Denkmal "Stolpersteine"

Chronologische Reihenfolge von oben nach unten: Weitere Stolpersteine 2018, Präsentation Stolpersteine 2017

Verlegung neuer Stolpersteine für homosexuelle Opfer des Nazi-Regimes in Nürnberg durch Gunter Demnig

Weitere Stolpersteine

Der Berliner Künstler Gunter Demnig war am geschichtsträchtigen Datum 09. November 2018 wieder in der Frankenmetropole, um die im Vorjahres-Oktober begonnene Aktion um sechs weitere Steine mit Messingplatten fortzuführen. Damit wird an homosexuelle Opfer des Nazi-Regimes erinnert. Am diesem zweiten November-Freitag wurden außerdem zwei Steine zum Gedenken an jüdische Bürger verlegt. Einige Paten aus unserer Community übernahmen die Spendenfinanzierung für die homosexuellen Opfer: Dieter Barth für drei Steine, Manfred Kümmerling & Klaus Höcherl (Bar59), Andreas Hentschel & Bastian Brauwer (CSD Verein) sowie der Verein Fliederlich. Dieser widmet Ralph Hoffmann einen Stein, weil die Recherche der Opfer maßgeblich von ihm mit initiiert wurde. Vertreter von ‚Geschichte für Alle‘ sowie aus der Community begleiteten Gunter Deming durch die Stadt. Sie berichteten, dass an einer Adresse die am Vortag gelockerte Steinplatte des Bürgersteigs von SÖR aus Versehen in Rekordzeit wieder verschlossen wurde. Zu einer überraschenden Begegnung kam es bei der Steinlegung mit einer direkten Verwandten des Ermordeten, obwohl vorab recherchiert wurde und keine Nachkommen der Familie zu finden waren. Ihr wurden nie die Hintergründe erzählt. Ein reiner Zufall, denn die Verlegung dauert nur ein paar Minuten. Derzeit sind 396 Nürnberger Biografien zum §175 als Geschichte bekannt. Paten können weiterhin einen Stein für 120 Euro finanzieren, inklusive Herstellung und Verlegung. Paten-Interessenten melden sich bitte per Mail bei Dr. Pascal Metzger von Geschichte für Alle.

Messingtafeln erinnern an die Opfer des Nazi-Regimes

Richard Pongratz (1910 – 1945), Stolperstein Schuckertplatz 6. Pongratz, in Nürnberg geboren, war kaufmännischer Angestellter. Bereits als junger Mann kam er aufgrund seiner Homosexualität in Konflikt mit Polizei und Justiz. In einem später angefertigten psychologischen Gutachten über ihn heißt es verächtlich, er sei ein „haltloser Homosexueller“, schäme sich dafür jedoch in keiner Weise und fühle sich als „unschuldig Verfolgter“. Ein Bekannter denunzierte ihn, Pongratz wurde verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Sein Rechtsanwalt legte Revision ein, was fatale Folgen hatte: Das Reichsgericht in Leipzig beanstandete in seiner Prüfung des Urteils nicht das Strafmaß, monierte aber, dass bei Pongratz offenkundig ein „Hang zu gleichgeschlechtlichen Verfehlungen“ vorliege und dieser daher möglicherweise als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher“ anzusehen sei. Im Dezember 1942 überstellte man ihn als Sicherungsverwahrten in das KZ Mauthausen, wo er bis Kriegsende verblieb. Er wurde 35 Jahre alt.

Karl Jakob Kolb (1891 – 1942), Stolperstein Herschelstraße 17. Kolb wurde in Bayreuth geboren und zog später nach Nürnberg, wo er als Kaufmann arbeitete. Zwar heiratete er eine Frau und zeugte zwei Kinder, er hatte sein Leben lang aber auch immer wieder sexuelle Beziehungen mit Männern. Er verkehrte unter anderem in der Kneipe „Wirtschaftsraum 3. Klasse“ im Nürnberger Hauptbahnhof, die Ende der 1930er Jahre als Treffpunkt für Homosexuelle galt. Dort lernte Kolb im Juni 1939 einen 20-jährigen Prostituierten kennen. Wenig später verhaftete die Polizei den Prostituierten. Wegen Verstoßes gegen den Paragraphen 175 verurteilte das Gericht Kolb zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe, die dieser in der Folge bis Mai 1940 im Strafgefängnis Ebrach verbüßte. Danach wurde er auf Anweisung der Nürnberger Kriminalpolizei hin in das KZ Dachau eingewiesen. Kolb kam Ende Januar 1942 mit einem „Invalidentransport“ in die Tötungsanstalt Schloss Hartheim (Oberösterreich). Er wurde 51 Jahre alt.

Alfred Zöller (1912 – 1940), Stolperstein Leyher Straße 25. Zöller, in Fürth geboren,  machte eine Lehre zum Tapezierer und Dekorateur. Später arbeitete er in Fürth als Packer bei den Triumph-Werken. Seine Homosexualität lebte Zöller bereits in jungen Jahren relativ offen aus. Ab 1930 besuchte er Treffpunkte der sich damals entwickelnden homosexuellen Szene in Nürnberg. 1934 wurde der damals 22-jährige Zöller erstmals bei einer Polizeirazzia in der Kneipe „Zur Burg“, einem bekannten Homosexuellentreffpunkt in der Nürnberger Innenstadt, festgenommen. Später folgten Ermittlungen der Kriminalpolizei gegen die ehemaligen Mitglieder des Homosexuellenvereins „Silhouette“. Nachdem er seine Haftstrafe verbüßt hatte, zog Zöller nach Nürnberg und arbeitete als Zeitungsausfahrer. Fortan lebte er unter ständiger Beobachtung durch die Kriminalpolizei. Für Dezember 1939 ist seine Einweisung in das Konzentrationslager Sachsenhausen belegt. Das Lager war dafür bekannt, dass dort Homosexuelle auf besonders grausame Art und Weise gequält und misshandelt wurden. Er wurde 27 Jahre alt.

Adam Schwind (1899 – 1945), Stolperstein Veillodterstraße 21. Schwind, in Bamberg geboren, machte eine Lehre zum Dekorateur. 1929 gab er die elterliche Wohnung in Bamberg auf und zog nach Nürnberg. In den folgenden Jahren bewegte er sich in der homosexuellen Szene. Vor allem im Verein „Silhouette“, in dem sich Homosexuelle vernetzten und gemeinsame Aktivitäten organisierten, war Schwind aktiv. 1933 wurde die Nürnberger Kriminalpolizei deswegen auf ihn aufmerksam. 1936 denunzierte ein Sexualpartner Schwind, der daraufhin unverzüglich festgenommen wurde. Am Ende stand ein mehrtägiger Prozess gegen die ehemaligen „Silhouette“-Mitglieder, der ab dem 24. März 1937 vor dem Landgericht Nürnberg stattfand. Auf die dreijährige Haft folgte für Schwind eine Odyssee durch mehrere Konzentrationslager, die sich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hinzog. Er wurde 45 Jahre alt.

Georg Jean Mayer (1902 – 1943), Stolperstein Tucherstraße 14. Mayer, in Nürnberg geboren, arbeitete als Fräser und später als Hausdiener in diversen Hotels. Ab 1930 betrieb er gemeinsam mit seiner Mutter einen Blumenhandel in der Nürnberger Innenstadt. Wegen Verstoßes gegen den Paragraphen 175 wurde Mayer erstmals 1935 durch das Amtsgericht Nürnberg verurteilt. Im Gefängnis lernte Mayer einen Mithäftling kennen, mit dem er eine sexuelle Beziehung unterhielt und über die Haftzeit hinaus in Kontakt blieb. Bei einem Besuch Mayers bei seinem Freund im mittelfränkischen Diepersdorf wurde die Polizei im März 1938 durch eine Denunziation aufmerksam. Die Ermittlungsergebnisse führten zu einer Anklage gegen Mayer vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth, das ihn im Juni 1938 zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilte. Zusätzlich entschieden die Richter, ihn als „gefährlichen Gewohnheitsverbrecher“ in Sicherungsverwahrung zu nehmen. Auf Anweisung des Reichsjustizministeriums wurde er im Dezember 1942 ins KZ Mauthausen gebracht. Er wurde 40 Jahre alt.

Fritz Drechsler (1898 – 1941), Stolperstein Köhnstraße 50. Drechsler, in Nürnberg geboren, arbeitete als kaufmännischer Angestellter. Von einer Strafverfolgung wegen seiner Homosexualität bleib Drechsler nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten anfangs noch verschont. Dies änderte sich durch einen Vorfall im September 1936: Drechsler suchte in einer Toilettenanlage am Aufseßplatz offenkundig sexuelle Kontakte und unternahm dort Annäherungsversuche bei Personen, die sich zufällig dort aufhielten. Gemeinsam ergriffen die vier Männer Drechsler und brachten ihn zur nächsten Polizeiwache, wo sie Anzeige wegen Belästigung erstatteten. Infolge der beiden Schuldsprüche war Drechsler bis Oktober 1938 in Haft. Nach einem erneuten Vorfall entschied die Nürnberger Kriminalpolizei, ihn in polizeiliche Vorbeugungshaft zu nehmen, also ihn auf unbestimmte Zeit in ein Konzentrationslager einzuweisen. Er wurde 43 Jahre alt.

 

GAYCON November 2018

"Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer in Nürnberg" - Stadtgebiet - 09. November2018

Präsentation der ersten "Stolpersteine" für homosexuelle Opfer des Nazi-Regimes in Nürnberg. Von links: Uschi Unsinn, Ralph Hoffmann (Fliederlich), Gunter Demnig (Künstler) und Dr. Pascal Metzger (Geschichte für Alle)

Stolpersteine gegen das Vergessen

Das ist der Anfang: Seit Mitte Oktober erinnern vier „Stolpersteine“ an homosexuelle Nazi-Opfer in Nürnberger Straßen. Der Berliner Künstler Gunter Demnig (69) hat die Steine mit den Messingplatten persönlich verlegt. Schirmherr der Aktion ist Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Paten übernehmen die Spendenfinanzierung.

Am Abend des dritten Oktobermontags wurde das Projekt von Geschichte für Alle e.V. und Fliederlich e.V. der Öffentlichkeit im Literaturhaus präsentiert. Im vollbesetzten Salon stellte Deming sein Kunstprojekt vor, musikalisch umrahmt vom Lesben-Chor „Tinitussis“. Begonnen hat er sein Werk 1992, es gilt mit inzwischen 61.000 verlegten „Stolpersteinen“ als das größte dezentrale Denkmal weltweit. Vor allem die Namen jüdischer Opfer der Nazi-Zeit wurden in die Wege und Plätze in 1200 ehemaligen Wohnorten in Deutschland und in zwanzig Ländern Europas eingebracht. Bisher liegen 73 Steine in Nürnberg, auf deren Messingplatten Name und Todestag der Ermordeten stehen. Nun erinnern erstmals vier Exemplare an homosexuelle Opfer in der Frankenhauptstadt. Für Michael Glas, Geschäftsführer von Fliederlich, ist es ein „krönender Abschluss“, denn seit 16 Jahren arbeitet der Verein an diesem Vorhaben. Geschichte für Alle hat die Biografien erforscht. Der §175 stellte in der Weimarer Republik jede homosexuelle Handlung unter Strafe. Die Nationalsozialisten verschärften den Paragraphen 1935, dadurch schnellten Ermittlungsverfahren gegen Homosexuelle in ganz Deutschland in die Höhe. Tausende wurden in dieser Zeit verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet. Dass sie zu den Opfern nationalsozialistischer Gewalt zählten, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit verdrängt und verschwiegen. Mit der Aktion werden die Opfer aus der Anonymität geholt. Die Steine verhindern das Vergessen des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte.

Die ersten vier Steine erinnern an Nürnberger homosexuelle Opfer

Rudolf Brinkmann (1908 – 1941), Stolperstein Frauentorgraben 17. Brinkmann, in Stettin geboren, lebte 1933 zwecks Studium in Berlin, wo er 1934 nach einer Razzia der Gestapo in der dortigen schwulen Szene als Homosexueller ins KZ Lichtenburg verschleppt wurde. Als verurteilter Homosexueller durfte er weder sein Studium noch seine Lehre als Buchhändler abschließen. 1938 fand er eine Arbeitsstelle im Amtlichen Bayerischen Reisebüro in Nürnberg. Brinkmann lebte ein zurückgezogenes Leben. Zum Verhängnis wurde ihm eine Bekanntschaft mit einem 23-jährigen, der Brinkmann nach seinem Outing bei der Polizei denunzierte. 1939 wurde Brinkmann zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. Danach kam er nicht frei, sondern wurde ins KZ Flossenbürg eingewiesen. Er wurde 33 Jahre alt.

Andreas Hitzler (1906 – 1940), Stolperstein Seuffertstraße 5. Hitzler, in Nürnberg geboren, war gelernter Bäcker, arbeitete einige Zeit als Bäckergehilfe. Später verdiente er seinen Lebensunterhalt als Bauhilfsarbeiter im Brückenbau. Hitzler lebte seine Homosexualität vor der Nazi-Diktatur ziemlich offen aus, in der beginnenden schwulen Subkultur Nürnbergs der 1930er Jahre. Er war Mitglied im Verein „Silhouette“, wo sich schwule Männer heimlich vernetzten, um einer Strafe zu entgehen. 1932 erfolgte die erste Verurteilung Hitzlers wegen dem §175. Weil sein Sexualpartner ihn 1936 denunzierte, nahm ihn die Polizei fest. Daraufhin kam Hitzler ins KZ Dachau, die Freiheit sah er nach der Strafe trotzdem nicht wieder, denn 1939 wurde er ins KZ Mauthausen verlegt. Durch die Zwangsarbeit ausgebeutet, wurde er ebenfalls nur 33 Jahre alt.

Karl Friedrich Kloss (1895 – 1944), Stolperstein Hallplatz 21. Kloss, in Steuden geboren, arbeitete nach der Berufsschulzeit in verschiedenen Städten als Büfettgehilfe. Später wechselte er ins Hotelgewerbe und war als Hotelportier tätig. Die vielen Ortswechsel halfen ihm, sein Schwulsein heimlich auszuleben. 1936,1938, 1939 erfolgten erste Haftstrafen wegen dem §175. 1940 kam Kloss nach Nürnberg, arbeitete und wohnte im Hotel „Goldenen Adler“ am Hallplatz. Er wurde 1944 an seinem Arbeitsplatz festgenommen, die von der Polizei gefundenen Liebesbriefe führten zu einer Anklage als „gefährlichen Gewohnheitsverbrecher“ vor einem Sondergericht. Weil Kloss in diesem Schauprozess ein Todesurteil wegen Verstoßes gegen den §175 erwartete, erhängte er sich in seiner Zelle, noch bevor das Urteil gesprochen wurde. Er wurde 49 Jahre alt.

Rudolf Koch (1918 – 1986), Stolperstein Untere Talgasse 6. Koch, in Nürnberg geboren, war Elektroinstallateur. Weil sich Homosexuelle nur an heimlichen Treffpunkten begegnen konnten, wurde er 1935 zum ersten Mal in der Toilette des „Kaufhauses Weißer Turm“ polizeilich aufgegriffen. Als Koch 1939 im Waffenhof, einem bekannten Szene-Treffpunkt der Stadt, wieder aufgegriffen wurde, erfolgte ein Verbot, nachts seine Wohnung zu verlassen. Nach dem Verstoß gegen die Auflagen wurde er in „polizeiliche Vorbeugungshaft“ genommen. Das bedeutete, Koch wurde auf unbestimmte Zeit ins Konzentrationslager eingewiesen. Zuerst im KZ Sachsenhausen, anschließend im KZ Flossenbürg. Er sah den einzigen Ausweg wie viele seiner Rosa Winkel Mithäftlinge: Koch ließ sich mit 23 Jahren entmannen. Weil er nun „keine Gefahr mehr für die Gesellschaft darstelle“, wurde er einige Monate später entlassen. 1942 zog er in die Wehrmacht ein, überlebte den Krieg und kam zurück nach Nürnberg. Koch starb mit 68 Jahren.

Volles Literaturhaus bei der Präsentation

Man „stolpert mit Kopf und Herzen“ in den öffentlichen Straßen über das Kunstprojekt. Ursprünglich waren einmal Wandtafeln geplant, doch die Absage von Hausbesitzern wäre deutlich vorauszusehen gewesen. „Die Passanten wollen die Namen auf den Messingplatten lesen, deshalb verbeugen sie sich vor den Opfern“, betont Demnig seine Motivation. Als Wiedererkennungseffekt haben alle Steine die gleiche Größe, und werden individuell von Hand gefertigt. Weil Passanten über die Messingplatten laufen, werden diese automatisch poliert. Solange es geht, will Demnig weitermachen, aber er hat schon eine Stiftung gegründet, die die Erinnerungsarbeit fortsetzten wird. Demnig berichtete, dass nicht alle Städte mit dem Projekt einverstanden sind. In München werden die Steine deshalb nur auf privatem Grund verlegt.

 

Geschichte für Alle e.V. betont, dass alle Opfergruppen bedacht werden können. Derzeit sind 396 Nürnberger Biografien mit dem §175 als Geschichte bekannt. Paten können einen Stein für 120 Euro finanzieren inklusive Herstellung und Verlegung. Paten-Interessenten melden sich bitte per Mail bei Dr. Pascal Metzger von Geschichte für Alle.

 

www.stolpersteine.eu

 

Text/ Fotos Norbert Kiesewetter

GAYCON Oktober 2017

Präsentation "Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer in Nürnberg" - Literaturhaussalon Nürnberg - 16.Oktober 2017

Die ersten vier Stolpersteine für homosexuelle Opfer der Nazi-Zeit in Nürnberger Straßen
1. Demonstration zum "Transgender Day of Visibility" auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz

COMMUNITY PREMIERE:

Trans* Sichtbarkeit

Der erste „Transgender Day of Visibility“ (Internationaler Tag der Sichtbarkeit von Trans*-Personen) am letzten März-Mittwoch in Nürnberg war ein voller Erfolg. Rund 65 Personen sind auf dem Community Gedenkort Magnus-Hirschfeld-Platz am Sterntor erschienen. Das Bündnis gegen Trans- und Homophobie in der Metropolregion Nürnberg hat diese erste Demonstration für mehr Trans* Sichtbarkeit organisiert. Zahlreiche Menschen aus Vereinen und Gruppen der queeren Community waren ebenfalls vertreten, um ihre Unterstützung mit Plakaten kundzutun. In teils sehr emotionalen Redebeiträgen wurden auch persönliche Geschichten übermittelt. ... +++ Hier geht es zum  vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Aprilscherz 2021: Der Nürnberger Lederclub plant ein "NLC-Motorrad-Museum"! (Foto: GAYCON Archiv)

APRILSCHERZ 2021:

Der NLC plant eine Feuerstuhl Ausstellung

Seit Jahren heimlich in Planung, in diesem Jahr werden die exklusiven Verträge unterzeichnet: Der Nürnberger Lederclub eröffnet zum Ende des Jahres in einer alten Fabrikhalle am Kohlenhof in der Nürnberger Innenstadt ein NLC-Motorrad-Museum! Eigentlich hätte die Eröffnung schon pünktlich zum 35jährigen Jubiläum des Vereins stattfinden sollen, doch Corona hatte alle Planungen um ein Jahr verschoben. Wie unser Informant aus dem engsten Planungskreis berichtet, wird auch die AIDS-Hilfe Nürnberg einen Teil der Räume mieten, weil deren Platzkapazitäten in der Entengasse in ihrem Haus in der Altstadt nicht mehr ausreichen. .... Zum vollständigen GAYCON Aprilscherz 2021 sowie die Ausgaben der letzten Jahre auf der DOKU-Seite! +++

Der Künstler Ole Debovary (links) liest Hans Sachs (Fotos: Privat & GAYCON.DE)

KULTURGESCHICHTE:

"queer interpretiert“

Unter diesem Stichwort widmen sich die Künstler Ole Debovary und Spunk Seipel dem bekanntesten Dichter Nürnbergs: Hans Sachs. Die Künstler fragten sich, wie man einen neuen, queeren Zugang zu seinen Gedichten finden kann und kamen zum Ergebnis, dass man Hans Sachs überhaupt erst einmal lesen muss, bevor weitere Diskussionen zu den Werken stattfinden können. GAYCON interviewte Spunk Seipel zum Projekt, wie wichtig für ihn queere Kunst ist und woher die Liebe zur Nürnberger Kultur kommt. Debovary und Seipel standen vor dem Problem, dass kaum jemand einen Text von Hans Sachs kennt. „Sein Werk ist für heutige Menschen sprachlich und inhaltlich schwer zugänglich“, informiert Seipel. ...

Zum vollständigen Bericht auf der INTERVIEW-Seite mit Links zu den Hans Sachs Videos
Annette Röckl und Marcel Schneider. (Foto: GAYCON / Privat)

SPENDENAKTION:

Buch-Benefiz

Die regelmäßigen Benefiz-Galas von Marcel Schneider sind unter den Corona-Beschränkungen aktuell nicht möglich. Bisher konnte er in all den Jahren insgesamt so 530.000 Euro einsammeln. Mit der neuen Buch-Benefiz-Aktion beschreitet er neue Pfade. Gegen eine Spende können handsignierte Bücher von den Bestseller-Autorinnen Sabine Weigand (MdL) und Annette Röckl (NN) bei Marcel abgeholt werden. So geht es: Zuerst anrufen (Tel: 0170 – 8334447), Termin ausmachen, abholen am Salon oder bei ihm privat in Rednitzhembach. Das gesam-melte Geld dieser Benefiz-Aktion geht diesmal zur Hälfte an die Frühförderung der Lebenshilfe Schwabach-Roth und an den Tierschutz Franken.

#wissenverdoppeln Kampagne der Nürnberger AIDS-Hilfe zum Welt AIDS Tag 2020 (Foto: AIDS Hilfe Nürnberg)

KAMPAGNE:

Allmächd!

2020 macht die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. mit einer #wissenverdoppeln Kampagne rund um den Welt AIDS Tag auf sich aufmerksam. „Allmächd! HIV ist unter Therapie NICHT übertragbar! Edzerdla wassd es …“ steht in fränkischen Worten auf den blauen Plakaten. Grund für die Kampagne ist eine deprimierende repräsentative Studie. Gerade einmal 18 Prozent der Befragten stimmten der Aussage „Mit den gegenwärtigen Behandlungs-möglichkeiten ist es möglich, dass HIV beim Sex ohne Kondom nicht mehr übertragen wird“ voll und ganz oder eher zu. Bei der HIV-Therapie unterdrücken die PrEP-Medikamente das Virus im Körper.  ... +++ Zum vollständigen Bericht mit Aktion #positivarbeiten der Stadt Nürnberg auf der DOKU-Seite +++

#TV-TIPPS

+++ 12.04. VOX 18:00 First Dates - Ein Tisch für zwei - Dating Show // 21:05 SAT.1 EMOTIONS Deadly Tropics: Heimliche Liebe - Krimi // 21:20 RBB Ganz schön Berlin! - Doku +++ 13.04. ZDFINFO 21:00 Bibeltreue Supermacht - Evangelikale in den USA - Doku // 21:00 RTLPLUS Law & Order - Special Victims Unit: Doppelleben - Krimi // 14.04. ARD 20:15 Familie verpflichtet - Spielfilm // 21:15 PROSIEBEN 9-1-1  Lone Star: Aufnahmetest - Serie +++ 15.04. SAT.1 EMOTIONS 23:30 Edel & Stark: Das Gericht tanzt - Serie +++ 16.04. ARTE 22:00 High Energy - Disco auf Hochtouren - Doku // 23:40 KINOWELT TV Auch Männer mögen´s heiß - Spielfilm +++ 17.04. KABEL 1 CLASSICS 16:50 Letzte Ausfahrt Brooklyn - Spielfilm // 01:15 ARD Der Wolf: Tote Hunde beißen nicht - Krimi +++ 18.04. KABEL 1 CLASSICS 12:05 Maurice - Spielfilm +++

"To Go" Verkauf im Restaurant Literaturhaus Nürnberg (Foto: Restaurant Literaturhaus)

GASTRONOMIE:

Mitnahme

GAYCON Tipp für Nürnberg: Im Lockdown hat auch Bernhard Rings mit seinem Team vom Restaurant im Literaturhaus (Luitpoldstr. 6) weiterhin als "To Go" mit einer kleinen Auswahlkarte geöffnet! Täglich von 11:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. Vollwertige Mahlzeiten zum Mitnehmen zum Beispiel Schnitzel, Gulasch, Fleischküchle, Putenbrust, Lasagne, Pasta und vegetarische Gerichte, plus täglich wechselnder Eintopf, aber auch Kaffeespezialitäten, hausge-backene Kuchen etc. warten auf Laufkundschaft, Stammkunden und Freunde. Hier geht´s zur Speisekarte. Gerne kann unter Telefon 0911/ 2342658 oder per E-Mail info@rilh.de vorbestellt werden. +++ Unser GAYCON Interview mit Wirt Bernhard Rings ist weiterhin online! +++

Café Maxx Fürth: Kuchen & Torten zum Mitnehmen (Foto: Café Maxx)

GASTRONOMIE:

To Go

GAYCON Tipp in Fürth: Das Café Maxx (Gustavstr. 42) hat jeden Samstag und Sonntag von 12:00 bis 17:00 Uhr in der Fürther Altstadt als "To Go" geöffnet. Bäckermeister Frank Seiferth hat sich wieder ins Zeug gelegt, um leckerste Kuchen- und Tortenkreationen als „To Go“ für seine Gäste anzubieten. Wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen dürfen die Gäste nicht im Café sitzen. Aber die kulinarischen Kreationen dürfen daheim zum Beispiel auf Balkonien, im Wintergarten oder in Eurer Wohnung verzehrt werden. Das macht die aktuelle Situation zumindest etwas süßer! Schaut einfach mit einem schönen Spaziergang bei Frank in Fürth vorbei.

#VORSCHAU 2021:

Jubiläumskonzert Andy Maine im Literaturhaus

VORSCHAU 2021:

Dinner Show

Vorschau 2021: +++ Update: Termin verschoben! +++ Schon jetzt Termin vormerken und Karten im Vorverkauf sichern! Am Sonntag den 05. September 2021 um 19:00 Uhr steigt das Jubiläumskonzert von Andy Maine unter dem Motto „Das Beste am Leben“ inklusive einem 3-Gang-Menü im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Die Travestie Chansonette und Kunstpfeiferin präsentiert an dem Abend ihre schönsten Songs aus 35 Jahren. Ab sofort gibt es Karten für 49,- Euro pro Person. Inklusive Konzert, Menü und Begrüßungsgetränk. Kartenvor-verkauf direkt im Restaurant Literaturhaus! Tel: 0911/ 2342658.

CSD Nürnberg 2021: Wieder mit Straßendemo? (Foto: GAYCON Archiv)

VORSCHAU  2021:

CSD Termin

GAYCON Tipp: Termin vormerken! CSD Nürnberg 2021 am Samstag 7. & Sonntag 8. August 2021. Motto: "Queer Europe - Du hast die Wahl!" Plus "Prideweeks" als Rahmen-programm im Vorfeld. Ob in diesem Jahr eine Demo wie auf dem Foto stattfinden kann? Übrigens, wer beim OrgaTeam des CSD Nürnberg mitmachen möchte, kann sich jederzeit melden. Die Arbeits-gruppen – Kommunikation, - Social Media, - Rahmenprogramm, - Bühnen-programm, - Demo, - Finale (am Kornmarkt statt bisher am Jakobsplatz) freuen sich auf weitere tatkräftige Unterstützung! Alle aus der queeren Community sind eingeladen mitzuhelfen, damit der Nürnberger Christopher-Street-Day / Pride weit über die Metropolregion hinaus-strahlen kann. Traut euch. Kommt in die CSD Familie. +++ Unsere GAYCON Berichte & Bildergalerien vom CSD Nürnberg der letzten Jahre sind weiterhin online! +++

Reporter des Monats:

GAYCON Titelbild April 2021 - Norbert & Klaus - Pressebilder 10 Jahre GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab Sommer 2021 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbst-bewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

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