#Bernhard rings

Chronologisch von oben nach unten: Einbruch (2022), Spenden-Doppel (2019), 10 Jahre Bernd Literaturhaus (2019), Vom Wahlberliner zum Nürnberg Liebhaber (2014)

Erst Pandemie und nun hat auch noch ein Einbruch die Hilfs-Aktion massiv geschädigt (Foto: GAYCON Archiv)

Einbruch

Schaden für Restaurant im Literaturhaus

Schock bei Wirt Bernhard Rings. In der Nacht vom Sonntag auf Rosenmontag brachen bislang unbekannte Täter in das Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6) in der Nürnberger Altstadt ein. Mit dem Oberlichtfenster, auf der kleinen Dachterrasse zur benachbarten Klarakirche, fanden die Einbrecher eine scheinbare Schwachstelle, um in die darunter liegende Küche zu gelangen. Sie schnitten das Glas heraus. Im Innenbereich wurden mehrere Türen aufgehebelt, außerdem die Räume durchsucht. Die Diebe machten Beute im Wert von über 10.000 Euro, nachdem sie den Tresor aufgeflext hatten. Gleichzeitig verursachten sie Sachschäden im Wert von rund 1.200 Euro. Gerade an diesem Wochenende fanden zuvor die ausverkauften Rosegardens-Menüs mit Künstler André Sultan-Sade in den Räumen statt. Bei der Veranstaltung am Rosenmontag wollte Bernhard Rings die Stimmung nicht belasten und hielt den Einbruch vor den Organisatoren und den Gästen geheim, obwohl er nur wenige Stunden zuvor passiert war. Es fielen nur Leute auf, die sich mit der Beseitigung von Schäden befassten. +++ Michael und Oliver vom Rosegardens, die mit den Abenden das Literaturhaus und die Künstler eigentlich unterstützen wollten, sind natürlich über den Vorfall bestürzt. Die erarbeiteten Einnahmen sind weg, was angesichts der Gesamtsituation fassungslos macht. (NK)

 

GAYCON März 2022

Spendenübergabe zum 10jährigen Jubiläum: (von links) B. Pflieger, B. Rings, W. Heilig-Achneck, H. Henke und J. Schuster

Spenden-Doppel

Am 17. August 2009 übernahm Bernhard Rings, ursprünglich Gastronom in der Hauptstadt Berlin, als Pächter das Restaurant im Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Zum 10jährigen Jubiläum startete er im August zwei Spendenprojekte. Eine Woche lang wurde der „Jubiläumsteller“ für 15 Euro im Restaurant angeboten. 149 Gäste ließen sich die Leckerei schmecken, wobei sie gleichzeitig die gute Tat unterstützten. Ein Gesamterlös von 2275 Euro konnte an Redakteur Wolfgang Heilig-Achneck für die „Freude für alle“-Aktion der Nürnberger Nachrichten überreicht werden. Seit knapp 50 Jahren wird damit in Not geratenen Menschen, darunter auch vielen Familien und speziell Kindern, geholfen. +++ Bei der „Schlagerparty“ im August feierte Bernd mit der queeren Community ein rauschendes Fest. Dank vieler Sponsoren konnte das Eintrittsgeld zu 100 Prozent gesammelt werden. Bei ausverkauftem Haus hatten die Gäste einen tollen Abend und spendeten noch selber dazu. So konnten 2510 Euro an die Vorstandsvorsitzende Hanne Henke und an Vorstand Bernd Pflieger vom Verein Klabautermann e.V. überreicht werden. Der Verein betreut chronisch kranke Kinder und ihre Familien in Mittelfranken. Mit beiden Spendenaktionen bedankt sich Bernhard Rings, der mit Restaurantleiter Jörg Schuster einen waschechten Franken an seiner Seite hat, symbolisch für die gute Aufnahme in Nürnberg. (NK)

 

GAYCON September 2019

Bernhard Rings ist seit zehn Jahren in Nürnberg! Er möchte nicht nur der queeren Community DANKE sagen

Danke für 10 Jahre

Im August 2009 übernahm Bernhard Rings als Pächter das Café Restaurant im Literaturhaus (Luitpoldstr. 6) vom Literaturhaus-Verein. Damals sprang er ins kalte Wasser, denn außer seinen Lebenspartner Gerd und seinen besten Freund Hans kannte er niemanden in Franken. Die beiden kamen aus Berlin mit ihm nach Nürnberg. Zehn Jahre später ist er mit seinem Team fester Bestandteil der Nürnberger Gastroszene. Er hat viele Freundschaften geschlossen, auch mit Kollegen aus der Gastronomie. Mit den aktiven Vereinen sowie Gruppen aus der queeren Community ist er heute eng verwoben. Mit der Benefiz-Schlagerparty am 24. August 2019 möchte Bernd DANKE sagen.

 

Als er das Haus vor zehn Jahren übernommen hatte, bestand der Mitarbeiter-Stamm aus acht gelernten und vier ungelernten Kräften. Heute gehören 30 Mitarbeiter zum Team, außer drei Aushilfskräften sind alle fest angestellt. „Mit Freundlichkeit, Ambiente und kulinarischer Vielfalt haben wir mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze geschaffen. Ich wusste damals noch nicht, was mich erwartet, denn ich kannte nur die Umsatzzahlen vom Vorgänger“, erinnert sich Bernd. „Mir ist schon immer wichtig, dass sich alle Gäste wohl fühlen. Vom Straßenverkäufer bis zum Professor. Von alt bis jung. Übrigens, unsere älteste Stammkundin ist 90 Jahre alt.“ Mit der Zeit hat er sich mit seinen Mitarbeitern auch auf spezielle Gästegruppen eingestellt. Dafür wurden Speisekarten beispielsweise in Blindenschrift und eine mit großer Schrift für Sehbehinderte angeschafft. Für die Bedienung der Gehörlosen-Gruppe wurde das  Team geschult. Im Küchen-Team selbst haben auch Menschen mit Handicap ihren Arbeitsplatz gefunden. „Eine Kollegin ist seit drei Jahren dabei. Sie lacht viel und hebt durch ihre Fröhlichkeit oft die Stimmung“, erzählt der Küchenchef. Weil sich Bernd in seiner Freizeit in die Nürnberger Szene integriert hat, ergaben sich auch viele neue Kontakte. Deshalb nutzt heute die queere Community sehr gerne die zentralen Räumlichkeiten für Veranstaltungen oder als Treffpunkt. Das reicht vom Transgender-Stammtisch über die „Nürnberger Bärchen“, den Nürnberger Lederclub mit seinem Brunch zum CMT, den Verein Fliederlich, wenn das eigene Zentrum zu klein ist, den Sportverein Rosa Panther für die Mitgliederversammlung, die Theatergruppe Schlampenlichter, das queere Internationale Tennisturnier zur Registrierung bis zum Treffen des OrgaTeams vom CSD Nürnberg. „Es freut mich auch, wenn Leute aus der Szene Geburtstage in unserem Haus feiern. Immer öfter kommen auch schwule, lesbische und Transgender-Paare mit ihren Hochzeitsgästen zu uns“, betont Bernd, dem es viel Freude bereitet, auch neue kulinarische Ideen umzusetzen. „Ans Aufhören denke ich noch lange nicht. Ich könnte gar nicht daheim bleiben. Den Pachtvertrag habe ich schon verlängert. Es macht mir unverändert viel Spaß.“

Hochzeitsparty von Andy & Rick im Literaturhaus-Salon

Zusammenhalt statt Konkurrenz

Einen deutlichen Unterschied in der Gastronomieszene zwischen Nürnberg und Berlin sieht er in der Nachbarschaftshilfe. „In Berlin herrschte mehr Konkurrenzdenken. Hier in Nürnberg hat mir, nur um ein Beispiel zu nennen, das Maritim-Hotel einmal in einer misslichen Lage ausgeholfen. Sonst hätte der ausverkaufte Sonntags-Brunch ohne die vergessene Butter stattfinden müssen. Auch zwischen den vielen neuen Lokalen in der Luitpoldstraße haben wir ein gutes Verhältnis und helfen uns gegenseitig aus. Jeder neue Wirt wird besucht und willkommen geheißen. In Berlin wäre das so nicht üblich gewesen“, erinnert sich Bernd. „Wir planen alle gemeinsam, für die Luitpoldstraße eine attraktivere Beleuchtung zu organisieren, oder wenn es klappt sogar ein Sommer-Straßenfest.“ Neben guten Kontakten zu den Wirten aus der Szene wie etwa Alex von der Bert´s Bar oder Peter vom Savoy, haben sich auch Freundschaften zu Rick und Bert entwickelt. „Das sehe ich nicht als selbstverständlich an.“ Als Bernd damals nach Nürnberg kam, wurde ihm gesagt, die Franken seien stur. Doch in Berlin wurde immer ‚wenn du Hilfe brauchst, ruf an‘ angeboten. „Doch wenn man anrief, hatten sie nie Zeit.“ Beim Umzug hatte die Transportfirma alle 35 Kartons in ein Zimmer der neuen Nürnberger Wohnung gestapelt. „Hier habe ich dann entsprechende Hilfsangebote auch getestet und festgestellt, dass die Leute tatsächlich kamen und mir beim Auspacken geholfen haben. So sind meine ersten Freundschaften entstanden. Ich hatte Glück beim Leute kennenlernen. In Nürnberg ist mehr möglich. Das genieße ich kulturell, obwohl ich aktuell mehr Arbeit habe. Trotzdem ist auch mehr Freizeit vorhanden, weil ich alles besser verarbeiten und in Einklang bringen kann. Das alles habe ich wie ein Schwamm aufgesaugt.“ Dass vor einigen Jahren dunkle Wolken vorrübergehend seinen Gesundheitszustand eingetrübt hatten, will er nicht verschweigen. Die Krankheit hat er inzwischen besiegt. Doch im Rahmen der Therapie hat er auch die Schicksale betroffener Kinder erlebt.  Deshalb hat er beschlossen, die Gesamteinnahmen aus seiner Jubiläumsfeier dem Verein Klabautermann zukommen zu lassen. Die Spenden werden dort ausschließlich der Unterstützung chronisch kranker Kinder und ihrer Familien in Mittelfranken verwendet. Der komplette Eintrittspreis seiner Benefiz-Schlagerparty am Samstag 24. August 2019 wird dem Verein zukommen: Voraussichtlich mehr als 2000 Euro! „Die Feier ist ein Dankeschön. Ich bin dankbar, dass ich das Geschenk habe, dass es mir gut geht. Danke, dass die Leute zu mir kommen. Und ich bin dankbar den Sponsoren, die mir dabei helfen. Es werden alle Gäste an diesem Abend satt werden“, grinst Bernd. „Mein Ziel ist, nie stehen zu bleiben. Immer wieder neue Gerichte zu entwerfen oder ständig Neues zu lernen. Und natürlich viel Zeit mit meinem Mann Gerd zu verbringen.“

 

Text/ Fotos Norbert Kiesewetter

GAYCON August 2019

Chef - Koch Bernhard Rings am Arbeitsplatz in der Literaturhaus Restaurantküche

Vom Wahlberliner zum Nürnberg - Liebhaber

Seit fünf Jahren bewirtschaftet Bernhard Rings als Chef der Küche das Café Restaurant Literaturhaus in der Luitpoldstraße gegenüber der Buchhandlung des Neuen Museums. Schon lange hat er sich in die fränkische Mentalität eingelebt und fühlt sich hier in der Frankenhauptstadt sehr wohl. Mit seinem Ehemann Gerd ist er schon über zehn Jahre zusammen. Er hat immer ein offenes Ohr für die Community, wo er sich zum Beispiel mit einem Gastro-Stand am Nürnberger CSD-Straßenfest im letzten Jahr beteiligte. Bernd freut sich auf viele neue Lesungen mit bekannten Autoren im Haus und weitere tolle Jahre mit seiner Belegschaft.

 

Am 17. August 2009 war sein erster Arbeitstag in der Frankenmetropole. Während früher meist Aushilfen beschäftigt waren, arbeiten heute im Lokal nur Festangestellte und Auszubildende. „Als erste größere Aktion schaffte ich eine Vitrine an und führte ein Kuchenbuffet ein. Seitdem werden nach alten Rezepten sowie mit Saisonfrüchten Kuchen und Torten nach Hausfrauen- und Oma-Art hergestellt“, betont Bernd. Er hatte diese Auswahl für ein klassisches Kaffeehaus vermisst gehabt. Ihm war aber auch wichtig, dass der Namenszusatz ‚Restaurant‘ von der Königstraße aus sichtbar ist. Denn das Lokal bedient das vollständige Sortiment. „Auch der Brunch am Sonntag wurde mit großem Buffet erfolgreich neu eingeführt. Leider ist es noch nicht so bekannt, dass wir im 1. Stock einen großen Raum für Familien- und Weihnachtsfeiern haben.“ Die dazugehörige kleine Dachterrasse zur Klarakappelle liegt versteckt, dabei kann man dort dem Kochteam durch die Glaspyramiden-Dachfenster in die Töpfe schauen. Bernd ist übrigens "Officier Maître Rôtisseur" in der weltweiten Feinschmeckervereinigung "Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs". Das Restaurant im Literaturhaus wurde als Mitgliedshaus anerkannt.

 

Langer Weg nach Franken

Seine Kochausbildung absolvierte Bernd bei der Maritim Hotelkette in Bad Salzufflen. Als Jungkoch siedelte er nach Berlin über und sammelte einige Jahre  Erfahrungen, danach war er 12 Jahre bei einer Steakhauskette Geschäftsführer und für deren Veranstaltungsräume zuständig. „Mit 39 Jahren fragte ich mich, ob ich mich selbständig machen oder dort bis zur Rente bleiben sollte. Ich eröffnete mein ‚Rings-Restaurant‘ in Berlin-Friedenau mit Gewölbestuckdecke und schmiedeeisernen Kerzenständern. Ich habe zusammen mit Hans, der auch heute im Restaurant Literaturhaus Kellner ist, 12 Jahre sehr viel gearbeitet. Für Freizeit und Urlaub war kein Platz. Ohne die Hilfe von Hans‘ Mutter hätten wir es nicht geschafft“, berichtet Bernd aus seiner Berliner Phase. „Dann kam die Wende und unsere Gäste sind aus dem Stadtteil weggezogen, viele nach Potsdam. Es war schrecklich, an einem Tag kam sogar kein einziger Gast. Trotzdem möchte ich die insgesamt schöne Hauptstadtzeit nicht missen.“ Das alte Berliner Mietshaus mit Lokal war mit einem Partner ursprünglich als Altersvorsorge gekauft worden. Eine Kettenreaktion aus nicht sanierten Wohnungen mit folgendem Leerstand führte zur Zwangsversteigerung. „Wenn ich den Zuschlag für das Haus zu meinem Limit nicht bekomme, werde ich es verlassen“, war die Devise von Bernd und ein anderer Bieter hatte tatsächlich überboten. Er wusste allerdings damals noch nicht, wohin. In Berlin fand sich kein passendes alternatives Objekt. Freunde aus Franken meinten, er solle doch mal nach Nürnberg kommen. „Ich würde es anderes machen“, dachte sich Bernd, als er zum ersten Mal im Kaffeehaus Literaturhaus verweilte. „Ich bin normalerweise gegen eine Uniform. Aber für den Gast sind dadurch die Mitarbeiter besser erkennbar.“ Ein halbes Jahr später wurde er gefragt, ob er die Chef-Koch-Leitung übernehmen möchte.

Bernd liebt die Kreativität in der Küchenwelt

Coming out

Bernd war 19 Jahre, wohnte erst drei Monate in Berlin und wurde von einem Kumpel in die WoBa-Disco mitgenommen. „Ich habe mich gewundert, dass der korpulente Herr hinter der Theke ‚Wilma‘ genannt wurde. Von Kerlen wurden Getränke spendiert und viele tanzten alleine. Ich hatte damals nicht bemerkt, dass es ein schwuler Laden war“, lacht Bernd über seine jugendliche Naivität. Aber in Berlin fiel es ihm leicht, zu sich zu stehen. Bruder und Schwester wussten schon Bescheid. Die Eltern erfuhren es erst, als er seinen ersten langjährigen Freund hatte. Seine Mutter war von der galanten Art seines Freundes begeistert, der Vater bekam einen Brief von Bernd. Die Antwort vom Vater per Postkarte: „Mach alles was Dich glücklich macht!“ Die Partnerschaft hielt 21 Jahre lang. Nach einer fünfjährigen Solopause meinte eine Freundin, dass er wieder mehr unter die Leute gehen solle. Über das Internet fand er seinen heutigen Mann Gerd, aber zunächst als Sportpartner zum Walken im Volkspark. ‚Amor‘ traf während einer achtstündigen Theateraufführung. Schon nach einem halben Jahr wurde die Lebenspartnerschaft mit 70 Gästen und offenem Cabrio zum Standesamt gefeiert. Am 27. Oktober 2014 feiern Bernd und Gerd ihren 10. Hochzeitstag.

 

Die Franken

„Zuerst bekam ich einen Franken-Crash-Kurs von Restaurantleiter Jörg Schuster. Hier wollen die Gäste viel Soße zum weichen Spargel, in Berlin war wenig Soße zum festen Spargel angesagt. Die Leute hier gucken erstmal neugierig. Aber wenn sie dich dann kennen und du gerade keine Zeit hast, winken sie freundlich. Dass Franken angeblich zum Lachen in den Keller gehen, kann ich nicht bestätigen. Ich habe genau die gegenteilige Erfahrung gemacht, das kannte ich aus Berlin nicht“, erzählt Bernd aus seinem Lokalalltag. „Schön ist hier auch die familiäre Szene. Die Freunde sind herzlich und jeder nimmt an deinem Leben teil. Während es in Berlin überwiegend kühl und oberflächlich zugeht. Ich fühle mich hier gut aufgenommen.“ Ihm gefällt auch die Stadt, die überschaubar und nicht so laut und hektisch ist. Die zentrale Lage bietet kurze Wege in die Berge oder zu den Freunden in der Schweiz. Bernd nutzt gerne das kulturelle Angebot im Staatstheater und er hat nur zehn Minuten Fußweg zu seinem Lokal. Das alles ist für ihn Lebensqualität, die er nicht mehr missen möchte.

 

Text/ Fotos Norbert Kiesewetter

GAYCON August 2014

Eröffnung der PRIDEWEEKS des CSD Nürnberg im Neuen Museum (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Die CSD Nürnberg PRIDEWEEKS sind eröffnet!

Am vierten Juli-Mittwoch feierte das CSD Nürnberg Team die offizielle Eröffnung der PRIDEWEEKS 2026, die heuer 80 Termine im Rahmenprogramm zu bieten haben. Zum dritten Mal stellte das Neue Museum am Klarissenplatz sein Foyer zur Verfügung, und nennt die stolze Zahl von rund 500 Teilnehmenden an diesem Abend. Ein buntes Volk beim Plauschen, während das CSD Team mit dem „Prideweeksbier“ von Schanzenbräu sowie weiteren Drinks die durstigen Kehlen stillte...

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Super Stimmung auf dem Pigalle Straßenfest 2026 in der Altstadt (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Pigalle Sommerfest mit France

Das war das traditionelle Sommer-Straßenfest der Pigalle Bar, heuer am dritten Juli-Samstag, im schönen Jakobsviertel in der Nürnberger-Altstadt. Herrliches Sommerwetter lockte die queere Community & Friends auf den ordentlich gefüllten Platz. Viele Sonnenschirme spendeten Schatten, als Regenschirme waren sie nun doch nicht nötig. Stargast France Delon kam am Abend im pinken Glitzerfummel und war bestens gelaunt. Geballte Satire-Kommentare kamen so schnell geschossen, dass das Publikum anfangs mit dem Lachen kaum folgen konnte. Selbst-verständlich wurden ahnungslose, vorbei irrende Passanten, von France gleich mit ins Programm reingepackt, zur Schadenfreude aller Zuschauenden. Mit Schlagerliedern von Helene Fischer, „Ich liebe das Leben“ von Vicky Leandros bis „Griechischer Wein“ sorgte sie für tolle Unterhaltung....

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"Nacht der Tenöre" im Areal Burgersgarten Schwabach (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Nacht der Tenöre im Burgersgarten

Schwabach: Seine einst belächelte Idee, stimmgewaltige Klassik als Biergarten-Event zu präsentieren, fand auch am dritten Juli-Samstag wieder ein begeistertes Publikum. Bei sommerlichem Vorzeigewetter, nachdem am Vortag noch sintflutartiger Regen niederging. In perfekt stimmlicher Harmonie übertrafen die Kunstschaffenden solo, im Duett, in Kombination, als auch alle gemeinsam wieder einmal alle Erwartungen. Alexander Herzog (12 Tenors), seines Zeichens original Nürnberger, arrangierte die Auftritte. Im Vorfeld musste er noch schwitzen, weil kurzfristig sein Pianist und Maximilian von Lütgendorff absagten. Für den Österreicher sprang spontan Mario Fančovič (Bühne Baden) ein. Ein Glücksgriff! Mit von der Partie waren außerdem Martin Holtgreve (12 Tenors), die bayerische Sopranistin Susanne Kapfer, Gospelsängerin Yasmin Reese und als Special Guest Alexanders Bruder Oliver Herzog...

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Der Fliederlich Verein sucht eine neue Geschäftsführung (Foto: GAYCON Archiv)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Neue Geschäftsführung

Du möchtest dich für queere Sichtbarkeit, Empowerment und Vielfalt einsetzen? Zum 01. Oktober 2026 sucht das Team eine Geschäftsführung (d/w/m) für das Queere Zentrum Fliederlich e.V. (Sandstr. 1) in Nürnberg. Aufgaben sind die Verantwortung für die Leitung der Geschäftsstelle; Zusammenarbeit mit einem engagierten haupt- und ehrenamtlichen Team; Gestaltung der Angebote, Projekte und Veranstaltungen; Büroorganisa-tion, Finanzmanagement, Netzwerk- und Öffentlichkeits-arbeit. Der Verein bietet eine Teilzeitstelle mit 20 – 25 Stunden/ Woche. Vergütung in Anlehnung an den TVöD. Flexible Arbeitszeiten & teilweise mobiles Arbeiten. Fortbildungen, Supervision und ein vielfältiges Team. Der Fliederlich Verein freut sich über Bewerbungen von Menschen aller Geschlechter, sexuellen Orientierungen, Identitäten, Hintergründen und Fähigkeiten. Qualifikation: Abgeschlossenes Studium (z.B. Soziale Arbeit etc.) oder eine vergleichbare Ausbildung. Mehrjährige Erfahrung in vergleichbarer Position, Arbeit mit gemeinnützigen Projekten, sind von Vorteil. Der  Vorstand freut sich auf eine vollständige Bewerbung als PDF (Anschreiben, Lebenslauf, relevante Zeugnisse, Eintrittstermin und Gehaltsvorstellung) bis zum 30. Juli 2026 per E-Mail an den Fliederlich-Verein (Betreff: Bewerbung Geschäftsführung). Tel: 0911/ 42 34 570.

CSD Backstage-Team: Christian (links) & Gaby wollen ihr Wissen weitergeben (Foto: GAYCON)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Neue Leitung Backstage-Catering

Christian und Gaby kümmern sich seit Jahren bis einschließlich 2027 mit viel Herzblut um das Backstage-Catering beim CSD Nürnberg Pride Finale am Kornmarkt. Dann werden sie in den CSD Ruhestand gehen. Damit der Übergang entspannt klappt, sucht der CSD Nürnberg jetzt schon Interessierte für die beiden ehrenamtlichen Positionen: Leitung Backstage-Catering / Chief Snack Officer (m/w/d) und Assistant Backstage-Catering / Assistant Chief Snack Officer (m/w/d). Die Einarbeitung kann bereits beim diesjährigen CSD Nürnberg Pride beginnen und wird im nächsten Jahr fortgesetzt. Christian und Gaby zeigen den Interessierten alles in Ruhe und geben ihr Wissen weiter. Das Backstage-Catering sorgt mit dem Team dafür, dass die vielen Mitwirkenden hinter der Bühne gut versorgt sind. Aufgaben sind u.a. Planung, Organisation, Führung, Einsatzplanung, Mitorganisation von Aufbau und Abbau, Sicherstellung von Hygiene- und Sicherheitsstandards. Erfahrung in der Gastronomie oder Eventcatering ist wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig. Zuverlässigkeit, Flexibilität, hohe Belastbarkeit und Sensibilität im Umgang mit queeren Gruppen sind zu beachten. Wer Interesse hat, meldet sich per E-Mail bei René Scheuermann vom CSD Nürnberg. Lebenslauf und Zeugnisse sind nicht nötig.

Das war der 3. CSD Schwabach (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Das war der dritte CSD Schwabach

Schwabach: Mittelfrankens Gold-schlägerstadt nach einem Jahr Pause wieder unterm Regenbogen mit dem Motto: „Bunt ist goldrichtig!“. Am zweiten Juli-Samstag zogen rund 350 Teilnehmende aus der regionalen LGBTQIA*-Community & Friends durch die Innenstadt von Schwabach. Bei sommerlichen Temperaturen und guter Stimmung, mit vielen Regenbogenfahnen, Seifenblasen und Musik aus dem CSD LKW der Johanniter, schlängelte sich der Pride Demozug, angeführt von dem Motorrädern, von der Eilgutstraße am Bahnhof erst entlang um das Schwabacher Freibad, nach dem Kreisverkehr entlang vom Stadtpark hinunter zum Schillerplatz, durch die Rathausgasse zum Martin-Luther-Platz in der Altstadt. Schirmherr Oberbürgermeister Peter Reiß lief die ganze Demostrecke inklusive Regenbogenschirm mit...

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Das war der 3. CSD Fürh - PRIDE Spirit & queere Sichtbarkeit (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Das war der dritte CSD in Fürth

Fürth: Bei angenehmen Sommertemperaturen erschienen am ersten Juli-Samstag rund 1000 Menschen zur bunten Pride Demonstration in der Kleeblattstadt und sorgten für deutliche queere Sichtbarkeit. Unter dem Motto „Fürth zeigt Haltung!“ gingen die queere Community und einige Allies aus der Stadt und Region für Gleichberechtigung und ein buntes Franken auf die Straßen. Zahlreiche Baustellen erforderten Veränderungen zum Aufstellort, diesmal vor dem Stadttheater Fürth, auch die Demoroute verlief im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeändert. Zum Schutz vor der Mittagssonne wählten die Teilnehmenden bevorzugt die schattige Hausseite des Amtsgerichts sowie die Bäume vor dem Einkaufszentrum als Warteplatz....

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Das Rosa Panther Bowling Team in Action (Foto: RP Bowling)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Die Rosa Panter Bowling Gruppe

Im queeren Sportverein Rosa Panther gibt es schon seit 2017 Bowling im Angebot. Aktuell sind rund 10 Personen dabei, die regelmäßig am Training teilnehmen. „In den letzten Jahren hat es, auch in Verbindung mit Corona, einen Mitgliederschwund in der Bowling-Abteilung gegeben. Aktuell sind wir eine kleine, bunt gemischte Truppe. Also fast schon wie eine Familie“, betont Matthias Steinbauer, einer der Team-Ansprechpartner. „Wir freuen uns sehr auf weitere neue Mitglieder, die regelmäßig spielen möchten und frischen Wind in unsere Abteilung bringen.“ Es werden regelmäßig in Deutschland queere Turniere ausgetragen, bei denen auch einzelne Mitglieder teilnehmen. ... +++ Hier geht´s zum Bericht mit Kontakt Infos & Links zur Rosa Panther Bowling Abteilung auf der DOKU-Seite +++   

TV-Tipps

+++ 03.08. SIXX 22:10 Uhr Detective Laura Diamond: Laura und das neue Kindermädchen - Krimi // 22:25 Uhr ZDFINFO Deutschland in den Goldenen Zwanzigern - Doku // 02:00 Uhr PHOENIX Die sexuelle Provokation - Magnus Hirschfeld und die Geschlechter - Doku +++ 04.08. RBB 22:15 Uhr Sad Jokes - Spielfilm +++ 09.08. ARTE 15:15 Uhr Rebel of Pop: Madonna - Doku +++

Das war die "Sommershow der Travestie" im Areal Burgersgarten (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Das war die Open Air Sommershow der Travestie

Schwabach: Am bisher heißesten Tag des Jahres, dem letzten Juni-Samstag, gab es einen Show Mix, nicht minder heiß, aus Schlager und Travestie im ausverkauften Burgersgarten. Den singenden Sunnyboy Daniel Johnson brachte Wirt Holger quasi aus Gran Canaria mit nach Schwabach. Schwule musikalische Liebesgeschichten wie „Romeo and Julian“ wie auch Allzeithits von Udo Jürgens bis Marianne Rosenberg nahmen das Publikum mit auf eine Zeitreise voller Gefühle. Seiner actionreichen Bühnenperformance  sah man die nahezu 40 Grad nicht an. Wobei er uns in der Pause schon gestand, dass sich diese Temperatur hier anders anfühlt als auf der Insel mit Dauerbrise...

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Aktuelles Titelbild:

CSD Pride Monate in der Stadt & Region (Foto: GAYCON Archiv)

+++ Hier geht´s zu den früheren Titelbildern der letzten Jahre mit Personen aus der queeren Community: MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

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