#Savoy Bar Nürnberg

Chronologisch von oben nach unten: Lüsterglanz (2021), 10 Jahre Peter im Savoy (2020), 30 Jahre Savoy Bar (2013)

Die zweijährige Renovierung der Savoy Bar Nürnberg ist nun abgeschlossen! Zahlreiche Lüster verbreiten einen neuen Glanz.

Lüsterglanz

Abschluss der Renovierungsarbeiten in der Savoy Bar

Viele haben sie schon gesehen und sind begeistert! Seit Ende Juli hängen im Savoy vier neue zusätzliche Kronleuchter. Extraanfertigung für das Südstadtlokal! Und die Gäste sind ganz begeistert. Von „Ludwigs Herrenchiemsee“ als Kommentar von einem Gast auf Facebook bis von Wirt Peter selbst „Schloss Versailles in der Bogenstraße 45“ reichen die Bezeichnungen. Dabei wurde Peter selbst überrascht, denn sein Team-Partner Thomas hat statt einen gleich vier in Auftrag gegeben und nach wochenlanger Produktionszeit persönlich in Szene gesetzt. Mit den Kronleuchtern zusammen sind offiziell die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Zwei Jahre lang legten Peter und Thomas im Lokal selbst Hand an und vergossen dabei viel Schweiß. Dabei haben sie nun auch den zweiten Corona-Lockdown optimal genutzt. Für die Gäste nicht zu sehen, aber trotzdem Peters ganzer Stolz: Der Keller wurde komplett neu renoviert. Zuerst musste für die Verlegung von Rohren der Boden aufgerissen werden. Schmutz, Staub und Schutt in Containermengen sind mit Eimern rausgeschafft worden. Abschließend folgte die komplette neue Verfliesung von Boden und Wänden. Alle eingelagerten Vorräte waren wochenlang vorrübergehend im Lokalraum gestapelt worden. „Das hätten wir zu normalen Öffnungszeiten nicht geschafft“, betont Peter. Auch die Kellertreppe zieren jetzt komplett neue Fliesen. Im Lokalraum am Tresen stehen neue Barhocker, die alle manuell an die Sonder-Thekenhöhe angepasst werden mussten, Bein für Bein. Ein größerer Fernseher freut sich schon auf die nächste ESC-Übertragung. Den Gästen gefällt das Renovierungsergebnis, das dem Savoy seinen Stil und seine Seele nicht genommen hat, wie viele betonen. Peter und Thomas haben behutsam ein Stück queere Nürnberg-Geschichte erhalten, aber trotzdem in vielen Details mit viel Mut auch deutlich verbessert, sowie der Bar einen neuen Glanz verpasst. Das kommt an. Das Savoy knüpft damit an die eigene Tradition an, deren Wurzeln vor 38 Jahren gelegt wurden. Als älteste durchgehend geöffnete Nürnberger queere Szenebar hat das Lokal die ganze Bandbreite der Szenegeschichte begleitet und sich nun für die Zukunft herausgeputzt.

 

Text/ Fotos: Norbert Kiesewetter

GAYCON August 2021

Bildergalerie Abschluss Renovierung Savoy 2021

Das neue Savoy-Team in der Südstadt: Peter und Thomas vor der renovierten Gartenterrasse

Frisch in die neue Dekade

Szenejubiläum: Zehn Jahre Wirt Peter Liedl in der Savoy Bar (Bogenstr. 45) in der Südstadt. Nürnbergs älteste aktive queere Kneipe hatte im Juli gleichzeitig ihr 37. Jahr vollendet. Grund für ein rauschendes Fest - wegen Corona leider verschoben! Wir sprachen mit Peter über die aktuelle Lokal-Renovierung, ob er uns als Wirt erhalten bleibt, über Szenegerüchte und seine zehnjährigen Wirte-Erfahrungen. Außerdem gibt er uns einen Ausblick in die Lokal-Zukunft.

 

„In den zehn Jahren habe ich viele neue Freunde kennengelernt, einige sind aber auch gegangen. Über das Verhalten von Mensch zu Mensch habe ich über die Jahre viele Erkenntnisse von gut bis schlecht gewonnen. Das Publikum hat sich zu achtzig Prozent in ein neues verwandelt. Zwanzig Prozent sind von den Ur-Stammgästen erhalten geblieben. Inzwischen haben sich die neuen achtzig Prozent zu den heutigen Stammgästen etabliert. In den letzten drei Jahren hatte ich neunzig Prozent Umsatz über meine treuen Freunde, nur etwa zehn Prozent an Laufkundschaft. Das hilft mir jetzt in der Corona-Zeit“, betont Peter Liedl. „Natürlich ist das Publikum mit der Zeit ebenfalls reifer geworden. Von jung bis alt treffen sich alle Generationen. Viele Messegäste, die eine englische Konversation schätzen, wurden auch zu jährlichen Stammgästen. Ich finde es auch schön zu beobachten, dass sich meine Besucher zu normalen Zeiten immer mit Umarmungen begrüßen. Manche Leute sind total verrückt oder überdreht. Aber das sollen sie auch sein.“

Der legendäre Teppichboden ist aktueller Holzoptik gewichen

Zweite Erfolgsgeschichte

Vor zehn Jahren hatte Peter mit seinem damaligen Lebenspartner Jeremy die Savoy Arbeit begonnen. Doch nach der Trennung konzentrierte sich die komplette Verantwortung auf Peter alleine. Noch bis vor kurzer Zeit hat er zwei Jahre lang sechs Tage die Woche gearbeitet. Damit fand er keine Ruhe. Er verlor die Lust, die Perspektive. Er wollte das Savoy verkaufen. Gleichzeitig häuften sich die Detail-Arbeiten im Lokal an, die er so alleine mental und zeitlich nicht stemmen konnte. Er hatte nur für die Motto-Partys dekoriert. Deshalb entschloss er sich, das Savoy zu renovieren, damit er es besser an einen Nachfolger verkaufen könnte. Im Februar 2019 starteten deshalb die ersten Renovierungsarbeiten im Tresen-Bereich mit Technik und Bodenbelag. Thomas half ihm dabei, eigentlich ein langjähriger Stammgast, mit dem ihn inzwischen eine treue Freundschaft verbindet. „Auf Thomas kann ich mich zu hundert Prozent verlassen. Ich brauche ihn nur anzurufen und er ist da. Das gibt mir Ruhe, Kraft und hat mich wieder verändert. Diese Harmonie spüren jetzt die Leute. Die Savoy-Arbeit gefällt mir besser als jemals zuvor. Eine meiner besten Entscheidungen war in die Savoy-Renovierung zu investieren“, berichtet Peter euphorisch über seinen Stimmungswandel. „Es ist die zweite Erfolgsgeschichte. Ich wollte nie der beste Wirt in der Szene sein. Nie in einem Wettbewerb stehen. Eigentlich wollte ich nur ein Geschäft haben. Das verkennen die meisten. Deshalb ist es mir auch egal, wenn jemand schlecht über das Savoy spricht.“

Zum Neustart gab es Geschenke, wie diesen Kronleuchter

Lockdown & Neustart

Nach dem überraschenden Corona-Lockdown Mitte März, konnten Peter und Thomas die Schließungszeit nochmal intensiver für die Neugestaltung nutzen, obwohl in den Wochen vorher sich schon viel getan hatte. Die komplette Elektrik mit Sicherungskasten ist neu, die abgenutzten Sitzbänke und die „Verlobungsbank“ erbarmungslos rausgerissen. Die Ersatz-Sitzwürfel wurden von den Gästen gleich erobert, noch bevor der Lockdown ausbrach. Denn die Renovierung sprach sich schnell in der Szene rum und die ersten neugierigen Gäste wurden von Peter schon Anfang des Jahres registriert. Für den legendären Teppich hatte Peter ebenfalls kein Erbarmen. Jetzt glänzt stattdessen ein heller Holzdekor-Boden. Eine nagelneue Küche wurde eingebaut und im Lokal kamen neue Beleuchtungselemente zum Einsatz. Das Kühlhaus im Keller wurde erneuert, die Toiletten saniert. Einige Gäste schenkten Peter zwei kleine und einen großen Kronleuchter zum Neuanfang für den Barbereich. Auch an Details wurde gefeilt, wie etwa an einer einheitlichen Gläserausstattung. Mit einer akribischen Ruhe und Muse hat Thomas auch noch alle Holzverkleidungen der Wände und Lokaldecke geschrubbt. Und von der Patina längst vergangener Zeiten befreit.

Die Gartenterrasse hat sich ebenfalls komplett verwandelt. Die ehemalige störanfällige Holzbodenkonstruktion war ja schon länger verschwunden. Die Gehweg-Bodenfliesen wurden nun neu verlegt und damit die bestehenden Unebenheiten im Terrassenbereich beseitigt. Neue bequeme dunkle Sitzmöbel und große Tische laden nun zum Verweilen ein. Bepflanzte Holztröge sorgen für Gemütlichkeit. „Die Gartenmarkise war ebenfalls eine meiner besten Investitionen. Außerdem erlaubte der Hausbesitzer die Vergrößerung des Gartens bis zu den Haus-Briefkästen und hat sich auch an der Beseitigung der Bodenunebenheiten beteiligt“, berichtet Peter und zeigt sich verwundert, dass damit überhaupt der erste persönliche Kontakt mit ihm zustande kam. „Was ich in all den Jahren ebenfalls noch nie erleben durfte: Zum ersten Mal waren Mitbewohner aus den oberen Etagen als Gäste im Savoy-Garten. Das gab es vorher noch nie.“

Große Verwandlung: Die Savoy-Gartenterrasse

Zu schön zum Verkauf

Als das edle Mahagoni-Holz im Lokal wieder aufpoliert war, die Gartenterrasse im neuen Glanz strahlte, und dieses die Gäste mit häufigerem und längerem Verweilen im Savoy honorierten, warf Peter alle Verkaufsabsichten über Bord. Zumal sehr viele Savoy-Treue ‚ihren Peter als Wirt nicht gehen lassen wollen‘. „Jetzt ist die Renovierung zu schön geworden, um aufzuhören. Mein Ziel sind nun erstmal fünfzehn Jahre“, betont Peter und freut sich, dass er und Thomas all das zusammen erarbeitet hatten. „Dazu kommt noch das Erfolgserlebnis, dass ich zum ersten Mal nach langer Zeit wieder Geld aus den Einnahmen zurücklegen kann“. Aber noch ist nicht alles fertig. Die Bar-Hocker sollen schon länger ausgetauscht werden. Ein Problem dabei ist jedoch der Tresen. Der ist deutlich über der Norm einfach zu hoch. Deshalb fanden sich bisher keine Hocker in der passenden Größe im Handel. Und die richtigen Wandleuchten im passenden Design fehlen ebenfalls. Die Sitzwürfel waren eigentlich nur vorrübergehend gedacht, doch bei den Gästen kommen sie gut an. „Schöner fände ich, wenn alle Leute auf einer Sitzhöhe wären“, betont Peter. Auch an die Musik-Technik möchte er noch ran, mit kleineren Boxen, die keine Vibrationen mehr auf das Holz übertragen. Mit den aktuellen Corona-Öffnungszeiten gibt es plötzlich auch ganz neue Erfahrungen, dass beispielsweise ab Nachmittag 16:00 Uhr schon Sonnenhungrige im Garten verweilen wollen. „Ich weiß noch nicht, wie ich das übernehmen kann, wenn wir wieder normal öffnen dürfen. Das wird mit meinem Tag-Nacht-Rhythmus ein Problem werden. Im Sommer wäre es schon gut. Außerdem schwebt mir ein kleines Essensangebot für meine Gäste im Kopf umher“, schmiedet Peter die nächsten Pläne. „Auf jeden Fall werden wir wieder monatliche Savoy-Events feiern, sowie es erlaubt wird. Mit der Zehn-Jahres-Feier startet dann die neue Party-Serie. Insgesamt möchte ich gerne das Ur-Savoy behutsam im 21. Jahrhundert bewahren.“

 

Text/ Fotos: Norbert Kiesewetter

GAYCON August 2020

Bildergalerie Savoy Renovierung 2020

Die Savoy Peters: links Wirt Peter Liedl & Savoy Gründerwirt Peter Abram

30 Jahre Savoy Bar

Vom Savoy-Peter zum Savoy-Peter

Am 01. Juli 1983 eröffnete Peter Abram (61) die Savoy Bar in der Bogenstraße 45 als schwule Kneipe, gleich hinter dem Hauptbahnhof. Der Gründerwirt integrierte von Anfang an die Heterogäste. Zu einer Zeit, in der die Gesellschaft noch nicht die Liberalität zeigte wie heute. Egal ob familiäre Verwandtschaft, Hotelgäste von nebenan oder Theatergäste vom Paradies. Er machte ihnen klar, hier küssen sich Männer und wer ein Problem damit hat, müsse ja nicht bleiben. Diese Offenheit und klare Ansage war Anfang der 80er Jahre revolutionär – deshalb gab es auch nie Probleme. Im Gegenteil, sie blieben und feierten regelmäßig mit. Bis heute ist das Publikum schwul, lesbisch, hetero, bi oder trans. Damit ist die Bar Nürnbergs ältestes Szenelokal, das mit wechselnden Wirten durchgängig in Betrieb geblieben ist.

 

Der Ursprung der heutigen Partybar liegt in der Altstadt. „Ich war eigentlich als Kellner im Savoy Röthenbach/Lauf angestellt. Es war ein ‚stinknormales‘ Lokal“, erinnert sich Peter Abram, der einst Konditor im ehemaligen Cafe Wagner am Rathenauplatz gelernt hatte und nach 14 Jahren in die Kneipengastronomie wechselte. „Von meinem Savoy-Chef wurde ich gefragt, ob ich einmal in der Woche Dienstag im Nürnberger Savoy in der Vorderen Sterngasse aushelfen könnte. Das Geschäft lief dort nicht optimal, aber durch meine Anwesenheit kamen alle meine schwulen Freunde. Ich habe es in eine schwule Kneipe umgewandelt, als ich dort für drei Jahre eine Schwangerschaftsvertretung übernahm.“ Das kleine Lokal mit großer Theke war komplett im gleichen Stil eingerichtet wie das Savoy in Röthenbach. Als Wiedererkennung galt neben dem Namen, als Markenzeichen die Krone und die Bargestaltung aus massivem Mahagoni-Tropenholz. Weil es mit dem Vermieter in der Vorderen Sterngasse Stress gab, aber Peter ein Händchen für das Nachtleben besaß, fragte ihn sein Chef, ob er als Partner in ein neues Objekt mit einstiege.

Das "neue" Savoy in der Nürnberger Südstadt 1983 (Foto: Privat)

Umzug in die Südstadt

„So wurde das Südstadthaus in der Bogenstraße gekauft. Im Erdgeschoss befand sich vorher eine Wohnung. So gestaltete sich der Umbau mit völlig anderer Raumaufteilung als teuere Angelegenheit. Mit einer inoffiziellen sowie einer offiziellen Feier startete die Partytradition. Auch alle Nachbarn lud ich mit ein, das ersparte Probleme“, erinnert sich Peter Abram, der darüber hinaus auch seine Familie mit Tante, Cousinen und Eltern mit einband. „Sonntags öffnete ich nachmittags das Lokal, um von meiner Mutti hausgemachten Kuchen oder die berühmte Spargelsuppe zu servieren. Es war eine schöne Zeit.“ Zum Highlight wurde die jährliche Busreise mit Übernachtung, die viel Zuspruch durch die Stammgäste fand. Bad Reichenhall, Bayerischer Wald, Floßfahrt auf der Isar oder auch das Münchner Oktoberfest wurden zu beliebten Zielen. Paradies-Gäste mussten nicht mehr auf dem Vorplatz zur nächsten Vorstellung warten, sie kamen ins Savoy. Auch die Liebe fürs Leben startete bisweilen hier. „Vier Paare haben sich bei mir im Lokal kennen gelernt. Außerdem bin ich stolz darauf, noch heute Kontakt zu meinen damaligen Gästen zu haben“, betont Peter, der aktuell als Kellner in der Gaststätte Zeppelinfeld in der Kleingartenkolonie am Frankenstadion arbeitet. „Zu meinen Geburtstagen bekomme ich 100 Anrufe.“ 15 Jahre nach der Eröffnung musste Peter aus Finanzgründen das Savoy an einen Nachfolger abgeben. In einer Zeit des Wandels blieben auch Stammgäste dem Lokal fern. Die am Schluss installierten Spielautomaten lockten zudem noch Einbrecher. „Vielleicht hat es an mir gelegen“, überlegt Peter. „Die Veränderungen durch meinen Nachfolger haben mir jedenfalls wehgetan. Mein Herz hing am ganzen Stil der Kneipe. Für einige Monate konnte ich das Savoy nicht mehr betreten.“

Gründerwirt Peter Abram (rechts) in den 80er Jahren (Foto: Privat)

Erste große Liebe

Peter Abram ist im Nürnberger Stadtteil Almoshof im Knoblauchsland aufgewachsen. Statt mit Autos und Eisenbahn wie sein Bruder, hat er lieber mit Kaufladen und der Puppenkiste gespielt. „Ich habe schon immer gewusst, dass etwas anders ist.“ Später stand er mit seiner  Freundin kurz vor der Hochzeit. Für die Bundeswehr musste er mit 21 Jahren genau in dieser Zeit nach Bad Reichenhall. Dort lernte er als schüchternes Mauerblümchen einen Kellner in einem Lokal kennen. Mit – Wartest Du auf mich – blieb Peter bis zum Feierabend. „Liebe, meine erste große Liebe. Jetzt wusste ich Bescheid, dass ich schwul bin“, erinnert sich Peter, der natürlich viele Briefe von Almoshof an seinen Liebsten schrieb. Doch ein Brief wurde offen liegengelassen. „Damit waren das Coming out und die geplante Hochzeit in der Familie erledigt!“ Im Prinzip zählte später das „ganze Dorf inklusive Klassentreffen“ zu seiner Kundschaft. Nach der Bundeswehrzeit  hatte sich Peter die Nürnberger Schwulenszene angeschaut, lernte Wirte kennen und empfand die Gemeinschaft als familiäre Szene. „Ich bin der erste Wirt gewesen, der eine Schwulenkneipe öffentlich gemacht hat, ohne Klingel an der Tür. Alle anderen haben es mir nachgemacht. Ich finde es toll, dass Peter Liedl jetzt den Laden führt, er war damals bei mir schon als Aushilfe tätig.“

So ist also seit 2010 wieder ein ‚Peter’ als vierter Wirt Chef in der Savoy Bar. Einige Stammgäste aus früherer Zeit kommen gerne und feiern regelmäßig. Die Bildergalerie an den Wänden, damals von Peter dem Ersten begonnen, ist stummer bunter Zeitzeuge einer tollen Geschichte. Im Jubiläumsjahr wurden schon länger geplante Veränderungen in die Tat umgesetzt. Eine kleine Tanzfläche mit dazugehörigen modernen Beleuchtungselementen zählt seit einigen Wochen zum Interieur. Hier schwingt nun Jung und Reif, Gay und Hetero, Urgestein und Neu gerne das Tanzbein. Auch die Terrasse vor dem Lokal ist mit neuem Geländer und Pflanzkästen endlich wieder in Betrieb. Nun sucht Peter Liedl nach authentischen goldenen Lampen, die schon vor dreißig Jahren den Glamour ins schwüle Nachtleben brachten. Auf die nächsten schönen Jahre!

 

Text/Fotos Norbert Kiesewetter

Historische Fotos von Peter Abram:

Digitalisiert von GAYCON

GAYCON JULI 2013

Savoy Bar Fotos im Jahresvergleich: 1983 und 2013

Noch heute ziert der Savoy-Werbeschriftzug die Hausfassade zur Pillenreuther Straße

Linkes Foto: Auch der heutige Wirt Peter Liedl war schon in den 80er Jahren Gast und sogar Aushilfe in der Savoy Bar. Fotos rechts: Gründerwirt Peter Abram in den 80er Jahren.

Erster Platz für Rosegardens (Foto: Rosegardens)

ERSTER PLATZ:

Rosegardens gewinnt Wettbewerb

GAYCON gratuliert: Oliver & Michael haben erneut den Wettbewerb „Nürnbergs schönstes Weihnachtsgeschäft“ auch 2021 mit ihrem Stil-Juwel Rosegardens (Vordere Sterngasse 24) gewonnen! Zum zweiten Mal hatte die City-Gewerbevereinigung „Erlebnis Nürnberg e.V.“ den Publikumswettbewerb im Advent gestartet. Sie wollten von den Kunden wissen, welches Geschäft die schönste Weihnachts-dekoration im Einzelhandel hat. Die Kunden nominierten über 40 Geschäfte im Stadtgebiet Nürnberg. 10.000 Gewinnspiel-karten wurden in den letzten vier Wochen verteilt. ... +++ Bericht & Fotos auf der DOKU-Seite +++

Demo "Queere Rechte sind Menschen Rechte" auf dem Willy-Brandt-Platz (Foto: CSD Nürnberg)

PROTEST ZEIGT ERFOLG

Ein Kommentar in der Nürnberger Zeitung erhitzte die Community

Dank der neuen Ampelkoalition steht einiges im Koalitionsvertrag, welches die jahrelangen staatlichen LGBTIQ*-Diskriminier-ungen endlich beseitigen soll. Das hatten SPD, Grüne und FDP im Wahlkampf versprochen. Darauf kann sich die queere Community freuen. Doch nicht allen gefällt das. Dass ausgerechnet ein Redakteur der Nürnberger Zeitung in einem Kommentar zum neuen Koalitionsvertrag als „Stimme der Normalos“ diese Beseitigung beklagt, während die „Normalbürger“ nur die „Kosten für den linken Gesellschaftsumbau“ tragen sollen, verwundert dann doch. Denn schon vor zehn Jahren wurden regelmäßig queere Themen in der Nürnberger Zeitung veröffentlicht, trotz konservativer Ausrichtung des Blattes. ...

+++ Was war passiert? Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie +++

Neues Angebot: Queer*Treff im Jugendtreff-Container (Foto: Container)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Jugend-Treff

Noch ganz frisch ist ein neues Angebot für queere Jugendliche im Nürnberger Stadtteil Langwasser-Nord gegenüber des Messegeländes. Im dortigen „Jugendtreff Container“ (Karl-Schönleben-Str. 70) findet immer Mittwoch von 17:00 (- 20:00) Uhr der „Queer*Treff“ statt. Für lesbische, schwule, bi, trans* Jugendliche (14 – 27 Jahre), und alle die es noch nicht wissen. Das Angebot entstand auf Wunsch einiger Besucher*innen. Diesen Wunsch hat das Team gerne, mit viel Elan und Herzblut, verwirklicht. Falls sich manche am Anfang nicht alleine trauen vorbeizuschauen, ihr könnt gerne eure Ally/ Allies zur Unterstützung mitbringen. Die Gruppe und das Jugendtreffteam helfen euch beim Kennenlernen der Einrichtung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich! Was wird dort gemacht? Den größten Teil der Zeit verbringt die Gruppe bei netten Gesprächen in den Sofaecken, in Kochgruppen, beim Spielen (Playstation, Karten- und Brettspiele) oder probiert sich im Tonstudio der Einrichtung aus. Außerdem werden auch gemeinsam Angebote und Aktionen geplant. Für neue Ideen sind sie immer offen. Gerne kann auch der Tanz- und Fitnessraum, sowie der Basketballplatz, Skateboards, Kicker oder die Tischtennisplatte genutzt werden.  +++ Ebenfalls NEU: Gruppenabend für queere Menschen von 12 bis 27 Jahren - Jeden Montag von 18:00 (- 20:00) Uhr im Jugendtreff BRiXX (Marienbergstr. 49) - Stadtteil Ziegelstein +++

Auflösung der Gruppe Queer Franken! (Foto: GAYCON Archiv)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Gruppe aufgelöst

Franken um eine queere Institution ärmer

Eigentlich wäre im Dezember groß gefeiert worden, denn die Gruppe Queer Franken hatte in diesen Tagen ihr 10-jähriges Jubiläum. Normaler-weise wäre bestimmt der Nebenraum in der Kofferfabrik Fürth wieder voller lieber Menschen gewesen plus mindestens einer riesigen Torte. Wäre nicht Corona, und vor allem, wäre nicht der Gründer Marco Berger vor eineinhalb Jahren in den Raum Stuttgart gezogen! Zwar wurde versucht, die Gruppe per Facebook mit dem neuen Namen „Queer Life LSBTIQ*“ (seit Oktober 2020) am Leben zu halten. Doch das hat nicht so wie gewünscht geklappt, auch wegen der Pandemie. Queer Franken lebte nämlich von der Aktivität in der realen Welt, dem Zusammensein, Erleben und Austausch vor Ort. „Der Social-Media Bereich ist dafür nicht geeignet.“ ... +++ Zum vollständigen Bericht auf der INTERVIEW-Seite +++

#TV-TIPPS

+++ 17.01. ARTE 14:15 Ein irrer Typ - Spielfilm // 21:00 TAGESSCHAU24 Schwul in Uniform - Ein Problem? - Doku // 23:00 SWR Krause kommt! Tahnee - Magazin +++ 18.01. TAGESSCHAU24 23:00 Schwul in Uniform - Ein Problem? - Doku +++ 19.01. WDR 23:00 Der schwangere Mann - Doku +++ 21.01. MDR 20:15 Die Schlagercharts 2021 - Show +++ 22.01. SWR 20:15 SWR4 Schlagerfeste - Das Beste aus 2021 - Show +++

Welt AIDS Tag: Gemeinsames Gedenken auf dem Jakobsplatz in der Nürnberger Altstadt

GEDENKEN:

Welt AIDS Tag

Leider geht der Welt-AIDS-Tag auch im zweiten Pandemie-Winter wegen all der Corona-Nachrichten etwas unter. Immerhin war in diesem Jahr wieder etwas mehr möglich. Perfekt organisiert auch diesmal der traditionelle ökumenische Gottes-dienst in der Kirche St. Jakob, unter Corona Hygieneregeln, also u.a. mit viel Abstand in den Bankreihen. In diesem Jahr zum Thema Freiheit. Überraschender Hörgenuss beim Verlassen der Kirche: Star Wars Filmmusik interpretiert auf der Orgel! Anschließend wurde beim DenkRaum auf dem Jakobsplatz der an AIDS verstorbenen Freunde und Mitbürger mit einem großen Kreis gedacht. Rund 35 Menschen wohnten der Zeremonie mit Live-Gesang bei und trotzten den eisigen stürmischen Winden. Gottesdienst und Gedenken organisiert von der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. und AIDS-Beratung Mittelfranken der Stadtmission Nürnberg. Der anschließend geplante gemeinsame Ausklang in der Jakobstraße mit Verköstigung durch das Restaurant Estragon musste auch in diesem Jahr wieder ausfallen. ...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalere des Welt-AIDS-Tages auf der DOKU-Seite +++

Gedenken für die Opfer von transphober Gewalt zum "Trans Day of Remembrance"

COMMUNITY NÜRNBERG:

Gedenken

Am dritten November-Samstag wurde auf dem Nürnberger Magnus-Hirschfeld-Platz mit einer kleinen Kundgebung plus Gedenk-Minute an die Opfer von transphober Gewalt erinnert. Anlass war der weltweite „Trans Day Of Remembrance“ (TDOR), der Gedenktag für die Opfer von Transphobie am 20. November. Rund ein Dutzend Menschen aus der queeren Community ließen Kerzen für die Opfer leuchten und standen für mehr Sichtbarkeit zusammen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. (dgti) wurden zwischen 01. Oktober 2020 und  30. September 2021 laut Statistik weltweit 375 Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität ermordet. 7% mehr als im vorherigen Zeitraum. ...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Titelbild des Monats:

Pressebilder 10 Jahre GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab 2022 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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