#Cafe bar Cartoon

Chronologisch von oben nach unten: Wischtechnik (2020), 30 Jahre Cartoon (2019), Olaf´s Backlust (2017), 25 Jahre Cartoon (2014)

Die Cartoon-Crew hat die Corona-Schließungszeit für Renovierungsarbeiten genutzt. (Foto: Cartoon)

Wischtechnik

Schon gesehen? Das Café Bar Cartoon (An der Sparkasse 6) hat die staatlich verordnete Corona-Schließungszeit für Renovierungsarbeiten genutzt. Mit einer Wischtechnik wurden die frühere graue Wandfarbe im Eingangs- und Treppenbereich mit Gold und die blauen Wandseiten im Lokal mit Silber bearbeitet. Ein toller optischer Effekt, der sofort ins Auge fällt. Auch die Bilder mit Marlene Dietrich kommen wieder gut zur Geltung. Außerdem wurde der Küchenbereich hergerichtet. Ebenso im Untergeschoß wurde mit Farbe bis zu den Toiletten hantiert. Zusätzlich wurde die Zeit genutzt, um die Lager zu entrümpeln. Olaf fuhr gleich mehrere Male zum Recyclinghof. Viele Arbeiten, die in den letzten Jahren oft aus Zeitgründen liegengeblieben sind, konnten nun in den sogenannten „Lockdown-Wochen“ endlich umgesetzt werden. Ein besonderer Hingucker auf der Cartoon-Terrasse sind die neuen Stühle in Rot und Grau. „Wir wollten sowieso neue anschaffen und haben gleich ‚unzerstörbare‘ Exemplare ausgesucht. Das Lehnenmaterial kann sich nicht mehr auflösen und vor allem können Zigaretten kein Loch im Sitzbereich mehr durchbrennen. Die Lüftungsöffnungen sind ja jetzt schon da“, lacht Thomas Schulmeistrat. „Eigentlich würde ich auch gern im Lokal die Stühle austauschen. Aber wir haben noch keine passenden gefunden. Einige, die wir angesehen haben, sind sie mit der Lehne zu groß, zu klobig und sie würden zu viel Platz wegnehmen. Das wollen wir nicht.“ Um die Corona-Hygieneregeln umzusetzen, wurden zwischen den Tischen flexible Plexiglas-Trennwände aufgestellt. So müssen Olaf und Thomas nur auf einen einzigen Tisch verzichten und können trotzdem die geforderten Abstände einhalten. Nur die Keller-Bar und die Plätze am Tresen müssen leider frei bleiben. „Wir bieten noch einen großen Vorteil für unsere Gäste, wir ließen schon vor längerer Zeit eine gute Lüftung einbauen. Am Boden wird die Frischluft angesaugt, oben wieder abgesaugt. Das kommt uns jetzt in dieser Corona-Zeit sehr zugute. Wir merken nämlich bei manchen Gästen schon eine gewisse Ansteckungs-Angst. Deshalb ist uns die Einhaltung der Auflagen so wichtig, wie etwa die Desinfektion der Tische und Stühle. Leider ist es oft mühsam, einzelne Gäste auf die Hygieneregeln wie den Nasen-Mund-Schutz hinzuweisen“, betont Thomas. „Aber wir freuen uns auch, dass sich die Stammtische wieder bei uns treffen. Wir geben auch gerne die Mehrwertsteuerreduzierung in Höhe von drei Prozent an unsere Gäste weiter!“

 

+++ Aktuelle Öffnungszeiten: Mo – Do 12 – 24 Uhr; Fr & Sa 12 – Open End; So & Feiertag 14 – 24 Uhr; +++

 

NK/ GAYCON Juli 2020

Fotos: Cartoon & GAYCON

30 Jahre Cartoon: Nicht ganz freiwillig wurde in eine Frischzellenkur statt Jubiläumsparty investiert

Frischzellenkur

Zum 30. Geburtstag verordnete sich das Café Bar Cartoon (An der Sparkasse 6) statt einer großen Jubiläumsparty eine Frischzellenkur. Wenn auch nicht ganz freiwillig. Nach langer Umbauzeit ist jetzt aber alles fertig. Ein fünfstelliger Betrag wurde in die neue Kühlung, den Tresen und das Lampensystem investiert. GAYCON sprach mit Wirt Olaf Schulmeistrat über die Baustellen-Odyssee und Technik-Wünsche für die Zukunft.

 

Begonnen hatte es schon im letzten Jahr mit einem Wasserschaden. Durch die Feuchtigkeit quoll der Holzdielenboden auf. Als Besucher spürte man deutlich die gewölbten Bretter im Tresenbereich. „Im Februar hatte ich schon das neue Lampensystem für über 1000 Euro gekauft. Wir planten, wir machen den Laden für drei Tage Umbau zu und fertig. Dass daraus mehrere Wochen werden und auch noch ein zweiter Wasserschaden passierte, war nicht vorherzusehen“, erinnert sich Olaf. Die neuen Lampen über den Sitzgruppen und dem Tresen fallen sofort auf. Sie beleuchten gezielt die Tische und streuen das Licht aber nicht ins Lokal. „Die Helligkeit ist jetzt deutlich angenehmer beim Lesen, beim Schreiben mit dem Laptop, Tablet oder Handy. Früher hatten wir noch Galerieschienen mit spezieller Beleuchtung für Bilderausstellungen. Doch es meldeten sich keine Künstler mehr. Irgendwann haben wir sie wieder abgebaut. Es gibt immer mal wieder eine Veränderung.“ Das neue Beleuchtungssystem reagiert sprachgesteuert. Olaf kann über sein Handy sowohl die Lichtfarbe als auch die Intensität regeln. Theoretisch wäre auch eine Regenbogenschaltung möglich, die jedoch beim regulären Barbetrieb nicht richtig zur Geltung käme. „Mir ist es wichtig, dass alles eine Erleichterung im Arbeitsalltag darstellt. Einzelne Licht-Schaltungen funktionieren schon automatisch, die habe ich zum Beispiel an die Öffnungszeiten angepasst. Doch mein Ziel ist es, die gesamte Beleuchtung und die Ventilatoren auf die aktuelle Tageszeit, Witterung, Temperatur zu programmieren, damit das Personal sich damit nicht mehr aufhalten muss“, betont Olaf seine Wünsche für die Zukunft.

Wirt Olaf Schulmeistrat freut sich, dass alles fertig ist
Odyssee Baustelle

Nachdem bei der Renovierung Ende Mai die große Feuchtigkeit unter dem Holzboden entdeckt wurde, musste erst getrocknet werden. Deshalb war der Tresenbereich fünf Wochen lang für Gäste gesperrt, wegen der Stolperfalle der fehlenden Dielen. „Der Boden war nach über drei Wochen trocken. Dank des guten warmen Wetters ging es sehr schnell. Ein Hoch auf den trockenen Sommer“, grinst Olaf. „Natürlich haben wir gemerkt, dass weniger Gäste im Lokal waren, weil die Tresenplätze fehlten. Gut, dass wir ein Tischlokal sind, bei uns setzen sich Gäste auch alleine an die Tische.“ Zur Cartoon Party gegen Ende Juli sollte der Tresen eingebaut sein, dafür musste Olaf die Handwerker ordentlich anschubsen. „Leider sind nicht alle Bestellungen für die Gewerke rechtzeitig rausgegangen, so dass wir zittern mussten, ob alles rechtzeitig fertig ist. Auch die Glasplatten-Verkleidung des Tresens nahm überdurchschnittlich viel Zeit in Anspruch, denn sie musste auf Maß geschnitten werden.“ Erst im September ist sie eingebaut worden. Auch im neuen Jahr muss das Cartoon nochmal für ein paar Tage pausieren. „Der Boden muss abgeschliffen werden. Und wir wollen neu streichen“, beschreibt Olaf, was noch zu tun ist. „Ich wünsche mir, dass wir wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen. Ohne Katastrophen, ohne Krankheit, ohne Arbeitsunfälle und ohne Wasserschäden. Einfach, dass wir mit unserem zehnköpfigen Team wieder wie gewohnt unsere Arbeit gut machen und für unsere Gäste da sein können.“

 

Text/ Foto: Norbert Kiesewetter

GAYCON November 2019

Olaf´s Backlust

Vielen Stammgästen ist sicherlich schon aufgefallen, dass seit einigen Wochen eine neue kreative Backkunst im Café Cartoon eingezogen ist! Egal ob Käsesahne mit Pfirsich, Schokocreme-, Cocoscreme-, Whiskysahne- oder Blaubeertorte. Mohntorte mit Mandelkrokant, Donauwellentorte oder Himbeerkäsesahne. Erschaffen werden die Köstlichkeiten von Wirt Olaf Schulmeistrat persönlich. Denn Freitag ist jetzt immer Backtag für das Wochenende! Unter der Woche gibt es aus zeitlichen Gründen nur einen „trockenen“ Kuchen. „Hauptbestandteil sind immer Früchte oder Schokolade. Grundsätzlich verändere ich jedes Rezept, je nachdem welche Zutaten gerade zu Hause sind. Deshalb gibt es (fast) nie den gleichen Kuchen. Dabei verwende ich 50 Prozent weniger Zucker, als im Rezept vorgegeben ist! Ich esse privat kaum noch Zucker, dass mich jemand mit einer Cola sieht, ist ganz selten geworden“, betont Olaf und freut sich, dass die Kreationen seinen Gästen auch mit weniger Süße schmecken. Grund für die neue Backlust ist auch ein familiärer Notfall. Vorher hatte die Mutter regelmäßig Kuchen und Torten für das Cartoon kreiert, doch nach einem Sturz im Frühjahr fällt sie als Backfee bis auf weiteres aus. „Ich habe schon früher gerne im privaten Hobbybereich gebacken. Daran habe ich mich gerne wieder erinnert und die Lust auf viele Backkreationen ist erneut gewachsen. Mein Lieblingsrezept ist der klassische  Käsekuchen. Begeistert waren die Gäste von der Whisky- und Schokocreme. Demnächst gibt es wieder die Donauwellentorte.“

 

Foto/ Text NK / GAYCON Dezember 2017

25 Jahre Cartoon - Die heutigen Wirte Olaf (links) und Thomas (rechts) Schulmeistrat und Udo Gries (Mitte)
Olaf, Udo & Thomas im Cartoon 2001

Das Cartoon – ein „Phänomen“ wird 25 Jahre

 

Die Nürnberger Szene feiert ein außergewöhnliches Jubiläum: Seit 25 Jahren existiert das ‚Café Bar Cartoon‘ hinter der Sparkasse in der Nürnberger Altstadt, unweit der Lorenzkirche. Von Anfang an als schwules Tagescafé geplant, war 1989 die große offene Fensterfront dafür revolutionär. Das Cartoon war von Anfang an innovativ und hat sich immer wieder selbst neu erfunden. Die ersten aufwendig dekorierten Szene-Mottopartys hatten hier ihren Platz. GAYCON traf sich zum großen Jubiläumsgespräch mit dem Ur-Pächter Udo Gries sowie seinen Nachfolgern Olaf und Thomas Schulmeistrat.

Reinhard (Reiner) Härtel

Die Cartoongeschichte geht auf eine zentrale Person zurück: Reinhard Härtel – Jahrgang 1948. Er war der damalige Lebenspartner von Udo Gries (54). Doch um die Hintergründe richtig zu erfassen, müssen wir das Rad der Geschichte noch weiter zurückdrehen. Udo lernte Reiner schon 1983, sechs Jahre vor der Eröffnung des Cartoon kennen. „Nach Abschluss meiner Bundeswehrzeit kam ich mit 23 Jahren wieder nach Nürnberg. Wir lernten uns im Mr Henderson (später Walfisch, heute Estragon) in der Jakobstraße kennen, welches Reiner erst ein Jahr zuvor eröffnet hatte,“ erinnert sich Udo, dem es ordentlich Überwindung kostete, für dieses Interview die ganzen alten Zeiten wieder in Erinnerung zu rufen. „In den oberen Räumen befand sich die Pension Walfisch und unter dem Dach war seine Wohnung. Das Cartoon sollte nach einer ganzen Reihe von Szenelokalen (Mr Henderson, Little Henderson, Boots, Come Back, Apollo-Sauna, Sonnige Pfalz), die Reiner ins Leben rief, zum krönenden Abschluss seines Lebenswerkes werden.“ Hier hatte er die Zukunft richtig eingeschätzt. Schwule sollten nicht mehr länger an Lokaltüren klingeln oder sich verstecken müssen. Doch mit dieser Weitsicht war er seiner Zeit weiter voraus als das Publikum – für einige Jahre wurden Jalousien und Vorhänge angebracht.

Das Cartoon 1989 - im Mahagonidesign

Udo, gelernter Maler & Lackierer, hatte in diesen Jahren als Vorarbeiter bei AEG gearbeitet und nur aushilfsweise in den Lokalen seines Partners mitgemacht. „Das Boots war zu klein und das Little Henderson zu eng, deshalb wurde das Come Back in der Engelhardsgasse eröffnet. Es war Reiners Lieblingskind. Als Reiner von seiner HIV-Infektion erfuhr, die damals noch einem Todesurteil gleich kam, hat er sich immer tiefer in seine Lokalarbeit geflüchtet“, erinnert sich Udo. Nach dem Come Back hatte Reiner Härtel die Sonnige Pfalz übernommen, die aber leider nicht den gewünschten Erfolg brachte. Für Udo wurde die Situation immer mehr zur Belastung. Zur Eifersucht seines Partners, die sich durch geschäftsbedingten Alkoholkonsum noch steigerte, gesellte sich zunehmend das erdrückende Gefühl, dass es kein Privatleben mehr gab. Dann wollte Reiner unbedingt sein Zukunftsprojekt noch durchziehen. Einen längerfristigen Lokalbetrieb mit weniger Alkoholkonsum in Form eines durchgehend geöffneten Tagescafés mit Abendbar und ohne Ruhetag – das Cartoon. „Ein ursprünglich in Mahagoniholz gehaltenes Heterocafé, erst ein halbes Jahr alt. An den Wänden hingen Disneycartoons. Um das Treppengeländer befand sich ein Stehtresen. Vorher war in den Räumen eine Wäscherei“, so Udo über die Anfänge. „Reiner war durch seine bisherigen Geschäfte schon hoch verschuldet und auch durch seine Krankheit belastet. So kam ich mit dem Cartoon in die Pflicht und stand drei Jahre später nach Reiners Tod alleine da. Ich habe das Lokal geliebt und verflucht zugleich.“

Das Cartoon kurz vor dem Umbau 2001

Das Schicksal des Cartoon ist von Höhen und Tiefen gezeichnet. Anfangs trauten sich die Gäste wegen der ungewohnt offenen Atmosphäre nicht hinein. Deshalb schufen vorübergehend viele Pflanzen, eine Jalousie und ein dicker Vorhang eine intimere Stimmung. „Ich habe dem Frieden nicht getraut und überlegte, doch eine Klingel an der Tür anzubringen. Reiner war aber felsenfest überzeugt, dass das Konzept Zukunft haben sollte“, betont Udo. Zu dieser Zeit wütete AIDS und brachte auch vielen Freunden und Bekannten den Tod. „Es war eine grausame Phase, weil es so aussah, als ob das nie mehr aufhören würde.“ Doch Reiner erlebte den beginnenden Erfolg des Lokals noch mit. Er veranstaltete Kulturabende mit Star-Auftritten und Akt-Ausstellungen, die für Wirbel unter den jetzt zahlreichen Gästen sorgten und er organisierte Ausflüge mit Stammgästen. Es war die absolute Hoch-Zeit des Cartoon. Um so das Tages- und Nachtgeschäft noch zu schaffen, kündigte Udo bei AEG. „Ohne unseren damaligen Kellner Dirk, dem ich sehr viel verdanke, wäre das Geschäft kaum zu bewältigen gewesen“, betont Udo. „Es lief all die Jahre wirklich richtig gut und es hat Spaß gemacht. Nicht zuletzt möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei allen meinen Gästen bedanken, die uns während der ganzen Zeit die Treue gehalten haben!“ Ende der 1990er verlagerte sich der Gästebesuch überwiegend auf das Sonntagsgeschäft. „Nach jahrelanger Gastronomietätigkeit verlangte es mich nun immer drängender nach einer Veränderung und ich beschloß, das Cartoon zu schließen oder abzugeben, sollte es Interessenten geben“, resümiert Udo Gries.

Die neue Kellerbar nach dem Umbau 2001

Zum Millennium 2000 erfuhren Olaf und Thomas, dass es das Cartoon nicht länger geben sollte. Thomas liebäugelte schon länger mit der Idee eines eigenen Gastroprojekts. „Wir saßen jeden Sonntag hier in der Ecke auf dem Sofa und dann spukte uns die Frage in den Köpfen: Wo sollen die Stammgäste hin, wenn es das Cartoon nicht mehr gibt? Und Olaf meinte, warum machst du es nicht? Bei einem Café hätte er nichts dagegen“, erinnert sich Thomas Schulmeistrat (49). „Zwei Wochen dauerte die Renovierung. Die Sofas spendeten wir Fliederlich und die Bistrostühle polsterten wir mit Leder neu auf. Wir haben als neues Konzept umgesetzt, dass alle Gäste willkommen sind. Dass das Cartoon mehr offen ist für Heteros und besonders für Frauen.“ Damit lenken Olaf und Thomas seit inzwischen dreizehn Jahren die Geschicke des Lokals. Damalige Kritiker, die dem Paar maximal ein halbes Jahr Durchhaltevermögen prognostizierten, sind längst verstummt. „Anfangs hatte ich Probleme mit der Personalführung, weil ich halt immer sag‘, was ich denk‘. Aber seit einigen Jahren läuft es bestens. Gastronomie kann man eben nicht lernen, das ist alles Erfahrung“, ist Thomas überzeugt. Beide hatten vorher schon neben dem Hauptberuf in verschiedenen Szenebars bedient. „Die Lage des Lokals abseits der Touristenströme bringt zwar keine Laufkundschaft, aber unsere Gäste werden dadurch auch nicht von Betrunkenen angepöbelt. Hin und wieder kommt es schon vor, dass aus einem vorbeifahrenden Auto mal ‚Schwuchteln‘ gerufen wird“, so Thomas. Mit Ironie und Witz gingen die Wirte schon mal gegen drei homophobe Gäste vor, die erst spät bemerkten, wo sie gerade waren: „So schee seid Ihr auch nicht zum Poppen“ und schließlich zum einzig noch übrigen: „Du hast alberne Brüder, lassen Dich einfach allein hier im schwulen Laden“. 2008 haben Olaf und Thomas ein Heteropaar aus Heroldsberg kennengelernt, das überzeugt war, dass ins Cartoon Heteros nicht hinein dürften. Vereinzelte Heteromänner trauen sich noch heute nur in Frauenbegleitung ins Lokal. „Es ist faszinierend und schön, dass das Cartoon die Internet-, die Gayromeo- und die strenge bayerische Rauchverbotszeit überlebt hat. Und dass es weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist“, betont Thomas Schulmeistrat. „Das Cartoon ist ein Phänomen – Ich habe am wenigsten geglaubt, dass es so lange überlebt!“ ergänzt Udo Gries, der heute als Verkäufer in einem Lotto- & Tabakgeschäft arbeitet. Auf die nächsten 25 Jahre!

 

Foto 2014/ Text Norbert Kiesewetter

Archivbilder Privat

GAYCON JULI 2014

Impressionen - Cartoon 1989 / Umbau 2001

Erster Platz für Rosegardens (Foto: Rosegardens)

ERSTER PLATZ:

Rosegardens gewinnt Wettbewerb

GAYCON gratuliert: Oliver & Michael haben erneut den Wettbewerb „Nürnbergs schönstes Weihnachtsgeschäft“ auch 2021 mit ihrem Stil-Juwel Rosegardens (Vordere Sterngasse 24) gewonnen! Zum zweiten Mal hatte die City-Gewerbevereinigung „Erlebnis Nürnberg e.V.“ den Publikumswettbewerb im Advent gestartet. Sie wollten von den Kunden wissen, welches Geschäft die schönste Weihnachts-dekoration im Einzelhandel hat. Die Kunden nominierten über 40 Geschäfte im Stadtgebiet Nürnberg. 10.000 Gewinnspiel-karten wurden in den letzten vier Wochen verteilt. ... +++ Bericht & Fotos auf der DOKU-Seite +++

Demo "Queere Rechte sind Menschen Rechte" auf dem Willy-Brandt-Platz (Foto: CSD Nürnberg)

PROTEST ZEIGT ERFOLG

Ein Kommentar in der Nürnberger Zeitung erhitzte die Community

Dank der neuen Ampelkoalition steht einiges im Koalitionsvertrag, welches die jahrelangen staatlichen LGBTIQ*-Diskriminier-ungen endlich beseitigen soll. Das hatten SPD, Grüne und FDP im Wahlkampf versprochen. Darauf kann sich die queere Community freuen. Doch nicht allen gefällt das. Dass ausgerechnet ein Redakteur der Nürnberger Zeitung in einem Kommentar zum neuen Koalitionsvertrag als „Stimme der Normalos“ diese Beseitigung beklagt, während die „Normalbürger“ nur die „Kosten für den linken Gesellschaftsumbau“ tragen sollen, verwundert dann doch. Denn schon vor zehn Jahren wurden regelmäßig queere Themen in der Nürnberger Zeitung veröffentlicht, trotz konservativer Ausrichtung des Blattes. ...

+++ Was war passiert? Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie +++

Neues Angebot: Queer*Treff im Jugendtreff-Container (Foto: Container)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Jugend-Treff

Noch ganz frisch ist ein neues Angebot für queere Jugendliche im Nürnberger Stadtteil Langwasser-Nord gegenüber des Messegeländes. Im dortigen „Jugendtreff Container“ (Karl-Schönleben-Str. 70) findet immer Mittwoch von 17:00 (- 20:00) Uhr der „Queer*Treff“ statt. Für lesbische, schwule, bi, trans* Jugendliche (14 – 27 Jahre), und alle die es noch nicht wissen. Das Angebot entstand auf Wunsch einiger Besucher*innen. Diesen Wunsch hat das Team gerne, mit viel Elan und Herzblut, verwirklicht. Falls sich manche am Anfang nicht alleine trauen vorbeizuschauen, ihr könnt gerne eure Ally/ Allies zur Unterstützung mitbringen. Die Gruppe und das Jugendtreffteam helfen euch beim Kennenlernen der Einrichtung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich! Was wird dort gemacht? Den größten Teil der Zeit verbringt die Gruppe bei netten Gesprächen in den Sofaecken, in Kochgruppen, beim Spielen (Playstation, Karten- und Brettspiele) oder probiert sich im Tonstudio der Einrichtung aus. Außerdem werden auch gemeinsam Angebote und Aktionen geplant. Für neue Ideen sind sie immer offen. Gerne kann auch der Tanz- und Fitnessraum, sowie der Basketballplatz, Skateboards, Kicker oder die Tischtennisplatte genutzt werden.  +++ Ebenfalls NEU: Gruppenabend für queere Menschen von 12 bis 27 Jahren - Jeden Montag von 18:00 (- 20:00) Uhr im Jugendtreff BRiXX (Marienbergstr. 49) - Stadtteil Ziegelstein +++

Auflösung der Gruppe Queer Franken! (Foto: GAYCON Archiv)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Gruppe aufgelöst

Franken um eine queere Institution ärmer

Eigentlich wäre im Dezember groß gefeiert worden, denn die Gruppe Queer Franken hatte in diesen Tagen ihr 10-jähriges Jubiläum. Normaler-weise wäre bestimmt der Nebenraum in der Kofferfabrik Fürth wieder voller lieber Menschen gewesen plus mindestens einer riesigen Torte. Wäre nicht Corona, und vor allem, wäre nicht der Gründer Marco Berger vor eineinhalb Jahren in den Raum Stuttgart gezogen! Zwar wurde versucht, die Gruppe per Facebook mit dem neuen Namen „Queer Life LSBTIQ*“ (seit Oktober 2020) am Leben zu halten. Doch das hat nicht so wie gewünscht geklappt, auch wegen der Pandemie. Queer Franken lebte nämlich von der Aktivität in der realen Welt, dem Zusammensein, Erleben und Austausch vor Ort. „Der Social-Media Bereich ist dafür nicht geeignet.“ ... +++ Zum vollständigen Bericht auf der INTERVIEW-Seite +++

#TV-TIPPS

+++ 17.01. ARTE 14:15 Ein irrer Typ - Spielfilm // 21:00 TAGESSCHAU24 Schwul in Uniform - Ein Problem? - Doku // 23:00 SWR Krause kommt! Tahnee - Magazin +++ 18.01. TAGESSCHAU24 23:00 Schwul in Uniform - Ein Problem? - Doku +++ 19.01. WDR 23:00 Der schwangere Mann - Doku +++ 21.01. MDR 20:15 Die Schlagercharts 2021 - Show +++ 22.01. SWR 20:15 SWR4 Schlagerfeste - Das Beste aus 2021 - Show +++

Welt AIDS Tag: Gemeinsames Gedenken auf dem Jakobsplatz in der Nürnberger Altstadt

GEDENKEN:

Welt AIDS Tag

Leider geht der Welt-AIDS-Tag auch im zweiten Pandemie-Winter wegen all der Corona-Nachrichten etwas unter. Immerhin war in diesem Jahr wieder etwas mehr möglich. Perfekt organisiert auch diesmal der traditionelle ökumenische Gottes-dienst in der Kirche St. Jakob, unter Corona Hygieneregeln, also u.a. mit viel Abstand in den Bankreihen. In diesem Jahr zum Thema Freiheit. Überraschender Hörgenuss beim Verlassen der Kirche: Star Wars Filmmusik interpretiert auf der Orgel! Anschließend wurde beim DenkRaum auf dem Jakobsplatz der an AIDS verstorbenen Freunde und Mitbürger mit einem großen Kreis gedacht. Rund 35 Menschen wohnten der Zeremonie mit Live-Gesang bei und trotzten den eisigen stürmischen Winden. Gottesdienst und Gedenken organisiert von der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. und AIDS-Beratung Mittelfranken der Stadtmission Nürnberg. Der anschließend geplante gemeinsame Ausklang in der Jakobstraße mit Verköstigung durch das Restaurant Estragon musste auch in diesem Jahr wieder ausfallen. ...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalere des Welt-AIDS-Tages auf der DOKU-Seite +++

Gedenken für die Opfer von transphober Gewalt zum "Trans Day of Remembrance"

COMMUNITY NÜRNBERG:

Gedenken

Am dritten November-Samstag wurde auf dem Nürnberger Magnus-Hirschfeld-Platz mit einer kleinen Kundgebung plus Gedenk-Minute an die Opfer von transphober Gewalt erinnert. Anlass war der weltweite „Trans Day Of Remembrance“ (TDOR), der Gedenktag für die Opfer von Transphobie am 20. November. Rund ein Dutzend Menschen aus der queeren Community ließen Kerzen für die Opfer leuchten und standen für mehr Sichtbarkeit zusammen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. (dgti) wurden zwischen 01. Oktober 2020 und  30. September 2021 laut Statistik weltweit 375 Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität ermordet. 7% mehr als im vorherigen Zeitraum. ...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Titelbild des Monats:

Pressebilder 10 Jahre GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab 2022 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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