#Savoy Bar Nürnberg

Chronologisch von oben nach unten: 10 Jahre Peter im Savoy (2020), 30 Jahre Savoy Bar (2013)

Das neue Savoy-Team in der Südstadt: Peter und Thomas vor der renovierten Gartenterrasse

Frisch in die neue Dekade

Szenejubiläum: Zehn Jahre Wirt Peter Liedl in der Savoy Bar (Bogenstr. 45) in der Südstadt. Nürnbergs älteste aktive queere Kneipe hatte im Juli gleichzeitig ihr 37. Jahr vollendet. Grund für ein rauschendes Fest - wegen Corona leider verschoben! Wir sprachen mit Peter über die aktuelle Lokal-Renovierung, ob er uns als Wirt erhalten bleibt, über Szenegerüchte und seine zehnjährigen Wirte-Erfahrungen. Außerdem gibt er uns einen Ausblick in die Lokal-Zukunft.

 

„In den zehn Jahren habe ich viele neue Freunde kennengelernt, einige sind aber auch gegangen. Über das Verhalten von Mensch zu Mensch habe ich über die Jahre viele Erkenntnisse von gut bis schlecht gewonnen. Das Publikum hat sich zu achtzig Prozent in ein neues verwandelt. Zwanzig Prozent sind von den Ur-Stammgästen erhalten geblieben. Inzwischen haben sich die neuen achtzig Prozent zu den heutigen Stammgästen etabliert. In den letzten drei Jahren hatte ich neunzig Prozent Umsatz über meine treuen Freunde, nur etwa zehn Prozent an Laufkundschaft. Das hilft mir jetzt in der Corona-Zeit“, betont Peter Liedl. „Natürlich ist das Publikum mit der Zeit ebenfalls reifer geworden. Von jung bis alt treffen sich alle Generationen. Viele Messegäste, die eine englische Konversation schätzen, wurden auch zu jährlichen Stammgästen. Ich finde es auch schön zu beobachten, dass sich meine Besucher zu normalen Zeiten immer mit Umarmungen begrüßen. Manche Leute sind total verrückt oder überdreht. Aber das sollen sie auch sein.“

Der legendäre Teppichboden ist aktueller Holzoptik gewichen

Zweite Erfolgsgeschichte

Vor zehn Jahren hatte Peter mit seinem damaligen Lebenspartner Jeremy die Savoy Arbeit begonnen. Doch nach der Trennung konzentrierte sich die komplette Verantwortung auf Peter alleine. Noch bis vor kurzer Zeit hat er zwei Jahre lang sechs Tage die Woche gearbeitet. Damit fand er keine Ruhe. Er verlor die Lust, die Perspektive. Er wollte das Savoy verkaufen. Gleichzeitig häuften sich die Detail-Arbeiten im Lokal an, die er so alleine mental und zeitlich nicht stemmen konnte. Er hatte nur für die Motto-Partys dekoriert. Deshalb entschloss er sich, das Savoy zu renovieren, damit er es besser an einen Nachfolger verkaufen könnte. Im Februar 2019 starteten deshalb die ersten Renovierungsarbeiten im Tresen-Bereich mit Technik und Bodenbelag. Thomas half ihm dabei, eigentlich ein langjähriger Stammgast, mit dem ihn inzwischen eine treue Freundschaft verbindet. „Auf Thomas kann ich mich zu hundert Prozent verlassen. Ich brauche ihn nur anzurufen und er ist da. Das gibt mir Ruhe, Kraft und hat mich wieder verändert. Diese Harmonie spüren jetzt die Leute. Die Savoy-Arbeit gefällt mir besser als jemals zuvor. Eine meiner besten Entscheidungen war in die Savoy-Renovierung zu investieren“, berichtet Peter euphorisch über seinen Stimmungswandel. „Es ist die zweite Erfolgsgeschichte. Ich wollte nie der beste Wirt in der Szene sein. Nie in einem Wettbewerb stehen. Eigentlich wollte ich nur ein Geschäft haben. Das verkennen die meisten. Deshalb ist es mir auch egal, wenn jemand schlecht über das Savoy spricht.“

Zum Neustart gab es Geschenke, wie diesen Kronleuchter

Lockdown & Neustart

Nach dem überraschenden Corona-Lockdown Mitte März, konnten Peter und Thomas die Schließungszeit nochmal intensiver für die Neugestaltung nutzen, obwohl in den Wochen vorher sich schon viel getan hatte. Die komplette Elektrik mit Sicherungskasten ist neu, die abgenutzten Sitzbänke und die „Verlobungsbank“ erbarmungslos rausgerissen. Die Ersatz-Sitzwürfel wurden von den Gästen gleich erobert, noch bevor der Lockdown ausbrach. Denn die Renovierung sprach sich schnell in der Szene rum und die ersten neugierigen Gäste wurden von Peter schon Anfang des Jahres registriert. Für den legendären Teppich hatte Peter ebenfalls kein Erbarmen. Jetzt glänzt stattdessen ein heller Holzdekor-Boden. Eine nagelneue Küche wurde eingebaut und im Lokal kamen neue Beleuchtungselemente zum Einsatz. Das Kühlhaus im Keller wurde erneuert, die Toiletten saniert. Einige Gäste schenkten Peter zwei kleine und einen großen Kronleuchter zum Neuanfang für den Barbereich. Auch an Details wurde gefeilt, wie etwa an einer einheitlichen Gläserausstattung. Mit einer akribischen Ruhe und Muse hat Thomas auch noch alle Holzverkleidungen der Wände und Lokaldecke geschrubbt. Und von der Patina längst vergangener Zeiten befreit.

Die Gartenterrasse hat sich ebenfalls komplett verwandelt. Die ehemalige störanfällige Holzbodenkonstruktion war ja schon länger verschwunden. Die Gehweg-Bodenfliesen wurden nun neu verlegt und damit die bestehenden Unebenheiten im Terrassenbereich beseitigt. Neue bequeme dunkle Sitzmöbel und große Tische laden nun zum Verweilen ein. Bepflanzte Holztröge sorgen für Gemütlichkeit. „Die Gartenmarkise war ebenfalls eine meiner besten Investitionen. Außerdem erlaubte der Hausbesitzer die Vergrößerung des Gartens bis zu den Haus-Briefkästen und hat sich auch an der Beseitigung der Bodenunebenheiten beteiligt“, berichtet Peter und zeigt sich verwundert, dass damit überhaupt der erste persönliche Kontakt mit ihm zustande kam. „Was ich in all den Jahren ebenfalls noch nie erleben durfte: Zum ersten Mal waren Mitbewohner aus den oberen Etagen als Gäste im Savoy-Garten. Das gab es vorher noch nie.“

Große Verwandlung: Die Savoy-Gartenterrasse

Zu schön zum Verkauf

Als das edle Mahagoni-Holz im Lokal wieder aufpoliert war, die Gartenterrasse im neuen Glanz strahlte, und dieses die Gäste mit häufigerem und längerem Verweilen im Savoy honorierten, warf Peter alle Verkaufsabsichten über Bord. Zumal sehr viele Savoy-Treue ‚ihren Peter als Wirt nicht gehen lassen wollen‘. „Jetzt ist die Renovierung zu schön geworden, um aufzuhören. Mein Ziel sind nun erstmal fünfzehn Jahre“, betont Peter und freut sich, dass er und Thomas all das zusammen erarbeitet hatten. „Dazu kommt noch das Erfolgserlebnis, dass ich zum ersten Mal nach langer Zeit wieder Geld aus den Einnahmen zurücklegen kann“. Aber noch ist nicht alles fertig. Die Bar-Hocker sollen schon länger ausgetauscht werden. Ein Problem dabei ist jedoch der Tresen. Der ist deutlich über der Norm einfach zu hoch. Deshalb fanden sich bisher keine Hocker in der passenden Größe im Handel. Und die richtigen Wandleuchten im passenden Design fehlen ebenfalls. Die Sitzwürfel waren eigentlich nur vorrübergehend gedacht, doch bei den Gästen kommen sie gut an. „Schöner fände ich, wenn alle Leute auf einer Sitzhöhe wären“, betont Peter. Auch an die Musik-Technik möchte er noch ran, mit kleineren Boxen, die keine Vibrationen mehr auf das Holz übertragen. Mit den aktuellen Corona-Öffnungszeiten gibt es plötzlich auch ganz neue Erfahrungen, dass beispielsweise ab Nachmittag 16:00 Uhr schon Sonnenhungrige im Garten verweilen wollen. „Ich weiß noch nicht, wie ich das übernehmen kann, wenn wir wieder normal öffnen dürfen. Das wird mit meinem Tag-Nacht-Rhythmus ein Problem werden. Im Sommer wäre es schon gut. Außerdem schwebt mir ein kleines Essensangebot für meine Gäste im Kopf umher“, schmiedet Peter die nächsten Pläne. „Auf jeden Fall werden wir wieder monatliche Savoy-Events feiern, sowie es erlaubt wird. Mit der Zehn-Jahres-Feier startet dann die neue Party-Serie. Insgesamt möchte ich gerne das Ur-Savoy behutsam im 21. Jahrhundert bewahren.“

 

Text/ Fotos: Norbert Kiesewetter

GAYCON August 2020

Bildergalerie Savoy Renovierung 2020

Die Savoy Peters: links Wirt Peter Liedl & Savoy Gründerwirt Peter Abram

30 Jahre Savoy Bar

Vom Savoy-Peter zum Savoy-Peter

Am 01. Juli 1983 eröffnete Peter Abram (61) die Savoy Bar in der Bogenstraße 45 als schwule Kneipe, gleich hinter dem Hauptbahnhof. Der Gründerwirt integrierte von Anfang an die Heterogäste. Zu einer Zeit, in der die Gesellschaft noch nicht die Liberalität zeigte wie heute. Egal ob familiäre Verwandtschaft, Hotelgäste von nebenan oder Theatergäste vom Paradies. Er machte ihnen klar, hier küssen sich Männer und wer ein Problem damit hat, müsse ja nicht bleiben. Diese Offenheit und klare Ansage war Anfang der 80er Jahre revolutionär – deshalb gab es auch nie Probleme. Im Gegenteil, sie blieben und feierten regelmäßig mit. Bis heute ist das Publikum schwul, lesbisch, hetero, bi oder trans. Damit ist die Bar Nürnbergs ältestes Szenelokal, das mit wechselnden Wirten durchgängig in Betrieb geblieben ist.

 

Der Ursprung der heutigen Partybar liegt in der Altstadt. „Ich war eigentlich als Kellner im Savoy Röthenbach/Lauf angestellt. Es war ein ‚stinknormales‘ Lokal“, erinnert sich Peter Abram, der einst Konditor im ehemaligen Cafe Wagner am Rathenauplatz gelernt hatte und nach 14 Jahren in die Kneipengastronomie wechselte. „Von meinem Savoy-Chef wurde ich gefragt, ob ich einmal in der Woche Dienstag im Nürnberger Savoy in der Vorderen Sterngasse aushelfen könnte. Das Geschäft lief dort nicht optimal, aber durch meine Anwesenheit kamen alle meine schwulen Freunde. Ich habe es in eine schwule Kneipe umgewandelt, als ich dort für drei Jahre eine Schwangerschaftsvertretung übernahm.“ Das kleine Lokal mit großer Theke war komplett im gleichen Stil eingerichtet wie das Savoy in Röthenbach. Als Wiedererkennung galt neben dem Namen, als Markenzeichen die Krone und die Bargestaltung aus massivem Mahagoni-Tropenholz. Weil es mit dem Vermieter in der Vorderen Sterngasse Stress gab, aber Peter ein Händchen für das Nachtleben besaß, fragte ihn sein Chef, ob er als Partner in ein neues Objekt mit einstiege.

Das "neue" Savoy in der Nürnberger Südstadt 1983 (Foto: Privat)

Umzug in die Südstadt

„So wurde das Südstadthaus in der Bogenstraße gekauft. Im Erdgeschoss befand sich vorher eine Wohnung. So gestaltete sich der Umbau mit völlig anderer Raumaufteilung als teuere Angelegenheit. Mit einer inoffiziellen sowie einer offiziellen Feier startete die Partytradition. Auch alle Nachbarn lud ich mit ein, das ersparte Probleme“, erinnert sich Peter Abram, der darüber hinaus auch seine Familie mit Tante, Cousinen und Eltern mit einband. „Sonntags öffnete ich nachmittags das Lokal, um von meiner Mutti hausgemachten Kuchen oder die berühmte Spargelsuppe zu servieren. Es war eine schöne Zeit.“ Zum Highlight wurde die jährliche Busreise mit Übernachtung, die viel Zuspruch durch die Stammgäste fand. Bad Reichenhall, Bayerischer Wald, Floßfahrt auf der Isar oder auch das Münchner Oktoberfest wurden zu beliebten Zielen. Paradies-Gäste mussten nicht mehr auf dem Vorplatz zur nächsten Vorstellung warten, sie kamen ins Savoy. Auch die Liebe fürs Leben startete bisweilen hier. „Vier Paare haben sich bei mir im Lokal kennen gelernt. Außerdem bin ich stolz darauf, noch heute Kontakt zu meinen damaligen Gästen zu haben“, betont Peter, der aktuell als Kellner in der Gaststätte Zeppelinfeld in der Kleingartenkolonie am Frankenstadion arbeitet. „Zu meinen Geburtstagen bekomme ich 100 Anrufe.“ 15 Jahre nach der Eröffnung musste Peter aus Finanzgründen das Savoy an einen Nachfolger abgeben. In einer Zeit des Wandels blieben auch Stammgäste dem Lokal fern. Die am Schluss installierten Spielautomaten lockten zudem noch Einbrecher. „Vielleicht hat es an mir gelegen“, überlegt Peter. „Die Veränderungen durch meinen Nachfolger haben mir jedenfalls wehgetan. Mein Herz hing am ganzen Stil der Kneipe. Für einige Monate konnte ich das Savoy nicht mehr betreten.“

Gründerwirt Peter Abram (rechts) in den 80er Jahren (Foto: Privat)

Erste große Liebe

Peter Abram ist im Nürnberger Stadtteil Almoshof im Knoblauchsland aufgewachsen. Statt mit Autos und Eisenbahn wie sein Bruder, hat er lieber mit Kaufladen und der Puppenkiste gespielt. „Ich habe schon immer gewusst, dass etwas anders ist.“ Später stand er mit seiner  Freundin kurz vor der Hochzeit. Für die Bundeswehr musste er mit 21 Jahren genau in dieser Zeit nach Bad Reichenhall. Dort lernte er als schüchternes Mauerblümchen einen Kellner in einem Lokal kennen. Mit – Wartest Du auf mich – blieb Peter bis zum Feierabend. „Liebe, meine erste große Liebe. Jetzt wusste ich Bescheid, dass ich schwul bin“, erinnert sich Peter, der natürlich viele Briefe von Almoshof an seinen Liebsten schrieb. Doch ein Brief wurde offen liegengelassen. „Damit waren das Coming out und die geplante Hochzeit in der Familie erledigt!“ Im Prinzip zählte später das „ganze Dorf inklusive Klassentreffen“ zu seiner Kundschaft. Nach der Bundeswehrzeit  hatte sich Peter die Nürnberger Schwulenszene angeschaut, lernte Wirte kennen und empfand die Gemeinschaft als familiäre Szene. „Ich bin der erste Wirt gewesen, der eine Schwulenkneipe öffentlich gemacht hat, ohne Klingel an der Tür. Alle anderen haben es mir nachgemacht. Ich finde es toll, dass Peter Liedl jetzt den Laden führt, er war damals bei mir schon als Aushilfe tätig.“

So ist also seit 2010 wieder ein ‚Peter’ als vierter Wirt Chef in der Savoy Bar. Einige Stammgäste aus früherer Zeit kommen gerne und feiern regelmäßig. Die Bildergalerie an den Wänden, damals von Peter dem Ersten begonnen, ist stummer bunter Zeitzeuge einer tollen Geschichte. Im Jubiläumsjahr wurden schon länger geplante Veränderungen in die Tat umgesetzt. Eine kleine Tanzfläche mit dazugehörigen modernen Beleuchtungselementen zählt seit einigen Wochen zum Interieur. Hier schwingt nun Jung und Reif, Gay und Hetero, Urgestein und Neu gerne das Tanzbein. Auch die Terrasse vor dem Lokal ist mit neuem Geländer und Pflanzkästen endlich wieder in Betrieb. Nun sucht Peter Liedl nach authentischen goldenen Lampen, die schon vor dreißig Jahren den Glamour ins schwüle Nachtleben brachten. Auf die nächsten schönen Jahre!

 

Text/Fotos Norbert Kiesewetter

Historische Fotos von Peter Abram:

Digitalisiert von GAYCON

GAYCON JULI 2013

Savoy Bar Fotos im Jahresvergleich: 1983 und 2013

Noch heute ziert der Savoy-Werbeschriftzug die Hausfassade zur Pillenreuther Straße

Linkes Foto: Auch der heutige Wirt Peter Liedl war schon in den 80er Jahren Gast und sogar Aushilfe in der Savoy Bar. Fotos rechts: Gründerwirt Peter Abram in den 80er Jahren.

Der Fliederlich Vorstand 2021

COMMUNITY:

Vorstands - Wahl

Bei der Mitgliederversammlung am zweiten Juli-Mittwoch wurde fast der komplette amtierende Fliederlich-Vorstand von 21 anwesenden Vereinsmitgliedern für ein weiteres Jahr bestätigt: Robert Huber, Anett Buchmann (auf dem Foto per Handybild zu sehen), Sabine Klöss und Ulrich Breuling bleiben im Amt. Herbert Hacker ist auf eigenen Wunsch wegen gesundheitlichen Gründen ausgeschieden. Dafür nahm Ian-Philip Dorn die Vorstandsrolle nach langjähriger Pause wieder an. Nach dem Vereinsbericht wurde mitgeteilt, dass der Freundeskreis Transmänner anscheinend nicht mehr aktiv ist, welcher sich gerne im Fliederlich-Zentrum getroffen hatte. Die Eltern & Freunde queerer Kids berichten über neue internationale Kontakte, welche auch ausgebaut werden sollen. Der Polit-AK sucht Leute auch zum Aufbau eines Aktions-Teams. ... Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite

Trauer um Manfred "Manne" Tamschik (Foto: Privat)

TRAUER COMMUNITY:

Herzensgut

Die Nürnberger Community trauert: Manfred Tamschik ist tot. Vielen wird er eher unter seinem Spitznamen „Manne“, als Wirt in den legendären Nürnberger Gay Lokalen der 90er Jahre „Walfisch“ in der Jakobstraße, anschließend im „Vicking-Club“ in der Kolpinggasse, bekannt sein. Er ist am Freitag den 21. Mai 2021 im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer Lungenkrebs-Erkrankung von uns gegangen. Dabei bekam er die  Diagnose erst im Januar 2021. Die Chemotherapie hatte er mit Nebenwirkungen wie Lungen-entzündung und Herzinfarkt eigentlich gut weggesteckt. Er war in den letzten Wochen wieder voller Elan und Optimismus, doch der Krebs war leider stärker.... Zum vollständigen Bericht-Nachruf über "Manne" auf der GAYCON Gedenkseite

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20 Jahre Olaf & Thomas im Cartoon: Mit Udo (Foto: Privat)

JUBILÄUM SZENE:

20 Jahre

GAYCON gratuliert: Olaf & Thomas Schulmeistrat führen seit 01. Juli 2001, also seit zwanzig Jahren, den beliebten queeren Com-munity-Treffpunkt Café Bar Cartoon (An der Sparkasse 6) bei der Lorenzkirche in Nürnberg. Die Wurzeln reichen aber noch viel weiter zurück, denn schon seit 32 Jahren ist das Lokal ein wichtiger Anlaufpunkt in der Stadt. Damals noch überwiegend für schwule Männer. Doch Olaf und Thomas setzten vor 20 Jahren ihr neues Konzept um, dass das Lokal offen für alle etabliert wurde. Damalige Kritiker schätzten das Durch-haltevermögen der beiden neuen Wirte auf maximal ein halbes Jahr. Gottseidank ein Irrtum der Geschichte, denn sie haben nicht nur die Internet-, die Gay-Dating-, die bayerische Rauchverbots-, sondern sogar die Corona-Pandemiezeit überlebt. Im Gegenteil, sie nutzten die jüngsten Lockdown-Phasen für Renovier-ungen in den Lokal-Räumen oder Anschaffungen wie eine neue Bestuhlung der Terrasse. Unsere GAYCON Berichte über das Cartoon, auch über die Historie ("25 Jahre"), sind weiterhin auf der DOKU-Seite online.

Online Fragebogen zum "Masterplan Queeres Nürnberg"

MASTERPLAN UMFRAGE:

Fragebogen

Die Arbeiten zum „Masterplan Queeres Nürnberg“ gehen weiter! Ab sofort ist ein Fragebogen auf der Webseite der Stadt Nürnberg online geschaltet. Nun können sich alle aus der queeren Community daran beteiligen, die nicht bei einem Workshop teilnehmen können! Hintergrund: In diesem Jahr will die Stadt Nürnberg gemeinsam mit der queeren Community einen sogenannten Maßnahmen- oder auch Arbeitsplan für LSBTIQ*-Leben in der Frankenmetropole erarbeiten. Das Ergebnis soll die Verwaltung in den Handlungsfeldern Kinder und Familie/ Jugend/ Senior*innen/ Vielfalt in der Pflege/ Leben mit Behinderungen/ Gesundheit/ Bildung und Aufklärungsarbeit/ Kultur, Freizeit und Tourismus/ Migration und Integration/ Diskriminierung/ Öffentlichkeits-arbeit, Dialog und Sichtbarkeit fördern/ in den nächsten fünf Jahren umsetzen können. 2025 wird der Plan evaluiert und fortgeschrieben. Bislang haben nur wenige Städte solch einen queeren Aktionsplan und noch weniger Städte haben diesen mit der Community erarbeitet. Hier entsteht also ein wegweisendes Projekt, nicht nur für Nürnberg! Macht mit!

#TV-TIPPS

+++ 19.07. KABEL 1 CLASSICS 15:10 Männer wie wir - Spielfilm // 20:15 SAT.1 Mein Date, mein bester Freund & ich - Dating Show // 22:15 ARTE Soeur Sourire - Die singende Nonne - Spielfim // 22:15 MDR Fakt ist! Reizthema Gendern - Talk // 00:20 ARTE Soeur Sourire - Wer tötete die singende Nonne? - Doku +++ 20.07. SAT.1 GOLD 23:50 Ungelöst und unvergessen: War Homophobie der Grund für den Mord? - Doku +++ 21.07. RBB 14:30 Zwei Seiten der Liebe - Spielfilm // 20:15 SAT.1 Der Schuh des Manitu - Extra Large - Spielfim // 21:50 KABEL 1 CLASSICS Sterben für Anfänger - Spielfilm // 23:15 PRO SIEBEN Frau Jordan stellt gleich: Lesben und Katholikinnen - Doku +++ 22.07. RBB 23:25 Küss mich - Spielfilm +++ 24.07. 3SAT 12:00 Sam Smith: Live in London - Konzert // 23:05 MDR MDR Sputnik präsentiert: Friends of ... Nicolas Puschmann - Talk +++ 25.07. KABEL EINS DOKU 16:40 Elton John: A Singular Man - Doku // 17:35 KABEL EINS DOKU The Million Dollar Piano - Konzert // 22:00 MDR Sex und Identität - Eine diverse Geschichte - Doku // 22:45 MDR Coming out - Doku // 23:50 MDR Unter Männern - Schwul iin der DDR - Doku +++

Gutes Ende nach Panne bei der Benefiz-Show für und mit dem Paradies-Revue-Theater (Foto: Paradies)

BENEFITS COMMUNITY:

Rosegardens feat. Paradies hat doch noch perfekt geklappt

+++ Update: Die Paradies-Crew konnte ihr Glück gar nicht in Worte fassen. Alle Karten wurden erneut bezahlt und darüber hinaus gab es auch noch zahlreiche freiwillige Spenden. Die Postfächer waren voll von dankbarem Feedback. So die Mitteilung auf Facebook. Vorangegangen war eine Panne im System, wie wir berichteten. +++ Das hatten sich die Jungs von Rosegardens (Vordere Sterngasse 24) ganz anders vorgestellt. Ihr allererster virtueller Benefiz-Abend für und mit dem Paradies-Revue Theater Nürnberg wurde am ersten Juni-Samstag über die Bühne online gestreamt. Doch nach einem technischen Fehler bei Facebook ist die Show „rausgeflogen“. Wie Michael berichtet, konnten die Techniker relativ schnell alles wieder on Air bringen, doch Facebook hatte kurzerhand einfach alle Tickets rückabgewickelt .... Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite

Online Petition für einen Bayerischen "Preis für lesbische Sichtbarkeit"

COMMUNITY:

Online Petition

Schon gesehen? Die Online-Petition "Bayerischer Preis für lesbische Sichtbarkeit" hat inzwischen knapp 9500 Unterschriften erhalten! Am Tag der lesbischen Sichtbarkeit (Ende April), hatte der Dyke March Nürnberg diese Petition gestartet. Denn lesbische Sichtbarkeit wirkt Diskriminierung entgegen und unterstützt die leider nach wie vor zahlreichen Lesben*, die sich nicht trauen, offen lesbisch zu leben. Unterschreibt eifrig, damit das Ziel von 10.000 erreicht wird!

Hier geht´s zur Online Petition

#VORSCHAU 2021:

PREMIERE von Andy Maine in Nürnberg! (Foto: GAYCON Archiv)

VORSCHAU HERBST:

Dinner Show

+++ Update: wegen großer Nachfrage und weniger Platz wegen der aktuellen Hygiene-regeln nun ein zweiter Termin! +++ PREMIERE des Programms „Das Beste am Leben“ mit Andy Maine in Nürnberg: Am Samstag den 04. und Sonntag den 05. September 2021 um jeweils 19:00 Uhr steigt das Jubiläumskonzert von Andy Maine inklusive einem 3-Gang-Menü im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Die Travestie Chansonette und Kunstpfeiferin präsentiert an dem Abend ihre schönsten Songs aus 35 Jahren. Der Sonntag ist ausverkauft (verschoben vom Frühjahr Termin)! Ab sofort gibt es wieder Karten für 49,- Euro pro Person für Samstag den 04. September. Inklusive Konzert, Menü und Begrüßungsgetränk. Karten-vorverkauf direkt im Restaurant Literaturhaus! Tel: 0911/ 2342658.

Reporter des Monats:

GAYCON Titelbild Juli 2021 - Norbert & Klaus - Pressebilder 10 Jahre GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab Sommer 2021 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbst-bewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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