#Berichte & Bildergalerien über Verein Fliederlich E.V.

Chronologische Reihenfolge von oben nach unten: Vorstandswahl 2020, Helpdesk 2019, Lesung Rassau & DESI Revival 2018, Jahresempfang (2019 - 2015), CSD Auftakt 2016, Aktion Regenbogenbank 2015

Der wiedergewählte Fliederlich Vorstand 2020: Robert, Alieb, Herbert, Sabine und Ulrich

Vorstandswahl & Ausblick

Bei der Mitgliederversammlung am zweiten März-Mittwoch wurde der amtierende Fliederlich-Vorstand für ein weiteres Jahr in seiner Arbeit bestätigt: Robert Huber, Anett Buchmann, Herbert Hacker, Sabine Klöss und Ulrich Breuling. Dem obligatorischen Ablauf für Vorstands- und Kassenprüferwahl folgte ein Ausblick. Hier wurde den 24 anwesenden Fliederlingen mitgeteilt, dass das geplante Denkmal für die homosexuellen Opfer des Nazi Regimes in der KZ Gedenkstätte Flossenbürg definitiv 6000 Euro kostet. 3000 Euro hat die queere Community schon eingesammelt (wie berichtet). Leider wurde der geplante Einweihungstermin wegen der Corona-Krise abgesagt. Es wäre der 26. April gewesen. Die Gedenkstätte plant nun einen alternativen Rahmen im Laufe des Jahres 2020. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Verein ist der Ausbau der TransBeratung. In der Elterngruppe ist es ein großes Nachfrage-Thema. Aktuell ist Fliederlich in der Verhandlung mit dem Bezirk Mittelfranken, zwecks Finanzierung einer hauptamtlichen Transberatungsstelle für 2021. Der Verein ist überzeugt, dass die Stelle bei Fliederlich in Kooperation mit dem Verein TransIdent besser angesiedelt wäre als bei den Bezirkskliniken in Ansbach. Die Beratungsanforderung übersteigt die ehrenamtlichen Ressourcen. Eine Notunterkunft für Jugendliche wäre aktuell gleich zweimal im Jahr 2019 gebraucht worden. Zwei Trans-Jugendliche hatten gravierende Probleme mit den Eltern gehabt. Dem Verein ist aber auch bewusst, dass so eine Notunterkunft nur sporadisch genutzt werden würde. (NK)

 

GAYCON März 2020

Großer Gästezuspruch beim Jahresempfang im Fliederlich-Zentrum

Jahresempfang

Das war der traditionelle Jahresempfang, am vierten Mai-Freitag im queeren Fliederlich-Zentrum. Trotz des schönen Wetters in Konkurrenz fanden sich rund 60 Gäste aus Politik, Bayerischem Landtag und Stadtrat, sowie zahlreiche Vertreter aus der Community in den Vereinsräumen am Plärrer ein. Trotz Europawahl hielten sich die Grußworte aus der Politik in einem angenehm überschaubaren Rahmen. Stadtrat Dr. Ulrich Blaschke (SPD) überbrachte die Grußworte der Stadt Nürnberg und forderte das Publikum auf, das demokratische Wahlrecht am Sonntag auch zu nutzen. Landtagsabgeordnete Tessa Ganserer, queerpolitische Sprecherin von Bündnis 90/ Grüne, bat die Community in einem flammenden Appell um Hilfe, die aktuelle Reform des Transsexuellengesetzes der Bundesregierung zu stoppen. „Die Reform ist kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt!“ Nach weiteren Grußworten zeigte Geschäftsführer Michael Glas eine kleine Vereinsrückschau und vertrat dabei Vorständin Alieb, welche wegen eines Unfalls leider verhindert war an diesem Abend teilzunehmen. Als Hauptschwerpunkt stellte sich die queere Jugendinitiative von Fliederlich vor. Seit dem Umzug in die größeren Räume steigen auch deren Besucherzahlen. An normalen Treffabenden, jeden Dienstag ab 19:00 Uhr, sind bis zu 25 Jugendliche im Durchschnitt dabei. Bei Themenabenden sogar 50. Auch die Gruppe junge trans*Leute (t*time) wird immer beliebter. Die Jugendinitiative gestaltet zum Beispiel jedes Jahr zum Nürnberger CSD den Fliederlich-Wagen. Die Kreativität wird häufig belohnt, denn der Wanderpokal ist quasi dauerhaft im Fliederlich-Zentrum zu bewundern. Beim anschließenden Buffet mit leckerem Fingerfood vom Restaurant Estragon und mit geselligen Gesprächen wurde der Abend abgerundet. (NK)

GAYCON Mai 2019

Bildergalerie Fliederlich Jahresempfang - Fliederlich Zentrum Nürnberg, 24. Mai 2019

Zuwachs im Vereins-Büroteam: "Helpdesk" - Beratung für queere Menschen - Ansprechpartner René (rechts)

Fliederlich Helpdesk

Neues Tagesberatungsangebot bei Fliederlich! Seit März verstärkt Sozialpädagoge René Scheuermann als neue Teilzeitkraft das Büroteam von Fliederlich mit einem neuen Aufgabengebiet. Der „Helpdesk“ – Beratung für queere Menschen. Ergänzend zur aktuellen ehrenamtlichen Abendberatung Rosa Hilfe sowie zur Lesbenberatung, die allerdings nur an zwei Terminen im Monat stattfinden, ist der Helpdesk nun jede Woche Montags und Dienstags tagsüber nicht nur telefonisch, sondern auch persönlich im Fliederlich-Zentrum (Sandstr. 1) erreichbar. Damit steht nun eine sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung zu den Themen: Krisenintervention, Coming-out, Diskriminierung, Sucht, HIV/ AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten, Beziehungsprobleme, Leben in der LGBTIQ*-Community zur Verfügung. Allerdings ist keine Rechtsberatung möglich! „Wir haben ein Nachwuchsproblem. Die Suche nach ehrenamtlichen Leuten, vor allem sie längerfristig für unser Beratungsangebote zu engagieren, ist aussichtslos. Für kurzzeitige Aktionen wie unseren Umzug oder die Renovierung finden sich leichter Aushilfen“, berichtet Michael Glas. „Deshalb hat der Verein entschieden, eine hauptamtliche Teilzeitstelle im Tageseinsatz zu schaffen. Weil die Übergangsräumlichkeiten des Vereins günstiger waren, konnte in den letzten zwei Jahren Geld auf die Seite gelegt werden. Die Finanzierung ist bis Ende 2019 gesichert und auch danach wollen wir das Helpdesk-Beratungsangebot längerfristig etablieren.“ René wird aber weiterhin auch in der AIDS-Hilfe seine Teilzeitstelle behalten. Was gerade im Hinblick auf Gesundheit auch von Vorteil ist, denn manche Menschen scheuen sich, mit dem Thema HIV direkt zur AIDS Hilfe zu gehen. „Die Berater achten natürlich immer auf die Diskretion, aber als Sozialpädagoge bin ich sogar gesetzlich an die Schweigepflicht gebunden. Außerdem ist die Beratung sowohl am Telefon als auch persönlich im Büro jederzeit auch ohne Namensnennung möglich! Jeder kann zu den Helpdesk-Zeiten einfach vorbeikommen oder einen Termin ausmachen. Das neue Beratungsangebot ist kostenlos“, betont René. Seine Motivation ist, grundsätzlich mit und für queere Menschen zu arbeiten, weil er die Lebenswelt sowie die Lebensweise kennt und wie sie funktioniert. (NK)

 

Kontakt Fliederlich Helpdesk (Sandstr.1): Mo 11:00 bis 15:00 Uhr & Di 14:00 bis 18:00 Uhr sowie nach Vereinbarung per Telefon unter 0911 - 42345712, per Mail rene.scheuermann@fliederlich.de und persönlich vor Ort (auch ohne Voranmeldung).

Martin Rassau bei der Lesung im Fliederlich-Zentrum - "Es kommt oft sonderbar im Leben“ - Die Verse von Robert T. Odeman

Rassau & Revival

Etwa zwanzig Besucher hatten einen vergnüglichen vierten September- Montagabend im Fliederlich-Zentrum bei der Lesung mit Martin Rassau, einem der bekanntesten deutschen Fernsehunterhalter. Dank Stimmkunst, Gestik und Interpretation erschien das Wort ‚Lesung‘ deutlich untertrieben. Denn er hauchte den Versen und Texten vom fast vergessenen schwulen Autor Robert T. Odemann (geb. 1904) pures Leben ein. Pointierte Frechheiten und Alltagsgeschichten in Reimform, natürlich häufig in einer schwulen Thematik, sprechende Tiere und Gegenstände, wie etwa die Dramatik einer als Nachttopf zweckentfremdeten Blumenvase, alles mit schelmischer Ironie beleuchtet. Wissenswert über den Autor Odemann ist insbesondere, dass er nicht nur KZ und Nazi-Regime überlebt hat, sondern auch das gleichgeschlechtliche Heiratsverbot unserer prüden Nachkriegsrepublik durch die Adoption seines jüngeren Lebenspartners relativierte. An diesem Abend machte es dem waschechten Franken Rassau sichtbar Spaß, zwischen den Versen rhetorisch die Mottenkiste der queeren Nürnberger Szene zu durchwühlen. Wie etwa das Nachspielen der damals angsterfüllten Taxifahrer im geschichtsträchtigen Walfisch oder die Konversation gestandener Lederkerle nicht etwa über Sexpraktiken, sondern über Apfelkuchenrezepte. Das Fliederlich-Team erschien etwas erstaunt darüber, dass die Benefiz-Aktion für den Verein, die der Künstler trotz vollen Terminkalenders ohne Gage unterstützte, von der Szene nicht im erwarteten Maße angenommen wurde. Doch Rassau sah es gelassen: „Lieber eine Handvoll Leute, die wirklich Spaß haben und lachen, als ein voller Raum, der nicht mitmacht!“

REVIVAL DISCO: Bereits am Samstag vorher feierte Fliederlich ein einmaliges Revival seiner legendären Desi-Disco im Stadtteilzentrum von St. Johannis. Eine Geburtstagsparty zum 40. Jubiläum des Vereins. Um Mitternacht, pünktlich zum Beginn des Internationalen Bisexuellen-Tages 23. September, zogen Adriano mit rosa Fahne und Herbert als Autor auf die Bühne. Mit einer kurzweiligen und ironischen Rede, z.B. „Bisexuelle leben in Bi-Lefeld“, versuchte der Bi-Gruppen-Gründer den zahlreichen Gästen das Thema Bisexualität auf heitere Art näher zu bringen. Eine schwierige Thematik, denn die meisten Betroffenen bleiben lieber unsichtbar. Fliederlich Vorständin Alieb zeigte sich an diesem DESI-Abend von ihrer musikalischen Seite. Als DJane war sie nämlich für den Sound zuständig und legte Hits der 80er, 90er oder ganz Aktuelles auf den CD ‚Platten-Teller‘. Etliche Besucher schwelgten in DESI-Erinnerungen an Zeiten, als es noch keine Rosa Partys im House- oder Technosound wie in den heutigen Großraum-Discos gab.

Sweet 40 - Revival Geburtstagsparty - DESI Nürnberg, 22. September 2018

Politprominenz beim Jahresempfang: Bürgermeister Christian Vogel überbrachte die Grußworte der Stadt Nürnberg

Neues Zentrum

Das war der traditionelle Fliederlich-Jahresempfang am ersten Mai-Freitag in den neuen Vereinsräumen am Plärrer. Im Sandsteinhaus beim Puppentheater Salz & Pfeffer im ersten Stock. Etwa 80 neugierige Besucher bevölkerten die renovierten Zimmer und lauschten u.a. den Grußworten von Geschäftsführer Michael Glas und Bürgermeister Christian Vogel. Sogar einige Glückwünsche aus den Rathäusern der Nachbarstädte Fürth, Erlangen und Schwabach wurden vorgelesen. Mit gewissem Stolz erzählte Glas auch, dass sich viele Interessenten aus München und anderen Städten erkundigt hätten, wie Fliederlich die LGBTI-Flüchtlings-Wohngemeinschaft aufgebaut hat. Hier leistete der Verein echte Pioniersarbeit. Verena Osgyan, MdL und Kreisvorsitzende der Nürnberger Grünen überraschte mit der Ankündigung, dass die Verleihung des ‚Lina-Schneider-Preises‘ an den Verein Fliederlich geht. Gerade für die vorbildliche LGBTI-Flüchtlingsarbeit. Mit dem gelungen Auftakt wurde gleichzeitig das 40-jährige Vereins-Jubiläumsjahr eröffnet. In einer kleinen Rückschau von den Anfängen 1978 bis heute wurde in kurzen Stationen die wechselhafte Geschichte des Vereins von Vorständin Alieb vorgestellt. Anschließend gab es Führungen durch die zahlreichen Zimmer. Die Jugendinitiative freut sich, dass sie den größten Raum mit Erkerblick auf den Plärrer bekommen hat. Viele Gäste aus Politik, Vertreter von Organisationen, aus der Community sowie Vereinsmitglieder freuten sich über das leckere Buffet und verwandelten den Abend in ein geselliges Zusammentreffen.

Bildergalerie Fliederlich Jahresempfang - Fliederlich Zentrum Nürnberg, 04. Mai 2018

Bilder von der Renovierung im neuen Fliederlich - Zentrum: Ecke Steinbühler Str./ Sandstraße 1. Stock

Traditioneller Fliederlich Jahresempfang im Literaturhaus Nürnberg

Jahresempfang

Das war der traditionelle Jahresempfang des SchwuLesBischen Zentrums Fliederlich e.V. am ersten Mai-Mittwoch im Literaturhaus Nürnberg. Zahlreiche Besucher belegten alle Plätze im Literatursalon. Unter die Zuhörer reihten sich auch Gäste aus der Politik, wie Gabriela Heinrich, Elke Leo, Dr. Ulrich Blaschke, Dr. Christiane Alberternst und Amely Weiß. Nach der obligatorischen Begrüßung und Gruppenvorstellung beklagte Ralph Hoffmann, dass es bei den Ämtern immer schwieriger werde, die sexuelle Orientierung als Anerkennungsgrund für Flüchtlinge durchzusetzen. Einige Pflegeeltern äußerten ihre Ängste wegen eventueller Abschiebungen. Zum Hauptthema des Abends lauschten alle gebannt den Ausführungen des ehrenamtlichen Teams vom Projekt „SchulPro“. Dieses bietet Informationen rund um das Thema sexuelle Orientierung als Unterrichtseinheit für Schulen an. Anschließend wurden viele Fragen beantwortet, u.a. wie Schüler vor Ort in der Klasse darauf reagieren: Nämlich besonders positiv! „Viele Schüler, die sich zu Beginn cool skeptisch geben, sind am Ende der Unterrichtseinheit sehr interessiert und stellen viele Fragen“, so die Teamer. Für die außergewöhnliche musikalische Umrahmung des Empfangs sorgten Dieter Weberpals (Flöte) und Edda B. (Handpan). Für das leibliche Wohl war mit einem großen Buffet bestens gesorgt. Außerdem war eine Gebärdendolmetscherin anwesend, deren Service dankend angenommen wurde.

Bildergalerie Fliederlich Jahresempfang - Literaturhaus Nürnberg, 03. Mai 2017

Fliederlich CSD Auftakt im Literaturhaus Nürnberg: Micha, Sigi, Sascha, Reiner, Jakub und Hans

„Europa respektiert Vielfalt! - ?“,

unter diesem Motto fand die diesjährige CSD-Podiumsdiskussion von Fliederlich e.V. am ersten Augustfreitag im Salon des Nürnberger Literaturhauses statt. Nachdem Ralph Hoffmann aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, übernahm Sigi Straßner die Moderation. Zur vorgesehenen Begrüßung einer Delegation aus Glasgow schafften es die Gäste flugbedingt leider nicht. Umso interessierter lauschten die zahlreichen Gäste den Ausführungen des Prager Rechtsanwalts Jakub Tomsej zur Situation von queeren Bürgern in Tschechien. Insbesondere ging er auf die verschärften Paragraphen zur Strafbarkeit von ungeschütztem Sex von Männern mit HIV ein. Sascha, ukrainischer Herkunft, fühlt sich nach unerträglichen Schikanen in seiner Heimat bezüglich seiner Homosexualität in Nürnberg endlich sicher. Mit Reiner Sikora informierte er über die örtliche Lage von LGBTI-Flüchtlingen. Sascha bedankte sich bei Fliederlich herzlich für die ehrenamtliche Betreuung. Michael Glas berichtete über die erfreuliche Verlängerung des Mitvertrags für die Flüchtlingsunterkunft bis Anfang nächsten Jahres. Auf der Liste befinden sich weitere zwanzig Anwärter. Deshalb ist der Verein mit der Stadt Nürnberg in Verhandlungen, ob auch evtl. eine größere Unterkunft möglich wäre. Hans Kalben, Sozialbeauftragter aus Berlin, informierte über das dortige Projekt. Im Anschluss an die Diskussion ließen es sich einige Zuhörer noch kulinarisch gut gehen, denn das Restaurant im Literaturhaus hatte eigens eine kleine Speisekarte für den Abend zusammengestellt.

Diskussion "Europa respektiert Vielfalt! -?" - Fliederlich CSD Auftakt - Literaturhaus Nürnberg, 05. August 2016

Der Theaterverein "Die Schlampenlichter" überreichten die unglaubliche Spendensumme von 3.438,38 Euro für die Fliederlich - Flüchtlingsarbeit.

Jahresempfang

Obwohl der Saal im Literaturhaus deutlich mehr Platz bietet als einstige und heutige Fliederlich-Räume, wurde es beim dortigen Jahresempfang des schwullesbischen Vereins zeitweise eng. Die Terrassenbestuhlung wurde hereingeholt, um allen Gästen einen Platz bieten zu können. Zahlreiche Vertreter der verschiedensten Vereine und Gruppen waren im Publikum vertreten. Schwerpunktthema in diesem Jahr: die menschenwürdige Unterbringung queerer Flüchtlinge, wofür der Verein beachtliche Leistungen gestemmt hatte. Dazu kamen seitens der Medien massive Interview-Anfragen. Nicht nur vom Bayerischen Fernsehen, sondern auch von amerikanischen, belgischen und sogar von russischen Sendern. Vorstand Ralph Hoffmann betonte die Dankbarkeit der Bewohner und gab seinerseits den Dank zurück, weil das konstruktive Zusammenwirken auch viel an positiven Emotionen bei den Helfern auslöst. Fliederlichs Anspruch ist es auch, ihnen nicht nur ein Bett und Dach über dem Kopf zu bieten, sondern mit einem großen Unterstützerkreis die einzelnen Personen auf ihrem neuen Nürnberg-Weg zu begleiten. Neben den erforderlichen Behördengängen auch Deutsch zu lernen und sie in die Community zu integrieren. Nachdem eine hohe Nachfrage nach Unterkunftsplätzen besteht, versucht der Verein ein größeres bezahlbares Haus zu finden, um weiteren Aspiranten einen geschützten Raum bieten zu können. Großen Applaus gab es bei der Übergabe des Spendenschecks für die Vereins-Flüchtlingsarbeit in Höhe von 3.438,38 Euro! Der Theaterverein „Die Schlampenlichter“ stellte mit 500 Euro den Grundstock. Viele Zuschauer der letzten Theatervorstellungen im Hubertussaal am Februarwochenende 2016 waren sehr freigiebig, und so kam das unglaubliche Spendenergebnis zusammen. Der lesbische Chor „Tinnitussis“ sorgte für den perfekten musikalischen Rahmen. Fliederlich Vorstand-Neuzugang Leonie Neubert gab ebenfalls gefeierte Kostproben ihrer Sangeskunst im klassischen Stil und aus Musicals zum Besten. Anschließend klang der kurzweilige Abend mit intensiven Gesprächen der Gäste und Genuss des leckeren Buffets aus.

Bildergalerie Fliederlich Jahresempfang - Literaturhaus Nürnberg, 10. Mai 2016

Eifrige Helfer verziehren die Lorenzer Kirchenbank in den Farben des Regenbogens

Aktion Regenbogen- Bank

Der Volksentscheid in Irland hat für gleichgeschlechtliche Paare die Ehe geöffnet. Seitdem ist das Thema auch in Deutschland wieder in allen Medien. Wie es der Zufall will, hat gerade die Bundesregierung ein paar redaktionelle Anpassungen einiger Gesetze für Lebenspartnerschaften, die im Koalitionsvertrag vereinbart waren, im selben Zeitraum umgesetzt. Doch von einer kompletten Gleichstellung wie in Irland war darin nie die Rede. Nun kommt die Regierung unter Druck, weil zum ersten Mal überhaupt eine Nation per Volksentscheid mit überwältigender Mehrheit die vollständige Öffnung entschieden hat. Auch in Deutschland stehen die Bürger, laut Umfragen zu diesem Thema, zu zwei Drittel dem positiv gegenüber. Fliederlich zeigte mit einer Mal-Aktion in der Nürnberger Fußgängerzone, dass Lesben und Schwule an allen Orten und überall in der Gesellschaft selbstverständlich sind. Dazu wurde in Kooperation mit dem Lorenzer Laden eine der Kirchenbänke aus der Lorenzkirche am letzten Donnerstag im Wonnemonat Mai in Regenbogenfarben bemalt. Zahlreiche Akteure verewigten sich und gleichzeitig konnten die Fliederlinge mit den Passanten diskutieren. Fazit – auch die Nürnberger verstehen die Bundesregierung in ihrer ablehnenden Haltung nicht. Die Regenbogen-Bank steht vor dem Lorenzer Laden bei der Lorenzkirche.

Bildergalerie Aktion Regenbogen-Bank, Lorenzer Laden, 28. Mai 2015

Fliederlich Jahresempfang im Literaturhaus

Jahresempfang 2015

Mit einem abwechslungsreichen Programm lockte der Verein Fliederlich zum traditionellen Jahresempfang am Mittwochabend den 20. Mai ins Literaturhaus. Aus Platzgründen fand die Veranstaltung mit etwa 100 Gästen in weiser Voraussicht nicht in den Zentrumsräumen statt. Mit Besuchern aus zahlreichen Vereinen, Stadtrat, Politik und Community war ein guter Publikumsquerschnitt vertreten. Einen ordentlichen Kulturschwerpunkt setzten die gesangsstarken „Tinnitussis“. Der Nürnberger Lesbenchor eröffnete den Abend und sorgte zwischen den Rede-Beiträgen und zum Schluss für grandiose Konzertatmosphäre. Zugabe - Rufe aus dem Publikum waren die Folge. Gleich im Grußwort sprach Dr. Ulrich Blaschke, Stadtrat der SPD, ein aktuelles Thema an: Homosexuelle Ampelmännchen. Wien will ein Zeichen setzen zum Eurovision Song Contest und zum Life Ball. Sie wollen händchenhaltende oder eng umschlungene Ampelpaare (schwul, lesbisch, hetero) an 50 Ampeln in der Stadt für mehr Toleranz werben lassen. München hat vor ein paar Tagen beschlossen, diese Idee ebenfalls zum CSD umzusetzen. Schon schwappt die Diskussion nach Nürnberg. Blaschke will aber diesen gut gemeinten Trend nicht befürworten, weil die 10.000 Euro statt für Ampelschablonen besser für die Arbeit beim Verein Fliederlich investiert wären. Zum Hintergrund gehört dazu, dass die Millionen-Metropolen Wien und München im Vergleich zur Noris finanziell viel besser ausgestattet sind und damit generell die LGBTI-Community kräftig unterstützen können. Artem Uspenskiy von Quarteera e.V. vermittelte in einem Vortrag interessante Informationen über russischsprachige Lesben und Schwule in Deutschland. Trotz des Lebens im liberalen Staat wagen es nur wenige, sich tatsächlich zu outen, aus Angst vor Problemen in ihren eigenen Familien. Dazu kommt, dass quasi keinerlei Aufklärung in russischer Sprache erfolgt. Viele Familien informieren sich weiterhin über russische Medien, doch diese verdrehen meist die Tatsachen. Artem hat in persönlichen Gesprächen bemerkt, dass die russische Bevölkerung keineswegs generell homophob ist, sondern mit richtiger Aufklärung auch ein anderes Meinungsbild über Lesben und Schwule bekommen könnte. Zum Ende des Vortrages wurde eine Kontaktaufnahme an die russische Gemeinde in Nürnberg geplant, vielleicht klappt sogar der Aufbau einer russischen Schwulengruppe unter dem Dach von Fliederlich. In einem lustig lockeren Interview mit Puppenspieler informierte Herbert Hacker über die neue Bisexuellen-Gruppe bei Fliederlich. Abschließend gab es ein leckeres Buffet und Zeit zum Plauschen mit den zahlreichen Gästen.

Bildergalerie Fliederlich Jahresempfang - Literaturhaus Nürnberg, 20. Mai 2015

Online-Aktion „Queer“ – für mehr Vielfalt und Toleranz - der Nürnberger Stadtbibliothek

AKTION QUEER: Die Stadtbibliothek Nürnberg engagiert sich für gesellschaftliche Vielfalt und möchte dazu beitragen, Vorurteile gegenüber Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen abzubauen. Mit der Online-Aktion „Queer“ will sie ein Zeichen für ein faires Miteinander setzen. Die ursprünglich geplanten Aktionen zum IDAHOBIT konnten wegen der Corona-Krise nicht alle umgesetzt werden. Trotzdem soll die Vielfalt und Toleranz gestärkt werden. Die Aktion „Lebende Bibliothek“ ist weiterhin online! Sprich mit Deinen Vorurteilen! So lautet das Prinzip einer „Lebenden Bibliothek“. Statt eines normalen Buchs „leiht“ man einen Menschen für ein Gespräch unter vier Augen aus und lernt so dessen Geschichte kennen. Die Lebende Bibliothek bietet Gespräche mit Menschen an, die oft in Schubladen gesteckt werden und deshalb mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Queere Menschen sind bei dieser Aktion die Lebenden Bücher. Die persönlichen Gespräche sind aktuell nicht möglich. Dafür sind jetzt kurze Videos der Menschen auf der Webseite der Nürnberger Stadtbibliothek online!

Unser GAYCON Pressefoto vom "dyke*march 2019" ist in der Ausstellung

ONLINE AUSSTELLUNG: Unser GAYCON Pressefoto geht um die Welt! Im Rahmen der online Ausstellung 2020 "Lesbische Sichtbarkeit" des Rainbow Cities Network ("Lesbian Visibility 2020") repräsentiert unser GAYCON Pressefoto vom "dyke*march Nürnberg 2019" die Stadt Nürnberg international! Neben deutschen Städten wie Berlin, Köln, München wird die Ausstellung nämlich u.a. in Wien, Mexico City, Genua, Zürich, Rotterdam, Brüssel und Sao Paulo besonders präsentiert. Auf der Homepage der Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule, Transidente, Bi- und Intersexuelle - Gleichstellungsstelle der Stadt Nürnberg - findet Ihr den Zugang. ... Zum Bericht auf der DOKU-Seite

Regenbogenfahne am Kulmbacher Rathaus (Foto: Uferlos Bamberg)

Kulmbach: Am letzten Juni-Wochenende war das oberfränkische Kulmbacher Rathaus „als Zeichen der Solidarität mit der LGBTIQ-Community“ mit der Regenbogenfahne beflaggt. Es sollte den diesjährigen Ausfall der Christopher Street Day Demos wegen der Corona Pandemie kompensieren und die Wahrnehmung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt unterstützen. „Die Sichtbarkeit für queere Menschen verliert damit ihren wichtigsten Faktor“, betont Stadträtin Constanze Milbrad in der Tageszeitung Frankenpost. Die Idee der Extra-Beflaggung hatte die Grüne Jugend. Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen hatte den Vorschlag an den Oberbürgermeister weitergeleitet und freut sich über die unbürokratische Umsetzung. Das Datum wurde bewusst gewählt, denn in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 stießen die Beamten der New Yorker Polizei bei einer Razzia im Schwulenlokal „Stonewall Inn“ in der Christopher Street erstmals auf heftigen Widerstand der LGBTTI*-Community.

Maskenpflicht in Bayern: In Geschäften & ÖPNV

MASKENPFLICHT: +++ Wegen der Corona-Pandemie gilt in ganz Bayern seit Ende April 2020 bis auf weiteres eine Maskenpflicht in Geschäften, Bankfilialen und Supermärkten sowie in Bussen und Bahnen (schon an der Haltestelle) des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV). Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, muss mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. Alternativ kann auch mit Schals und Halstüchern die Mund-Nasenabdeckung umgesetzt werden. Umweltfreundlich sind Masken, die nach dem Tragen mindestens bei 60 Grad gewaschen werden können. Bügeln mit Hitze und Dampf hilft ebenfalls zur Desinfektion. Die medizinischen FFP-Masken werden von dem klinischen und pflegerischen Personal allerdings dringender benötigt. +++

In the Mix Party - Café Bar Cartoon
After-Faschingszug-Party - La Bas

#TV-TIPPS

+++ 06.07. RTLII 01:00 Exklusiv - Die Reportage: Unternehmen Erotik - Doku +++ 07.07. RBB 14:30 Herzlichen Glückwunsch - Spielfilm +++ 08.07. SIXX 21:40 Paula kommt: Aus Freundschaft wurde Liebe - Talk // 22:10 KABEL1 CLASSICS Love, Simon - Spielfilm +++ 09.07. ARTE 13:45 Wilde Herzen - Spielfilm // 23:20 KABEL EINS Die spektakulärsten Kriminalfälle: Mord an Walter Sedlmayr - Doku // 23:30 RBB La bella saison - Eine Sommerliebe - Spielfilm // 00:15 Express Yourself - Die Tänzer der Queen of Pop - Doku +++ 10.07. ARTE 21:45 Pop Utopia: u.a. Träume der LGBT-Community - Doku // 22:10 N-TV Let´s talk about Sex - Das Jahrhundert der Aufklärung - Doku // 00:10 SAT1 GOLD Lenßen & Partner: Adoption mit Hindernissen - Krimi // 00:20 MDR Dallas Buyers Club - Spielfilm // 00:45 ARTE Tracks: u.a. Queer & GayPop - Magazin // 01:20 ARTE Mapplethorpe: Look at the Picture - Doku +++ 11.07. HR 00:40 Leb wohl, meine Königin - Spielfilm +++ 12.07. RTL PLUS 17:05 Law & Order: Auch ein hohes Tier bleibt ein Tier - Krimi +++

Faschingsparty - Savoy Bar
Queere Faschingsparty - Café Bar Cartoon

#CSD/ PRIDE:

Aktion: Gesichtsmasken im CSD Design

Aktion: Gesichtsmasken im CSD Nürnberg Design! Tu Dir, Community-Läden und dem CSD-Verein etwas Gutes! Für mindestens 15 Euro Spende an den CSD-Förderverein kannst Du eine CSD-NBG-Gesichtsmaske erwerben. Davon gehen mindestens 5 EUR an die Läden. +++ In diesen Nürnberger Community-Läden gibt’s die CSD-Design-Masken: Café Bar Cartoon (An der Sparkasse 6), Chocolat Laden & Café, C.RAUCH'sche Buchhandlung (Jakobstr. 40), Restaurant Estragon (Jakobstr. 19), Café Herrlich, Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6), Rosegardens (Vordere Sterngasse 24), Fachgeschäft Vom Fass (Königstr. 25 – 27) und im CSD-Nürnberg Online-Shop. +++ Info: Oli & Micha vom Fachgeschäft Rosegardens haben beschlossen, den Erlös aus ihrem Laden an das Nürnberger Paradies Theater zu spenden, weil es weiterhin geschlossen bleiben muss. Dem schließt sich Michael vom Café Herrlich an. +++

Präsentation CSD Nürnberg Plakat 2020 (Foto: CSD Förderverein)

CSD Nürnberg

CSD Nürnberg Motto 2020: „Queer Europe - kein Schritt zurück!“ Deutschland und Europa ist bunt - überall in allen EU-Ländern - und das muss so bleiben und noch viel weiter wachsen! Darum gilt es weiter zu kämpfen für LGBTTIQ* hier und in Europa! +++ Update: Der CSD Nürnberg in der gewohnten Form mit Demo, Rahmenprogramm und Finale ist wegen der Corona-Krise abgesagt! Nach Alternativen wird gesucht. +++

Maskenaktion

Satirisches GAYCON Maskenaktions Collagen-Titelbild Juli 2020 +++ Corona-Krise: Aufgrund der aktuellen Lage pausieren die üblichen Monatstitelbilder bis auf weiteres!

Maskenaktion

#Dritte und letzte Runde im Juli 2020# Aus aktuellen Gründen werden wir die übliche GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community vorrübergehend aussetzen. Stattdessen wird mit einer satirischen Fotomaskenaktion als Alternative der aktuellen Maskenpflicht mit einem Schmunzeln begegnet. Wobei hier mehr der Spaß und originelle Ideen im Vordergrund stehen sollen. Unter dem Motto „#wirbleibencommunity“ zeigen wir seit Mai 2020 aus allen Bildern, die wir bekommen haben, Fotocollagen als GAYCON Titelbilder für die Webseite, als auch im Panorama für Facebook und Instagram. Danke für die rege Beteiligung!

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

GAYCON-Aufrufe seit Start 07.02.2011

GAYCON-Aufrufe seit dem 17.06.2020

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