#Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg 2013

Chronologisch von oben nach unten: Meet & Greet Party, Ehrenmitgliedschaft Fliederlich, Verleihung Menschenrechtspreis, Menschenrechtskonferenz - 2013

Feierliche Preisverleihung des Nürnberger Menschenrechtspreises im Opernhaus 2013

Meet & Greet & Dance-Party mit Kasha Jacqueline Nabagesera, B2 Penthouse Nürnberg, 01.10.2013

Ehrenmitgliedschaft Fliederlich e.V.

Nach einem vollem Terminkalender konnte die Menschenrechtspreisträgerin Kasha Jacqueline Nabagesera aus Uganda auch auf die Nürnberger LSBTI-Szene treffen. Im Fliederlich-Zentrum hat der schwullesbische Verein als Zeichen der Freundschaft und der Verbundenheit auch in die Zukunft hinein der Menschenrechtspreisträgerin Nabagesera die Ehrenmitgliedschaft angetragen. Anschließend besuchte Kasha die neue Gedenkstele für die homosexuellen Opfer des Naziterrors. Mit einer Schweigeminute und Blumen wurde an die Opfer gedacht. Zum Abschluss des Abends  wurde gemeinsam über den Dächern Nürnbergs eine Willkommensparty von ‚Anne will tanzen‘ und ‚Frauenzimmer‘ organisiert. Kasha erhielt zur Unterstützung ihrer Arbeit in Uganda den Erlös eines Benefizfußballspiels zwischen Rosa Panther und Eichenkreuz Nürnberg überreicht. Außerdem wurde an diesem Partyabend mit dem Eintrittsgeld sowie weiteren Spenden  eine Summe von rund 500 Euro für ihre Organisation FARUG eingesammelt.

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und Kasha Jacqueline Nabagesera vor dem Opernhaus

Eine zierliche Frau mit enormer Energie

Kasha Jacqueline Nabagesera wurde im Nürnberger Opernhaus ausgezeichnet

Im zweijährlichen Rhythmus vergibt die Stadt den ‚Internationalen Nürnberger nternationalen Menschenrechtspreis ie Stadt Nürnberg den Menschenrechtspreis (Nuremberg International Human Rights Award)’. Zum zehnten Mal fand die Verleihung heuer statt, erstmals ganz im Zeichen der Lebensweisen unserer Haupt- und Stammleserschaft. Deshalb müssen wir an dieser Stelle, im Gegensatz zur Tagespresse, wohl kaum umfassend erklären, was es gelegentlich auch in unserem fortschrittlichen Rechtsstaat noch heißt, als LSBTI zu leben. Angefangen bei Fanatikern, die den Nächstenliebe-Auftrag ihrer Religion zur Hetze gegen Minderheiten umkonstruieren, bis hin zu einer Schon wieder - Kanzlerin, die vermutlich aus Machtstrategie lieber die konservative Landbevölkerung hofiert, anstatt ihrem Amtseid konform gleich das zu tun, wozu sie von den Verfassungshütern ohnehin gezwungen wird. Nicht umsonst verwies Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly in seiner Eröffnungsrede anlässlich der Preisverleihung im Staatstheater (Opernhaus) am 29. September 2013 auf die Verhältnisse vor unser aller Haustüren hin: „ … Anders als bei Themen wie der Verteidigung der Meinungs- und Pressefreiheit … trifft die Auszeichnung einer Frau, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzt, auch mitten ins Herz unserer Gesellschaft. Dies zeigen nicht zuletzt die vielen, teils hochemotionalen und polarisierenden Reaktionen, die bei mir und im Nürnberger Menschenrechtsbüro eingegangen sind. Nicht erst seit den jüngsten Veröffentlichungen der Europäischen Grundrechteagentur wissen wir, dass Verächtlichmachung, Diskriminierung und Ausgrenzung von homosexuellen Menschen leider zum europäischen wie bundesrepublikanischen Alltag gehören … Wir können nur erahnen, was es für Menschen bedeutet, die Zuneigung und Partnerschaft nur innerhalb der eigenen vier Wände zeigen zu dürfen oder denen nur bedingt zugetraut wird, Kinder großzuziehen. … “ Dennoch, den weithin abgesicherten Modus einer fortschrittlichen Demokratie wie in Deutschland genießen auf dieser Welt sehr viele Menschen leider nicht. Es reicht schon ein Blick in die östlichen Nachbarstaaten, oder eben in den tiefen Süden nach Afrika.

Gefahr für Leib und Leben, Aggressionen, Folter, Vergewaltigungen, Freitod aus Verzweiflung und sogar Mord bestimmen das Milieu, gegen das sich die zierliche Frau aus Uganda seit Jahren mit enormer Energie zur Wehr setzt. Kasha Jacqueline Nabagesera erkannte in ihrer Jugend sehr früh, dass die Sehnsucht ihrer Gefühle dem eigenen Geschlecht zugetan ist. Eine Tragödie – nicht weil das so ist, sondern weil ihr Lebensumfeld geprägt ist von einem in der Kolonialzeit fundierten Kriminalisierungsaspekt gegen gleichgeschlechtlich orientierte Menschen. Wie Boris Dittrich, Abteilungsdirektor für LSBTI bei Human Rights Watch in seiner Laudatio bei der Preisverleihung bekräftige, zahlt „sie (K. J. Nabagesera) einen hohen Preis für ihre Aktivitäten. Sie erhält Morddrohungen, wurde überfallen, man hat in ihr Haus eingebrochen, ihr Büro verwüstet. Sie musste mehrere Male umziehen. Ihr Vermieter warf sie aus der Wohnung, nachdem sie im Fernsehen aufgetreten war. Aber Kasha kämpft weiter …“

Die Preisträgerin selbst zeigt sich stolz, diese Auszeichnung von einer „geschichtsträchtigen Stadt zu erhalten“. Sie „komme aus einem Land, das auf verschiedenen Menschheitsgebieten große Fortschritte gemacht hat, aber noch einen weiten Weg vor sich hat, was die Menschenrechte betrifft. Der Preis wurde auch in Erinnerung an das dunkelste Kapitel in der Geschichte Deutschlands und Nürnbergs gestiftet, aber gleichzeitig auch als Symbol der Hoffnung für eine Welt, in der alle Menschen in Würde, Frieden und Freiheit leben können. … Wie in den meisten afrikanischen Ländern werden die Rechte der sexuellen Minderheiten in großem Umfang nicht respektiert und den Menschen auf mehr als nur eine Weise verweigert. Deswegen lebt ein beträchtlicher Teil der Gesellschaft eine Lüge und fürchtet sich, zu zeigen, wer sie sind. …“ Weiter bat sie, einen Blick auf Länder zu werfen, die nicht so weit von Deutschland entfernt seien. In Mittel- und Osteuropa, wie beispielsweise in Russland ließe sich eine teilweise ähnliche Aggressivität gegenüber LGBTIs beobachten, sogar ausgehend von Regierungen.

Von einer noch treffenderen Ausgangssituation hätte sich die international besetzte elfköpfige Jury wohl kaum leiten lassen können, als sie die Vergabe des Menschenrechtspreises im vergangenen Jahr beschloss.

Text/Fotos Norbert Kiesewetter

GAYCON September 2013

Bildergalerie Preisverleihung im Opernhaus und Friedenstafel am Kornmarkt, 29. September 2013

Menschenrechts Konferenz

Im Rahmenprogramm zur Preisverleihung fand eine zweitägige internationale Konferenz unter dem Motto ‚LSBTI-Rechte sind Menschenrechte - überall!’ im Caritas-Pirckheimer-Haus statt. Eine Menschenrechts-Stadtführung, Vorträge namhafter Referenten, Podiumsgespräche und eine Filmvorführung standen auf der Tagesordnung. Mit rund 120 Teilnehmern aus Deutschland und international wurde die Veranstaltung hervorragend angenommen.

Martina Mittenhuber bei der Eröffungsrede zur Konferenz am Freitag den 27. September 2013

In dem von Frau Mittenhuber geleiteten Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg gingen auch mehrere negativ-kritische Zuschriften zur Auswahl der Preisträgerin ein. Allerdings geben wir zu bedenken, dass erfahrungsgemäß eher 20 Kontras ihre Meinung kundtun als 200.000 Befürworter. Dadurch verzerren die Medien leider oft ungewollt das tatsächliche Bild. Denn noch nie waren Opernhausplätze und Friedenstafel so schnell ausgebucht wie in diesem Jahr.

Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte und Christine Burmann vom Nürnberger Menschenrechtszentrum e.V.

„Menschenrechte müssen erkämpft werden!“ Frau Prof. Rudolf schlüsselte in ihrem Vortrag die diversen Sexualorientierungen auf. Während bei Lesben und Schwulen eine weitreichende Anerkennung der Rechte, wenn auch noch nicht mit völliger Gleichstellung zu verzeichnen sei, gestalte sich die Thematik bei Transgendern oder Intersexuellen deutlich differenzierter. Insgesamt seien LSBTI-Rechte keine Sonderrechte, sondern grundsätzliche Menschenrechte.

Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Lehrstuhl an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

„Natürlich hilft in manchen Fällen doch das Beil!“ Prof. Bielefeldt stellte in seinem Vortrag über Menschenrechte und Religion vor allem heraus, dass Religionsfreiheit spätestens dort an Grenzen stößt, wo sie zum Selbstzweck für die Erniedrigung unerwünschter Minderheiten wird. Seine Anregung, gordische Knoten vorzugsweise mit der Pinzette statt mit dem Beil zu lösen, führte zu einer lebhaften Diskussion.

Eine interessante Anmerkung aus dem Publikum machte deutlich, wie weitreichend die Gesellschaft auf Normen fixiert ist. Ein „intersexueller Mensch“ wünschte sich, dass man gerade bei einer solchen Veranstaltung die Begrüßungsformel der ‚sehr geehrten Damen und Herren’ austauschen sollte.

Text/Foto Norbert Kiesewetter

GAYCON September 2013

Das Team "Kampfschnecken" gewann zum ersten Mal das Bowling Turnier

BOWLINGTURNIER: Am dritten Oktobersonntag fand das „22. lesbischwule Bowling Turnier in Franken“ im Nürnberger Blue Bowl Bowling statt. Vierzehn Teams spielten um den begehrten Wanderpokal. Rund 80 Personen waren vor Ort dabei. Sieger wurde zum ersten Mal das Team „Kampfschnecken“, den zweiten Platz erspielte das „Rosa Panther Team 2“ und der dritte Platz ging wieder an „Eltern queerer Kids“. Trotz Termin-Verschiebung konnten leider etliche Spiel-Teams bei der Herbstausgabe nicht dabei sein. ... Hier geht es zur Bildergalerie auf der DOKU-Seite

Pascal aus Nürnberg ist im Finale bei der Mr Gay Germany Wahl 2019.

MR GAY GERMANY: Von 160 Bewerbern aus ganz Deutschland waren im Vorentscheid noch elf Teilnehmer beim Mr Gay Germany 2019 dabei! Unter ihnen auch der Wahl-Franke Pascal Oswald (24) aus Nürnberg. Inzwischen ist er einen Schritt weiter: Pascal ist beim Finale im Dezember in Köln! Nun müssen sich die Bewerber in einigen Challenges messen lassen. Als Kampagne möchte Pascal ein CSD Straßenfest auf dem Schlossplatz in der Universitätsstadt Erlangen umsetzen. Seit Mitte Oktober läuft das Final-Onlinevoting. Hier könnt ihr per Likes, Hashtags und Teilen eure Stimme unserem Nürnberger Kandidaten für den Vorentscheid geben. Stimmt ab, damit der Mr Gay Germany Titel nach Franken kommt! ...

Zum Bericht über seine Motivation & Kampagne auf der INTERVIEW-Seite

#Partyticker

Freitag 15. November:

Würzburg: 22:00 Gay.Volution - Zauberberg

Freitag 22.November:

21:00 FetishU33 & Friends WarmUp Party - Dresscode! Men only! - NLC-Keller (Schnieglinger Str. 264)

Samstag 23. November:

21:00 Fetish U33 Party - Men only! Dresscode! - NLC-Keller (Schnieglinger Str. 264)

Freitag 29. November:

23:00 POSE - Club Nachtkind

Samstag 30. November:

21:00 Karaoke Abend - Bar59

Würzburg: 22:00 CSD Winterparty - Queer Pride Würzburg - Club Labyrinth

+++++++ Termine an info@gaycon.de

Happy Halloween Party - Savoy Bar
Cook & Classic for Charity - Grand Hotel

#TV-TIPPS

+++ 11.11. ARD ALPHA 17:45 Schatten des Todes: Die Geschichte der Seuchen - Vergiftete Pfeile Amors - Aids & Syphilis - Doku +++ 13.11. 3SAT 11:40 Verliebt in Gott - Warum ein junger Mann Priester werden will - Doku +++ 14.11. PRO SIEBEN 20:15 Queen of Drags - Show // 00:00 RBB Supergirl - Spielfilm +++ 15.11. RBB 20:15 Der singende Palast - Von Abba bis Hape Kerkeling - Doku // 20:15 SIXX Queen of Drags - Show // 20:45 TAGESSCHAU24 Zwei Lehrer für den Sprung ins Leben - Doku // 00:00 NDR Olivia Jones - eine Drag Queen mit Haltung - Doku +++ 16.11. ARTE 21:10 Tödliches Spiel um die Macht - Edward II. von England - Doku // 23:50 VOX Medical Detectives - Geheimnisse der Gerichtsmedizin: Motive - Doku +++ 17.11. ARD 16:00 Liebe Zartbitter - Spielfilm +++

Vorabend Schlampenfest - Café Bar Cartoon
22. lesbischwules Bowlingturnier - Blue Bowl

#Vorschau: Dezember

Theaterpremiere im Rahmen des CMT

CMT Treffen

Vom 06. bis zum 08. Dezember 2019 findet das jährliche Christkindlesmarkt-Treffen des Nürnberger Lederclubs statt. Als Höhepunkt und Alleinstellungsmerkmal des CMT lockt am Samstagabend die Premiere der Schlampenlichter mit ihrem neuen Theaterstück „Tod auf der Pegnitz“ im Hubertussaal. Weitere Höhepunkte: u.a. der Besichtigung der Kasematten der Nürnberger Burg und ein Besuch des „Nürnberger Christkindlesmarkt“ am Hauptmarkt. Weiter im CMT Programm: Empfang mit einer kleinen barmherzigen Speise und die „Keller-Partys“ im NLC-Keller. Zum Ausklang am Sonntag ein gemeinsamer Brunch. Der Kartenvorverkauf direkt auf der Homepage des NLC. Gesamtkartenpreis:  75 Euro zzgl. Systemgebühr. Der Shuttlebus des NLC am Freitag und Samstag ist für Gesamtkarten Inhaber kostenlos. Darin enthalten alle Eintritte zu den Veranstaltungen des NLC, sowie Theater, Kulturprogramm und Brunch. Jetzt Karten sichern! Zu den GAYCON Bildergalerien der letzten CMTs

#Vorschau: März 2020

Dinner & Show mit Andy Maine in Nürnberg

Dinner & Show

Vorschau 2020: Am Sonntag den 15. März 2020 um 19:00 Uhr gibt es ein drei-Gang-Menü plus Show „Chanson Dámour – weil es um die Liebe geht“ im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Das neue Soloprogramm mit Travestie-Chansonette & Kunstpfeiferin Andy Maine! Der Vorverkauf hat begonnen! Eintritt 49,- Euro inkl. Begrüßungsgetränk. Kartenvorverkauf im Literaturhaus oder in der Bert´s Bar (Wiesenstr. 85).

#Frau des Monats:

GAYCON Titelmodel Julia - November 2019 - Fotoshooting am Ehekarussell/ Weißer Turm - Fußgängerzone Nürnberg Altstadt.

Unsere GAYCON Titelbilder sollen das selbstbewusste queere Stadtleben der Frankenmetropole widerspiegeln.  Von 18 bis 99 geben wir allen queeren Paaren (Beziehung, Freunde, Kumpels etc) oder Einzelpersonen aus der Region die Möglichkeit, einmal Titelpaar/ Person des Monats zu sein und jedes Jahr im April an der MR & MISS WAHL teilzunehmen. Das Outfit passen wir immer der Jahreszeit an.

Habt Ihr Lust, mal dabei zu sein? Bewerbt Euch mit Foto per E-Mail unter info@gaycon.de oder über gaycon.de Facebook

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

GAYCON-Aufrufe seit Start 07.02.2011

GAYCON-Aufrufe seit dem 18.10.2019

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