#Cafe bar Cartoon

Chronologisch von oben nach unten: Wischtechnik (2020), 30 Jahre Cartoon (2019), Olaf´s Backlust (2017), 25 Jahre Cartoon (2014)

Die Cartoon-Crew hat die Corona-Schließungszeit für Renovierungsarbeiten genutzt. (Foto: Cartoon)

Wischtechnik

Schon gesehen? Das Café Bar Cartoon (An der Sparkasse 6) hat die staatlich verordnete Corona-Schließungszeit für Renovierungsarbeiten genutzt. Mit einer Wischtechnik wurden die frühere graue Wandfarbe im Eingangs- und Treppenbereich mit Gold und die blauen Wandseiten im Lokal mit Silber bearbeitet. Ein toller optischer Effekt, der sofort ins Auge fällt. Auch die Bilder mit Marlene Dietrich kommen wieder gut zur Geltung. Außerdem wurde der Küchenbereich hergerichtet. Ebenso im Untergeschoß wurde mit Farbe bis zu den Toiletten hantiert. Zusätzlich wurde die Zeit genutzt, um die Lager zu entrümpeln. Olaf fuhr gleich mehrere Male zum Recyclinghof. Viele Arbeiten, die in den letzten Jahren oft aus Zeitgründen liegengeblieben sind, konnten nun in den sogenannten „Lockdown-Wochen“ endlich umgesetzt werden. Ein besonderer Hingucker auf der Cartoon-Terrasse sind die neuen Stühle in Rot und Grau. „Wir wollten sowieso neue anschaffen und haben gleich ‚unzerstörbare‘ Exemplare ausgesucht. Das Lehnenmaterial kann sich nicht mehr auflösen und vor allem können Zigaretten kein Loch im Sitzbereich mehr durchbrennen. Die Lüftungsöffnungen sind ja jetzt schon da“, lacht Thomas Schulmeistrat. „Eigentlich würde ich auch gern im Lokal die Stühle austauschen. Aber wir haben noch keine passenden gefunden. Einige, die wir angesehen haben, sind sie mit der Lehne zu groß, zu klobig und sie würden zu viel Platz wegnehmen. Das wollen wir nicht.“ Um die Corona-Hygieneregeln umzusetzen, wurden zwischen den Tischen flexible Plexiglas-Trennwände aufgestellt. So müssen Olaf und Thomas nur auf einen einzigen Tisch verzichten und können trotzdem die geforderten Abstände einhalten. Nur die Keller-Bar und die Plätze am Tresen müssen leider frei bleiben. „Wir bieten noch einen großen Vorteil für unsere Gäste, wir ließen schon vor längerer Zeit eine gute Lüftung einbauen. Am Boden wird die Frischluft angesaugt, oben wieder abgesaugt. Das kommt uns jetzt in dieser Corona-Zeit sehr zugute. Wir merken nämlich bei manchen Gästen schon eine gewisse Ansteckungs-Angst. Deshalb ist uns die Einhaltung der Auflagen so wichtig, wie etwa die Desinfektion der Tische und Stühle. Leider ist es oft mühsam, einzelne Gäste auf die Hygieneregeln wie den Nasen-Mund-Schutz hinzuweisen“, betont Thomas. „Aber wir freuen uns auch, dass sich die Stammtische wieder bei uns treffen. Wir geben auch gerne die Mehrwertsteuerreduzierung in Höhe von drei Prozent an unsere Gäste weiter!“

 

+++ Aktuelle Öffnungszeiten: Mo – Do 12 – 24 Uhr; Fr & Sa 12 – Open End; So & Feiertag 14 – 24 Uhr; +++

 

NK/ GAYCON Juli 2020

Fotos: Cartoon & GAYCON

30 Jahre Cartoon: Nicht ganz freiwillig wurde in eine Frischzellenkur statt Jubiläumsparty investiert

Frischzellenkur

Zum 30. Geburtstag verordnete sich das Café Bar Cartoon (An der Sparkasse 6) statt einer großen Jubiläumsparty eine Frischzellenkur. Wenn auch nicht ganz freiwillig. Nach langer Umbauzeit ist jetzt aber alles fertig. Ein fünfstelliger Betrag wurde in die neue Kühlung, den Tresen und das Lampensystem investiert. GAYCON sprach mit Wirt Olaf Schulmeistrat über die Baustellen-Odyssee und Technik-Wünsche für die Zukunft.

 

Begonnen hatte es schon im letzten Jahr mit einem Wasserschaden. Durch die Feuchtigkeit quoll der Holzdielenboden auf. Als Besucher spürte man deutlich die gewölbten Bretter im Tresenbereich. „Im Februar hatte ich schon das neue Lampensystem für über 1000 Euro gekauft. Wir planten, wir machen den Laden für drei Tage Umbau zu und fertig. Dass daraus mehrere Wochen werden und auch noch ein zweiter Wasserschaden passierte, war nicht vorherzusehen“, erinnert sich Olaf. Die neuen Lampen über den Sitzgruppen und dem Tresen fallen sofort auf. Sie beleuchten gezielt die Tische und streuen das Licht aber nicht ins Lokal. „Die Helligkeit ist jetzt deutlich angenehmer beim Lesen, beim Schreiben mit dem Laptop, Tablet oder Handy. Früher hatten wir noch Galerieschienen mit spezieller Beleuchtung für Bilderausstellungen. Doch es meldeten sich keine Künstler mehr. Irgendwann haben wir sie wieder abgebaut. Es gibt immer mal wieder eine Veränderung.“ Das neue Beleuchtungssystem reagiert sprachgesteuert. Olaf kann über sein Handy sowohl die Lichtfarbe als auch die Intensität regeln. Theoretisch wäre auch eine Regenbogenschaltung möglich, die jedoch beim regulären Barbetrieb nicht richtig zur Geltung käme. „Mir ist es wichtig, dass alles eine Erleichterung im Arbeitsalltag darstellt. Einzelne Licht-Schaltungen funktionieren schon automatisch, die habe ich zum Beispiel an die Öffnungszeiten angepasst. Doch mein Ziel ist es, die gesamte Beleuchtung und die Ventilatoren auf die aktuelle Tageszeit, Witterung, Temperatur zu programmieren, damit das Personal sich damit nicht mehr aufhalten muss“, betont Olaf seine Wünsche für die Zukunft.

Wirt Olaf Schulmeistrat freut sich, dass alles fertig ist
Odyssee Baustelle

Nachdem bei der Renovierung Ende Mai die große Feuchtigkeit unter dem Holzboden entdeckt wurde, musste erst getrocknet werden. Deshalb war der Tresenbereich fünf Wochen lang für Gäste gesperrt, wegen der Stolperfalle der fehlenden Dielen. „Der Boden war nach über drei Wochen trocken. Dank des guten warmen Wetters ging es sehr schnell. Ein Hoch auf den trockenen Sommer“, grinst Olaf. „Natürlich haben wir gemerkt, dass weniger Gäste im Lokal waren, weil die Tresenplätze fehlten. Gut, dass wir ein Tischlokal sind, bei uns setzen sich Gäste auch alleine an die Tische.“ Zur Cartoon Party gegen Ende Juli sollte der Tresen eingebaut sein, dafür musste Olaf die Handwerker ordentlich anschubsen. „Leider sind nicht alle Bestellungen für die Gewerke rechtzeitig rausgegangen, so dass wir zittern mussten, ob alles rechtzeitig fertig ist. Auch die Glasplatten-Verkleidung des Tresens nahm überdurchschnittlich viel Zeit in Anspruch, denn sie musste auf Maß geschnitten werden.“ Erst im September ist sie eingebaut worden. Auch im neuen Jahr muss das Cartoon nochmal für ein paar Tage pausieren. „Der Boden muss abgeschliffen werden. Und wir wollen neu streichen“, beschreibt Olaf, was noch zu tun ist. „Ich wünsche mir, dass wir wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen. Ohne Katastrophen, ohne Krankheit, ohne Arbeitsunfälle und ohne Wasserschäden. Einfach, dass wir mit unserem zehnköpfigen Team wieder wie gewohnt unsere Arbeit gut machen und für unsere Gäste da sein können.“

 

Text/ Foto: Norbert Kiesewetter

GAYCON November 2019

Olaf´s Backlust

Vielen Stammgästen ist sicherlich schon aufgefallen, dass seit einigen Wochen eine neue kreative Backkunst im Café Cartoon eingezogen ist! Egal ob Käsesahne mit Pfirsich, Schokocreme-, Cocoscreme-, Whiskysahne- oder Blaubeertorte. Mohntorte mit Mandelkrokant, Donauwellentorte oder Himbeerkäsesahne. Erschaffen werden die Köstlichkeiten von Wirt Olaf Schulmeistrat persönlich. Denn Freitag ist jetzt immer Backtag für das Wochenende! Unter der Woche gibt es aus zeitlichen Gründen nur einen „trockenen“ Kuchen. „Hauptbestandteil sind immer Früchte oder Schokolade. Grundsätzlich verändere ich jedes Rezept, je nachdem welche Zutaten gerade zu Hause sind. Deshalb gibt es (fast) nie den gleichen Kuchen. Dabei verwende ich 50 Prozent weniger Zucker, als im Rezept vorgegeben ist! Ich esse privat kaum noch Zucker, dass mich jemand mit einer Cola sieht, ist ganz selten geworden“, betont Olaf und freut sich, dass die Kreationen seinen Gästen auch mit weniger Süße schmecken. Grund für die neue Backlust ist auch ein familiärer Notfall. Vorher hatte die Mutter regelmäßig Kuchen und Torten für das Cartoon kreiert, doch nach einem Sturz im Frühjahr fällt sie als Backfee bis auf weiteres aus. „Ich habe schon früher gerne im privaten Hobbybereich gebacken. Daran habe ich mich gerne wieder erinnert und die Lust auf viele Backkreationen ist erneut gewachsen. Mein Lieblingsrezept ist der klassische  Käsekuchen. Begeistert waren die Gäste von der Whisky- und Schokocreme. Demnächst gibt es wieder die Donauwellentorte.“

 

Foto/ Text NK / GAYCON Dezember 2017

25 Jahre Cartoon - Die heutigen Wirte Olaf (links) und Thomas (rechts) Schulmeistrat und Udo Gries (Mitte)
Olaf, Udo & Thomas im Cartoon 2001

Das Cartoon – ein „Phänomen“ wird 25 Jahre

 

Die Nürnberger Szene feiert ein außergewöhnliches Jubiläum: Seit 25 Jahren existiert das ‚Café Bar Cartoon‘ hinter der Sparkasse in der Nürnberger Altstadt, unweit der Lorenzkirche. Von Anfang an als schwules Tagescafé geplant, war 1989 die große offene Fensterfront dafür revolutionär. Das Cartoon war von Anfang an innovativ und hat sich immer wieder selbst neu erfunden. Die ersten aufwendig dekorierten Szene-Mottopartys hatten hier ihren Platz. GAYCON traf sich zum großen Jubiläumsgespräch mit dem Ur-Pächter Udo Gries sowie seinen Nachfolgern Olaf und Thomas Schulmeistrat.

Reinhard (Reiner) Härtel

Die Cartoongeschichte geht auf eine zentrale Person zurück: Reinhard Härtel – Jahrgang 1948. Er war der damalige Lebenspartner von Udo Gries (54). Doch um die Hintergründe richtig zu erfassen, müssen wir das Rad der Geschichte noch weiter zurückdrehen. Udo lernte Reiner schon 1983, sechs Jahre vor der Eröffnung des Cartoon kennen. „Nach Abschluss meiner Bundeswehrzeit kam ich mit 23 Jahren wieder nach Nürnberg. Wir lernten uns im Mr Henderson (später Walfisch, heute Estragon) in der Jakobstraße kennen, welches Reiner erst ein Jahr zuvor eröffnet hatte,“ erinnert sich Udo, dem es ordentlich Überwindung kostete, für dieses Interview die ganzen alten Zeiten wieder in Erinnerung zu rufen. „In den oberen Räumen befand sich die Pension Walfisch und unter dem Dach war seine Wohnung. Das Cartoon sollte nach einer ganzen Reihe von Szenelokalen (Mr Henderson, Little Henderson, Boots, Come Back, Apollo-Sauna, Sonnige Pfalz), die Reiner ins Leben rief, zum krönenden Abschluss seines Lebenswerkes werden.“ Hier hatte er die Zukunft richtig eingeschätzt. Schwule sollten nicht mehr länger an Lokaltüren klingeln oder sich verstecken müssen. Doch mit dieser Weitsicht war er seiner Zeit weiter voraus als das Publikum – für einige Jahre wurden Jalousien und Vorhänge angebracht.

Das Cartoon 1989 - im Mahagonidesign

Udo, gelernter Maler & Lackierer, hatte in diesen Jahren als Vorarbeiter bei AEG gearbeitet und nur aushilfsweise in den Lokalen seines Partners mitgemacht. „Das Boots war zu klein und das Little Henderson zu eng, deshalb wurde das Come Back in der Engelhardsgasse eröffnet. Es war Reiners Lieblingskind. Als Reiner von seiner HIV-Infektion erfuhr, die damals noch einem Todesurteil gleich kam, hat er sich immer tiefer in seine Lokalarbeit geflüchtet“, erinnert sich Udo. Nach dem Come Back hatte Reiner Härtel die Sonnige Pfalz übernommen, die aber leider nicht den gewünschten Erfolg brachte. Für Udo wurde die Situation immer mehr zur Belastung. Zur Eifersucht seines Partners, die sich durch geschäftsbedingten Alkoholkonsum noch steigerte, gesellte sich zunehmend das erdrückende Gefühl, dass es kein Privatleben mehr gab. Dann wollte Reiner unbedingt sein Zukunftsprojekt noch durchziehen. Einen längerfristigen Lokalbetrieb mit weniger Alkoholkonsum in Form eines durchgehend geöffneten Tagescafés mit Abendbar und ohne Ruhetag – das Cartoon. „Ein ursprünglich in Mahagoniholz gehaltenes Heterocafé, erst ein halbes Jahr alt. An den Wänden hingen Disneycartoons. Um das Treppengeländer befand sich ein Stehtresen. Vorher war in den Räumen eine Wäscherei“, so Udo über die Anfänge. „Reiner war durch seine bisherigen Geschäfte schon hoch verschuldet und auch durch seine Krankheit belastet. So kam ich mit dem Cartoon in die Pflicht und stand drei Jahre später nach Reiners Tod alleine da. Ich habe das Lokal geliebt und verflucht zugleich.“

Das Cartoon kurz vor dem Umbau 2001

Das Schicksal des Cartoon ist von Höhen und Tiefen gezeichnet. Anfangs trauten sich die Gäste wegen der ungewohnt offenen Atmosphäre nicht hinein. Deshalb schufen vorübergehend viele Pflanzen, eine Jalousie und ein dicker Vorhang eine intimere Stimmung. „Ich habe dem Frieden nicht getraut und überlegte, doch eine Klingel an der Tür anzubringen. Reiner war aber felsenfest überzeugt, dass das Konzept Zukunft haben sollte“, betont Udo. Zu dieser Zeit wütete AIDS und brachte auch vielen Freunden und Bekannten den Tod. „Es war eine grausame Phase, weil es so aussah, als ob das nie mehr aufhören würde.“ Doch Reiner erlebte den beginnenden Erfolg des Lokals noch mit. Er veranstaltete Kulturabende mit Star-Auftritten und Akt-Ausstellungen, die für Wirbel unter den jetzt zahlreichen Gästen sorgten und er organisierte Ausflüge mit Stammgästen. Es war die absolute Hoch-Zeit des Cartoon. Um so das Tages- und Nachtgeschäft noch zu schaffen, kündigte Udo bei AEG. „Ohne unseren damaligen Kellner Dirk, dem ich sehr viel verdanke, wäre das Geschäft kaum zu bewältigen gewesen“, betont Udo. „Es lief all die Jahre wirklich richtig gut und es hat Spaß gemacht. Nicht zuletzt möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei allen meinen Gästen bedanken, die uns während der ganzen Zeit die Treue gehalten haben!“ Ende der 1990er verlagerte sich der Gästebesuch überwiegend auf das Sonntagsgeschäft. „Nach jahrelanger Gastronomietätigkeit verlangte es mich nun immer drängender nach einer Veränderung und ich beschloß, das Cartoon zu schließen oder abzugeben, sollte es Interessenten geben“, resümiert Udo Gries.

Die neue Kellerbar nach dem Umbau 2001

Zum Millennium 2000 erfuhren Olaf und Thomas, dass es das Cartoon nicht länger geben sollte. Thomas liebäugelte schon länger mit der Idee eines eigenen Gastroprojekts. „Wir saßen jeden Sonntag hier in der Ecke auf dem Sofa und dann spukte uns die Frage in den Köpfen: Wo sollen die Stammgäste hin, wenn es das Cartoon nicht mehr gibt? Und Olaf meinte, warum machst du es nicht? Bei einem Café hätte er nichts dagegen“, erinnert sich Thomas Schulmeistrat (49). „Zwei Wochen dauerte die Renovierung. Die Sofas spendeten wir Fliederlich und die Bistrostühle polsterten wir mit Leder neu auf. Wir haben als neues Konzept umgesetzt, dass alle Gäste willkommen sind. Dass das Cartoon mehr offen ist für Heteros und besonders für Frauen.“ Damit lenken Olaf und Thomas seit inzwischen dreizehn Jahren die Geschicke des Lokals. Damalige Kritiker, die dem Paar maximal ein halbes Jahr Durchhaltevermögen prognostizierten, sind längst verstummt. „Anfangs hatte ich Probleme mit der Personalführung, weil ich halt immer sag‘, was ich denk‘. Aber seit einigen Jahren läuft es bestens. Gastronomie kann man eben nicht lernen, das ist alles Erfahrung“, ist Thomas überzeugt. Beide hatten vorher schon neben dem Hauptberuf in verschiedenen Szenebars bedient. „Die Lage des Lokals abseits der Touristenströme bringt zwar keine Laufkundschaft, aber unsere Gäste werden dadurch auch nicht von Betrunkenen angepöbelt. Hin und wieder kommt es schon vor, dass aus einem vorbeifahrenden Auto mal ‚Schwuchteln‘ gerufen wird“, so Thomas. Mit Ironie und Witz gingen die Wirte schon mal gegen drei homophobe Gäste vor, die erst spät bemerkten, wo sie gerade waren: „So schee seid Ihr auch nicht zum Poppen“ und schließlich zum einzig noch übrigen: „Du hast alberne Brüder, lassen Dich einfach allein hier im schwulen Laden“. 2008 haben Olaf und Thomas ein Heteropaar aus Heroldsberg kennengelernt, das überzeugt war, dass ins Cartoon Heteros nicht hinein dürften. Vereinzelte Heteromänner trauen sich noch heute nur in Frauenbegleitung ins Lokal. „Es ist faszinierend und schön, dass das Cartoon die Internet-, die Gayromeo- und die strenge bayerische Rauchverbotszeit überlebt hat. Und dass es weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist“, betont Thomas Schulmeistrat. „Das Cartoon ist ein Phänomen – Ich habe am wenigsten geglaubt, dass es so lange überlebt!“ ergänzt Udo Gries, der heute als Verkäufer in einem Lotto- & Tabakgeschäft arbeitet. Auf die nächsten 25 Jahre!

 

Foto 2014/ Text Norbert Kiesewetter

Archivbilder Privat

GAYCON JULI 2014

Impressionen - Cartoon 1989 / Umbau 2001

QFF-Treffen: Grußworte aus Politik und Gesellschaft für die queeren Fußball-Fan-Clubs

QUEERE COMMUNITY:

Tagung der queeren Fußball-Fan-Clubs in Nürnberg

Zum zweiten Mal richteten die Norisbengel, offizieller queerer Fanclub des 1. FCN, die überregionale Tagung am vierten September-Wochenende in der Frankenmetropole aus. Leider waren mit rund 30 Teilnehmenden deutlich weniger nach Nürnberg angereist als ursprünglich erwartet. Als Tagungs-zentrum fungierte der Saal des Restaurants im Literaturhaus. Queere Themen rund um den Fussball standen im Mittelpunkt. Als Zugabe fand noch ein Kulturprogramm, wie Stadtführungen in der Altstadt und am ehemaligen Reichspartei-tagsgelände, ein gemeinsames Mittagessen im Hauptlokal im Erdgeschoss, sowie ein „Feier-Abend“ in einer Szenekneipe, statt. Zum öffentlichen Teil der Veranstaltung am Samstag-vormittag kamen einige Personen aus Politik und Gesellschaft vorbei und überbrachten persönliche Gruß-worte...  +++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Kundgebung zum Tag der bisexuellen Sichtbarkeit

COMMUNITY NÜRNBERG:

Kundgebung auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz

Zum Internationalen Tag der bisexuellen Sichtbarkeit am vierten September-Freitag organisierten die Bi in Franken & die Bi-Gruppe vom queeren Fliederlich-Zentrum auf dem Nürnberger Magnus-Hirschfeld-Platz eine Kundgebung. Rund 30 Menschen aus der queeren Community fanden sich am Gedenkort der Homosexuellen Opfer des Nazi Regimes am Sterntor ein. Einige Regen-bogenfahnen erzeugten auch optische Sichtbarkeit im öffentlichen Raum. Organisator Herbert Hacker, Teamer der Bi-Gruppe, berichtete, dass das „Bisexual Manifesto von 1990“ ein Meilenstein des bisexuellen Selbstverständnisses ist. „Es wurde ursprünglich in der Zeitschrift Anything That Moves veröffentlicht und der Text ist heute immer noch so aktuell wie vor 32 Jahren. Mit vielen der Vorwürfe, denen damals schon deutlich widersprochen wurde, sind wir heute immer noch konfrontiert. Deshalb hat sich BiNe.eV. entschlossen, eine Übersetzung ins Deutsche anzufertigen.“ ... +++ Hier geht es zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Soul-Diva Ikenna Amaechi mit ihrer Whitney Houston Tribute Show

SHOW & DINNER:

Travestie-Star Ikenna Amaechi begeisterte Nürnberg

Von wegen die Franken können nicht ausflippen! Schon nach dem ersten Song der Whitney Houston Tribute Show von Ikenna wurde der Travestie-Star umjubelt. Live-Gesang vom Feinsten erlebten die 220 Gäste am dritten September-Wochenende im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6) an zwei Abenden inklusive eines 3-Gänge-Menüs. Ein Ohren-, Augen- und Gaumenschmaus der Extraklasse. Die Rosegardens Jungs luden zu „Ikenna sings Whitney Houston´s Greatest Hits“ und die Gäste konnten sich kaum auf den Stühlen halten. Egal ob mitsingen oder im Takt mitschnipsen, Ikenna bekam alles vom Publikum. Mittanzen, Zugaberufe, Standing-Ovations, alles war dabei. ...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit den Bildergalerien vom Samstag 17. & Sonntag 18. September auf der DOKU-Seite +++

QNB - Markus & Beatrice stellten die neue LSBTIQ*- Informations-Plattform vor

COMMUNITY FRANKEN/ BAYERN:

Das „Queere Netzwerk Bayern“ stellt sich vor

Im Rahmen der großen Netzwerktour durch alle Regierungsbezirke Bayerns machte das Queere Netzwerk Bayern (QNB) am dritten September-Montag auch im Fliederlich-Zentrum Halt und sorgte gleich für ein kleines Netzwerktreffen für die mittel-fränkische Region. Über 30 Interessierte aus den verschiedensten Vereinen, Gruppen und Beratungsangeboten waren dabei und lauschten gespannt der Projektkoordinatorin Beatrice Alischer und dem Pressesprecher Markus Apel. Neben einer kleiner Eröffnung durch JJ Herdegen, begrüßte Fliederlich Geschäftsführer Michael Glas das Projekt-Team und erinnerte an die ersten Versuche der bayernweiten Vernetzung der damaligen Schwulen-Gruppen in den 70er/ 80er Jahren. ... +++ Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

Das CSD Schwabach 2023 OrgaTeam

COMMUNITY FRANKEN:

Keimzelle für einen CSD Schwabach

Am zweiten September-Dienstag folgten 14 Personen dem Aufruf zur Gründung eines CSD Schwabach 2023 OrgaTeams und schauten im Burgersgarten vorbei. Neben Menschen aus der Community waren auch Unterstützende aus Politik, Stadtrat und Gesellschaft vor Ort. Wirt Holger Stark berichtete, dass sich sogar noch einige bei ihm gemeldet hatten, jedoch für diesen Abend keine Zeit fanden, persönlich zu erscheinen. Als Straight Ally will Fabian Schlosser (Juso) grundsätzlich Diversität unterstützen. „Es kann nur richtig sein, sich als Hetero für alle einzusetzen, nicht stehen zu bleiben. Queerfeindlichkeit hatte ich selbst erlebt.“ Die Motivation von Wirt Holger Stark, auch in Schwabach mit einem CSD aktiv zu werden, waren Hinweise aus dem Jugendzentrum Aurex. „Ich war schockiert, dass beim QueerTreff Jugendliche bedroht werden. Schon für sie selbst bedeutet es viel Kraft, zum Treff hinzugehen. Dann unter Druck von anderen Jugendlichen zu geraten, dass ist unfassbar“. ...

+++ Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

Demo mit Kundgebung für Malte - u.a. in der Nürnberger Fußgängerzone

GEDENKEN IN NÜRNBERG:

Die queere Community Nürnberg setzt Zeichen

Bei einer sehr kurzfristig organisierten Demo mit Kundgebung des CSD Nürnberg am ersten September-Dienstag zogen rund 500 Teilnehmende durch die Fußgänger-zone. Los ging es ab der Lorenzkirche, über Weißer Turm, Kornmarkt zum Community Gedenkort Magnus-Hirschfeld-Platz. Grund war der queerfeindliche Angriff auf den Transmann Malte, der wegen seiner Zivilcourage am Rande des CSD Münster selbst Opfer wurde und nun am ersten September-Freitag seinen schweren Sturz-Verletzungen erlegen ist. Zahlreiche Rede-Beiträge, u.a. von Josephine Taucher (Trans-Ident e.V.), Bastian Brauwer (CSD Nürnberg), Verena Osgyan (Bündnis90/ Grüne, MdL), Lukas (Jugendinitiative Fliederlich), Klaus-Dieter Röse (Die Linke), Luca Fabièn-Dotzler (Bündnis90/ Grüne) wurden ergänzt durch viele spontane Bekundungen. ... +++ Zum Bericht & Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

+++ 03.10. NDR 22:00 Unsere SuperheldInnen! - Sechs für die Zukunft - Doku // 23:00 MDR Straigth outta Crostwitz - Spielfilm +++ 06.10. ONE 22:00 Mord mit Aussicht: Einer muss singen - Krimi +++ 08.10. ZDFNEO 14:55 Terra X: Deutschland in den Goldenen Zwanzigern - Doku +++

Das war die Rosa Trachtennacht auf dem Nürnberger Herbstvolksfest!

NÜRNBERGER HERBSTVOLKSFEST:

Frankengaudi

Super Stimmung und viel Freude beim Rosa Montag / Rosa Trachtennacht im Festzelt Papert am ersten September-Montag auf dem Nürnberger Herbstvolksfest! Nach zwei Jahren Pause nun auch wieder in der Herbst-Ausgabe. Nachdem die Parallel-Veranstaltung in der zweiten großen Zelthütte auf dem diesjährigen Rosa Montag des Frühlingsfestes für vielfaches Unverständnis nicht nur in der Community sorgte, konzentrierte man das Event in der für Nürnberg seit mehr als zehn Jahren bewährten Weise auf einen Spielort. Auch wenn die Stimmung diesmal erst so richtig in der zweiten Hälfte an Fahrt gewonnen hat, die Travestie-Show-Stars Jessica Ravell & Friends waren wieder die bunten Bonbons an dem Abend. Neben dem Bühnenprogramm sorgten sie zeitweise auch inmitten des Publikums für herzhaftes Lachen.  ... +++ Zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie +++

Titelbild des Monats:

PRIDE Monate Juni & Juli - 11 Jahre Pressebilder GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab 2022 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

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