# Berichte über Die AIDS-Hilfe Nürnberg

Chronologische Reihenfolge von oben nach unten: S.A.M. - Mein Heimtest (2018), Hair for Care Aktion (2018), Regenbogen Bus (2015), Interview 30 Jahre AH (2015), Bericht Eröffnung AH in der Entengasse (2010)

S.A.M. - Mein Heimtest - Der Checkpoint von der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. ist dabei!

Pilotprojekt

Lange Anfahrtswege sind Vergangenheit! Jetzt gibt es den Test auf HIV und Geschlechtskrankheiten im Abo per Post! Die AIDS-Hilfe Nürnberg nimmt Teil am bayernweiten „S.A.M. – Mein Heimtest“ – Pilotprojekt. Ein kleiner Stich in den Finger zur Blutentnahme, eine Urinprobe, einige Abstriche mit Wattestäbchen, die Proben in einem Plastikbeutel verstauen und in die Post geben: So einfach funktioniert das neue Heimtest-System S.A.M. (engl.: Sampling = Probenentnahme) für Checks auf HIV, Chlamydien, Syphilis und Tripper. Ab sofort wird das in Bayern für ein Jahr erprobt. Nach einer Online-Registrierung und einem persönlichen Erstgespräch im Checkpoint der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. (oder in München bzw. Regensburg), erhalten Interessierte ein Test-Paket im Abo, je nach Bedarf alle drei, sechs oder zwölf Monate. Die Interessierten erhalten von der AIDS-Hilfe eine Mitteilung per SMS, ob die Ergebnisse negativ waren, oder sie werden um einen Rückruf gebeten. Das Angebot kostet 32 Euro pro Testvorgang. Nach aktueller Schätzung des Robert-Koch-Instituts leben in Deutschland rund 13.000 Menschen mit HIV ohne es zu wissen. „Bei rechtzeitiger Behandlung haben Menschen mit HIV mittlerweile eine fast normale Lebenserwartung und können leben wie andere Menschen auch. Bleibt HIV unbehandelt, drohen schwere gesundheitliche Schäden“, betont Armin Schafberger, Referent für Medizin und Gesundheitspolitik der Deutschen AIDS-Hilfe. „S.A.M – mein Heimtest“ hat insbesondere Vorteile für Menschen in ländlichen Regionen mit wenig Angeboten und für alle, die ungern eine Teststelle aufsuchen, z.B. weil die Anfahrtswege zu weit sind oder aus Scham. S.A.M. im Netz: www.samtest.de

Traditionelle Benefiz-Haarschneideaktion in der Nürnberger Fußgängerzone

HAIR for CARE 2018

Die Benefiz-Haarschneide-Aktion „HAIR for CARE“ fand zum 22. Mal als Freiluft-Spektakel beim Wetterhäuschen vor der Lorenzkirche statt. Super Sommerwetter sorgte für regen ehrenamtlichen Schnittbetrieb am zweiten Juli-Samstag in der Nürnberger Fußgängerzone! Für eine Mindestspende von 17 Euro ließen sich 204 Passanten eine neue Frisur stylen. So viele wie noch nie zuvor! Insgesamt 36 Friseure aus 16 Salons der Region, unterstützt von 24 zum Großteil ehrenamtlichen Mitarbeitern der AIDS-Hilfe, erzielten eine Spendensumme von 4464,68  Euro für die Arbeit der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. Die Schirmherrschaft übernahmen traditionell Katja Strohhacker und Thorsten Brehm, beide aus dem Stadtrat (SPD).

Der Regenbogenbus rollt durch die Frankenmetropole! von links: Katja Strohhacker, Anja Mittra, Christian Vogel, Dieter Barth, Elisabeth Seitzinger und Michael Glas

Regenbogenbus

Zeitlich optimal abgestimmt auf den CSD Nürnberg und auf das 30-jährige Jubiläum der örtlichen AIDS-Hilfe stellte Bürgermeister Christian Vogel die Verwirklichung einer Idee vor: Ein Linienbus der VAG wird für mindestens vier Wochen in Regenbogenfarben in der Stadt unterwegs sein. CSD Vorstandsvorsitzender Dieter Barth, Elisabeth Seitzinger (VAG), Katja Strohhacker (Stadtreklame Nürnberg GmbH), Anja Mittra (Picaart Werbeagentur), Michael Glas von Fliederlich e.V., Manfred Schmidt von der AIDS-Hilfe sowie einige Presse- und Medienvertreter nahmen schon mal Platz im symbolträchtigen Gefährt der Menschenrechtsstadt. Der Bus wird am Samstag den 01. August 2015 als Teil der Demo durch die Innenstadt fahren und anschließend kann er auch beim Straßenfest am Jakobsplatz bewundert werden. Nach den vielen Ampelmännchen in anderen deutschen Städten eine tolle Idee! Fährt doch der Bus durch die gesamte Stadt, hat eine plakative Größe und wird als Novum von viel mehr Bürgern wahrgenommen. Das Foto einer Regenbogen-Straßenbahn der Kölner Verkehrsbetriebe, welches Bürgermeister Vogel im Internet entdeckte, war Auslöser für die Aktion. „Es ist ein Signal an ein buntes Publikum und passt zu Nürnberg als Stadt des Friedens und der Menschenrechte“, betont er stolz. „Ich freue mich und danke den beteiligten Sponsoren, die es möglich gemacht haben“.

 

PS: Wie sich inzwischen herausstellte, war die Kölner Tram eine Fotomontage als Gruß zum Kölner CSD. Trotzdem gut für Nürnberg, unser Regenbogen-Linienbus ist echt! Übrigens, der einzige in ganz Deutschland!

Präsentation Regenbogenbus Nürnberg Juli 2015

Pioniergründer der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. = Lissy Gundel & Michael Aue

30 Jahre AIDS-Hilfe

Anfang der 1980er Jahre breitete sich schlagartig die neue Krankheit ‚Acquired Immune Deficiency Syndrome‘ aus, die scheinbar nur die Schwulen betraf. Zudem wurden die Übertragungswege in der Gesellschaft drastisch überschätzt. Um etwas dagegen zu unternehmen, gründeten sich überall selbstorganisierte AIDS-Hilfen als Gruppen und Vereine, um neues Wissen zu bündeln und als Aufklärung und Information weiterzugeben, sowie die Kranken zu unterstützen. Vor 30 Jahren war es auch in Nürnberg soweit: Am 10. Oktober 1985 fand sich zuerst eine zwanglose Selbsthilfegruppe zusammen. Daraus entstand die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. GAYCON sprach mit zwei Pionieren über die Anfangszeit bis heute: Lissy Gundel (68) und Michael Aue (64).

Das Gründungsteam der AIDS-Hilfe

„Bernhard Pasche und sein Kumpel Peter Schmidt luden mich und andere Freunde zu Kaffee und Kuchen in Bernhards Wohnung ein. Sie wollten wissen, ob wir uns einen AIDS-Selbsthilfeverein in Nürnberg vorstellen könnten. Ich lehne normalerweise Vereinsmeierei ab, aber ich fand die Idee gut“, erinnert sich Michael Aue an den Sommer 1985. „Meine Motivation mitzumachen kam aus dem persönlichen Bereich, weil beste Freunde aus San Francisco und Berlin seit Anfang der 1980er Jahre an AIDS erkrankt und Schlag auf Schlag verstorben waren. Wenn man die Zeit nicht selbst erlebt hat, kann man sich das heute nicht mehr vorstellen. Meine Befürchtungen gingen sogar so weit, dass ich dachte, die Schwulen könnten aussterben.“ Michael Aue war sieben Jahre lang der erste Gründungs-Vorstand der AIDS-Hilfe Nürnberg, anschließend weitere sechs Jahre aktiv in der Schwulengruppe des Vereins tätig.

„Durch einen schwulen Freund und eine lesbische Cousine habe ich mich frühzeitig mit dem Thema Homosexualität beschäftigt. Ich wollte Menschen helfen, die diskriminiert werden. Es gab ausschließlich schwule Männer bei der AIDS-Hilfe und ich habe trotzdem mitgemacht, auch wenn ich mir anfangs schwergetan habe“, erinnert sich Lissy. „Aber Michael ist ‚schuld‘, dass ich bis heute dabei bin. Er hat mir immer wieder Mut gemacht.“ Viele waren damals überzeugt, dass eine Selbsthilfegruppe nur funktioniert bzw. die Kompetenz hat, wenn die Betroffenen alles selber machen, homosexuell sind oder die AIDS-Krankheit selbst erlebt haben. Deshalb wurden in der Anfangszeit helfende Frauen auch diskriminiert und beschimpft („Was wollt ihr denn hier?“). Ebenso umstritten war es 1987, als die ersten hauptamtlichen Mitarbeiter (Sozialpädagogin & ein Psychologe) eingestellt wurden, die ebenfalls diese Punkte nicht erfüllten. Für Ehrenamtliche war das Problem die fehlende Zeit. Aber das Arbeitsvolumen wuchs durch die viele Anfragen aus Politik, Kliniken und Veranstaltungen.

Die prekären Umstände schweißten zusammen

Neue Volksseuche?

Die ersten Räume fand das Gründungsteam im Stadtteiladen Nürnberg Nord (KUNO) in der Wurzelbauerstraße. Es war damit die erste Anlaufstelle für ganz Nordbayern. „Wir hatten zwar 15 bis 20 Leute, die bereit waren mitzumachen, aber das größte Problem war, wir hatten kein Geld für das Drucken von Flugblättern, für Telefonkosten und für einfachste Büro-Utensilien wie Kugelschreiber und Papier“, betont Michael die Start-Problematik. „Weil die alternative Jugend- und Drogenhilfe Mudra von Anfang an mit dabei war, wegen ihrer HIV- und AIDS-Betroffenen unter den Junkies, konnten sie uns beim Ausarbeiten des  Förderantrags zum Alternativ-Topf der Stadt Nürnberg helfen. So bekamen wir tatsächlich 3000 DM. Doch wir waren so sparsam, dass wir im ersten Haushaltsjahr nicht alles ausgegeben hatten und deshalb Geld zurückzahlen mussten. Auch Rosa- und Rumpel Druck unterstützten uns.“ Anfangs wurde in den Medien und durch die Politik auch regelrechte Panikmache verbreitet. Eine HIV-Übertragung sei angeblich auch über Händeschütteln oder durch Trinken vom gleichen Glas möglich. Übertragungswege waren noch nicht abschließend erforscht. Sogar eine Volksseuche wurde nicht ausgeschlossen. In der Münchner Szene wurden Saunen von Amts wegen geschlossen. „Gauweiler wollte alle Betroffenen in Bayern am liebsten zwecks Seuchenbekämpfung auf einer Insel oder an einem abgeschotteten Ort konzentrieren. Durch das drohende Berufsverbot bekamen wir viele freiwillige Pfleger aus dem Krankenhausbereich und Medizin-Studenten, die bei uns ein Praktikum absolvierten. Somit entstand eine solidarische Bewegung für die Freiheit“, betont Lissy. „Letztlich kam die geplante Meldepflicht für alle doch nicht. Es gab aber auch Anfeindungen („Ihr Schweine!“) aus der Bevölkerung über das Beratungstelefon. Deshalb waren wir immer zu zweit im Telefondienst eingeteilt. Weil viele keine Erfahrung in Beratungsgesprächen hatten, wurden wir zuerst vom City Dienst, später von der Deutschen AIDS-Hilfe geschult“, erzählt Lissy weiter. „Die Stadt Nürnberg hat uns immer unterstützt. Alle Beamten im Freistaat sollten auf HIV zwangsgetestet werden. Die Stadt hat sich der Anweisung widersetzt.“ Ab 1987 ging die AIDS-Hilfe auch in die Justizvollzugsanstalt. Weil viele Inhaftierte Drogen konsumierten, entstand ein großes HIV-Problem, von dem niemand ahnte. Zusätzlich wurde unter den Inhaftierten und vom Personal die Diskriminierung regelrecht ausgelebt. „Die Betreuung in der JVA war einfacher, weil die Leute pünktlich zum Termin kamen“, schmunzelt Lissy. „Aber die Beratung war damals insgesamt sehr schwierig. Die ängstliche Frage war überall: wann und wie muss ich sterben? Es war keine schöne Zeit, auch nicht für uns Berater“, betont Lissy nachdenklich. „Die Angst war groß, sich überhaupt testen zu lassen, auch wegen der drohenden Meldepflicht. Dies änderte sich ab 1988 mit der anonymen Test-Möglichkeit in den Gesundheitsämtern und bei den AIDS-Hilfen. Sogar wir waren vorher gegen den HIV-Test, wegen den drohenden Strafverfahren. Solange die Betroffenen nichts wussten, blieben sie straffrei, wenn sie andere infizierten.“

Das erste Büro im KUNO in der Wurzelbauerstraße

Leichtsinn durch Medikamente?

Durch die inzwischen entwickelten Medikamente haben die betroffenen Personen heute eine deutlich höhere Lebensqualität. Während früher eine Hand voll verschiedener Tabletten genommen werden musste, einige sogar alle zwei Stunden, reichen heute manchmal zwei Tabletten am Tag. Allerdings wirken sie nur, wenn die Behandlung so früh wie möglich beginnt. Deshalb raten heute alle Gesundheitsämter und AIDS-Hilfen zu einem HIV-Test. „Leider steigt seit einiger Zeit wieder die Rate der Neuinfektionen gerade im Schwulenbereich. Trotz Aufklärung verlassen sich viele auf die neuen Medikamente. Etliche Patienten haben heute durch die Immunschwäche bedingt zusätzliche Probleme mit Hepatitis C“, berichtet Lissy. „Ein großes Plus ist aber, wer unter der Nachweisgrenze bleibt, gilt als nicht infektiös. Während in der Anfangszeit unsere Arbeit eher eine Sterbebegleitung war, steht heute die Beschäftigung vieler Betroffener im Vordergrund. Bei etlichen Patienten kommt eine psychische Erkrankung hinzu, weil sie ihre Arbeit verloren haben oder nicht mehr ausüben können.“ Um zu vermeiden, dass sie in ein Loch fallen, bietet die AIDS-Hilfe regelmäßig Ausflüge in die Region, Kulturabende, Spaziergänge und auch begleitete Reisen an. Finanziert durch die Spenden. „Viele sind fast nicht fähig, selbst aktiv zu werden oder etwas zu unternehmen. Sie sind Frührentner geworden und haben oft wenig Geld. Es sind manchmal nicht ganz einfache Leute, deshalb wird Alkohol von uns nicht finanziert“, betont Lissy, die für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Frühjahr den „EhrenWert“-Preis der Stadt Nürnberg verliehen bekam. „Betroffene, denen es gut geht, die aktiv im Erwerbsleben stehen, kommen nicht zu uns. Deshalb ist das Beschäftigungsprojekt der AIDS-Hilfe, das Restaurant Estragon, so wichtig. Hier sind die Anforderungen geringer als auf dem freien Markt, es werden auch Ausbildungsstellen angeboten.“ Weitere Aufklärung ist wichtig, denn auch im Jahr 2015 gibt es noch einzelne Fälle in Kliniken, wo HIV-Patienten als hochinfektiös eingestuft, in extra Räume gelegt oder als letzte Patienten in der Reihe der Untersuchung drankommen. Hier kann es schon passieren, dass der verantwortliche Chefarzt einen roten Kopf bekommt, wenn er von der AIDS-Hilfe mit den Tatsachen konfrontiert wird. Aber leider halten viele Patienten aus falscher Scham den Mund. Die AIDS-Hilfe will Mut machen, sich nirgends diskriminieren zu lassen und solche Vorkommnisse mitzuteilen.

 

Fotos Privat

Foto/ Text Norbert Kiesewetter

GAYCON Juli 2015

Jubiläums Straßenfest

Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. und 10 Jahre Restaurant Estragon findet in der Jakobstraße/ Ecke Entengasse direkt vor dem AIDS-Hilfe-Haus ein Straßenfest statt. Am Samstag den 25. Juli 2015 von 12:00 bis 22:00 Uhr gibt es Musik und Showprogramm. Zahlreiche Künstler werden den ganzen Tag mit ihrem Programm für gute Unterhaltung sorgen: Irvina Gass, Jetpack Elephants, KanDo, Superskank, Die Trällerpfeifen, Sambagruppe Vincivi, A-Tension, TanzBühne, Sanjola – Coro Mix de Gospel African, Special Guest: Gloria Viagra. Moderation: Susanne Hofmann-Fraser. Übrigens, der Hauptpreis bei der Tombola ist ein Hin- und Rückflug nach Paris für zwei Personen! Kulinarische Köstlichkeiten und kühle Getränke kommen vom Restaurant Estragon. Die Schirmherrschaft haben Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Dr. Florian Janik und Dr. Thomas Jung übernommen.

Manfred Schmidt vor dem frisch renoviertem AIDS-Hilfe Haus

„Gesundheitszentrum“  für Männer

 

25 Jahre AIDS-Hilfe Nürnberg

 

Das aufkommende HIV-Problem in der schwulen Community war 1985 der Anlaß für die Gründung der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. Viele Menschen wollten dem Leid nicht mehr tatenlos zusehen und eine Anlaufstelle zur Selbsthilfe/ Prävention ermöglichen. Damals hatte die bayerische Politik aus der Landeshauptstadt noch „Gauweilerische“ Töne gespuckt und mehr Steine in den Weg geräumt als umgekehrt. Wer hätte gedacht, dass 25 Jahre später das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit die Präventionsarbeit fördert: Zielgruppe MSM = Männer, die Sex mit Männern haben. 

„Anfang der 90er Jahre war noch verstärkt Pflegepersonal nötig, welches ebenfalls die AIDS-Hilfe organisierte. In den letzten Jahren wurden neue Medikamente entwickelt, so dass Infizierte heute einen ganz anderen Krankheitsverlauf durchleben“, erklärt uns Fachvorstand Manfred Schmidt. Die Basis der Krankenpflege ging dadurch zurück, stattdessen überlegte sich der Verein, wie die Negativ-Spirale der Betroffenen aus dem Arbeitsleben in Richtung Hartz IV aufgehalten werden könnte. Wie es der Zufall wollte, war die ehem. Szene-Bar Walfisch mit dem angeschlossenen Hotel in der Jakobstraße frei. Die Vermieter waren sofort einverstanden. Das Hotel wurde zuerst weitergeführt und die Idee des Restaurants Estragon als gastronomische Beschäftigungsmaßnahme aus der Taufe gehoben. „Als der Mietvertrag für die AIDS-Hilfe Räume in der Bahnhofstraße 2006 auslief, entschieden sich die Verantwortlichen, das Hotel über dem Restaurant Estragon aufzugeben und die Vereinsräume an diesem zentralen Punkt der Nürnberger Altstadt zu konzentrieren“, so Manfred. Der jetzige Erweiterungsbau des Gebäudekomplexes war schon lange geplant, weil die Küche des Restaurants Estragon von Anfang an zu klein war. Stattdessen konnte mit unerwarteten Zuschüssen aus dem Städtebauförderungsprogramm alles noch größer realisiert werden. Aktuell beklagt Manfred, dass sich andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis oder Hepatitis B verstärkt ausbreiten, „weil die Menschen zu sorglos mit dem Thema umgehen und mögliche Impfungen nicht wahrnehmen. Deshalb wäre auch ein Impfstoff gegen AIDS selbst, sollte er denn jemals entwickelt werden, stark von der Akzeptanz abhängig“.

Unter einem Dach im neuen AIDS-Hilfe-Haus werden das Psychosoziale Beratungszentrum Checkpoint Nürnberg, Betreutes Einzelwohnen, Beschäftigungsprojekt Restaurant Estragon und das Beschäftigungsprojekt Tagungszentrum/ Hausservice vereint. 

Die AIDS-Hilfe lädt anlässlich ihres 25jährigen Bestehens und der Neueröffnung ihres Hauses zum Straßenfest am Freitag, den 09. Juli 2010 von 16-22 Uhr in die Jakobstraße ein!

16 :00 Eröffnung des Straßenfestes durch den Nürnberger OB Dr. Ulrich Maly und den Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder. Musikalisch begleitet von Anja Hackl, Andrea Wurzer, Alexandra Völkl, Janet M. Christel

18:00 Modenschau präsentiert von Liliths Laden

19:00 Party pur! Live on Stage: El Cartel feat. America Rodriguez, kubanische Salsarhythmen. Ikenna Beney Amachi, internationaler Travestiestar. Moderation des Straßenfestes: Lilo Wanders 

Fotos & Text: Norbert Kiesewetter 

LEO-Magazin Juli 2010

Das war die "Rosa Trachtennacht/ Teil 2"

FRANKENGAUDI: Das waren die Rosa Nächte auf dem Nürnberger Herbstvolksfest 2018! Gleich zweimal wurde im Papert Festzelt bei der traditionellen „Rosa Trachtennacht“ gayfeiert. Bei den Frankenbengeln (letzter Augustmontag) wollte allerdings der Stimmungsfunke nicht wie sonst gewohnt zünden. Bei der zweiten Rosa Trachtennacht brachte die Oktoberfestband Mostlandstürmer das Festzelt in gewohnter Weise zum Kochen! Erfreulich, dass so viele fesche Männer und Mädels in Tracht erschienen waren. Die queere Frankengaudi ist längst ein fester Bestandteil im Volksfestkalender für die Nürnberger Community. Da soll noch einer sagen, die Franken können nicht feiern!! ... Jetzt sind beide Bildergalerien online.

Terrasse Cafè Bar Cartoon

GAYCON TERRASSEN SPECIAL 2018: Jetzt in der Sommerzeit kommen Urlaubssehnsüchte hochgekrochen. Doch man muss nicht wegfahren, um Freizeitgefühle zu erleben. Unter dem Motto „Sommer in der Stadt“ stellt Euch GAYCON queere/ queer-freundliche Freiluftoasen (in alphabetischer Reihenfolge) der Frankenmetropole vor. Probiert sie einfach mal aus, unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn die schöne Terrasse gleich um die Ecke liegt?“ Selbstverständlich sind in den Szenelokalen tolerante Heteros immer willkommen! Hier geht es auf die GAYCON TERRASSEN ÜBERSICHT

#TV-TIPPS

+++ 16.09. ARD 17:30 Echtes Leben: Ehe für alle - Alles erreicht? - Doku // 19:30 ARD ALPHA Respekt: Trans-, inter? - Warum sexuelle Identität eine Grundrechtsfrage ist - Report +++ 17.09. BR 22:00 Lebenslinien: Rudolph Moshammer - was vom Traum geblieben ist - Doku // 23:15 NDR Die Bankiersfrau - Spielfilm // 23:40 ARTE Männer, Muskeln und modelierte Haut - Doku +++ 19.09. ARD 20:15 (auch 00:20) Der große Rudolph - Spielfilm +++ 21.09. NDR 22:00 NDR Talk Show - Talk +++ 22.09. ARD ALPHA 11:00 Echtes Leben: Ehe für alle - Alles erreicht? - Doku // 21:00 ZDFINFO Mörderjagd: Späte Rache - Doku // 21:45 NDR Die letzten Millionen - Spielfilm +++ 23.09. ONE 20:15 Der große Rudolph - Spielfilm +++

Show der Travestie - Nürnberger Altstadtfest

#Partyticker

Donnerstag 20. September:

18:00 Rosa Hütt`n - Das Berts-Bar Team feiert auf dem Altstadtfest - Literaturhaus Hütt`n (Nr. 14 - 15/ Insel Schütt)

Freitag 21. September:

19:00 Oktoberfest - Bert´s Bar (Wiesenstr. 85)

Würzburg: 22:00 Gay.Volution - Zauberberg

Samstag 22. September:

19:00 Oktoberfest - Bert´s Bar (Wiesenstr. 85) // 21:00 Sweet 40 - Revival Geburtstagsparty 40 Jahre Fliederlich mit DJ Alieb - Stadteilzentrum DESI (Brückenstr. 23)

Samstag 29. September:

ab 17:00 Oktoberfest mit Live Musik von Vuglwild - La Bas (Hallplatz 31) // 20:00 Pink Passion Party - Feuer&Flamme

Bamberg: 22:00 Planet Pink - Sky

Sonntag 30. September:

15:00 Open Air Closing Party mit DJ Romeo - Pigalle (Pfeifergasse 2a)

+++++++ Termine an info@gaycon.de

DJ Night Party - Cafe Bar Cartoon

#Vorschau:

Oktober 2018

"Medizinische Rundreise" der AH Nürnberg mit Referent Helmut Hartl aus München

Grundlagen-Update HIV

Die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. lädt zur ‚Medizinischen Rundreise‘ am Samstag den 13. Oktober 2018 von 10:00 bis 17:00 Uhr ins Tagungszentrum (Entengasse 2). Thema: HIV - Neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung – Neue Ansätze in der Prävention. Mit Referent Helmut Hartl, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, München. Moderation: Ulla Clement-Wachter. Es geht um neue Erkenntnisse zum Infektions-geschehen von HIV; Medikamentöse und medizinische Ansätze in der Prävention: PrEP, PEP, Schutz durch Therapie, Studienlage zu Beschneidung; Verhaltensorientierte Ansätze der Prävention: Bedeutung von Safer Sex, Risiko-minderungsstrategien; Testverfahren, HIV Schnelltest. Die Infoveranstaltung ist eine ganztägige Fortbildung für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter von AIDS Hilfen, Multiplikatoren, Kooperationspartner und Interessierte. Für Imbiss und Getränke wird gesorgt. Eintritt ist frei. Veranstalter: Deutsche AIDS-Hilfe e.V. & AIDS-Hilfe Nürnberg. Verbindliche Anmeldung bis 22. September 2018 bei Manfred Schmidt (Wichtig, denn Durchführung erfolgt nur bei genügender Teilnehmerzahl!) – Tel: 0911/ 2309035, per Mail manfred.schmidt@aidshilfe-nuernberg.de oder persönlich beim Servicepoint der AIDS-Hilfe Nürnberg.

Dinner & Show mit Andy Maine in Nürnberg!

Dinner & Show

Vorschau: Am Sonntag den 14. Oktober 2018 um 18:00 Uhr gibt es ein vier-Gang-Menü plus Show „Träume werden wahr“ im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Mit Travestie - Chansonette & Kunstpfeiferin Andy Maine! Achtung: Es gibt nur noch wenige Plätze! Eintritt 49,- Euro inkl. Begrüssungs-Sekt. Kartenvorverkauf per Mail an berthogeweg@t-online.de oder persönlich in der Szenekneipe Bert´s (Wiesenstr. 85).

Frauenpaar des Monats:

GAYCON Titelmodels Nadine & Susi - September 2018 - Fotoshooting Nürnberger Herbstvolksfest

Unsere GAYCON Titelbilder sollen das selbstbewusste queere Stadtleben der Frankenmetropole widerspiegeln.  Von 18 bis 99 geben wir in der Saison 2018/19 allen queeren Paaren (Beziehung, Freunde, Kumpels etc) oder Einzelpersonen aus der Region die Möglichkeit, einmal Titelpaar/ Person des Monats zu sein und im April 2019 an der MR & MISS WAHL teilzunehmen. Das Outfit passen wir immer der Jahreszeit an.

Habt Ihr Lust, mal dabei zu sein? Bewerbt Euch mit Foto per E-Mail unter info@gaycon.de oder über gaycon.de Facebook

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

GAYCON-Aufrufe seit Start 07.02.2011

GAYCON-Aufrufe seit dem 02.09.2018

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© gaycon.de 2018

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.