#Berichte über Die AIDS-Hilfe Nürnberg

Chronologische Reihenfolge von oben nach unten: Allmächd! #wissenverdoppeln Kampagne (2020), Hair for Care Verlosungsanktion (2020), Weihnachtsfeier (2018), HIV-Selbsttest (2018), S.A.M. - Mein Heimtest (2018), Hair for Care Aktion (2018), Regenbogen Bus (2015), Interview 30 Jahre AH (2015), Bericht Eröffnung AH in der Entengasse (2010)

#wissenverdoppeln Kampagne der Nürnberger AIDS-Hilfe zum Welt AIDS Tag 2020 (Foto: AIDS Hilfe Nürnberg)

Allmächd!

In diesem Jahr macht die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. mit einer #wissenverdoppeln Kampagne rund um den Welt AIDS Tag auf sich aufmerksam. „Allmächd! HIV ist unter Therapie NICHT übertragbar! Edzerdla wassd es …“ steht in fränkischen Worten auf den blauen Plakaten, die eigentlich auch in Kneipen, Restaurants und Cafés sichtbar sein sollten. Doch nun kam der Corona-Lockdown dazwischen. Deshalb wird nun überwiegend in den sozialen Netzwerken im Internet geworben. Grund für die Kampagne ist eine deprimierende repräsentative Studie der Bundeszentrale für gesund-heitliche Aufklärung vom Frühjahr 2020. Gerade einmal 18 Prozent der Befragten stimmten der Aussage „Mit den gegenwärtigen Behandlungsmöglichkeiten ist es möglich, dass HIV beim Sex ohne Kondom nicht mehr übertragen wird“ voll und ganz oder eher zu. Bei der HIV-Therapie unterdrücken die PrEP-Medikamente das Virus im Körper. Das Immunsystem wird nicht geschädigt und verhindert Aids. Bei rechtzeitiger Diagnose und frühem Behandlungsbeginn können die betroffenen Menschen heute dauerhaft und relativ beschwerdefrei mit HIV leben. Durch die Medikamente ist die HIV-Menge im Blut, im Sperma und in den Schleimhäuten von Vagina, Penis und Enddarm nach einiger Zeit so gering, dass sie mit den üblichen Verfahren nicht mehr nachweisbar ist. Alle warten auf einen Impfstoff gegen HIV oder AIDS. Dabei gibt es die gleiche Wirkung mit der HIV-Therapie schon seit zehn Jahren. Das Problem, das Wissen ist in der Bevölkerung noch nicht angekommen. Nach den Erfahrungsberichten von HIV-positiven Menschen aus der Region, im aktuellen Denkraum-Magazin von der AIDS-Hilfe Nürnberg, ist der aktuelle Wissenstand der Ärzteschaft ebenfalls teilweise als mangelhaft zu bezeichnen. Darum wurde auch eine Umfrage über den Wissensstand in unserer Metropolregion Nürnberg gestartet. Weil wegen Corona die Gesundheitsämter und Landeslabore stark ausgelastet sind, landen nun immer mehr Menschen aus der Region beim Nürnberger Checkpoint der AIDS-Hilfe, um einen anonymen HIV-Test zu machen. Praktisch war die Gesetzesänderung Anfang des Jahres, noch vor Ausbruch der Pandemie, dass die Durchführung von Schnelltests, auch Hepatitis C und Syphilis, ohne Anwesenheit von Ärzten erlaubt. Deshalb wurden die Mitarbeiter im Sommer geschult. So kann nun die AIDS-Hilfe die erhöhte Nachfrage terminlich flexibler organisieren und die Gesundheitsämter weiter entlasten.

 

Stadt wirbt für Aktion „#positivarbeiten“

Seit dem Welt-AIDS-Tag wirbt die Stadt Nürnberg unter dem Motto „#positivarbeiten“ für einen diskriminierungsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben und ruft generell zu Respekt und Selbstverständlichkeit im Miteinander mit HIV-Infizierten auf. Die Stadt Nürnberg gehört zu den Erstunterzeichnern der Deklaration „Respekt und Selbstverständlichkeit – Für einen diskriminierungsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben“, die am 12. Juni 2019 in Hamburg verabschiedet worden ist. „Mit der Unterzeichnung dieser Deklaration will die Stadt ein Zeichen setzen und für andere Arbeitgeber Vorbild sein. Als Oberbürgermeister ist es mir ein großes Anliegen, etwas für den Abbau von Diskriminierung zu erreichen“, betont Oberbürgermeister Marcus König in der Pressemitteilung. Die Deklaration „#positivarbeiten“ haben in Deutschland mittlerweile mehr als 100 Unternehmen und Organisationen unterzeichnet. Unter dem Namen „#workingpositively“ startet das Programm auch in den USA, Österreich und der Tschechischen Republik. Um die Botschaft „Menschen mit HIV sind Kolleg_innen wie alle anderen!“ in die Welt zu tragen, sollen weitere Länder folgen. (NK)

 

GAYCON Dezember 2020

Hair for Care - Haarschneideaktion der AIDS Hilfe Nürnberg - Verlosung mit Thorsten Brehm und Katja Strohhacker

Verlosung

Die Hair for Care – Haarschneideaktion zu Gunsten der AIDS-Hilfe Nürnberg Erlangen Fürth e.V. findet in diesem Jahr am 19. September 2020 in den sieben teilnehmenden Friseursalons statt. Deshalb gab es als Anerkennung am zweiten September-Freitag eine Verlosung von drei Antipasti-Platten vom Restaurant Estragon. Schirmfrau Katja Strohhacker und Schirmherr Thorsten Brehm zogen die Gewinner. Anschließend wurden die Salons besucht, um die Platten persönlich an die Friseur-Teams zu verteilen. Gewinner sind: Flawless Hairdesign in Gostenhof, Kamm Kunst in Zabo und Friseur Weltmeisterin in Diepersdorf. Herzlichen Glückwunsch! Wegen der Corona-Pandemie muss die Hair for Care - Aktion in die Salons verlagert werden, auch um den finanziellen Ausfall zu begrenzen. Die AIDS-Hilfe Nürnberg wird durch das Wegbrechen von solchen Aktionstagen ihr Jahresspendenziel nicht erreichen können. Denn auch das beliebte Classic for Charity Dinner im Grand Hotel fällt aus. Doch die Beratungsarbeit bleibt auf einem hohen Stand. Deutlich über 3000 Beratungstermine auf alle Medienkanälen sowie persönlich wurden vom Team umgesetzt. Weil wegen der Corona-Krise die Gesundheitsämter keine Zeit haben, werden praktisch alle HIV Tests in der Nürnberger AIDS Hilfe Nürnberg praktiziert. Doch neue Ideen, wie das Haarscheiden direkt in den Läden, werden zukünftig vermutlich beibehalten. Denn viele kleine Friseursalons hatten früher an dem Aktionstag schließen müssen, weil sie komplett vor Ort an der Lorenzkirche waren. Einige sagten deshalb die Teilnahme ab.

Hair for Care - Haarschneideaktion der AIDS Hilfe Nürnberg - Verlosung mit Thorsten Brehm und Katja Strohhacker
Himmlischer Besuch: Das Nürnberger Christkind bei der Weihnachtsfeier der AIDS-Hilfe Nürnberg im Tagungszentrum.

Himmlischer Besuch

Wir warten aufs Christkind, live: Am zweiten Dezember-Mittwoch lud die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. zur kleinen Weihnachtsfeier ins Tagungszentrum in der Entengasse. Bei Glühwein, Lebkuchen, Spekulatius, Plätzchen und kleinen deftigen Gebäcktaschen hat sich der Abend mehr als gelohnt, denn das Nürnberger Christkind schaute als Himmels-Bote persönlich vorbei. In einer nicht geprobten Darbietung wurde von einigen Gästen spontan das Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“ angestimmt. Mit zwei Strophen überraschte der Chor in den schönsten Tönen den himmlischen Gast. Natürlich wurde der berühmte Prolog, mit dem offiziell der weltberühmte Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet wird, hier in einem gemütlichen Rahmen vor knapp 30 Leuten dargeboten. Anschließend bot sich die Gelegenheit nicht nur für Pressefotos, sondern auch für schöne Selfies und Schnappschüsse. Eine tolle Weihnachtsfeier, die es so noch nicht bei der AIDS-Hilfe gegeben hat. Schon im September hat Uwe Gerdelmann mit der Organisation begonnen und einen Besuchs-Termin beantragt. Toll, dass es im umfangreichen Terminkalender geklappt hat. Daraus könnte sich eine schöne Tradition entwickeln!

Weihnachtsfeier mit Christkind, AIDS-Hilfe Nürnberg, 12. Dezember 2018

Neu: Der HIV-Selbsttest. GAYCON sprach mit Manfred Schmidt von der AIDS-Hilfe Nürnberg

Kontrolle

Ein weiteres Segment in der AIDS-Prävention bahnt sich an: Seit 1. Oktober ist der neue HIV-Selbsttest in Deutschland frei verkäuflich und damit über Internet, Apotheken, Drogerien und AIDS-Hilfen erhältlich. Damit entfällt die Hemmschwelle, zu einer Teststelle gehen zu müssen, oder extra weite Strecken zu fahren. Immerhin 13.000 Menschen in Deutschland haben HIV und wissen es nicht. Rund 1000 Betroffene im Jahr bekommen deshalb die HIV- bzw. AIDS-Diagnose so spät, dass ihr Immunsystem bereits schwer geschädigt ist. Aber das soll sich nun ändern. GAYCON sprach mit Manfred Schmidt von der AIDS-Hilfe Nürnberg.

 

„Wir wollen die Dramatisierung abbauen. Wenn HIV rechtzeitig erkannt wird, muss nicht mehr das Drama wie früher durchlebt werden. Mit den heutigen Therapien ist ein normales Leben möglich. Für uns ist der neue Selbsttest auch ein Vorteil, weil wir nun damit zu jeder Beratungszeit eine Möglichkeit anbieten können, ohne einen Arzt im Haus zu haben, wie bei den Labortests am Montag“, freut sich Manfred, der die AIDS-Hilfe den Ratsuchenden als Partner anbietet. Der Selbsttest kann dann auch quasi mit Beratung durchgeführt werden. Nur „dabei helfen“ dürfen die Mitarbeiter aus juristischen Gründen nicht. „Unser Checkpoint wird so gut angenommen, dass aus ganz Nordbayern / Oberpfalz Menschen an diesen Aktionstagen zu uns fahren. Inzwischen bieten wir deshalb wahlweise an, das Ergebnis per Telefon mitzuteilen.“ Eigentlich ist der persönliche Kontakt jedoch besser und schon immer wichtig gewesen, um gerade die Personen mit HIV-positiven Diagnosen emotional besser auffangen zu können. Das war auch der Grund, weshalb die Nürnberger AIDS-Hilfe sehr lange kritisch dem HIV-Selbsttest gegenüber stand. Laut Deutscher AIDS-Hilfe zeigen die Erfahrungen in anderen Ländern aber, dass Menschen mit positivem Ergebnis sich rasch in medizinische Versorgung begeben und Suizidversuche ausbleiben. Deshalb rät Manfred allen, die eine positive Diagnose beim Selbsttest daheim erhalten und keine Beratung hatten: Macht einen zweiten Test, denn das Ergebnis weist auch Fehlerquoten auf. „Der Selbsttest taugt nicht zur schnellen Vorsorge oder Verhütung bei spontanem Sex!  Erst zwölf Wochen nach dem letzten Risiko-Kontakt sind die Antikörper im Blut sicher nachweisbar. Beim HIV-Labortest genügen bereits sechs Wochen“, betont Manfred. Außerdem können weitere Risiken wie Tripper, Chlamydien oder Hepatitis selbst natürlich nicht festgestellt werden. „Wer eine persönliche Beratung vor Ort scheut, kann sich gerne über die anonyme online/ Chat-Beratung bei uns melden“, ergänzt Manfred. Er vermutet, die meisten werden den Selbsttest online bestellen, weil das persönliche Abholen schon wieder eine emotionale Hürde darstellt. Insgesamt gibt es aktuell drei verschiedene Produkte auf dem Markt. Die AIDS Hilfe Nürnberg hat sich in den Punkten Qualität und Verlässlichkeit für eines entschieden und bietet es zum günstigen Preis von 20 Euro oder im Doppelpack für 35 Euro an. Weil die AIDS-Hilfe keinen Gewinn mit allen Testangeboten macht, die persönliche Beratung grundsätzlich kostenlos ist, spenden viele Probanden freiwillig einen Betrag. Über diese Anerkennung für die Arbeit der AIDS-Hilfe freut sich Manfred Schmidt.

 

Text/ Foto NK

GAYCON Oktober 2018

S.A.M. - Mein Heimtest - Der Checkpoint von der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. ist dabei!

Pilotprojekt

Lange Anfahrtswege sind Vergangenheit! Jetzt gibt es den Test auf HIV und Geschlechtskrankheiten im Abo per Post! Die AIDS-Hilfe Nürnberg nimmt Teil am bayernweiten „S.A.M. – Mein Heimtest“ – Pilotprojekt. Ein kleiner Stich in den Finger zur Blutentnahme, eine Urinprobe, einige Abstriche mit Wattestäbchen, die Proben in einem Plastikbeutel verstauen und in die Post geben: So einfach funktioniert das neue Heimtest-System S.A.M. (engl.: Sampling = Probenentnahme) für Checks auf HIV, Chlamydien, Syphilis und Tripper. Ab sofort wird das in Bayern für ein Jahr erprobt. Nach einer Online-Registrierung und einem persönlichen Erstgespräch im Checkpoint der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. (oder in München bzw. Regensburg), erhalten Interessierte ein Test-Paket im Abo, je nach Bedarf alle drei, sechs oder zwölf Monate. Die Interessierten erhalten von der AIDS-Hilfe eine Mitteilung per SMS, ob die Ergebnisse negativ waren, oder sie werden um einen Rückruf gebeten. Das Angebot kostet 32 Euro pro Testvorgang. Nach aktueller Schätzung des Robert-Koch-Instituts leben in Deutschland rund 13.000 Menschen mit HIV ohne es zu wissen. „Bei rechtzeitiger Behandlung haben Menschen mit HIV mittlerweile eine fast normale Lebenserwartung und können leben wie andere Menschen auch. Bleibt HIV unbehandelt, drohen schwere gesundheitliche Schäden“, betont Armin Schafberger, Referent für Medizin und Gesundheitspolitik der Deutschen AIDS-Hilfe. „S.A.M – mein Heimtest“ hat insbesondere Vorteile für Menschen in ländlichen Regionen mit wenig Angeboten und für alle, die ungern eine Teststelle aufsuchen, z.B. weil die Anfahrtswege zu weit sind oder aus Scham. S.A.M. im Netz: www.samtest.de

Traditionelle Benefiz-Haarschneideaktion in der Nürnberger Fußgängerzone

HAIR for CARE 2018

Die Benefiz-Haarschneide-Aktion „HAIR for CARE“ fand zum 22. Mal als Freiluft-Spektakel beim Wetterhäuschen vor der Lorenzkirche statt. Super Sommerwetter sorgte für regen ehrenamtlichen Schnittbetrieb am zweiten Juli-Samstag in der Nürnberger Fußgängerzone! Für eine Mindestspende von 17 Euro ließen sich 204 Passanten eine neue Frisur stylen. So viele wie noch nie zuvor! Insgesamt 36 Friseure aus 16 Salons der Region, unterstützt von 24 zum Großteil ehrenamtlichen Mitarbeitern der AIDS-Hilfe, erzielten eine Spendensumme von 4464,68  Euro für die Arbeit der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. Die Schirmherrschaft übernahmen traditionell Katja Strohhacker und Thorsten Brehm, beide aus dem Stadtrat (SPD).

Der Regenbogenbus rollt durch die Frankenmetropole! von links: Katja Strohhacker, Anja Mittra, Christian Vogel, Dieter Barth, Elisabeth Seitzinger und Michael Glas

Regenbogenbus

Zeitlich optimal abgestimmt auf den CSD Nürnberg und auf das 30-jährige Jubiläum der örtlichen AIDS-Hilfe stellte Bürgermeister Christian Vogel die Verwirklichung einer Idee vor: Ein Linienbus der VAG wird für mindestens vier Wochen in Regenbogenfarben in der Stadt unterwegs sein. CSD Vorstandsvorsitzender Dieter Barth, Elisabeth Seitzinger (VAG), Katja Strohhacker (Stadtreklame Nürnberg GmbH), Anja Mittra (Picaart Werbeagentur), Michael Glas von Fliederlich e.V., Manfred Schmidt von der AIDS-Hilfe sowie einige Presse- und Medienvertreter nahmen schon mal Platz im symbolträchtigen Gefährt der Menschenrechtsstadt. Der Bus wird am Samstag den 01. August 2015 als Teil der Demo durch die Innenstadt fahren und anschließend kann er auch beim Straßenfest am Jakobsplatz bewundert werden. Nach den vielen Ampelmännchen in anderen deutschen Städten eine tolle Idee! Fährt doch der Bus durch die gesamte Stadt, hat eine plakative Größe und wird als Novum von viel mehr Bürgern wahrgenommen. Das Foto einer Regenbogen-Straßenbahn der Kölner Verkehrsbetriebe, welches Bürgermeister Vogel im Internet entdeckte, war Auslöser für die Aktion. „Es ist ein Signal an ein buntes Publikum und passt zu Nürnberg als Stadt des Friedens und der Menschenrechte“, betont er stolz. „Ich freue mich und danke den beteiligten Sponsoren, die es möglich gemacht haben“.

 

PS: Wie sich inzwischen herausstellte, war die Kölner Tram eine Fotomontage als Gruß zum Kölner CSD. Trotzdem gut für Nürnberg, unser Regenbogen-Linienbus ist echt! Übrigens, der einzige in ganz Deutschland!

Präsentation Regenbogenbus Nürnberg Juli 2015

Pioniergründer der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. = Lissy Gundel & Michael Aue

30 Jahre AIDS-Hilfe

Anfang der 1980er Jahre breitete sich schlagartig die neue Krankheit ‚Acquired Immune Deficiency Syndrome‘ aus, die scheinbar nur die Schwulen betraf. Zudem wurden die Übertragungswege in der Gesellschaft drastisch überschätzt. Um etwas dagegen zu unternehmen, gründeten sich überall selbstorganisierte AIDS-Hilfen als Gruppen und Vereine, um neues Wissen zu bündeln und als Aufklärung und Information weiterzugeben, sowie die Kranken zu unterstützen. Vor 30 Jahren war es auch in Nürnberg soweit: Am 10. Oktober 1985 fand sich zuerst eine zwanglose Selbsthilfegruppe zusammen. Daraus entstand die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. GAYCON sprach mit zwei Pionieren über die Anfangszeit bis heute: Lissy Gundel (68) und Michael Aue (64).

Das Gründungsteam der AIDS-Hilfe

„Bernhard Pasche und sein Kumpel Peter Schmidt luden mich und andere Freunde zu Kaffee und Kuchen in Bernhards Wohnung ein. Sie wollten wissen, ob wir uns einen AIDS-Selbsthilfeverein in Nürnberg vorstellen könnten. Ich lehne normalerweise Vereinsmeierei ab, aber ich fand die Idee gut“, erinnert sich Michael Aue an den Sommer 1985. „Meine Motivation mitzumachen kam aus dem persönlichen Bereich, weil beste Freunde aus San Francisco und Berlin seit Anfang der 1980er Jahre an AIDS erkrankt und Schlag auf Schlag verstorben waren. Wenn man die Zeit nicht selbst erlebt hat, kann man sich das heute nicht mehr vorstellen. Meine Befürchtungen gingen sogar so weit, dass ich dachte, die Schwulen könnten aussterben.“ Michael Aue war sieben Jahre lang der erste Gründungs-Vorstand der AIDS-Hilfe Nürnberg, anschließend weitere sechs Jahre aktiv in der Schwulengruppe des Vereins tätig.

„Durch einen schwulen Freund und eine lesbische Cousine habe ich mich frühzeitig mit dem Thema Homosexualität beschäftigt. Ich wollte Menschen helfen, die diskriminiert werden. Es gab ausschließlich schwule Männer bei der AIDS-Hilfe und ich habe trotzdem mitgemacht, auch wenn ich mir anfangs schwergetan habe“, erinnert sich Lissy. „Aber Michael ist ‚schuld‘, dass ich bis heute dabei bin. Er hat mir immer wieder Mut gemacht.“ Viele waren damals überzeugt, dass eine Selbsthilfegruppe nur funktioniert bzw. die Kompetenz hat, wenn die Betroffenen alles selber machen, homosexuell sind oder die AIDS-Krankheit selbst erlebt haben. Deshalb wurden in der Anfangszeit helfende Frauen auch diskriminiert und beschimpft („Was wollt ihr denn hier?“). Ebenso umstritten war es 1987, als die ersten hauptamtlichen Mitarbeiter (Sozialpädagogin & ein Psychologe) eingestellt wurden, die ebenfalls diese Punkte nicht erfüllten. Für Ehrenamtliche war das Problem die fehlende Zeit. Aber das Arbeitsvolumen wuchs durch die viele Anfragen aus Politik, Kliniken und Veranstaltungen.

Die prekären Umstände schweißten zusammen

Neue Volksseuche?

Die ersten Räume fand das Gründungsteam im Stadtteiladen Nürnberg Nord (KUNO) in der Wurzelbauerstraße. Es war damit die erste Anlaufstelle für ganz Nordbayern. „Wir hatten zwar 15 bis 20 Leute, die bereit waren mitzumachen, aber das größte Problem war, wir hatten kein Geld für das Drucken von Flugblättern, für Telefonkosten und für einfachste Büro-Utensilien wie Kugelschreiber und Papier“, betont Michael die Start-Problematik. „Weil die alternative Jugend- und Drogenhilfe Mudra von Anfang an mit dabei war, wegen ihrer HIV- und AIDS-Betroffenen unter den Junkies, konnten sie uns beim Ausarbeiten des  Förderantrags zum Alternativ-Topf der Stadt Nürnberg helfen. So bekamen wir tatsächlich 3000 DM. Doch wir waren so sparsam, dass wir im ersten Haushaltsjahr nicht alles ausgegeben hatten und deshalb Geld zurückzahlen mussten. Auch Rosa- und Rumpel Druck unterstützten uns.“ Anfangs wurde in den Medien und durch die Politik auch regelrechte Panikmache verbreitet. Eine HIV-Übertragung sei angeblich auch über Händeschütteln oder durch Trinken vom gleichen Glas möglich. Übertragungswege waren noch nicht abschließend erforscht. Sogar eine Volksseuche wurde nicht ausgeschlossen. In der Münchner Szene wurden Saunen von Amts wegen geschlossen. „Gauweiler wollte alle Betroffenen in Bayern am liebsten zwecks Seuchenbekämpfung auf einer Insel oder an einem abgeschotteten Ort konzentrieren. Durch das drohende Berufsverbot bekamen wir viele freiwillige Pfleger aus dem Krankenhausbereich und Medizin-Studenten, die bei uns ein Praktikum absolvierten. Somit entstand eine solidarische Bewegung für die Freiheit“, betont Lissy. „Letztlich kam die geplante Meldepflicht für alle doch nicht. Es gab aber auch Anfeindungen („Ihr Schweine!“) aus der Bevölkerung über das Beratungstelefon. Deshalb waren wir immer zu zweit im Telefondienst eingeteilt. Weil viele keine Erfahrung in Beratungsgesprächen hatten, wurden wir zuerst vom City Dienst, später von der Deutschen AIDS-Hilfe geschult“, erzählt Lissy weiter. „Die Stadt Nürnberg hat uns immer unterstützt. Alle Beamten im Freistaat sollten auf HIV zwangsgetestet werden. Die Stadt hat sich der Anweisung widersetzt.“ Ab 1987 ging die AIDS-Hilfe auch in die Justizvollzugsanstalt. Weil viele Inhaftierte Drogen konsumierten, entstand ein großes HIV-Problem, von dem niemand ahnte. Zusätzlich wurde unter den Inhaftierten und vom Personal die Diskriminierung regelrecht ausgelebt. „Die Betreuung in der JVA war einfacher, weil die Leute pünktlich zum Termin kamen“, schmunzelt Lissy. „Aber die Beratung war damals insgesamt sehr schwierig. Die ängstliche Frage war überall: wann und wie muss ich sterben? Es war keine schöne Zeit, auch nicht für uns Berater“, betont Lissy nachdenklich. „Die Angst war groß, sich überhaupt testen zu lassen, auch wegen der drohenden Meldepflicht. Dies änderte sich ab 1988 mit der anonymen Test-Möglichkeit in den Gesundheitsämtern und bei den AIDS-Hilfen. Sogar wir waren vorher gegen den HIV-Test, wegen den drohenden Strafverfahren. Solange die Betroffenen nichts wussten, blieben sie straffrei, wenn sie andere infizierten.“

Das erste Büro im KUNO in der Wurzelbauerstraße

Leichtsinn durch Medikamente?

Durch die inzwischen entwickelten Medikamente haben die betroffenen Personen heute eine deutlich höhere Lebensqualität. Während früher eine Hand voll verschiedener Tabletten genommen werden musste, einige sogar alle zwei Stunden, reichen heute manchmal zwei Tabletten am Tag. Allerdings wirken sie nur, wenn die Behandlung so früh wie möglich beginnt. Deshalb raten heute alle Gesundheitsämter und AIDS-Hilfen zu einem HIV-Test. „Leider steigt seit einiger Zeit wieder die Rate der Neuinfektionen gerade im Schwulenbereich. Trotz Aufklärung verlassen sich viele auf die neuen Medikamente. Etliche Patienten haben heute durch die Immunschwäche bedingt zusätzliche Probleme mit Hepatitis C“, berichtet Lissy. „Ein großes Plus ist aber, wer unter der Nachweisgrenze bleibt, gilt als nicht infektiös. Während in der Anfangszeit unsere Arbeit eher eine Sterbebegleitung war, steht heute die Beschäftigung vieler Betroffener im Vordergrund. Bei etlichen Patienten kommt eine psychische Erkrankung hinzu, weil sie ihre Arbeit verloren haben oder nicht mehr ausüben können.“ Um zu vermeiden, dass sie in ein Loch fallen, bietet die AIDS-Hilfe regelmäßig Ausflüge in die Region, Kulturabende, Spaziergänge und auch begleitete Reisen an. Finanziert durch die Spenden. „Viele sind fast nicht fähig, selbst aktiv zu werden oder etwas zu unternehmen. Sie sind Frührentner geworden und haben oft wenig Geld. Es sind manchmal nicht ganz einfache Leute, deshalb wird Alkohol von uns nicht finanziert“, betont Lissy, die für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Frühjahr den „EhrenWert“-Preis der Stadt Nürnberg verliehen bekam. „Betroffene, denen es gut geht, die aktiv im Erwerbsleben stehen, kommen nicht zu uns. Deshalb ist das Beschäftigungsprojekt der AIDS-Hilfe, das Restaurant Estragon, so wichtig. Hier sind die Anforderungen geringer als auf dem freien Markt, es werden auch Ausbildungsstellen angeboten.“ Weitere Aufklärung ist wichtig, denn auch im Jahr 2015 gibt es noch einzelne Fälle in Kliniken, wo HIV-Patienten als hochinfektiös eingestuft, in extra Räume gelegt oder als letzte Patienten in der Reihe der Untersuchung drankommen. Hier kann es schon passieren, dass der verantwortliche Chefarzt einen roten Kopf bekommt, wenn er von der AIDS-Hilfe mit den Tatsachen konfrontiert wird. Aber leider halten viele Patienten aus falscher Scham den Mund. Die AIDS-Hilfe will Mut machen, sich nirgends diskriminieren zu lassen und solche Vorkommnisse mitzuteilen.

 

Fotos Privat

Foto/ Text Norbert Kiesewetter

GAYCON Juli 2015

Straßenfest in der Jakobstraße

Jubiläums Straßenfest

Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. und 10 Jahre Restaurant Estragon findet in der Jakobstraße/ Ecke Entengasse direkt vor dem AIDS-Hilfe-Haus ein Straßenfest statt. Am Samstag den 25. Juli 2015 von 12:00 bis 22:00 Uhr gibt es Musik und Showprogramm. Zahlreiche Künstler werden den ganzen Tag mit ihrem Programm für gute Unterhaltung sorgen: Irvina Gass, Jetpack Elephants, KanDo, Superskank, Die Trällerpfeifen, Sambagruppe Vincivi, A-Tension, TanzBühne, Sanjola – Coro Mix de Gospel African, Special Guest: Gloria Viagra. Moderation: Susanne Hofmann-Fraser. Übrigens, der Hauptpreis bei der Tombola ist ein Hin- und Rückflug nach Paris für zwei Personen! Kulinarische Köstlichkeiten und kühle Getränke kommen vom Restaurant Estragon. Die Schirmherrschaft haben Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Dr. Florian Janik und Dr. Thomas Jung übernommen.

Manfred Schmidt vor dem frisch renoviertem AIDS-Hilfe Haus

„Gesundheitszentrum“  für Männer

 

25 Jahre AIDS-Hilfe Nürnberg

 

Das aufkommende HIV-Problem in der schwulen Community war 1985 der Anlaß für die Gründung der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. Viele Menschen wollten dem Leid nicht mehr tatenlos zusehen und eine Anlaufstelle zur Selbsthilfe/ Prävention ermöglichen. Damals hatte die bayerische Politik aus der Landeshauptstadt noch „Gauweilerische“ Töne gespuckt und mehr Steine in den Weg geräumt als umgekehrt. Wer hätte gedacht, dass 25 Jahre später das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit die Präventionsarbeit fördert: Zielgruppe MSM = Männer, die Sex mit Männern haben. 

„Anfang der 90er Jahre war noch verstärkt Pflegepersonal nötig, welches ebenfalls die AIDS-Hilfe organisierte. In den letzten Jahren wurden neue Medikamente entwickelt, so dass Infizierte heute einen ganz anderen Krankheitsverlauf durchleben“, erklärt uns Fachvorstand Manfred Schmidt. Die Basis der Krankenpflege ging dadurch zurück, stattdessen überlegte sich der Verein, wie die Negativ-Spirale der Betroffenen aus dem Arbeitsleben in Richtung Hartz IV aufgehalten werden könnte. Wie es der Zufall wollte, war die ehem. Szene-Bar Walfisch mit dem angeschlossenen Hotel in der Jakobstraße frei. Die Vermieter waren sofort einverstanden. Das Hotel wurde zuerst weitergeführt und die Idee des Restaurants Estragon als gastronomische Beschäftigungsmaßnahme aus der Taufe gehoben. „Als der Mietvertrag für die AIDS-Hilfe Räume in der Bahnhofstraße 2006 auslief, entschieden sich die Verantwortlichen, das Hotel über dem Restaurant Estragon aufzugeben und die Vereinsräume an diesem zentralen Punkt der Nürnberger Altstadt zu konzentrieren“, so Manfred. Der jetzige Erweiterungsbau des Gebäudekomplexes war schon lange geplant, weil die Küche des Restaurants Estragon von Anfang an zu klein war. Stattdessen konnte mit unerwarteten Zuschüssen aus dem Städtebauförderungsprogramm alles noch größer realisiert werden. Aktuell beklagt Manfred, dass sich andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis oder Hepatitis B verstärkt ausbreiten, „weil die Menschen zu sorglos mit dem Thema umgehen und mögliche Impfungen nicht wahrnehmen. Deshalb wäre auch ein Impfstoff gegen AIDS selbst, sollte er denn jemals entwickelt werden, stark von der Akzeptanz abhängig“. Unter einem Dach im neuen AIDS-Hilfe-Haus werden das Psychosoziale Beratungszentrum Checkpoint Nürnberg, Betreutes Einzelwohnen, Beschäftigungsprojekt Restaurant Estragon und das Beschäftigungsprojekt Tagungszentrum/ Hausservice vereint.

 

Die AIDS-Hilfe lädt anlässlich ihres 25jährigen Bestehens und der Neueröffnung ihres Hauses zum Straßenfest am Freitag, den 09. Juli 2010 von 16-22 Uhr in die Jakobstraße ein! +++ 16:00 Eröffnung des Straßenfestes durch den Nürnberger OB Dr. Ulrich Maly und den Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder. Musikalisch begleitet von Anja Hackl, Andrea Wurzer, Alexandra Völkl, Janet M. Christel +++ 18:00 Modenschau präsentiert von Liliths Laden +++ 19:00 Party pur! Live on Stage: El Cartel feat. America Rodriguez, kubanische Salsarhythmen. Ikenna Beney Amachi, internationaler Travestiestar. Moderation des Straßenfestes: Lilo Wanders

 

Fotos & Text: Norbert Kiesewetter 

LEO-Magazin Juli 2010

Zwanzig Jahre Bert´s Bar: Der neue Geschäftsführer James mit Bert und Adolf

JUBILÄUM IN DER COMMUNITY:

20 Jahre Bert´s Bar

Man(n) mag es kaum glauben, aber ein weiteres Szenejubiläum steht an. 20 Jahre Bert´s Bar (Wiesenstr. 85) um die Ecke bei der Christuskirche. Wie waren die Anfänge? Wie sah das Lokal früher aus? Wir GAYCON-Reporter im Zeitreise-Gespräch mit Gründerwirt Bert Hogeweg (70). Er stellte uns einige Fotografien für diesen Bericht zur Verfügung. Jeder kennt die heutigen Räume, schön hell und mit Lichtkästen, inklusive Lokal-Logo, ein richtiger Hingucker. Doch vor zwanzig Jahren sah es hier noch ganz anders aus. Überall gewölbter Stuck im oberen Drittel über dunkelbraunen Holzwänden, also eher eine Optik aus der Nürnberger Altstadt von anno dazumal. Genau durch dieses überholte Design kämpfte sich Bert die ersten Jahre mit vielen Ideen und Innovationen.  ...

+++ Zum vollständigen Bericht über 20 Jahre Bert´s Bar inklusive Fotogalerie aus den ersten Jahren +++

+++ Bildergalerie Jubiläumsabend am 14. September in der Bert´s Bar +++

Bi Tag: Kundgebung auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz

BISEXUELLE SICHTBARKEIT:

Kundgebung auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz

Zum Internationalen Tag der bisexuellen Sichtbarkeit am vierten September - Donnerstag organ-isierte die Bi-Gruppe vom queeren Fliederlich-Zentrum auf dem Nürnberger Magnus-Hirschfeld-Platz eine Kundgebung. Rund zwei Dutzend Menschen aus der queeren Community fanden sich beim rosaroten Abendhimmel am Gedenkort der Homosexuellen Opfer des Nazi Regimes am Sterntor ein. Zahlreiche Regen-bogenfahnen erzeugten deutliche Sichtbarkeit im öffentlichen Raum. Organisator Herbert, Leiter der Bi-Gruppe, forderte mehr Toleranz und Akzeptanz einerseits in der Gesellschaft als auch in den Reihen der Community für Menschen, die sowohl Männer als auch Frauen lieben. ...

+++ Hier geht´s zum Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Nürnberg liebt Andy Maine. Andy Maine liebt Nürnberg.

DOPPEL-PREMIERE:

Andy Maine in Nürnberg

Am ersten September-Wochen-ende verwöhnte das Restaurant im Literaturhaus insgesamt 160 Gäste, verteilt auf zwei Abende, mit einem köstlichen Drei-Gang-Menü plus Konzert „Das Beste am Leben“. Die Travestie-Chansonette und Kunstpfeiferin Andy Maine präsentierte als Premiere ihr neues Programm mit den schönsten Songs aus 35 Jahren. Nach langer Pause endlich wieder vor Publikum auf der Bühne zu stehen, da war auch Andy Maine aufgeregt, wie sie selbst zugab. Außerdem wollte sie schon vor zehn Monaten mit dem Programm starten, bis ein erneuter Lockdown alle Pläne vereitelte. Beim Live-Konzert gerade am ersten Abend nach langer Pause gehörten natürlich auch ein paar Text-Stolperer dazu. Doch gerade das gibt der ehrlichen Darbietung den besonderen Charme. ...  +++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie von Andy Maine im Restaurant Literaturhaus +++

Die zweijährige Renovierung der Savoy Bar Nürnberg ist nun abgeschlossen!

COMMUNITY - SAVOY BAR:

Lüsterglanz: Abschluss der Renovierung

Viele haben sie schon gesehen und sind begeistert! Seit Ende Juli hängen im Savoy vier neue zusätzliche Kronleuchter. Extra-anfertigung für das Südstadtlokal! Und die Gäste sind ganz begeistert. Von „Ludwigs Herrenchiemsee“ als Kommentar von einem Gast auf Facebook bis von Wirt Peter selbst „Schloss Versailles in der Bogenstraße 45“ reichen die Bezeichnungen. Dabei wurde Peter selbst überrascht, denn sein Team-Partner Thomas hat statt einen gleich vier in Auftrag gegeben und nach wochenlanger Produktionszeit persönlich in Szene gesetzt. Mit den Kronleuchtern zusammen sind offiziell die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Zwei Jahre lang legten Peter und Thomas im Lokal selbst Hand an und vergossen dabei viel Schweiß. Dabei haben sie nun auch den zweiten Corona-Lockdown optimal genutzt. ...

Hier geht es zum Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite

Fördergelder für Fliederlich Nürnberg (Foto: fliederlich.de/ GAYCON.DE)

COMMUNITY MITTELFRANKEN:

Fördergelder für Fliederlich e.V.

Nach monatelangen Verhand-lungen ist es nun konkret. Ab sofort wird die Einrichtung einer Beratungsstelle für queere Menschen in Mittelfranken beim Verein Fliederlich in Nürnberg angesiedelt. Für dieses Modell-projekt werden für ein Jahr rund 31.000 Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert vom Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. ...

Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite

#TV-TIPPS

+++ 11.10. PRO SIEBEN 20:15 Zervakis & Opdenhövel.Live. - Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus - wie tolerant sind wir wirklich? - Show // 22:50 SRF2 Eine total normale Familie - Spielfilm // 00:25 SRF2 Drei Zentimeter - Kurzfilm // 00:35 SRF2 Schwarzer Hut - Kurzfilm +++ 12.10. HR 23:15 Manche mögen´s heiß - Spielfilm // 23:30 SWR Prinz Max von Baden - Kanzler zwischen Kaiserreich und Republik - Doku +++ 13.10. SRF2 20:10 Der Kreis - Doku // 21:00 SRF1 Reporter: Anna Rosenwassers queere Welt - Magazin // 22:50 SIXX Paula kommt: Mann oder Frau? Am liebsten zu dritt - Talk // 23:40 KINOWELT TV Sterben für Anfänger - Spielfilm // 00:10 SIXX Paula kommt: Transsexuell - Wenn der Papa eine Frau wird - Talk +++ 15.10. TAGESSCHAU24 20:45 Exakt - die Story: HIV - Zwischen Stigma und Vergessen - Magazin +++ 17.10. KINOWELT TV 16:30 Kill Your Darlings - Spielfilm +++

Online Fragebogen zum "Masterplan Queeres Nürnberg"

MASTERPLAN UMFRAGE:

Fragebogen

Die Arbeiten zum „Masterplan Queeres Nürnberg“ gehen weiter! Ab sofort ist ein Fragebogen auf der Webseite der Stadt Nürnberg online geschaltet. Nun können sich alle aus der queeren Community daran beteiligen, die nicht bei einem Workshop teilnehmen können! Hintergrund: In diesem Jahr will die Stadt Nürnberg gemeinsam mit der queeren Community einen sogenannten Maßnahmen- oder auch Arbeitsplan für LSBTIQ*-Leben in der Frankenmetropole erarbeiten. Das Ergebnis soll die Verwaltung in den Handlungsfeldern Kinder und Familie/ Jugend/ Senior*innen/ Vielfalt in der Pflege/ Leben mit Behinderungen/ Gesundheit/ Bildung und Aufklärungsarbeit/ Kultur, Freizeit und Tourismus/ Migration und Integration/ Diskriminierung/ Öffentlichkeits-arbeit, Dialog und Sichtbarkeit fördern/ in den nächsten fünf Jahren umsetzen können. 2025 wird der Plan evaluiert und fortgeschrieben. Bislang haben nur wenige Städte solch einen queeren Aktionsplan und noch weniger Städte haben diesen mit der Community erarbeitet. Hier entsteht also ein wegweisendes Projekt, nicht nur für Nürnberg! Macht mit!

Reporter des Monats:

GAYCON Titelbild Juli 2021 - Norbert & Klaus - Pressebilder 10 Jahre GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab Sommer 2021 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbst-bewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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