinsam im Fetisch-Outfit. Sollte es mal der Sandstrand am Wöhrder See sein, gibt’s neue Bilder von uns! Haltet die Augen auf, wir werden rechtzeitig im Vorfeld darüber informieren. (NK)

+++ Weitere GAYCON Berichte über den NLC auf der DOKU-Seite +++

Freude über die Fortführung des Aktionsplans (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Nürnberger Stadtrat beschließt Queeren Aktionsplan Vol.2

Im Rahmen einer öffentlichen Stadtratssitzung im Nürnberger Rathaus am vierten März-Mittwoch haben, mit Ausnahme einer Partei, alle der Fortschreibung des „Aktionsplan Queeres Nürnberg – Stark durch Vielfalt“ mit einer Laufzeit bis 2029 zugestimmt. Zahlreiche Teilnehmende aus der queeren Community bevölkerten den Balkon über dem großen Sitzungssaal und erlebten fast nur befürwortende, teils emotionale Reden der Stadtratsmitglieder, nur einzelne ablehnende Wortmeldungen. Das ganze Jahr 2025 fanden unterschiedliche Beteiligungsformate mit der queeren Community statt, um den ersten Aktionsplan von 2022 fortzuschreiben. Daraus resultierten 130 Maßnahmen, die nun quer durch die Verwaltung laufen. Neue Bereiche sind Inklusion, Kultur, Antidiskriminierung und Sicherheit ... +++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

Frank ist ganz begeistert von der neuen Ersatzbus-Linie E8 (Fotos: GAYCON Archiv)

COMMUNITY REGION:

Einfachso weiterhin gut erreichbar

Seit Dienstag den 24. März ist die Allersberger Straße wegen einer Großbaustelle der Stadt Nürnberg zwischen den Kreuzzungen Wölkernstraße/ Schweiggerstraße und Wodanstraße für den Verkehr gesperrt. Das bedeutet, dass aktuell auch keine Straßenbahn zwischen Hauptbahnhof und Meistersingerhalle fahren kann. Die Umgestaltungs-Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum Frühsommer 2027. Betroffen davon ist auch Frank mit seinem Team von der Einfachso Pils Bar in der Wodanstraße 26. Aber es gibt eine sehr gute Ersatzbus-Linie E8 von der Frankenstraße über Maffeiplatz, Gudrunstraße, Wodanstraße bis zum Doku-Zentrum. Damit ist auch eine Umsteigemöglichkeit in die U-Bahn möglich. Die Ersatzbushaltestelle Richtung Doku-Zentrum ist Ecke Ritter - von - Schuh - Platz (Gudrunstraße)/ Pillenreuther Straße am Maffeiplatz, direkt am U-Bahnzugang. Wie gewohnt bei der Haltestelle „Holzgartenstraße“ aussteigen, dann sind es nur noch zwei Minuten Fußweg ins Einfachso. Frank und Team freuen sich auf euch. Es ist jeden Tag ab 15:00 Uhr geöffnet!

Auch der CSD Nürnberg gratulierte Marcus König (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY BAYERN:

Spannende Stichwahlen in Bayern

Am dritten März-Sonntag hat das Volk nochmal per Stichwahlen teilweise für große Überraschungen in den Rathäusern gesorgt. Mit der Schnapszahl 55,5 Prozent gewann Oberbürgermeister Marcus König in Nürnberg und konnte zum ersten Mal als CSU Kandidat das Amt verteidigen. Nasser Ahmed nahm’s cool, holte er doch immerhin 44,5 Prozent, gratulierte dem Amtsinhaber und bekräftigte eine weiterhin gute Zusammenarbeit für die Stadt. König will den gemeinsamen eingeschlagenen Weg mit der queeren Community in der Frankenmetropole weitergehen, bekräftigt er auch mit Handschlag beim CSD Nürnberg Vorstand, nach dem großen Presserummel im Marmorsaal des Nürnberger Presseclubs.... +++ Hier geht's zun Bericht auf der DOKU-Seite +++

Der neue Fliederlich Vorstand: Samira, Marco, Alieb, Lukas und Gwen (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Mitglieder-versammlung bei Fliederlich

Bei der Jahreshauptversammlung am zweiten März-Mittwoch im Vereins-Zentrum stand traditionell auch die Wahl einer neuen Vorstandschaft auf der Tagesordnung: Samira, Marco, Alieb, Lukas und Gwen führen durch die neue Amtsperiode. Die anwesenden 28 Mitglieder haben eindeutig votiert. Ulrich Breuling (52) scheidet auf eigenen Wunsch nach 33 Jahren ehrenamtlicher Arbeit im Bereich Finanzen aus. Er könnte sich aber vorstellen, als Kassenprüfer den Fliederlich Verein ab 2027 weiter zu unterstützen. Marco Ebert hat Ulrich ein Jahr lang über die Schulter geguckt und wird nun das Finanz-Ressort übernehmen. Er möchte in der Zukunft einige strukturelle Änderungen vornehmen, um die Finanz-verwaltung noch übersichtlicher zu gestalten. Aktuell hat der Verein 240 Mitglieder insgesamt. Umfangreiche Informationen über die vergangene Amtsperiode aus den einzelnen Gruppen gingen auch in diesem Jahr der Wahl voraus...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

Alexander Fortunato (IHK Nürnberg) überreichte die Ehrenurkunde an Michael und Oliver (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Das war die Rosegardens Jubiläumsgala

Rund 100 Eingeladene kamen am ersten März-Samstag ins Restaurant Literaturhaus und feierten mit einer großen Jubiläumsgala die Rosegardens-Jungs. Man mag es kaum glauben, aber vor 30 Jahren, am 08. März 1996 eröffneten Oliver Spiller und Michael Heidrich ihren ursprünglichen Laden „Green Box“ in der Inneren Laufer Gasse. Nach ein paar Jahren wechselten sie aus Platzgründen zum heutigen Standort in der Vorderen Sterngasse und gaben ihrem Laden gleichzeitig einen neuen Namen: „Rosegardens“. Übrigens, diese „Rosengärten“ haben inzwischen in Kunden-Wettbewerben den Zusatz „Nürnbergs schönster Laden“ verliehen bekommen. Auch wenn es die Gala-Teilnehmenden nicht wirklich merkten, im Hintergrund hat Michaels Abendplan nicht ganz so geklappt, wie er sich das ursprünglich vorgestellt hatte. Zahlreiche kurzfristige Absagen, u.a. wegen Krankheit sowohl bei den Geladenen als auch aus dem Bereich der Kunstschaffenden, erforderten ein kurzfristiges Umplanen. Außerdem gab‘s natürlich auch schöne Überraschungen...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

TV-Tipps

+++ 07.04. HR 22:00 Uhr Y-History: Die Syphilis ist zurück - Doku +++ 08.04. KABEL EINS CLASSICS 11:20 Uhr Rocketman - Spielfilm // 20:15 Uhr SUPER RTL Downtown Abbey - Spielfilm  // 22:40 Uhr ARTE Klandestin - Spielfilm // 23:40 Uhr NDR Twist: Roma zwischen Stolz und Vorurteil - Doku +++ 09.04. NITRO 00:50 Uhr Die schlimnsten Serienkiller der Welt: Colin Ireland - Doku // 01:15 Uhr ZDF Femme - Spielfilm // 01:50 Uhr DAS ERSTE Kommissar Wallander: Vor dem Frost - Spielfilm +++ 11.04. 3SAT 21:30 Uhr Die Küblböck-Story - Eure Lana Kaiser - Doku // 22:35 Uhr ARTE Nurejew - Ballett // 23:00 Uhr RTL Take Me Out: Girls Girls Girls - Show (1 & 2) +++

Das war das "Grünkohl-Community & Friends Essen" im Literaturhaus (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Heitere Stimmung beim Community & Friends Essen

Seit etwa fünf Jahren ist es Tradition, dass sich die queere Community & Friends im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6) gemeinsam zum Grünkohl-Essen trifft. In diesem Jahr am vierten Februar-Montag, mit 50 Teilnehmenden, inzwischen mit deutlich mehr Zuspruch! Das erste Grünkohl-Essen startete mit rund 20 Besuchenden, wie uns Bernd verraten hat. Das Wintergemüse ist mehr in Norddeutschland bekannt, aber inzwischen öffnen sich auch die Franken dafür. Ein schöner Abend mit bester Laune und guter Stimmung, sowie vielen Gesprächen untereinander. Im Mittelpunkt stand das Grünkohl-Wintergemüse mit Kartoffeln zu Schinken und geräucherter Wurst. Mit Nachschlagmöglichkeit für alle, die noch Platz im Magen hatten. Ergänzt mit einem feinen Dessert aus Vanille Eis, Sahne und einer Streuselschnitte. Bernd bedankte sich bei Organisator Bert Hogeweg mit einem Grünkohl-Tulpen-Blumenstrauß. Wir hielten den Abend mit einigen Impressionen fest. Inzwischen ist die Bildergalerie online

Aktuelles Titelbild:

Volksfestzeit in der Stadt (Foto: GAYCON Archiv)

+++ Hier geht´s zu den früheren Titelbildern der letzten Jahre mit Personen aus der queeren Community: MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

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