#GedenkORT der Community

Chronologische Reihenfolge von oben nach unten: Link Sonderseiten, Mahnwache zum CSD Berlin 2026, Menschenkette 2023, Gedenken 1. Todestag von Uschi Unsinn (2023), Demo & Kundgebungen für Malte (2022), Gedenken Oslo Pride (2022), Holocaust Gedenktag (2021), Aufmerksam machen (2019), Mahnwache (2017), Orlando Trauer (2016), Lichterschweigemarsch (2014)

Berichte über die Gedenkstätte mit Beet, Stele und Kugel sowie über die Umgestaltung des Platzes - Bitte auf das Foto klicken!

Berichte über das Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes sowie über den Magnus-Hirschfeld Platz sind hier +++ Der Magnus-Hirschfeld-Platz wird von der queeren Community Nürnberg mit Demonstrationen und Kundgebung rege als Community Gedenkort genutzt. Hier geht´s zu den weiteren GAYCON Sonderseiten: Tag der Bisexualität // IDAHOBIT // Tag der lesbischen Sichtbarkeit // Trans* Day of Visibility // Trans Day of Remembrance

Mahnwache und Gedenken am Magnus-Hirschfeld-Platz Nürnberg (Foto: CSD Nürnberg)

Gedenken

Das war die Mahnwache in Nürnberg

Die Community in Deutschland trauert mit Berlin. Nach dem entsetzlichen Anschlag am Abend des vierten Juli-Samstag, am Rand des Berliner CSDs, stehen alle an der Seite von Berlin. Ein Fahrzeug fuhr in die Menschenmenge im Großen Tiergarten. Laut Polizei gab es eine Tote und 29 Verletzte. Aus Sicherheitsgründen wurde die CSD Kundgebung am Brandenburger Tor vorzeitig abgebrochen. Nach Presseinfos hat die Polizei inzwischen den 21-jährigen tatverdächtigen deutschen Staatsbürger mit libanesischem Hintergrund bei einem Polizeieinsatz in einer Kleingartenkolonie in Berlin-Spandau getötet. In ganz Deutschland luden viele (CSD) Organisationen zu spontanen Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen am vierten Juli-Sonntag sowie auch in den nächsten Tagen ein. In Nürnberg versammelten sich am Sonntag nach CSD-Angaben 500 Teilnehmende mit Regenbogenflaggen auf dem Community Gedenkort Magnus-Hirschfeld-Platz und zeigten sichtbare Präsenz und Anteilnahme an die grausige Tat. „Die Nürnberger Community trauert. Als Schirmherr des Nürnberger CSD und als Oberbürgermeister bin ich hier. Als demokratische Mitte der Gesellschaft müssen wir zusammenhalten. Wir sind eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft. Dafür werde ich immer kämpfen und gegen jede Form von Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit“, so Marcus König über Facebook. Vor Ort hielt er mit noch weiteren eine Rede direkt am Platz. Anschließend wurden Blumen auf das Gedenkbeet abgelegt. (NK)

 

GAYCON Juli 2026

Fotos: Nika Flierl / CSD Nürnberg

75 Jahre Menschenrechte: Menschenkette vom Magnus-Hirschfeld-Platz entlang der Gedenkmeile

Eindrucksvoll

Queere in der Menschenkette gut aufgestellt

Zum 75. Jahrestag der Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte rief Oberbürgermeister Marcus König am zweiten Advent zum stillen Bekenntnis für ein friedliches Miteinander und Zusammenleben auf. Rund 2.500 Teilnehmende folgten und bildeten eine eindrucksvolle Menschenkette entlang der Gedenkmeile. „Das ist ein Grund zu feiern, aber auch um innezuhalten. In viel zu vielen Ländern dieser Erde werden Menschen aufgrund ihres Einsatzes für die universell gültigen Menschenrechte verfolgt und gerade auch für unsere Stadt bleibt es eine fortwährende Verpflichtung, für die Menschenrechte einzutreten. Das haben wir heute mit unserer Menschenkette auf beeindruckende Weise getan und dafür danke ich allen, die guten Willens gekommen sind, sehr herzlich“, so Oberbürgermeister Marcus König. Die Kette reichte vom Magnus-Hirschfeld-Platz über den Frauentorgraben zur Straße der Menschenrechte, sowie über den Zwingerbereich bis zum Färbertor. Die Kette verband die Mahnmal Orte für homosexuelle NS-Opfer, Opfer der NSU-Morde, den interreligiösen Gedenkort sowie das Mahnmal für die Sinti und Roma NS-Opfer. Die queere Community versammelte sich zahlreich am Magnus-Hirschfeld-Platz und bildete die Kette bis zum Opernhaus/ Frauentorgraben. „Die Deklaration der Menschenrechte ist eine wesentliche Grundlage für die Rechte von LSBTI-Menschen. In einer Zeit, in der weltweit und auch in Deutschland Ablehnung, Diskriminierung und Verfolgung wieder zunehmen, müssen wir gemeinsam für die Menschrechte eintreten“, so Michael Glas von Fliederlich e.V. „Daher unsere Teilnahme an der heutigen Menschenkette, die diese Gemeinsamkeit symbolisiert“. Die Aktion dauerte insgesamt nur rund 20 Minuten. Sogar das Wetter spielte mit, der prognostizierte Regen wurde auf den Abend verschoben. (NK)

 

GAYCON Dezember 2023

Menschenkette "Nürnberg hält zusammen", Magnus-Hirschfeld-Platz, 10. Dezember 2023

Viele konnten es kaum glauben, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist: Gedenken der Community zum 1. Todestag von Uschi Unsinn auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz

Gedenken

Erster Todestag von Uschi Unsinn

Die Nürnberger Community erinnerte an die Polit-Dragqueen und Szeneaktivistin Uschi Unsinn am zweiten Februar-Montag mit zwei Gedenktreffen. Zuerst am Spätnachmittag. Direkt am Grab im Südfriedhof (Grabfeld 102) sprachen Diakon Torben Schultes und Stadträtin Andrea Bielmeier einige Worte. Knapp 30 Personen waren zur Ruhestätte erschienen. Andreas vom CSD Nürnberg Verein kümmert sich um die Grabpflege. Mit Heidekraut in Regenbogenfarben bepflanzt, leuchtet das Grab immer noch ganz im Sinne von Uschi. Im Frühjahr soll nun die Grabplatte fertig sein, aktuell wird sie von Steinmetz Bastian hergestellt. Andreas freut sich jedes Mal, wenn auch andere Menschen an Uschi denken und er Blumengestecke entdeckt, wenn er zum Gießen vorbeischaut. Am Abend gab es noch ein zweites Gedenktreffen auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz. Wieder kamen rund 30 Menschen, diesmal jedoch überwiegend aus der queeren Community. Mit Cola und „Asbach-Cola“, dem Lieblingsgetränk von Uschi, wurde gemeinsam angestoßen und Erinnerungen untereinander ausgetauscht. Wer wollte, konnte über Mikrofon ein paar Worte beitragen, ansonsten gab es leichte Hintergrundmusik. Dieses gemeinsame Gedenken hat sich erst in den letzten Tagen spontan ergeben, ohne lange Vorlaufzeit. Schön, dass so viele kurzfristig Zeit hatten. (NK) +++ Unsere GAYCON Berichte über Uschi Unsinn sind weiterhin online: Auf der GEDENKSEITE und auf der INTERVIEW SEITE  +++

 

GAYCON Februar 2023

Gemeinsames Gedenken an Malte - Abschlusskundgebung am Magnus-Hirschfeld-Platz

Trauer & Protest

Die queere Community Nürnberg setzt Zeichen

Bei einer sehr kurzfristig organisierten Demo mit Kundgebung des CSD Nürnberg am ersten September-Dienstag zogen rund 500 Teilnehmende durch die Fußgängerzone. Los ging es ab der Lorenzkirche, über Weißer Turm, Kornmarkt zum Community Gedenkort Magnus-Hirschfeld-Platz. Grund war der queerfeindliche Angriff auf den Transmann Malte, der wegen seiner Zivilcourage am Rande des CSD Münster selbst Opfer wurde und nun am ersten September-Freitag seinen schweren Sturz-Verletzungen erlegen ist. Zahlreiche Rede-Beiträge, u.a. von Josephine Taucher (Trans-Ident e.V.), Bastian Brauwer (CSD Nürnberg), Verena Osgyan (Bündnis90/ Grüne, MdL), Lukas (Jugendinitiative Fliederlich), Klaus-Dieter Röse (Die Linke), Luca Fabièn-Dotzler (Bündnis90/ Grüne) wurden ergänzt durch viele spontane Bekundungen. Sie ließen mit Worten ihrer Wut, der Trauer und dem Protest freien Lauf. Die gigantische Regenbogenfahne sorgte am Weißen Turm bei der Zwischenkundgebung auf dem Boden ausgebreitet für eindrucksvolle Sichtbarkeit. Neben zahlreichen Fahnen waren auch Schilder der Teilnehmenden wie „Rest in Power Malte“ oder „Trans Rights are Human Rights“ zu sehen, dazu skandierte die Menge „Solidarität überall – Malte war kein Einzelfall“ beim Marsch durch die Stadt. Gleichzeitig erinnerte man an die zahlreichen aktuellen Übergriffe auf queere Menschen in anderen Städten: Karlsruhe, Augsburg, Berlin, Zürich, Bamberg, Darmstadt, Stuttgart, Dortmund, Bremen, Oslo. Der CSD Nürnberg hatte die Demo für 30 Personen angemeldet gehabt und gehofft, dass trotz der Kurzfristigkeit 50 erscheinen würden. Das ist in etwa die Zahl, welche Vereine, Politik und Aktivisten bei regelmäßigen Demos und Gedenktagen wie dem IDAHOBIT, außerhalb des CSDs, aus einem harten Kern in Nürnberg zusammenbringen. Dass daraus in diesem Fall 500 geworden sind, ist zwar beeindruckend. Dennoch ist es schade, dass 90 Prozent der Menschen sich erst dann zu mehr Sichtbarkeit und Protest aufraffen, wenn die Tragödie schon passiert ist.

 

In den GAYCON-Terminen wird immer auf Aktionen, Demos und Gedenken hingewiesen. Es wäre schön, wenn sich hier die Zahl der Teilnehmenden auch wegen der aktuellen Situation deutlich erhöhen ließe. (NK)

 

GAYCON Septenber 2022

Demo & Kundgebung für Malte, Fußgängerzone/ Magnus-Hirschfeld-Platz, 06. September 2022

Gemeinsames Gedenken - an die Opfer queerfeindlicher Angriffe - auf dem Nürnberger Magnus-Hirschfeld-Platz

Solidarität

Am letzten Juni-Dienstag versammelten sich rund 80 Menschen aus Stadt, Region und Community auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz, um gemeinsam zu trauern sowie der Opfer des Anschlags in Oslo zu gedenken. Die sehr emotionale Kundgebung wurde kurzfristig vom CSD Nürnberg Verein organisiert, um Solidarität mit dem Oslo Pride in Norwegen zu zeigen. Am symbolträchtigen Tag, wo die Pride-Bewegung vor 53 Jahren in der Christopher Street in New York begann. Gleichzeitig wurde auch an die queerfeindlichen Übergriffe in den letzten Wochen bei den CSDs erinnert: Karlsruhe, Zürich und Augsburg. „Dies sind nicht ‚einfach nur‘ Angriffe auf queere Menschen und deren Lebensrealitäten, sondern Angriffe auf unser aller Freiheit, unsere Menschenrechte und Würde. So schlimm wie das alles ist, lasst uns bitte das Bewusstsein haben, dass nicht Gruppen diese queerfeindlichen Angriffe begangen haben, sondern einzelne Menschen. In Oslo waren es muslimische Menschen, in Zürich waren es Christ*innen. Allein diese Menschen haben sich schuldig gemacht und nicht ganze Gruppen. Dessen müssen wir uns bewusst sein“, betont Luca Fabièn Dotzler. „Und bitte lasst nicht zu, dass unsere Community, wie die Fahnen in Augsburg, zerrissen und zerstört wird. Fangt nicht an, Schuldige unter uns zu suchen. Schuld haben einzig diese Menschen, welche zu solchen Gräueltaten fähig sind. Wir sind eine Familie und wir müssen auch weiterhin zusammenstehen. Gerade jetzt! Und bitte, bewahrt den Mut und seid sichtbar. Damit wir diesen wenigen, hasserfüllten Menschen zeigen, wir sind viele!“ Zum Gedenken an die Opfer folgte eine stille Gedenkminute. Ein Blumengesteck und Kerzen auf dem Gedenkbeet, mit den Fahnen des CSD Nürnberg sowie Norwegens, wurden niedergelegt. Hintergrund: Die weltweite LGBTIQ*-Community trauert und ist geschockt. Die norwegische Hauptstadt erlebte einen gezielten Terror Anschlag auf den „London Pub“, nur Stunden vor der Pride-Parade. Zwei Tote und 21 verletzte Menschen sind die Folgen der Einzeltäterschaft. Obwohl die Pride Parade abgesagt wurde, zogen am Samstag tausende Menschen mit Regenbogenfahnen durch Oslo und zeigten ihre Wut und Anteilnahme: „Wir sind hier, wir sind queer, wir werden nicht verschwinden.“ (NK)

 

GAYCON Juni 2022

Gedenken der Opfer vom Oslo Pride, Magnus-Hirschfeld-Platz, 28. Juni 2022

Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus am Holocaust Gedenktag - Magnus-Hirschfeld-Platz

Erinnern

Aus Anlass des Internationalen Holocaust Gedenktages wurde am 27. Januar 2021 an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht. Aus aktuellen Gründen konnten nur im kleinen Rahmen einzelne Personen der queeren Community Nürnberg am Magnus-Hirschfeld-Platz erscheinen. Christine Burmann, LGBTI-Beauftragte der Stadt Nürnberg, Bastian Brauwer, Vorstand des CSD Förderverein Nürnberg, Herbert Hacker, Vorstand Fliederlich e.V. und Stadträtin Uschi Unsinn. Im Anschluss an eine kleine Rede wurden Kerzen und Blumensträuße am Gedenkbeet und an der Gedenkkugel niedergelegt. Hier wird speziell an die schwulen und lesbischen Opfer des Nazi-Regimes erinnert. Zu den ersten Schwulenverfolgungen kam es bereits Mitte 1933. Damals wurden neun als amtsbekannte Strichjungen und „Jugendverderber“ in das KZ Dachau eingeliefert. Von 1935 (das Jahr in dem der §175 verschärft wurde) bis 1945 lassen sich 370 Verurteilungen nach Vergehen des §175 in Nürnberg nachvollziehen. Seit 2013 erinnert eine Info-Gedenkstele an die homosexuellen Opfer des Nazi-Regimes am Sterntor, seit 2019 trägt der Ort den Namen Magnus-Hirschfeld-Platz. Inzwischen erinnern auch 14 Stolpersteine auf den Straßen der Stadt Nürnberg an die Toten dieses Irrsinns. Seit 2020 gibt es ein Denkmal in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Weil am 27.01.1945 die Rote Armee das Konzentrationslager in Auschwitz befreite, hat sich dieses Datum seit 1996 als bundesweiter, seit 2005 als Internationaler Gedenktag etabliert. Wir erinnern, wir gedenken, wir werden nie vergessen.

 

GAYCON Januar 2021

Holocaust Gedenktag - 27. Januar 2021

Gedenken an die Verfolgung queerer Menschen weltweit am Gedenkort der Nürnberger Community: Die Gedenkstele der homosexuellen Opfer des Nazi-Regimes am Sterntor

Aufmerksam machen

Das Bündnis gegen Trans- und Homophobie organisierte am dritten Februar-Freitag eine Gedenkveranstaltung mit Demonstration durch die Nürnberger Innenstadt unter dem Motto „Aufmerksam machen auf die Verfolgung queerer Menschen weltweit“. Rund zwei Dutzend Teilnehmer aus der Community zogen mit Regenbogenfahnen durch die Altstadt und zeigten Präsenz auf den Straßen der Stadt der Menschenrechte. An der Gedenkstele für die homosexuellen Opfer des Nazi-Regimes am Sterntor erinnerte Szeneaktivistin Uschi Unsinn am Beispiel von Tschetschenien und dem Flüchtlingslager Kakuma in Nairobi (Kenia) an die Verfolgung queerer Menschen weltweit. Seit Dezember wurden in Tschetschenien wieder etwa vierzig schwule Männer verhaftet. Zwei der Inhaftierten sind zu Tode gekommen. Schon im Dezember 2017 gab es im Flüchtlingslager Kakuma / Kenia gehäuft Übergriffe auf queere Menschen mit Schnitt- und Stichverletzungen oder blutig geschlagenen Gesichtern. Nach einer Gedenkminute und Blumenniederlegung mit symbolischer Kerze für die Opfer, zog die Demonstration am Opernhaus vorbei durch die Straße der Menschenrechte und anschließend weiter bis zum Plärrer. Am Ziel wurde der Bericht über die Schwulenverfolgung in Tschetschenien 2016 der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) und ein Aufruf an den russischen Präsidenten Putin in den Briefkasten des Honorarkonsulats der Russischen Föderation am Plärrer eingeworfen.

 

NK / GAYCON Februar 2019

"Aufmerksam machen auf die Verfolgung queerer Menschen", Gedenken & Demo, 15. Februar 2019

Mahnwache mit Protestkundgebung zum staatlichen Terror gegen homosexuelle Männer in Tschetschenien an der Nürnberger Gedenkstele

Mahnwache

Sicher haben Euch schon die schockierenden Nachrichten aus der überregionalen (GAY)-Presse über die Ereignisse in Tschetschenien erreicht. Augenzeugenberichte schildern ein Bild von Schlägen, Elektroschocks, Psychoterror gegen LSBTI-Menschen. Neben Enthüllungen tschetschenischer Zeitungen, die über staatliche Verfolgung und Ermordung von Schwulen berichten, laut einer Journalistin könnten mehr als 50 Todesopfer zu beklagen sein, formiert sich nun weltweiter Protest in verschiedenen Ländern und Großstädten, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Am ersten Aprilfreitag fand dazu an der Nürnberger Gedenkstele der homosexuellen Opfer des Naziregimes am Sterntor eine „Mahnwache mit Protestkundgebung zum staatlichen Terror gegen homosexuelle Männer in Tschetschenien“ statt. Kurzfristig organisiert von Fliederlich e.V, Förderverein CSD Nürnberg und Uschi Unsinn. Rund zwei Dutzend Teilnehmer folgten dem Aufruf und demonstrierten mit Regenbogenfahnen, die im Abendlicht als Zeichen der Solidarität im Wind flatterten. „Wir gedenken, wir sind hier um zu zeigen ihr seid nicht allein, wir wollen euch eine Stimme geben, wir wollen das Leid das ihr erdulden musstet und noch immer erduldet, nicht verschweigen. Wir wollen es für euch hinausschreien, wir werden eure Stimme sein“, so ein Ausschnitt aus dem verlesenen Text von Uschi Unsinn. Neben einer Blumenniederlegung am Gedenkbeet wurde mit einer Schweigeminute an die Opfer gedacht. Wir Foto-Reporter waren ebenfalls vor Ort und haben einige Impressionen festgehalten.

 

NK/ GAYCON April 2017

"Mahnwache mit Protestkundgebung zum staatlichen Terror gegen homosexuelle Männer in Tschetschenien", Gedenkstele, 07. April 2017

Tragische Verbindung von Geschichte und Gegenwart: Trauer an der Gedenkstele für homosexuelle Opfer

Mit Orlando in Trauer

Am Mittwochabend gedachten an der Stele am Nürnberger Sterntor rund 150 Menschen der Opfer des Massakers von Orlando. Die Veranstaltung wurde kurzfristig organisiert vom Bündnis gegen Trans- und Homophobie, um Solidarität mit den kaltblütig Ermordeten und ihren Angehörigen zu bekunden. Michael Glas (Fliederlich) nannte zum Gedenken die Namen der 49 Toten. Deren Bilder wurden an der Stele mit Kerzen als „Symbol des Lichts gegen Hass und Homophobie“ drapiert. Nürnbergs  Bürgermeister Christian Vogel (SPD) unterbrach für das Gedenken einen weiteren Termin, weil es ihm ein wichtiges Anliegen war, sowohl persönlich als auch repräsentativ für die Stadt des Friedens und der Menschenrechte zu sprechen: „Es ist schlimm zu sehen, wie 49 Menschen ihr Leben lassen mussten, weil der Täter einen Hass gegen Homosexuelle hatte. So etwas darf sich nicht wiederholen. Die Liebe kann man nicht vorgeben. Liebe muss immer möglich sein. Das gilt für alle und jeden. Dafür gilt es zu kämpfen.“ Uschi Unsinn bedankte sich für das Medieninteresse und für die zahlreiche Anteilnahme. Mit einer Schweigeminute und einem Gebet von Sylvia Jühne, Dekanatsbeauftragte für Homosexualität und Kirche, wurde die Veranstaltung beendet. Hintergrund: Die Welt ist erschüttert über das Massaker im Club Pulse in Orlando/USA vom zweiten Juni-Wochenende. In dem beliebten Treffpunkt schwuler Männer gab es 50 Tote und 53 Schwerverletzte. In allen sozialen Netzwerken wird um die Opfer getrauert.  Zahlreiche Künstler, Prominente und Politiker können die Tat ebenfalls nicht fassen. Es ist ein Angriff auf die Freiheit, nicht nur auf unsere Lebensweise in der weltweiten LGBTI Community. Es stehen noch zahlreiche CSD-Demonstrationen bevor und wir müssen erkennen, wie wichtig und notwendig diese Veranstaltungen heute noch sind. Die Community will und muss Präsenz auf den Straßen zeigen.

 

NK/ GAYCON Juni 2016

Gedenken der Opfer von Orlando, Gedenkstele für homosexuelle Opfer, 15. Juni 2016

Lichterkreis bei der Gedenkstele für die homosexuellen Opfer des Nazi-Regimes am Sterntor

Gegen das Vergessen

Aus Anlass des 69. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wurde am Montag, den 27. Januar 2014 der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. ‚Fliederlich e.V.’ und ‚Leben unterm Regenbogen e.V.’ luden zu einer Gedenkfeier mit Schweigemarsch. Etwa zwei Dutzend Teilnehmer marschierten mit Regenbogenfahne und Kerzen vom Fliederlich-Zentrum zur Gedenkstele der homosexuellen Opfer des Nazi-Regimes am Sterntor (gegenüber Maritim Hotel). Im Rahmen einer kurzen Ansprache und einer Schweigeminute wurden die Kerzen an die Stele gestellt und Blumen niedergelegt. Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine „widernatürliche Veranlagung“, für eine den so genannten „Volkskörper“ schädigende „Seuche“, die „auszurotten“ sei. Die Infrastruktur der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, Lokale, Vereine, Verlage sowie Zeitschriften wurden aufgelöst, verboten, zerschlagen und zerstört. Im Herbst 1934 setzte die systematische Verfolgung homosexueller Männer ein. Im September 1935 wurde in Nürnberg die Verschärfung des Paragraphen 175 verkündet. In Folge wurden über 100.000 Männer polizeilich erfasst und rund 50.000 nach den Strafrechtsparagrafen 175 und 175a verurteilt. Etwa 10.000 schwule Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt. Etwa 5.000 Männer überlebten diese Qualen nicht.

 

NK/ GAYCON Januar 2014

Lichterschweigemarsch zur Gedenkstele - Zum Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus - 27. Januar 2014

Gute Laune beim "Bunten Kuhstall" auf dem Altstadtfest (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Rosa Stimmung am Altstadtfest

Super Stimmung am vierten September-Sonntagabend beim „Bunten Ochsenstall – Kuhstalls bunte Glitzerwelt“ in der Kuhstall Insel Schänke auf dem Nürnberger Altstadtfest. Da flog die rosa Kuh mit der queeren Community & Friends! Gastgeberin Yvonne Parker präsentierte eine hautnahe Travestie-Show mit Live Gesang von Dean Deville und Tracy Valentino. Das Trio wirbelte in feschen Dirndl-Kostümen zwischen den Publikumsbänken im Ochsenstall umher und brachte die Stimmung an die Plätze: mit Gassenhauern wie „Sweet Caroline“, „Sex Bomb“, „Schickeria“, „Ein ehrenwertes Haus“, „Die Kleine Kneipe“ und „Fieber“. Beim „Leben tanzt Sirtaki“ hielt es das gutgelaunte Publikum nicht mehr auf den Bänken und stürmte die Tanzfläche...

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Das war das Oktoberfest 2026 im Areal Burgersgarten (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Das war der Saison-Höhepunkt im Burgersgarten

Schwabach: Zwei gekonnte Schläge und das Freibier quoll in die Bierkrüge. Zum Ausklang der Open Air Event Saison feierte Wirt Holger Stark traditionell sein zünftiges Oktoberfest. Am dritten September Samstag im Areal Burgersgarten (Badstr. 24) im schönen Schwabachtal am westlichen Rand der Goldschlägerstadt. Nach dem Platzkonzert am Nachmittag mit dem Musikzug des TV 1848 Schwabach folgte der Einzug mit Wirt Holger Stark und Peter Daniel Forster zum Fassanstich im vollbesetzten Biergarten...

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Viel Spaß beim "Hollywood Dinner" im Literaturhaus (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Das war die Hollywood Dinner Show

Dass man mit Schwarzweiß-Stummfilmen, die schon hundert Lenze zählen, auch heute noch das Publikum begeistern kann, bewiesen Hildegard Pohl und Yogo Pausch am dritten September-Mittwoch im Restaurant Literaturhaus. Wer kennt sie nicht, die lustigen Kult-Slapstick-Filme aus dem Fernsehen? Wie „Die kleinen Strolche“, „Buster Keaton“ und „Dick und Doof“. Während in der TV-Version mit Kommentaren, Geräuschen und Musik untermalt wurde, ist eine Live-Vertonung ein ganz anderes außergewöhnliches Erlebnis...

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Mega Stimmung bei den Rosa Montagen auf dem Volksfest (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Rosa Herbstvolksfest 2026

Die lautstarke Forderung nach einem zweiten Rosa Montag 2027 durch die Künstler und das Publikum hat bereits in diesem Jahr Früchte getragen. Auch durch den Zuspruch von Jenny Förster ließ sich Festwirt Philipp Hofmann spontan auf eine Wiederholung ein. Diesmal zog die Gewitterwarnung hinter dem Volksfest und der „Heimat im Glas“ vorbei, deshalb gab es auch am Himmel keinen Regenbogen. Doch umso bunter zeigte sich auch diesmal die queere Familie bei ihrem zweiten Volksfesttag am ersten September-Montag....

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"The Heimatdamisch" rockten das Areal Burgersgarten (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Blasmusik in Rock und Pop

Schwabach: Bombenstimmung am dritten August-Samstag beim ausverkauften Open Air Konzert von The Heimatdamisch im Schwabacher Areal Burgersgarten (Badstr. 24). Die sympathischen Musiker nebst Sängerin, hier Helen Forster, spielten all die großen Kulthits von ABBA, Queen, Madonna, Guns n‘ Roses bis ACDC und Taylor Swift sowie aktuelle Pop-Hits ebenso professionell wie publikumsnah. Am liebsten spielen sie aber die 80er Songs, wie sie während des Auftritts auf der Bühne verraten haben. Ihr Band Konzept: Die Acht-Personen-Kapelle mit Tuba, Akkordeon, Bläser, Schlagzeug und Gesang ziehen den Hits die Lederhosen an.... 

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"Rosa Montag" auf dem Nürnberger Herbstvolksfest. Der Platz bleibt gleich, der Veranstalter wechselt. (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Rosa Montag in neuem Biergarten

Das Nürnberger Herbstvolksfest startet am 28. August 2026. Die Gerüchteküche brodelte in der Community auf, als die ersten Infos bekannt wurden, dass nicht mehr Das Stad’l dem Rosa Montag eine Heimat bietet. Die Betreiberfamilie Förster ist mit ihrem XXL-Biergarten diesmal nicht auf dem Volksfest vertreten. Jenny lag aber der Rosa Montag für die Community sehr am Herzen. Darum hat sie selbst schon das Zepter an den Nachfolger weitergereicht, damit der Rosa Montag zelebriert werden kann! Der neue Open Air Biergarten „Heimat im Glas“ von der Schaustellerfamilie Hofmann übernimmt den Tag, in diesem Jahr am 31. August 2026...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bilderserien der letzten Jahre +++

Wirt Holger Stark erfreut: die renovierte Stube im Areal Burgersgarten (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Roomlifting im Burgersgarten

Schwabach: Am dritten August-Samstag lud Wirt Holger Stark seine Stammkundschaft zur Einweihung der neu gestalteten „Wilderer Stube“ im Wirtshaus Areal Burgersgarten Schwabach (Badstr. 24) ein. Für einige Wochen war die Stube deshalb eine kleine Renovierungs-Baustelle. Wobei Holger den Plan mehr oder weniger spontan umgesetzt hat. „Ich saß in der Stube und mir wurde plötzlich der Unterschied zu den im Frühjahr frisch renovierten Toiletten bewusst, dass der Raum hier ebenfalls eine Auffrischung braucht“, denn schon länger waren ihm die vielen Stromkabel an den Wänden ein Dorn im Auge...

+++ Zum Bericht mit Bildergalerie auf der INTERVIEW-Seite +++

TV-Tipps

+++ 12.10. NDR 22:45 Uhr Kultur - Das Journal - Magazin // 23:50 Uhr ZDF Eismayer - Spielfilm // 00:10 Uhr ZDF 37 Grad: Meine ziemlich bunte Familie - Doku // 00:30 Uhr Bros - Spielfilm +++ 13.10. 3SAT 00:45 Uhr Neverland - Spielfilm +++ 14.10. ZDF 01:00 Uhr Feindbild Queer (1 + 2) - Doku +++ 15.10. ZDFINFO 18:45 Uhr Die Armee schwuler Krieger (1 + 2) - Doku +++ 16.10. SAT.1GOLD 01:30 Uhr Lenßen & Partner: Der schwule Fußballer - Krimi +++

Das war der CSD Nürnberg 2026! (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Das war der CSD Nürnberg 2026

Es war sensationell! Unter dem Motto „Nürnberg liebt!“ fand unter blauem Himmel und bei Sommertemperaturen der Höhepunkt des Nürnberger Christopher Street Day 2026 statt. Auf der Polit-Demonstration am zweiten August-Samstag zeigte die queere Community aus der Region mit 20.000 Demoteilnehmenden auf der Postkarten-Strecke durch das Herz der Nürnberger Altstadt, vom Rathenauplatz über Rathaus, Maxbrücke mit Weinstadl, Unschlittplatz, Jakobsplatz, mit vielen jubelnden Zuschauenden, deutliche Präsenz auf den Straßen. Über 60 Gruppen hatten sich im Vorfeld für die aktive Teilnahme angemeldet und zeigten bunte Sichtbarkeit. Sie ließen sich nicht einschüchtern von dem Anschlag in Berlin, sondern im Gegenteil - jetzt erst recht - besuchten alle die zahlreichen CSDs in Deutschland....

+++ Hier geht´s zum Bericht mit Bildergalerien CSD Demo, CSD Finale Tag 1 und Tag 2 auf der DOKU-Seite +++

Aktuelles Titelbild:

Herbstzeit in der Stadt (Foto: GAYCON Archiv)

+++ Hier geht´s zu den früheren Titelbildern der letzten Jahre mit Personen aus der queeren Community: MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

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