Berichte & Bildergalerien über den Verein Fliederlich E.V.

Traditioneller Fliederlich Jahresempfang im Literaturhaus Nürnberg

Jahresempfang

Das war der traditionelle Jahresempfang des SchwuLesBischen Zentrums Fliederlich e.V. am ersten Mai-Mittwoch im Literaturhaus Nürnberg. Zahlreiche Besucher belegten alle Plätze im Literatursalon. Unter die Zuhörer reihten sich auch Gäste aus der Politik, wie Gabriela Heinrich, Elke Leo, Dr. Ulrich Blaschke, Dr. Christiane Alberternst und Amely Weiß. Nach der obligatorischen Begrüßung und Gruppenvorstellung beklagte Ralph Hoffmann, dass es bei den Ämtern immer schwieriger werde, die sexuelle Orientierung als Anerkennungsgrund für Flüchtlinge durchzusetzen. Einige Pflegeeltern äußerten ihre Ängste wegen eventueller Abschiebungen. Zum Hauptthema des Abends lauschten alle gebannt den Ausführungen des ehrenamtlichen Teams vom Projekt „SchulPro“. Dieses bietet Informationen rund um das Thema sexuelle Orientierung als Unterrichtseinheit für Schulen an. Anschließend wurden viele Fragen beantwortet, u.a. wie Schüler vor Ort in der Klasse darauf reagieren: Nämlich besonders positiv! „Viele Schüler, die sich zu Beginn cool skeptisch geben, sind am Ende der Unterrichtseinheit sehr interessiert und stellen viele Fragen“, so die Teamer. Für die außergewöhnliche musikalische Umrahmung des Empfangs sorgten Dieter Weberpals (Flöte) und Edda B. (Handpan). Für das leibliche Wohl war mit einem großen Buffet bestens gesorgt. Außerdem war eine Gebärdendolmetscherin anwesend, deren Service dankend angenommen wurde.

Fliederlich CSD Auftakt im Literaturhaus Nürnberg: Micha, Sigi, Sascha, Reiner, Jakub und Hans

„Europa respektiert Vielfalt! - ?“,

unter diesem Motto fand die diesjährige CSD-Podiumsdiskussion von Fliederlich e.V. am ersten Augustfreitag im Salon des Nürnberger Literaturhauses statt. Nachdem Ralph Hoffmann aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, übernahm Sigi Straßner die Moderation. Zur vorgesehenen Begrüßung einer Delegation aus Glasgow schafften es die Gäste flugbedingt leider nicht. Umso interessierter lauschten die zahlreichen Gäste den Ausführungen des Prager Rechtsanwalts Jakub Tomsej zur Situation von queeren Bürgern in Tschechien. Insbesondere ging er auf die verschärften Paragraphen zur Strafbarkeit von ungeschütztem Sex von Männern mit HIV ein. Sascha, ukrainischer Herkunft, fühlt sich nach unerträglichen Schikanen in seiner Heimat bezüglich seiner Homosexualität in Nürnberg endlich sicher. Mit Reiner Sikora informierte er über die örtliche Lage von LGBTI-Flüchtlingen. Sascha bedankte sich bei Fliederlich herzlich für die ehrenamtliche Betreuung. Michael Glas berichtete über die erfreuliche Verlängerung des Mitvertrags für die Flüchtlingsunterkunft bis Anfang nächsten Jahres. Auf der Liste befinden sich weitere zwanzig Anwärter. Deshalb ist der Verein mit der Stadt Nürnberg in Verhandlungen, ob auch evtl. eine größere Unterkunft möglich wäre. Hans Kalben, Sozialbeauftragter aus Berlin, informierte über das dortige Projekt. Im Anschluss an die Diskussion ließen es sich einige Zuhörer noch kulinarisch gut gehen, denn das Restaurant im Literaturhaus hatte eigens eine kleine Speisekarte für den Abend zusammengestellt.

Diskussion "Europa respektiert Vielfalt! -?" - Fliederlich CSD Auftakt - Literaturhaus Nürnberg, 05. August 2016

Der Theaterverein "Die Schlampenlichter" überreichten die unglaubliche Spendensumme von 3.438,38 Euro für die Fliederlich - Flüchtlingsarbeit.

Jahresempfang

Obwohl der Saal im Literaturhaus deutlich mehr Platz bietet als einstige und heutige Fliederlich-Räume, wurde es beim dortigen Jahresempfang des schwullesbischen Vereins zeitweise eng. Die Terrassenbestuhlung wurde hereingeholt, um allen Gästen einen Platz bieten zu können. Zahlreiche Vertreter der verschiedensten Vereine und Gruppen waren im Publikum vertreten. Schwerpunktthema in diesem Jahr: die menschenwürdige Unterbringung queerer Flüchtlinge, wofür der Verein beachtliche Leistungen gestemmt hatte. Dazu kamen seitens der Medien massive Interview-Anfragen. Nicht nur vom Bayerischen Fernsehen, sondern auch von amerikanischen, belgischen und sogar von russischen Sendern. Vorstand Ralph Hoffmann betonte die Dankbarkeit der Bewohner und gab seinerseits den Dank zurück, weil das konstruktive Zusammenwirken auch viel an positiven Emotionen bei den Helfern auslöst. Fliederlichs Anspruch ist es auch, ihnen nicht nur ein Bett und Dach über dem Kopf zu bieten, sondern mit einem großen Unterstützerkreis die einzelnen Personen auf ihrem neuen Nürnberg-Weg zu begleiten. Neben den erforderlichen Behördengängen auch Deutsch zu lernen und sie in die Community zu integrieren. Nachdem eine hohe Nachfrage nach Unterkunftsplätzen besteht, versucht der Verein ein größeres bezahlbares Haus zu finden, um weiteren Aspiranten einen geschützten Raum bieten zu können. Großen Applaus gab es bei der Übergabe des Spendenschecks für die Vereins-Flüchtlingsarbeit in Höhe von 3.438,38 Euro! Der Theaterverein „Die Schlampenlichter“ stellte mit 500 Euro den Grundstock. Viele Zuschauer der letzten Theatervorstellungen im Hubertussaal am Februarwochenende 2016 waren sehr freigiebig, und so kam das unglaubliche Spendenergebnis zusammen. Der lesbische Chor „Tinnitussis“ sorgte für den perfekten musikalischen Rahmen. Fliederlich Vorstand-Neuzugang Leonie Neubert gab ebenfalls gefeierte Kostproben ihrer Sangeskunst im klassischen Stil und aus Musicals zum Besten. Anschließend klang der kurzweilige Abend mit intensiven Gesprächen der Gäste und Genuss des leckeren Buffets aus.

Bildergalerie Fliederlich Jahresempfang - Literaturhaus Nürnberg, 10. Mai 2016

Kopfstand

Das war der CSD-Auftakt von Fliederlich mit einer sehenswerten Inszenierung und Diskussion im Nachbarschaftshaus Gostenhof. „Nürnberg 3015: Heterosexuelle Menschen klagen über immer mehr Benachteiligung und Ausgrenzung. Obwohl diese Gruppe nur rund zehn Prozent der Bevölkerung beträgt, fordert sie die Gleichstellung mit der homosexuellen Gesamtbevölkerung. Sie fordern neben gleichen Rechten, Anerkennung von Mischehen, steuerlicher Gleichstellung auch das Recht, Kinder zu erziehen. Wissenschaftler warnen, dass durch die Rollenungleichheit der Eltern diese Kinder kaum eine eigenständige soziale Kompetenz erlangen könnten.“ Hier wurden in Form einer Talkshow die gegebenen Umstände umgedreht. Statt die Homosexuellen waren nun die Heteros in der Minderheit. Man konnte sehen, dass die Schauspieler sichtlich Spaß an der Inszenierung hatten. Schade, dass nicht mehr Publikum und ganz besonders Politiker nach Gostenhof fanden. Gerade diese wurden bewusst überzogen dargestellt. Auch der Humor kam nicht zu kurz. Das Publikum hatte viele Lacher an diesem tollen Abend. Vielen Dank an die Spieler!

"Kopfstand" - Fliederlich CSD-Auftakt, Nachbarschaftshaus Gostenhof - 31. Juli 2015

Fliederlich Jahresempfang im Literaturhaus

Jahresempfang 2015

Mit einem abwechslungsreichen Programm lockte der Verein Fliederlich zum traditionellen Jahresempfang am Mittwochabend den 20. Mai ins Literaturhaus. Aus Platzgründen fand die Veranstaltung mit etwa 100 Gästen in weiser Voraussicht nicht in den Zentrumsräumen statt. Mit Besuchern aus zahlreichen Vereinen, Stadtrat, Politik und Community war ein guter Publikumsquerschnitt vertreten. Einen ordentlichen Kulturschwerpunkt setzten die gesangsstarken „Tinnitussis“. Der Nürnberger Lesbenchor eröffnete den Abend und sorgte zwischen den Rede-Beiträgen und zum Schluss für grandiose Konzertatmosphäre. Zugabe - Rufe aus dem Publikum waren die Folge. Gleich im Grußwort sprach Dr. Ulrich Blaschke, Stadtrat der SPD, ein aktuelles Thema an: Homosexuelle Ampelmännchen. Wien will ein Zeichen setzen zum Eurovision Song Contest und zum Life Ball. Sie wollen händchenhaltende oder eng umschlungene Ampelpaare (schwul, lesbisch, hetero) an 50 Ampeln in der Stadt für mehr Toleranz werben lassen. München hat vor ein paar Tagen beschlossen, diese Idee ebenfalls zum CSD umzusetzen. Schon schwappt die Diskussion nach Nürnberg. Blaschke will aber diesen gut gemeinten Trend nicht befürworten, weil die 10.000 Euro statt für Ampelschablonen besser für die Arbeit beim Verein Fliederlich investiert wären. Zum Hintergrund gehört dazu, dass die Millionen-Metropolen Wien und München im Vergleich zur Noris finanziell viel besser ausgestattet sind und damit generell die LGBTI-Community kräftig unterstützen können. Artem Uspenskiy von Quarteera e.V. vermittelte in einem Vortrag interessante Informationen über russischsprachige Lesben und Schwule in Deutschland. Trotz des Lebens im liberalen Staat wagen es nur wenige, sich tatsächlich zu outen, aus Angst vor Problemen in ihren eigenen Familien. Dazu kommt, dass quasi keinerlei Aufklärung in russischer Sprache erfolgt. Viele Familien informieren sich weiterhin über russische Medien, doch diese verdrehen meist die Tatsachen. Artem hat in persönlichen Gesprächen bemerkt, dass die russische Bevölkerung keineswegs generell homophob ist, sondern mit richtiger Aufklärung auch ein anderes Meinungsbild über Lesben und Schwule bekommen könnte. Zum Ende des Vortrages wurde eine Kontaktaufnahme an die russische Gemeinde in Nürnberg geplant, vielleicht klappt sogar der Aufbau einer russischen Schwulengruppe unter dem Dach von Fliederlich. In einem lustig lockeren Interview mit Puppenspieler informierte Herbert Hacker über die neue Bisexuellen-Gruppe bei Fliederlich. Abschließend gab es ein leckeres Buffet und Zeit zum Plauschen mit den zahlreichen Gästen.

Bildergalerie Fliederlich Jahresempfang - Literaturhaus Nürnberg, 20. Mai 2015

Zahlreiche Helfer sorgten für einen schnellen Fliederlich-Umzug

Eröffnung

Am Freitag den 28. November 2014 wurde das neue Fliederlich-Zentrum in der Sandstr. 7 gegenüber dem Park-Inn-Hotel in der Nähe des Nürnberger Plärrers feierlich eröffnet. Auf rund 100 qm wurde überraschend schnell eine vorübergehende Bleibe gefunden, weil man dem Verein die alten Räume in der Breiten Gasse gekündigt hatte. Dank der vielen Helfer ist der Umzug schnell vollendet gewesen. In den neuen Räumen waren die Fliederlinge schon fleißig. Innerhalb von sechs Wochen standen neue Trennwände, um ein Büro und einen kleinen Besprechungsraum abzutrennen. Gleich im Eingangsbereich lädt die Theke ein und die Wände wurden hell gestrichen. Inzwischen ist alles so eingerichtet, wie es die zukünftigen Nutzer verwenden wollen. Parallel wurde im alten Zentrum abgebaut, entsorgt und Manches vorübergehend in einem Lager untergebracht. Der Verein bedankte sich mit einem „HelferInnendankfest“ bei allen, die beim Umzug geholfen hatten. Geschenke gab es ebenfalls. Gleichzeitig war es auch die Einweihungsfeier des neuen Fliederlich-Zentrums. Zahlreiche Gäste feierten mit den Fliederlingen im neuen Domizil. Einige Glückwünsche wurden verlesen von Freunden, die nicht persönlich vorbeikommen konnten. Die SMAG – Gruppe sorgte für ein reichhaltiges, leckeres Buffet. GAYCON war vor Ort und hat einige Fotoeindrücke mitgebracht.

Bildergalerie HelferInnendankfest & Einweihungsfeier des neuen Fliederlich-Zentrums, 28. November 2014

Bildergalerie Comiclesung "Ach, so ist das?!" - CSD-Nürnberg, Fliederlich-Zentrum, 02. August 2014

Fliederlich Jahresempfang 2014

20 Jahre schwule Liebe ohne Kriminalisierung

 

Sie ist geil, diese schwule Freiheit, die wir genießen. Wir können uns öffentlich küssen, gemeinsames Nachtleben feiern, heiraten, und wenn wir die Dragqueen geben wollen, nur zu! Nur sollten wir zumindest gelegentlich auch daran denken, welch langer Weg es bis zu diesem Status gewesen ist. Auch deutsche Schwule sind durch die Hölle gegangen, wurden verfolgt, gefoltert und abgeschlachtet. Auch nach 1945 mussten Schwule noch 24 Jahre lang ihre sexuellen Wünsche verstecken. Beim gut besuchten Jahresempfang von Fliederlich konnte jeder ‚175er‘ Geschichten hören, die bis 1969 unter CDU-Herrschaft weit in die Bundesrepublik hinein reichen. Dass die Voraussetzungen für uns aktuell weltweit vorbildlich sind, haben wir hauptsächlich Menschen zu verdanken, die dafür auf die Straße gegangen sind und die dafür gekämpft haben. Ein Blick in noch ältere Geschichtsbücher jedoch macht deutlich, dass Errungenschaften dieser Art nie garantierte Bastionen waren. Hab und Gut waren oft schneller als erwartet wieder weg, wenn man nicht drauf aufpasste! So unvorstellbar das gegenwärtig klingen mag: Auch unser schwulenfreundliches Paradies hängt letztlich davon ab, wie wir es pflegen und welche Meinung das Volk darüber hat. Paragrafen sind von Menschen gemacht und der Staat ist die Summe seiner Bürger und derer Überzeugungen. Die Schwulengegner werden jedenfalls nicht müde, ihre Ansichten unters Volk zu bringen und sie werden leider immer offensiver. ...

Zum vollständigen Bericht auf der IDAHO Seite

GAYCON Mai 2014

Bildergalerie Jahresempfang von Fliederlich e.V. - Fliederlich-Zentrum, 16. Mai 2014

Fliederlich Empfang 2013

„Da wo ich stehe, muss ich etwas ändern!“

Am Freitag den 24. Mai 2013 fand der traditionelle Jahresempfang von Fliederlich e.V. im lesbischwulen Zentrum in der Breiten Gasse statt. Sebastian Bobe, Vorstand bei Fliederlich, berichtete im Rückblick, dass der Verein bewusst verstärkt über den Tellerrand schaut. Um in der Politik ein Zeichen zu setzen, gab es eine Postkartenaktion zu den LGBTI-Zuständen in Afrika/ Uganda. Als Fliederlich Erfolg bewertete er auch die Einmischung gegen die Abschiebung einer lesbischen Iranerin. Inzwischen hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eingelenkt – eine Abschiebung darf nicht mehr in Länder erfolgen, in denen Homosexualität unter Strafe steht. Im Ausblick für dieses Jahr stehen die Einweihung der Gedenkstele am 27. Juni als auch die Verleihung des Menschenrechtspreises im Herbst im Mittelpunkt.

Im Hauptteil des Empfangs stellte sich die Jugendinitiative vor. Die Moderation übernahm Dominik Sichling. Die Initiative ist ein Zusammenschluss der Gruppen Ganymed (seit 1994 – Jungs von 16 - 27), Youngles (seit 2001 – Mädels von 16 - 27) und YoungStars (neu 2013 – Jungs & Mädels von 14 - 18). Es sei keine andere Anlaufstelle in der Metropolregion bekannt, die soviel Raum zur Selbstfindung bietet. Teilweise fahren die Teilnehmer eineinhalb Stunden, um bei den Treffen dabei zu sein. Acht ehrenamtliche Teamer bilden das Gerüst. Bei Bedarf gibt es Hilfestellung im Coming out mit Eltern und im Freundeskreis. Wichtiges Thema ist auch Aufklärung zum Safer Sex. Ergänzend finden E-Mail Beratung und Schulprojekte statt. Es geht aber auch darum, Gleichgesinnte kennen zu lernen und Spaß zu haben: Beim Grillen, Fasching, Weihnachten oder Halloween. Für die Gruppendynamik ist auch das Jugendinitiativ-Wochenende einmal im Jahr besonders wichtig. Hier können die Gruppen zusammenwachsen. Selbstverständlich sind sie auch beim CSD dabei und sind Mitglied im Kreisjugendring. Hanna Hesse sorgte mit ihrem Cello für den musikalischen Rahmen.

Tobias Nawroth lud danach zur Diskussion auf das Sofa ein. Wie kann man für eine tolerante zukünftige Gesellschaft sorgen? Grundlage ist die aktuelle LGBTI Studie der EU-Grundrechte-Agentur. „Bayernweit an jeder Schule für feste Ansprechpartner sorgen, mit professionellen Schulpsychologen“, meint Landtagskandidat Edwin Krug (Schwusos/SPD). „Mehr aktiv werden und provozieren bei der Stadtpolitik. Nicht warten bis die Heterosexuellen auf uns zukommen“, findet Kreisvorsitzender Ralph Hofmann (B90/Die Grünen). „Besser wäre mehr Widerspruch aus der Gesellschaft, wenn andere Menschen diskriminiert werden“, findet Landtagskandidat Laszlo Riedl (FDP). „Die Lehrpläne müssten geändert und das Mobbing muss unterbunden werden“, findet Landtagskandidatin Verena Osgyan (B90/Die Grünen). „Das grundsätzliche Problem in der Gesellschaft sind die einzelnen konservativen Meinungsbildner aus Politik und Kirche, die es immer wieder schaffen, uns in der Diskussion in die Suppe zu spucken. Das Volk ist schon weiter als wir es ihm zutrauen“, meint Dieter Barth (Vorstand CSD Nürnberg). „Ich bin in die evang. Kirche eingetreten und durch Gespräche habe ich gemerkt, dass es überall liberale Leute gibt, egal wo man ist. Wichtig ist, da wo ich stehe, muss ich was ändern“, findet Uschi Unsinn (Vorstand Leben unterm Regenbogen). Der Abend klang bei vielen netten Gesprächen aus, das üppige Buffet sorgte für allgemeine Begeisterung.

Text/ Foto Norbert Kiesewetter

GAYCON MAI 2013

Bildergalerie Fliederlich Empfang, Fliederlich Zentrum, 24. Mai 2013

Die Elterngruppe als Chor

Fallen Schwule vom Himmel?

Elterngruppe feiert 25jähriges Jubiläum bei Fliederlich- Jahresempfang

Der Vortragsraum im Fliederlich-Zentrum war wieder bis auf den letzten Platz besetzt, als Vorstand Sebastian Bobe die Gäste begrüßte, thematischer Schwerpunkt des Abends diesmal das Elterngruppen-Jubiläum. Musikalische Unterstützung durch die „Erfurter Freunde“ und ein leckeres Buffet bildeten den idealen Rahmen bei sommerlichen Temperaturen. Inge Breuling, Ansprechpartnerin der Elterngruppe, freute sich über zahlreich anwesende Politiker. „Das war früher nicht üblich“. Stadrätin Elke Leo (Bündnis 90/Die Grünen) übermittelte zunächst Grußworte von Landtagsvizepräsidentin Christine Stahl. Die Vertreterin der Partei, der Schwule und Lesben nach Lob durch Inge Breuling „wohl am meisten zu verdanken haben“, möchte das Thema Homosexualität verstärkt im Schulunterricht unterbringen. „Eine Akzeptanz ist durch Tabuisierung nicht möglich.“ Das Thema soll im Verbund Lehrer, Schüler und Eltern behandelt werden. Stadträtin Brigitte Reuter (SPD) überbrachte stellvertretend für Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly Grußworte. Weil Reuter in der Sportkommission sitzt, möchte sie gerne „das Thema mit der Schule plus Sport verquicken“. Stadtrat Marcus König (CSU) zeigte sich zuversichtlich, dass auch seine Partei sich in die pro-schwule Richtung entwickeln würde und „die Stadträte jedenfalls werden Fliederlich immer unterstützen“. Landtagsvizepräsident Jörg Rohde (FDP) hofft, dass das „75. Jubiläum einst nicht mehr gefeiert wird, weil bis dahin alles selbstverständlich geworden ist.“ Die neue Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V., Christina Méndez Rodriguez findet, dass „die Elterngruppe wichtige Präventionsarbeit leistet“. Eine musikalische Überraschung der besonderen Art war der Auftritt der Elterngruppe als Chor. Viel Applaus bekam ihr extra einstudierter Song „Ja wir stehen zu unseren Kindern fest“.

Rita und Günter Ruff (beide 70) hatten 1982 die Elterngruppe gegründet, die heute um die 17 Personen umfasst, davon sechs Elternpaare. Nicht überall sind die Väter so aktiv dabei wie in Nürnberg. Inzwischen gibt es eine weitere Gruppe in Schweinfurt und Würzburg. Die meisten kommen aus der Metropolregion. „Die Entwicklung war damals nicht abzusehen. Die gegenseitige Hilfe, damit man nicht allein ist, ist am wichtigsten“, erzählt Günter Ruff. „Weil die Nachfrage da war und ist, hat es sich so ergeben. Fliederlich hat uns gut aufgenommen.“ Ein interessantes Erlebnis hatte das Paar, als sie bei einem früheren Anlass als Eltern homosexueller Kinder vorgestellt wurden. „Da klappten die Kinnladen runter. Die dachten wohl, Schwule fallen vom Himmel“, lacht Günter Ruff. Das Outing des eigenen Sohnes 1982 im Alter von 16 Jahren schmerzte anfangs sehr. „Ich hatte ein gewaltiges Problem damit, konnte es aber schneller verarbeiten als meine Frau“, erinnert er sich. „Die Zeit war eine ganz andere als heute. Was würden die Nachbarn sagen? Was ist mit AIDS? Meine Frau gab ein Interview in der Zeitung und weder Nachbarn noch Bekannte fanden damals den Mut, sie darauf anzusprechen. Sie waren froh, dass meine Frau den ersten Schritt tat.“

Elterngruppe homosexueller Töchter und Söhne – Treff jeden 2. Samstag des Monats von 15 – 17 Uhr im Fliederlich-Zentrum, Breite Gasse 76

Text/ Fotos Norbert Kiesewetter

GIFT Magazin Juni 2012

Bildergalerie Fliederlich Empfang, 11. Mai 2012, Fliederlich-Zentrum

Come Back Nürnberg - Christel & Doro

COME BACK: Dank Dorota & Christel gibt es für die Community einen gemischten Neuzugang in der Straße der Menschenrechte. Seit Anfang April hat das „Come Back“ (Karthäusergasse 18) in der Nähe der Stadtmauer zum Opernhaus, direkt eingebettet zwischen den Häusern des Germanischen Nationalmuseums, nicht nur für Szenegänger geöffnet. Als Event-Bar und Speiselokal konzipiert, erstrahlen die renovierten Räume im neuen Design. Neben weißen Decken und Wänden gibt es Steinfliesenoptik und Ecken mit großflächigen New York Fototapeten. ... Bericht & Bilder auf der NEWS-ARCHIV - Seite

Von links: Luka, Fliederlich Vorstand Ralph Hoffmann, Edgar, Ivan und AIDS-Hilfe Vorstand Manfred Schmidt

QUEERE FLÜCHTLINGE: Es besteht nach Informationen durch Fliederlich e.V. die brisante Situation, dass queere Flüchtlinge vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) seit der Umstellung zur Beschleunigung der Asylanträge auch mit der Feststellung abgelehnt werden, sie könnten in ihren Herkunftsländern sicher leben oder ihr Schwulsein wäre gelogen. Vorstand Ralph Hoffmann zeigt sich bestürzt über die gängige Praxis. ... Bericht auf der DOKU-Seite

Queer Filmfestival - Multiplexkino Cinecittá

# TV-TIPPS #

+++ 20.06. ARD ALPHA 15:00 Planet Wissen: Homo, Hetero oder Bi - Was bestimmt unsere Sexualität? - Doku // 00:40 ARTE Saint Laurent - Spielfilm +++ 21.06. ARTE 13:40 Mamma Mia! - Musicalspielfilm +++ 22.06. RBB 00:30 Dallas Buyers Club - Spielfilm // 01:10 RTLII Exklusiv - Die Reportage: Nicht Frau, nicht Mann! Mein Leben als Zwitter - Report +++ 23.06. ARTE 21:40 "Somewhere over the Rainbow" - Die schwule Bewegung und ihre Hymnen - Doku +++ 24.06. SAT1 17:30 K11 Kommissare im Einsatz: Coming Out - Krimi +++

80er/ 90er Discoparty - La Bas
Summer Party - Savoy Bar

+Partyticker+

Freitag 23.Juni:

Bamberg: 22:00 Love Night - Live Club

Samstag 24.Juni:

21:00 Queer Party - mit DJane Kate Bee & Nicole - Projekt 31

Samstag 01.Juli:

21:00 NLC-Keller-Party - Dresscode! Men only! - (Schnieglinger Str. 264) // 23:00 Große Liebe Gay & Friends Clubbing - Haus33

Regensburg: 12:00 (- 21:00) Pride Summer Beach Party - Badebereich Sarching

Würzburg: 23:00 GayDisco - Posthalle

Samstag 15.Juli:

20:00 Travestieshow mit Norissisters - La Bas (Hallplatz 31)

München: 11:00 (- 24:00) - CSD Straßenfest - Marienplatz // 12:00 Start CSD Politparade - Marienplatz

Sonntag 16.Juli:

München: 11:00 (- 22:00) - CSD Straßenfest - Marienplatz

Freitag 21.Juli:

Würzburg: 22:00 Gay.Volution - Zauberberg

Samstag 22.Juli:

20:00 La Bas Fest mit Live Musik von Harry Harrison - La Bas (Hallplatz 31)

+++++++ Termine an info@gaycon.de

++Vorschau++

Jetzt anmelden zur CSD Nürnberg Demo 2017!

CSD NÜRNBERG 2017: Motto „Wir sind queer – gemeinsam stark!“ - Die Demo und das Straßenfest finden am Samstag den 05. August 2017 statt. Ab sofort können sich Gruppen, Vereine, Lokale usw. zur Demo per Mail anmelden unter: demo@csd-nuernberg.de. Bewerbungen für Info- und Verkaufsstände auf dem Straßenfest am Jakobsplatz unter: finanzen@csd-nuernberg.de Gleichzeitig wird heuer ein Doppeljubiläum gefeiert. Vor 35 Jahren wurde der erste CSD überhaupt und zum 20. Mal wird das CSD Straßenfest kontinuierlich in der Frankenmetropole veranstaltet.

Männer-Duo des Monats:

GAYCON Titelmänner-Duo Matthias & Joachim - Juni 2017 - Shooting am Multiplexkino Cinecittá

Unsere GAYCON Titelbilder sollen das selbstbewusste queere Stadtleben der Frankenmetropole widerspiegeln.  NEU: Von 18 bis 99 geben wir in der Saison 2017/18 allen Männerpaaren (Beziehung, Freunde, Kumpels etc) aus der Region die Möglichkeit, einmal Titelpaar des Monats zu sein und im April 2018 an der MR MR WAHL teilzunehmen. Das Outfit passen wir immer der Jahreszeit an.

Habt Ihr Lust, mal dabei zu sein? Bewerbt Euch mit Foto per E-Mail unter info@gaycon.de oder über gaycon.de Facebook

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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GAYCON-Aufrufe seit dem 01.06.2017

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