#Berichte Tessa Ganserer

Chronologisch von oben nach unten: Keine erneute Kandidatur (2024), Kandidatin 2021, Queereinsteigerin 2020

Tessa Ganserer: Eine engagierte Besucherin auf vielen CSDs, hier 2024 in Nürnberg und 2023 in Erlangen (Fotos: GAYCON Archiv)

Keine erneute Kandidatur

Tessa Ganserer will nicht nochmal in den Bundestag

Überraschung in der queeren Community in ganz Deutschland. Die Bundestagsabgeordnete von Bündnis90/ Die Grünen, Tessa Ganserer (47), teilte am ersten Oktober-Mittwoch ihre Entscheidung per Pressemitteilung und Social-Media Hinweis mit, dass sie für die nächste Legislaturperiode des Deutschen Bundestages nicht erneut kandidieren wird. Die Partei hatte Ganserer 2021 zur Bundestagswahl im Wahlkreis Nürnberg-Nord aufgestellt gehabt. Die Abschaffung des Transsexuellen-Gesetzes für ein Selbstbestimmungsgesetz hatte sie in dieser Wahlperiode umgesetzt. „Ich habe mein Leben meinen politischen Zielen und Werten untergeordnet. In dem Mandat als Abgeordnete bin ich voll und ganz aufgegangen. Es hat mich einerseits erfüllt, andererseits aber auch stark vereinnahmt und der menschenverachtende Hass, der mir nicht wegen meiner politischen Inhalte, sondern aufgrund meines Seins entgegen gebracht wurde, ist mir gewaltig an die Nieren gegangen“, so Ganserer in ihrer Mitteilung. „Nicht zuletzt hat mich der Tod meines Vaters Anfang August tief zum Nachdenken gebracht. Seitdem ist die Entscheidung in mir gereift, ich werde für die nächste Legislaturperiode nicht erneut kandidieren. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen und sie steht in keinem Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen in der Partei Bündnis90/ Die Grünen und der Grünen Jugend.“ Seit über einem Vierteljahrhundert ist Tessa Ganserer bei der grünen Partei aktiv. War von 2013 bis 2021 als Abgeordnete im Bayerischen Landtag. „Es war und ist für mich ein Privileg, mittlerweile 11 Jahre lang Politik mitgestalten zu dürfen“, wofür sie der Partei und der Wählerschaft dankbar ist. Ihr war immer klar, dass es „für mich ein Amt auf Zeit ist, ich nicht bis zu meiner Rente im Parlament sitzen will und dass es für mich auch noch ein Leben nach der Politik geben soll“. Ganserer versichert, dass ihre Entscheidung „kein Weglaufen vor denen, die mich seit Jahren verspotten, beleidigen und bedrohen“ ist. Sie will sich weiterhin für eine nachhaltige Lebensweise, Freiheit, für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. „Allerdings ist es für mich an der Zeit, meinem Leben nochmal eine andere Richtung zu geben, mir andere Aufgaben und Wirkstätten zu suchen“. (NK)

                                     

GAYCON Oktober 2024

 

Die Grünen nominierten Tessa Ganserer als Direktkandidatin für den Wahlkreis Nürnberg-Nord (Foto: GAYCON.DE)

Kandidatin

Jetzt ist es offiziell: Die Partei Bündnis 90/ Die Grünen wählte am letzten Februar-Samstag in zwei Videokonferenzen ihre Kandidaten für die Bundes-tagswahl im Herbst 2021. Für den Wahlkreis Nürnberg-Nord wurde die Landtags-abgeordnete und queer-politische Sprecherin Tessa Ganserer (43) nominiert. Ziel ist es, das Direktmandat für die Umweltpartei in der Franken-metropole zu erobern. Das aktuelle online Wahlergebnis muss jetzt nur noch per Briefwahl von den Parteimitgliedern bestätigt werden. Eine der wichtigsten Motivationen für Tessa ist es, sich für ein menschenrechtskonformes Selbstbestimmungsgesetz als Alternative zum aktuellen Transsexuellen-Gesetz einzu-setzen. „Seit meinem Coming Out habe ich weit über Bayern hinaus Zuspruch erhalten und werde regelmäßig bundesweit als Referentin zu Veranstaltungen eingeladen. Ich möchte in den Bundestag, um mich für die Rechte von schwulen, lesbischen, bisexuellen, trans*- und intergeschlechtlichen und queeren Menschen einzusetzen, damit alle ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Zugehörigkeit frei leben können, ohne Angst vor Diskriminierung oder körperlicher Gewalt haben zu müssen“, betont Tessa in ihrem Plädoyer auf der Webseite der Nürnberger Grünen. „Als erfahrene Verkehrspolitikerin möchte ich im Wahlkampf in Nürnberg aber auch auf nachhaltige Mobilität setzen und wäre auch als Waldexpertin und Försterin eine Bereicherung für die Grünen im Bundestag.“

 

Tessa Ganserer strebt nach Berlin zu den wichtigen Stellschrauben der Politik, damit "unsere Stimme auch gehört wird".

Queereinsteigerin für Berlin

Nur wenige Wochen nach der Bayerischen Landtagswahl 2018 outete sich Tessa Ganserer (43) als erste trans*Frau in einem deutschen Landesparlament. Der entsprechende Medienrummel war gigantisch. Das war vor zwei Jahren. Inzwischen ist sie anerkannte und geschätzte Politikerin gerade in der queeren Community. Als queerpolitische Sprecherin von Bündnis90/ Die Grünen tourt sie auch auf den vielen neuen Christopher Street Days, die seit zwei Jahren überall in der bayerischen Provinz aufploppen. Nun möchte sie in die Bundespolitik und kandidiert für ein Mandat im Nürnberger Norden bei der Bundestagswahl 2021. GAYCON befragte Tessa über ihre Ambitionen für Berlin, ihre Coming out Zeit, über die Corona-Auswirkungen in der queeren Community, ob es eine/n Grünen Kanzler-Kandidat*in geben sollte und ihre Wahlheimat Nürnberg.

 

„Mir war klar, dass ich nicht einfach als Frau in den Landtag kommen und so tun kann, als sei nichts gewesen. Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob ich dem medialen Ansturm emotional standhalten werde und mir war bewusst, dass es auch jede Menge Anfeindungen geben wird, die in den Sozialen Medien nicht ausgeblieben sind und die bis heute anhalten. Deswegen habe ich sehr lange mit mir selbst gerungen und versucht, ein Coming Out zu umgehen. Zum Schluss war ich am Ende meiner Kräfte und wusste, ich kann so nicht mehr weiterleben“, betont Tessa Ganserer. „Dennoch bereue ich diesen Schritt nicht. Politisch wollte ich, nachdem ich bis zu meinem Coming Out so lange queerpolitisch geschwiegen hatte, mein Amt auch dafür nutzen, mich für die Belange von queeren Menschen einzusetzen.“ Neben dem Aushalten einer notwendigen Frustrationstoleranz im Bayerischen Landtag als Oppositionspolitikerin, weiß sie natürlich, dass es in Bayern noch viel zu tun gibt. Aber ihre Motivation für einen Wechsel nach Berlin liegt an der Tatsache, dass trans*Personen von allen am häufigsten eine Diskriminierung erleiden. „Hinzu kommt, dass das entwürdigende, pathologisierende Transsexuellengesetz noch immer nicht abgeschafft wurde, obwohl der Europarat die EU-Mitgliedstaaten bereits 2015 dazu aufgerufen hat, Regelungen zu schaffen, die trans* Personen eine selbstbestimmte Änderung des Personenstands ermöglichen und die Zwangsbegutachtung abzuschaffen“, berichtet Tessa. „Jahrzehntelang haben CIS-geschlechtliche Menschen, übrigens meistens Männer, in der Psychologie, der Medizin, in der Justiz und in der Politik über das Schicksal von trans* Personen bestimmt. Und da über das Transsexuellengesetz, das so viel Leid und Tränen verursacht hat, im Deutschen Bundestag bestimmt wird, habe ich mich nach unzähligen Bitten und Fragen dazu entschieden, für den Bundestag zu kandidieren. Damit dort nicht mehr länger über uns entschieden, sondern unsere Stimme auch gehört wird.“

 

Tessa beim Web-Talk vom CSD Nürnberg 2020

Queere Community und Corona

Besonders die queeren Szene-Lokale treffen die Lockdown Maßnahmen wie die gesamte Gastronomie besonders hart. Tessa hofft, dass die staatlichen Hilfen ausreichen, damit diese am Leben bleiben. Für viele sind sie mehr als nur eine Kneipe.  „Queere Menschen sind von den Kontaktbeschränkungen besonders betroffen, weil Sexualpartner*innen häufig nicht zusammenwohnen, die engsten Vertrauten meist in mehreren Haushalten leben. Für viele sind daher Kneipen oder Bars so etwas wie Familie“, betont Tessa. Außerdem fehlt vielen Singles mit der Schließung an Weihnachten und Silvester ein Anlaufpunkt, um mit ihrer queeren „Familie“ die Einsamkeit an den Stillen Tagen zu überwinden. Besorgt zeigt sich Tessa auch bei den queeren Jugendlichen, die noch zu Hause wohnen. Für sie sind ihre elterlichen Familien nicht automatisch Schutzzonen, sondern leider auch heute noch oft Orte der Gewalt. „Für trans* Personen war der erste Lockdown schon besonders schlimm, weil nicht nur Psychotherapie-Sitzungen ausgefallen sind, sondern auch Behandlungen und Operationen abgesagt wurden. Und mit den steigenden Infektionszahlen werden die freien Intensivbetten knapp“, berichtet Tessa. „Wir müssen dafür sorgen, dass das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Ich hoffe, dass uns das gelingt, damit nicht, wie im Frühjahr, Operationen für trans* Personen, auf die sie zum Teil mehrere Jahre warten mussten, abgesagt werden.“ Sorgen macht sie sich auch vor allem um die Weiterfinanzierung von queeren Beratungsangeboten, da in Folge der Corona-Krise den Kommunen in den kommenden Jahren Sparhaushalte drohen. Sie berichtet, dass die Grüne Bundestagsfraktion schon im Mai einen Regenbogen-Rettungsschirm gefordert hatte. „Bedauerlich nur, dass es den bis heute nicht gibt. Dabei war gerade in Bayern die queere Infrastruktur schon vor der Pandemie unterfinanziert.“

 

Christopher Street Days

Seit einigen Jahren ploppen überall in den mittelgroßen Städten im Freistaat neue Christopher Street Days auf. Mit Landshut sogar in der ursprünglich niederbayerischen Heimat von Tessa. „Natürlich sind die CSDs in Wien, Köln ober Hamburg spektakulärer als in der bayerischen Provinz. Aber nirgendwo auf den großen CSDs war der Geist von Stonewall so lebendig wie auf den kleinen CSDs. Stonewall war kein Eventhappening, ‚Stonewall was a Riot‘“, bekräftigt Tessa, die auch 2019 in Amberg und Ingolstadt beim jeweils ersten Städte-Pride mit dabei war. „In den 50 Jahren, seit sich in der Christopher Street zum ersten Mal queere Menschen gegen Diskriminierung und Polizeiwillkür zur Wehr setzten, hat die weltweite LSBTIQ* Bewegung sehr viel erreicht. Das verdanken wir mutigen Vorkämpfer*innen, die Diskriminierung angesprochen haben und für ihre Rechte auf die Straße gegangen sind. Auch heute noch erleben queere Menschen Diskriminierung und daher ist es ein gutes Zeichen, dass queere Menschen sich auch in ländlichen Regionen nicht mehr verstecken und für Akzeptanz auf die Straße gehen.“

 

Tessa lebt gerne in Nürnberg. Auch wegen des guten Zusammenhalts in unserer Community.

Spielfeld Politik

Tessa ist im niederbayerischen Zwiesel aufgewachsen. Der Bayerische Wald vor der Tür schaffte gleich Naturverbundenheit. Darum erfolgte die Berufsausbildung als Forstwirt*in, und ein Studium mit dem Abschluss Dipl. Ing. (FH) für Wald- und Forstwirtschaft. Seit 1998 ist sie Mitglied in der Partei Bündnis90/ Die Grünen. Von 2008 bis 2018 war sie im Bezirksvorstand der Grünen in Mittelfranken. Seit 2013 ist sie im Bayerischen Landtag. Nach den aktuellen Umfragewerten liegen die Grünen bundesweit schon seit längerem bei rund 20 Prozent. Werden die Grünen zum ersten Mal in der Geschichte mit einer eigenen Kanzler*innen-Kandidatur in den Wahlkampf gehen? „Wir Grüne stehen für einen anderen Politikentwurf. Die Auseinandersetzung geht um die Frage, ob wir ein ‚Weiter so‘ wie gehabt oder den Aufbruch in eine ökologische, sozial gerechte, weltoffene und tolerante Gesellschaft wollen. Deswegen stellt sich schon lange die Frage, ob grün oder schwarz. Deswegen wäre es unangebracht, der SPD das Duell mit der CDU zu überlassen und bei den derzeitigen Umfragewerten sogar albern“, meint selbstbewusst Tessa Ganserer. „Wir haben bei unserem digitalen Parteitag Ende November ein neues Grundsatzprogramm mit fünf Grundwerten - Ökologie, Gerechtigkeit, Selbstbestimmung, Demokratie und Frieden - verabschiedet. Wir haben nicht nur das ‚queerste‘ Grundsatzprogramm aller Zeiten, sondern auch ein parteiinternes Vielfaltsstatut verabschiedet. Natürlich wollen wir Grünen dieses Land in unserem Sinne mitgestalten. Ob es am Ende reicht, um ausreichend davon in einem Regierungsprogramm umsetzen zu können und mit wem, müssen wir nach der Wahl sehen. An erster Stelle treten wir für unsere Werte an, nicht um des Regierens willen.“

 

Frankenmetropole Nürnberg

Die Heimat Bayerischer Wald hat Tessa schon vor vielen Jahren gegen großstädtisches Leben eingetauscht. Sie findet, dass Nürnberg „eine beschauliche Großstadt, eine liebenswürdige Metropole“ ist. Als Hauptnaturschutzwartin im Fränkischen Albverein hat sie auch schon queere Wanderungen in die Region angeboten, zum ersten Mal beim Rahmenprogramm zum CSD Nürnberg 2020. Weil sie viel unterwegs ist, kann sie unsere queere Community in Nürnberg besonders gut einschätzen. „Im Vergleich zu München fehlt es in Nürnberg an vielem. So gibt es hier keine hauptamtliche trans* Beratungsstelle und kein queeres Jugendzentrum. Ebenso kein Angebot für queeres Leben im Alter“, betont Tessa. „Im Vergleich zu anderen Städten habe ich aber den Eindruck, dass es hier in Nürnberg einen großen Zusammenhalt innerhalb der Community gibt und das ist auch gut so und mit ein Grund, warum ich ausgesprochen gerne hier lebe.“ Ihr größter Wunsch für die queere Community in Nürnberg wäre, „dass wir aktiver und politischer werden, dass wir uns auf den Europride bewerben und Europa zeigen, dass wir es können.“

 

Text/ Fotos: Norbert Kiesewetter

GAYCON Dezember 2020

 

Rosegardens Benefiz-Aktion zugunsten des ASB Wünschewagens (Foto: Rosegardens)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Rosegardens Benefiz-Aktion

Oliver und Michael starteten am ersten Weihnachtsfeiertag 2025 mit der dritten „Rosegardens-Benefiz-Aktion“ zugunsten des „ASB Wünschewagens Franken/ Oberpfalz“ des Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. auf der Rosegardens-Facebook Präsenz. Nach insgesamt 13 Tagen plus drei Tagen Verlängerung kamen so 3.929,- Euro zusammen. Allerdings haben die beiden noch die Hoffnung, dass bei der Abholung der ersteigerten Sortiment-Posten noch spontan ein paar Euro aufgerundet werden, und sie so ihr magisches Wunschziel von 4.000,- Euro doch noch erreichen. An den 16 Tagen konnten alle per Höchstgebot verschiedene Artikel aus „Nürnbergs schönstem Laden“ für den guten Zweck ersteigern. Oliver und Michael bedanken sich an dieser Stelle bei allen beteiligten Lieferanten für deren Großzügigkeit, weil sie damit immer wieder den Grundstein für solche Aktionen legen. „Wir sind glücklich, unseren regionalen Wünschewagen und vor allem die Arbeit der ehrenamtlichen Menschen dahinter nun mit dieser Summe für weitere Fahrten unterstützen zu können“, schreiben die Rosegardens-Jungs auf Facebook. „Wünsche die oft sehr klein wirken, aber bei schwerster Krankheit doch oft unerreichbar oder unmöglich organisierbar erscheinen – und dank dem Wünschewagen so oft noch kurz vor der allerletzten Reise wahr werden.“ Die nächste Benefiz-Aktion „Hair for Care“ findet am Rosenmontag den 16. Februar 2026 im Pop-up Salon Rosegardens statt. (NK)

Das war das 1. Hobby Horsing Turnier im Nürnberger Bleiweiß Treff (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Das war das erste queere Hobby Horsing Turnier

Verpackt in einer queeren Adventsshow wurde vermutlich eine Weltpremiere vollzogen: Das erste queere Hobby Horsing Turnier am dritten Advent-Nachmittag 2025 im großen Saal des Treffs Bleiweiß in der Nürnberger Südstadt. Als Einstim-mung begann Roxy Rued zuerst mit den rund 30 Anwesenden bekannte Weihnachtslieder anzusingen, von Kling Glöckchen bis Oh Tannenbaum. Mit dem Hit von Mariah Carey „All I want for Christmas is you“ wagte sich Roxy mit Stoki auch ins Rennen und kam dabei leicht aus der Puste. Kein Wunder, denn Hobby Horsing bzw. das Steckenpferdreiten, gilt als Sportart mit Gymnastikelementen. Christine Burmann von der LSBTIQ*-Koordinierungsstelle beim Menschen-rechtsbüro der Stadt Nürnberg plant schon seit zwei Jahren ein queeres Hobby Horsing Turnier...

+++ Zum Bericht & Bildergalerie +++

Schwester Ágada (Mitte) erhält den Segen in einer feierlichen Zeremonie (Fotos: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Von der Novizin zur SPI-Schwester

Die SPI - Abtei Bavaria zur Glückseligkeit des Südens e.V. lud zur einer bewegenden und sehr emotionalen Weihe am ersten Dezember-Samstag in den Räumen der AIDS Hilfe Nürnberg ein. Die Nürnberger Novizin Ágada beendete ihre Ausbildung, sie wurde an diesem Nikolaustag zur Schwester der Perpetuellen Indulgenz geweiht. Rund 50 Teilnehmende waren bei der Zeremonie anwesend und bildeten zusammen einen bunten Rahmen mit vielen Gesichtern aus der Community. Weil gleichzeitig das Christkindlesmarkt-Treffen des Nürnberger Lederclubs stattfand, waren auch viele Fetisch-Titelträger dabei. Mit Regenbogen-Augenbinde und gefesselten Händen führte man Ágada in den Raum. Durch Abnahme von Binde und Fesseln darf sie nun eigenständig sehen und handeln, damit ist sie zur Schwester geweiht... +++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der INTERVIEW-Seite +++

Weihnachtsfeier: Das Mein Wohnzimmer-Team und die Frankoniabears (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Das war die Bären Weihnachtsfeier

Fürth: Der Nürnberger Bären-Stammtisch „Frankoniabears“ gastierte mit seiner Weihnachtsfeier am zweiten Dezember-Freitag im Restaurant Mein Wohnzimmer (Gustavstr. 16) in der schönen Altstadt von Fürth. Rund 30 Männer aus nah und fern waren angereist, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. Zuerst beköchelte Wirt Alex Werner die Bären vorzüglich a la carte, und die quirlige Bedienung Edgar huschte pausenlos durch die Reihen, um alle Getränke sowie die leckeren Speisen zu bringen. Gut gelaunte Bären-Advents-Stimmung also im Nebensaal im Dachgeschoß, mit extra Eingang über den Hof des Restaurants. Die Weihnachtspullis blieben nicht lange am Körper, denn mit zunehmender Gästezahl stieg auch die Bärenwärme im Raum. Das Frankoniabears-Kernteam hatte wieder einiges vorbereitet... +++ Hier geht's zum Bericht & Bildergalerie +++

Weihnachts-Dinnershow im Restaurant Zum Holzwurm in Röthenbach (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Dinner-Shows im Holzwurm

Röthenbach: Das waren die X-Mas-Dinner-Shows mit Jessica Ravell & Dusty Casani am ersten Dezember-Wochenende, pünktlich zum Nikolaus, im Restaurant „Zum Holzwurm“ (Mühllach 1) in Röthenbach an der Pegnitz. Gabi und Thorsten Kortum luden zur Dinner-Show an zwei Tagen in ihr weihnachtlich ausgeschmücktes Lokal ein. Wir konnten am Sonntag das Fest genießen, bei super Stimmung im ausverkauften Haus. Wenn Jessica mit ihren Friends Programm macht, dann spürt man die Verbundenheit zum Publikum, dann liegt immer auch viel Emotion  in der Luft. Gerade hier bei einer Wohnzimmer-Show, in der die Gäste ganz nah dran sind an den Travestie-Stars. Keine Frage, beide hatten ein umfangreiches Sortiment an Glitzer-Garderobe dabei, in der sie abwechselnd oder gemeinsam auf der improvisierten Bühne standen...

+++ Hier geht´s zum Bericht & Bildergalerie +++

Fetisch Titelträger aus nah und fern kamen zum CMT nach Franken (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Das war das CMT 2025

Fetischfreunde und Schärpen-träger aus ganz Deutschland kamen am zweiten Advents-Wochenende wieder zum „Christkindlesmarkt – Treffen“ (CMT) des Nürnberger Lederclubs (NLC) in die Frankenmetropole. Neben einem Empfang am Freitag, mit anschließendem „Come Together“, stand am Samstag die Führung durch die Lochgefängnisse im Kellergewölbe des Rathauses, mit anschließender Glühwein-verkostung auf dem berühmten Nürnberger Christkindlesmarkt, auf dem Programm. Am Nachmittag fanden sich viele CMTler bei der Schwesternweihe in der AIDS-Hilfe Nürnberg ein (dazu folgt noch ein extra Bericht), danach waren vier Schärpenträger noch am Sternstunden-Stand und sammelten Spenden im Trubel des Christkindlesmarkts.... +++ Hier geht´s zum Bericht mit den CMT Bildergalerien Theater & Brunch +++

TV-Tipps

+++ 02.02. RBB 14:30 Uhr Herzlichen Glückwunsch - Spielfilm // 00:20 Uhr RTL2 Reeperbahn Privat: Partnersuche auf dem Kiez - Doku +++ 04.02. 3SAT 21:00 Uhr Sex, Macht und Lügen: Hinter Palastmauern - Doku // 22:45 Uhr BR Bowie - Der letzte Akt - Doku +++ 05.02. WELT 23:55 Uhr Lost Places: The Drop - Doku +++ 07.02. ZDFNEO 20:15 Uhr Milk - Spielfilm // 22:10 Uhr RTL SUPER Bullyparade - Der Film - Spielfilm // 23:10 Uhr SRF1 Whitney Houston: I Wanna Dance with Somebody - Spielfilm +++

Welt AIDS Tag in Nürnberg (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Leicht steigende HIV-Zahlen

Am 1. Dezember findet seit 1988 der Welt-AIDS-Tag statt, der die Rechte von HIV-positiven Menschen bekräftigt, zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung aufruft, und an Menschen erinnert, die an den Folgen von HIV und AIDS bereits verstorben sind. Bundesweit haben sich geschätzt 2024 circa 2.300 Personen mit HIV neu infiziert, etwa 200 mehr als 2023. Bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), ist die Zahl der geschätzten Neuinfektionen um 100 auf 1.300 gestiegen. Beim injizierenden Gebrauch von Drogen haben sich etwa 400 Menschen mit HIV infiziert. Die Infektion auf heterosexuellen Weg ist ebenfalls leicht gestiegen und liegt bei etwa 590 Neuinfektionen. Die Zahl der Menschen mit HIV in Deutschland lag Ende 2024 bei 97.700. Von diesen sind etwa 8.200 HIV-Infektionen noch nicht diagnostiziert... +++ Zum Bericht mit Zahlen des RKI & Bildern der Welt AIDS Tag Aktionen aus Nürnberg auf der DOKU-Seite +++

Aktuelles Titelbild:

GAYCON Jahresrücklick 2025! (Fotos: GAYCON Archiv)

+++ Hier geht´s zu den früheren Titelbildern der letzten Jahre mit Personen aus der queeren Community: MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

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