#Berichte queere Flüchtlingsarbeit

Chronologisch von oben nach unten: Rosa Asyl (2019), Preisverleihung an Fliederlich (2018), Ablehnung der Asylanträge durch das Bamf (2017) // Queer Café International (2016) // Fliederlich eröffnet erste LGBTI-Flüchtlingsunterkunft (2016)

Das neue EU-Projekt "Rosa Asyl" in Nürnberg: Beratung queerer Flüchtlinge von IMEDANA in Kooperation mit Fliederlich e.V.

Rosa Asyl

Der Verein IMEDANA e.V. war seit 2007 Träger des bisherigen „Internationalen Frauencafés“, eines Projektes, das sich speziell an geflüchtete Frauen richtete. Seit Juli 2018 wird der Schwerpunkt mit einem neuen EU-Projekt erweitert: Unter „Rosa Asyl“ berät der Verein in Kooperation mit Fliederlich e.V. nun auch geflüchtete LSBTIQ (Lesbisch-Schwul-Bisexuell-Trans-Intersexuell-Queer) jeglichen Geschlechts. In einem Pressegespräch Anfang Februar wurde dies nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Während die Gesamtzahl der Flüchtlinge in Deutschland zurückgeht, hat Michael Glas von Fliederlich e.V. einen Rückgang der Beratungsnachfrage von queeren Flüchtlingen noch nicht feststellen können. Sie bleibt stattdessen konstant gleich. „Queere Flüchtlinge haben einen weiterhin hohen Druck, das eigene Land zu verlassen“, betont Michael und verweist auf lange Wartelisten für die wenigen Plätze in den speziellen queeren Unterkünften in Nürnberg, München und bald in Würzburg. Weil die Gesamt-Aufnahmezahl an Flüchtlingen für die Stadt Nürnberg als erfüllt gilt, können queere Menschen nicht mehr ohne weiteres aus anderen Bezirken gezielt in die Noris verlagert werden. Ein weiteres Problem entstand durch die neuen Ankerzentren (Zentrum für Ankunft, Entscheidung, Rückführung) im August 2018. Grundsätzlich gilt für die Bewohner dort eine „Bleibepflicht“. Nur Personen mit guten Aussichten auf einen Asylstatus sollen schnell auf die Kommunen verteilt werden. Damit ist der Informationsaustausch schwieriger geworden. Deshalb will das Projekt Rosa Asyl zukünftig einmal im Monat ein mobiles Beratungscafé in den Bayerischen Ankerzentren anbieten. In 72 Ländern ist Homosexualität strafbar. In zehn Staaten gilt die Todesstrafe, in den anderen drohen Gefängnisstrafen. „Leute fliehen vor Verfolgung nach Deutschland. In ihrem Heimatland sind diese ihren staatlichen Einrichtungen gegenüber mißtrauisch. In Deutschland sollen sie aber vor dem Amt sofort zur ihrer Homosexualität stehen“, erläutert Michael eines der Hauptprobleme. So scheitert der Antrag oft daran, dass die Probanden sich keine vollständigen Aussagen zu machen trauen, oder an den zu gering eingestuften Ereignissen einer Verfolgung im Sinne des deutschen Asylgesetzes. Deshalb landen nun viele abgelehnte Asylverfahren vor dem Verwaltungsgericht. Wie z.B. der von Glib aus der Ukraine. Das BAMF argumentiert die Ablehnung u.a. mit „Grundsätzlich sind Homosexuelle in der Ukraine keiner staatlichen Verfolgung ausgesetzt. Allerdings ist die gesellschaftliche Einstellung gegenüber Homosexuellen eher ablehnend.“ Das Amt vermisst diesbezügliche Anzeigen bei der örtlichen Polizei, als er geschlagen oder in einem anderen Fall vor ein Auto geschubst wurde. Letztlich rät der Bescheid „durch Wegzug in andere Regionen der Ukraine einer Gefahr aus dem Weg zu gehen, ohne dabei das Land verlassen zu müssen.“ Rosa Asyl gibt Informationen zur Anhörung im Bundesamt und zu weiteren rechtlichen Möglichkeiten. Die Helfer beraten in akuten Notsituationen, wie bei Abschiebungen oder Übergriffen in der Unterkunft. Neben Spenden wird das Projekt auch aus Mitteln der Europäischen Union gefördert. Die Stadt Nürnberg ist mit der Villa Leon beteiligt.

 

+++ Beratung für Frauen bei IMEDANA e.V. (Zickstr. 8): Telefonische Sprechzeiten unter 0911 / 4314719 – Di/ Do/ Fr von 10:00 – 12:00 Uhr; Do auch 14:00 – 16:00 Uhr. +++ Offene Beratung für LGBTIQ* bei Fliederlich e.V. (Sandstr.1): Do 12:00 – 15:00 Uhr  / Tel. 0911 / 42345719 +++ Dringende Anfragen per E-Mail an rosa-asyl@gmx.de +++

 

NK

GAYCON Februar 2019

Preisübergabe: 13. Lina-Schneider-Preis für die queere Flüchtlingsarbeit von Fliederlich e.V.

Preisübergabe

Der Kreisverband Nürnberg von Bündnis90/Die Grünen verlieh am zweiten Mai-Donnerstag im gutgefüllten Saal des neuen Fliederlich-Zentrums den 13. Lina-Schneider-Preis an Fliederlich e.V. Die Grünen würdigen damit das ehrenamtliche Engagement zum Schutz queerer Geflüchteter. Kreisvorsitzender und Bezirksrat Daniel Arnold überreichte den mit 1000 Euro dotierten Scheck an Vereinskassier Ulrich Breuling. Der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz sowie Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Verena Osgyan würdigten die Pionierarbeit von Fliederlich. Ulrich Breuling berichtete, dass bei der Renovierung des neuen Fliederlich-Zentrums auch einige betreute Geflüchtete tatkräftig mithalfen. Einer erzählte ihm seine Motivation: „Ich helfe gern, hier fühle ich mich zuhause!“ Etwas wehmütig ergänzte Breuling, dass die LGBTI-Fliederlich-Unterkunft nun geschlossen werden muss, weil kein Nachfolgeobjekt gefunden wurde. Es sei aber nicht dramatisch, weil jetzt die Stadt Nürnberg noch andere queere Unterkünfte betreut. Am Rande der Veranstaltung berichtete uns ein queerer Flüchtling von einem Problem mit Dolmetschern bei seiner Anhörung. Er habe nicht gewusst, dass generell die Möglichkeit besteht, bei Verständigungsproblemen wegen Dialekten auf einem anderen Übersetzer zu bestehen. Damit wurden seine Gefühle, Erklärungen, Ausführungen dem Interviewer der Behörde nicht korrekt mitgeteilt. Ihm wurde deshalb nicht abgenommen, dass er schwul sei. Aktuell ist der Fall bei Gericht. Dass es diesbezügliche Probleme mit der Verständigung gibt, ist leider kein Einzelfall. Geflüchtete sollten sich deshalb vorher ausführlich über ihre Rechte informieren.

Verleihung Lina-Schneider-Preis, Fliederlich-Zentrum Nürnberg, 10. Mai 2018

Von links: Luka, Fliederlich Vorstand Ralph Hoffmann, Edgar, Ivan und AIDS-Hilfe Vorstand Manfred Schmidt

Du bist nicht schwul!

Es besteht nach Informationen durch Fliederlich e.V. die brisante Situation, dass queere Flüchtlinge vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) seit der Umstellung zur Beschleunigung der Asylanträge auch mit der Feststellung abgelehnt werden, sie könnten in ihren Herkunftsländern sicher leben oder ihr Schwulsein wäre gelogen. Vorstand Ralph Hoffmann zeigt sich bestürzt über die gängige Praxis. Vor allem weil der Verein, welcher ehrenamtlich auch grundsätzliche Fürsorge-Aufgaben des Bundes erfüllt, an der vorgegebenen sexuellen Identität der Antragsteller keinerlei Zweifel hat. Er sieht als Konsequenz aus dem Aberkennen der sexuellen Identität die grundgesetzlich garantierte Menschenwürde infrage gestellt.

 

Seit 14 Monaten betreut der Verein Fliederlich queere Flüchtlinge im Großraum Nürnberg in einer eigenen Unterkunft, als Betreuer in zwei weiteren bei anderen Betreibern. Hinzu kommt der Beratungsbedarf von Betroffenen aus den üblichen Unterkünften der Metropolregion. Damit summiert sich die Zahl auf rund 60 Personen, überwiegend schwule Männer sowie Transgendern. Der Europäische Gerichtshof hat im Jahr 2013 die Rechte der homosexuellen Flüchtlinge gestärkt, wenn diesen in ihren Herkunftsländern tatsächlich Haftstrafen wegen homosexueller Handlungen verhängt werden. Im Sinn der Genfer Flüchtlingskonvention ist die sexuelle Ausrichtung ein so bedeutsames Merkmal für die Identität eines Menschen, dass sie nicht gezwungen werden sollten, auf diese zu verzichten. Ralph Hoffmann bestätigte, dass bis nach 2015 in der Praxis die Anerkennung des Asylantrages durch das Bamf die Regel war. „Wir begleiten alle unsere Antragsteller zu den Interviews im Bundesamt. Wir können 100%ig bestätigen, dass unsere Schützlinge auch schwul sind. Wir arbeiten mit ihnen, wir wissen wie sie leben. Doch die Entscheidung trifft nun ein Gremium anhand dieser Gesprächs-Protokolle, ohne die Menschen jemals gesehen zu haben. Nun bekamen wir im Beispiel eines Irakers die Absage mit der Begründung, dass dieser nur angeblich homosexuell sei, es bestünden große Zweifel‘“, ärgert sich Hoffmann. Manche würden sogar nur angsterfüllt zugeben, dass sie schwul seien, weil das für sie vorher auch lebensgefährlich sein konnte. „Weiteren wurde geraten, in einer anderen Region ihres Landes zu leben, dort wäre es sicherer.“ Doch aktuell kommen gerade aus Russland/ Tschetschenien Nachrichten über gezielte Verfolgung von schwulen Männern mit Todesopfern bei den westlichen Medien an. Genau dorthin soll der Tschetschene Said (24) zurück, bzw. in eine ‚sichere Region‘. Moskau sei ihm angeraten worden. Als Schwuler und Tschetschene?? Er wäre ursprünglich gerne zuhause geblieben, aber die Jagd der Schlägertrupps und die Folter mit Stromschlägen veranlassten ihn zur Flucht. „Am besten wäre es für mich, wenn sie mich einfach nur umbringen“, betont Said, der nun Einspruch gegen den Bescheid eingereicht hat. Aus Uganda stammt Ivan (28), wo homosexuelle Handlungen unter Strafe stehen. Ihm wurde gedroht, dass er „in Stücke geschnitten wird“. Seine Familie und Freunde wollten ihn totschlagen oder steinigen. Als Unternehmer hatte er ein Visum zur Bio-Fach-Messe nach Nürnberg bekommen. Dass in Uganda eine menschenunwürdige Situation für Lesben und Schwule herrscht, wurde mit der Auszeichnung des Nürnberger Menschenrechtspreises an Kasha Nabagesera 2013 von der Stadt bewusst publik gemacht. Für ihren Kampf um die Rechte ihrer Community. Luka (27) und Edgar (31) aus Armenien hatten in ihrem Heimatland eine Tanzschule. Seit zehn Jahren sind sie ein Paar. Sie flohen ebenfalls vor der alltäglichen Diskriminierung nach Deutschland. „Allein nur, wenn Männer längere Haare tragen, werden diese im Alltag auf der Straße als schwul beschimpft!“. Generell würden alle anwesenden Flüchtlinge zurück in ihr Heimatland gehen, wenn es sichere Lebensverhältnisse gäbe. Aktuell gibt es zehn Asyl-Ablehnungen, drei bis fünf Anerkennungen, obwohl die Flüchtlinge aus den gleichen Ländern stammen. Die überwiegende Antragszahl ist noch in der Warteschleife. Das Bamf wies die Fliederlich-Vorwürfe gegenüber der Deutschen Presseagentur zurück. „Schutz werde gewährt, wenn der Antragsteller glaubhaft mache, dass bei einer Rückkehr in das Herkunftsland schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen drohten.“

 

Neue Unterkunft gesucht

Die queere Flüchtlingsunterkunft von Fliederlich braucht neue Räume, die Wohnung war nur als Zwischennutzung gemietet. Nun ist aber kürzlich das ausgemachte neue Nachfolgeobjekt geplatzt. Bis zum Herbst müssen die zehn Bewohner das jetzige Haus verlassen. Während aus Nürnberg die Nachfrage etwas nachlässt, weil die meisten in üblichen Wohnungen untergebracht wurden, verstärkt sich nun die Nachfrage aus dem Umland. „Wir könnten eine Unterkunft für 100 Leute betreiben. Doch Personen aus anderen Zuständigkeitsbereichen dürfen wir nicht helfen. Deshalb wäre es sinnvoll, weitere Zentren in Metropolen zu schaffen, in der Nähe der queeren Gemeinschaft“, betont Ralph Hoffmann. „Während die Stadt Nürnberg etwas hilft, gibt es vom Staat keine Unterstützung. Damit werden die meisten Kosten aus Spendengeldern finanziert, nicht nur aus der queeren Szene. Für den Einsatz der Anwälte sowie Gerichtskosten, bauliche Maßnahmen, laufende Kosten. Ein großer ehrenamtlicher Helferkreis betreut die Flüchtlinge in den Unterkünften. Nur wenn vor Gericht gewonnen wird, fließt das Prozessgeld an uns zurück.“

 

Foto/ Text Norbert Kiesewetter

GAYCON Mai 2017

Freuen sich über den Gäste-Zuspruch, trotz aktueller Halloween-Gruseldeko im Fliederlich-Zentrum: Michael Glas (Fliederlich, links) und Martin Tröbs (AIDS Hilfe Nürnberg, rechts)

Integrations - Café

Seit Ende September gibt es ein neues Angebot im Fliederlich Zentrum (Sandstr. 7): Das „Queer Café International“. Jeden Donnerstag von 15:00 bis 17:00 Uhr treffen sich im Durchschnitt an die fünfzehn Besucher. Bei Kaffee, Tee, Gebäck und Kuchen ist ein Schutzraum entstanden, in dem die von der heterosexuellen Norm abweichende Identität akzeptiert ist und nicht versteckt werden muss. In den Sprachen deutsch, englisch, oder auch mit Händen und Füßen können sich alle unterhalten und spielerisch näherkommen. Die mehrheitlich schwulen Männer aus unterschiedlichen Herkunftsländern wie z.B. Iran, Irak, Syrien, Russland sind nach Deutschland geflüchtet und durchlaufen derzeit das Asylverfahren. Doch das Café soll insgesamt eine Anlaufstelle für queere Migranten sein, für alle Zugewanderten in der Region. Außerdem ist es als Kontaktstelle für ehrenamtliche Unterstützer und alle, die es werden wollen, gedacht. Das Gemeinschaftsprojekt wird von Fliederlich und der AIDS Hilfe Nürnberg im Wechsel betreut. Von Seiten der AIDS-Hilfe, die das Flüchtlings-WG-Projekt von Fliederlich unterstützen will, steht Sozialpädagoge Martin Tröbs für Gespräche und das Entwickeln von Präventionsangeboten zur Verfügung. Hier bekommen neben Fliederlich-Geschäftsführer Michael Glas auch neue ehrenamtliche Unterstützer die Möglichkeit, den Geflüchteten bei der Orientierung im fremden Land zur Seite zu stehen. Das Kuratorium der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. hatte im Sommer beschlossen, dass sich die AH stärker im Bereich Flüchtlinge engagieren soll. So wurde die Kooperation mit Manfred Schmidt, Fachvorstand der AIDS-Hilfe und Fliederlich e.V. ins Rollen gebracht.

GAYCON Oktober 2016

In der neuen Unterkunft für queere Flüchtlinge im Nürnberger Stadtteil Gostenhof: Fliederlich Vorstand Ralph Hoffmann, Geschäftsführer Michael Glas, bayerische Landtagsabgeordnete Claudia Stamm und Vorstand Ulrich Breuling

Vorbild für Deutschland

Ein Novum in der deutschen LGBTI – Landschaft nimmt in Nürnberg noch vor Berlin Gestalt an. Die bislang erste und einzige Flüchtlingsunterkunft für queere Menschen wird vom schwul lesbischen Verein Fliederlich initiiert. Vorstand Ralph Hoffmann schätzt die Zahl der Betroffenen zwischen 400 bis 600 als Anteil von insgesamt 8000 Flüchtlingen allein in der Frankenmetropole.

 

Voraussichtlich in der ersten Februarwoche können Bewohner in die neue Unterkunft einziehen. Neben der politischen Verfolgung oder Kriegsgründen spielt die sexuelle Orientierung bei Flüchtenden eine wichtige Rolle. Kenia, Uganda, Irak, Afghanistan sind nur einige Beispiele für Herkunftsländer, die für queere Menschen zur Hölle werden, wenn sie sich outen. Transsexuelle Menschen finden in der muslimisch-arabischen Welt keinen Respekt. Nicht selten droht ihnen die Steinigung. Eine große Zahl der homosexuellen Flüchtlinge trägt die Furcht vor dem Outing auch in den hiesigen Unterkünften und sogar bei Amtsauskünften immer mit sich.

Wie Fliederlich am Montag, 25. Januar 2016, in der Pressekonferenz mitteilte, hat der Verein zwei Etagen eines leerstehenden Hinterhofgebäudes im Nürnberger Stadtteil Gostenhof angemietet. Die Stadt Nürnberg unterstützt das Vorhaben unbürokratisch mit einem Tagessatz, der die Kostenneutralität sicherstellt. In diesen zwei Wohnungen werden aktuell auf ehrenamtlicher Basis Trennwände eingezogen, um aus den großflächigen 200 Quadratmetern kleinere Räume für die insgesamt acht bis maximal zehn Asylbewerber bieten zu können. In einer Gemeinschaftsküche werden die Bewohner dann als Selbstversorger zusammen kochen. Dazu wird es eine größere Gemeinschaftsfläche geben. Aus versicherungs- und brandschutztechnischen Gründen ist die Nutzung des Galeriebereichs aufgrund fehlender Nottreppen leider nicht möglich.

In der zweiten Etage ist die Küche und der Gemeinschaftsraum geplant. Mit einer Trennwand wird weiterer Raum gewonnen.

Angstfrei leben

„In den bestehenden Notunterkünften herrschen besonders aufgrund der Enge ethnische Konflikte unter den Bewohnern. Dadurch sind die homosexuellen Flüchtlinge im Dauerstress. Für viele, besonders aus muslimischen Ländern, ist schon die Anwesenheit von Schwulen und Lesben ein Affront“, berichtet Hoffmann. „Zwei Kurden erzählten, dass sie vom Regen in die Traufe kamen. Sie wollten nach Deutschland, um hier angstfrei queer leben zu können. Doch in den Heimen herrscht die gleiche Situation wie in ihrer Heimat.“ Der Verein berichtet weiter, dass sich in den letzten drei Monaten, ohne spezielle Informationen oder Werbung dazu, 25 Homosexuelle direkt bei Fliederlich per Telefon oder persönlich im Zentrum gemeldet hatten. „Sie alle suchen einen sicheren Rahmen, wo sie keine Pöbelei befürchten müssen. Wo sie nicht bedroht werden. Darum kamen wir zum Entschluss, wir müssen für diese Leute eine sichere Unterkunft bieten“, betont Michael Glas, Geschäftsführer von Fliederlich. „Es werden Adressen gesammelt und gemeinsam mit den Ämtern der Stadt Nürnberg und den Behörden der Regierung von Mittelfranken die zukünftigen Bewohner ausgesucht. Es wird der offizielle Weg beschritten und dann werden die Bewohner zugewiesen. Damit wird auch die Berechtigung sichergestellt.“ Außerdem steht zum Projekt ein ehrenamtlicher Helferkreis in den Startlöchern. Dieser soll zukünftig die queeren Flüchtlinge begleiten und betreuen. Fliederlich freut sich über die positive Resonanz aus der Community in Bezug auf materielle Unterstützung. Die Unterkunft ist eine Zwischennutzung der Räumlichkeiten. Im Sommer/ Herbst müssen neue Räume gefunden werden, weil der Eigentümer das Haus umbauen will. Die genaue Adresse der Unterkunft soll aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich gemacht werden.

In der ersten Etage werden noch Trennwände eingezogen

Staatsaufgaben

Claudia Stamm, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, kritisiert, dass Städte und Vereine hier für eine Aufgabe zuständig sind, die eigentlich der Staat tragen müsste. Sie zieht verbal den Hut vor der großartigen Aufgabe, die Fliederlich an dieser Stelle übernimmt. Und fordert in ihrer Funktion als Sprecherin für grüne Gleichstellungspolitik eine bayernweite Anlaufstelle für queere Flüchtlinge. In einem Antrag im bayerischen Landtag wurde angeregt, diese generell in den beiden Metropolstädten unterzubringen, doch es folgte die Ablehnung mit der Begründung, dass das sowieso gemacht würde. „Fakt ist, das stimmt nicht, denn ich erhalte viele Mails von Betroffenen auf dem Land. Dabei hätte die Umsetzung nichts gekostet“, betont Stamm. „Homosexuelle Flüchtlinge sind momentan am besten in Nürnberg oder München unterzubringen, weil es nur dort Beratung und Kontakt zur Szene gibt.“ Sie fügt an, dass religiöse Intoleranz mit den Folgen langjähriger Strafen oder sogar der Todesstrafe gleichfalls mit Koran oder Bibel begründet werden und die Betroffenen zur Flucht bewegt.

 

Nach wie vor ist es der große Traum von Fliederlich, ein Haus-Gesamtprojekt für den Verein zu verwirklichen. Dort sollen im Wesentlichen das Vereinszentrum mit ausreichenden Büro- und Gruppenräumen, Wohnmöglichkeiten für altersbedingt ausgegrenzte queere Menschen, für LGBTI-Flüchtlinge und eine Notschlafstelle für Jugendliche in der Coming-out Phase vereint werden. Bevorzugt als Dauerlösung wäre natürlich eine eigene Immobilie, aber auch eine Anmietung käme in Betracht. Eine Innenstadtlage wäre das Tüpfelchen auf dem i.

 

Text/Fotos Norbert Kiesewetter

GAYCON Januar 2016

Mach mit - Ehrenamt bei der AIDS-Hilfe Nürnberg zu vergeben! (Foto: GAYCON Archiv)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Ehrenamt bei der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth zu vergeben

Die AIDS-Hilfe sucht Interessierte, die Menschen mit HIV, Psychisch- und Suchterkrankte ehrenamtlich begleiten. Zum Beispiel durch Gespräche, Spaziergänge oder durch praktische Unterstützung beim Einkaufen. Begleitung und Aktivierung zu Freizeitaktivitäten (z.B. von der AIDS-Hilfe) ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Die Einsatzdichte und Häufigkeit erfolgt nach Absprache der Bedürfnisse sowie Wünschen mit den einzelnen Personen. Die AIDS-Hilfe bietet eine gute Zusammenarbeit und qualifizierte Ansprechpersonen, regelmäßigen Erfahrungsaustausch, Unfall- und Haftpflichtversicherung, Teilnahme an Fortbildungen der Deutschen Aidshilfe, Erwerb der bayerischen Ehrenamtskarte, regelmäßige Feste und Feiern für Ehrenamtliche und Nachweis über die ehrenamtliche Tätigkeit. Die Vorteile des Ehrenamts sind neue Kontakte, neue Heraus-forderungen, Impulse für das eigene Leben, die Möglichkeit bisher unbekannte Fähigkeiten an sich selbst zu entdecken, Praxiserfahrung neben Schule oder Studium, zusätzliche Pluspunkte für den Berufseinstieg und ein Ausgleich zur Arbeit. Durch das Engagement bei der AIDS-Hilfe bringen die Interessierten ein knappes Gut ein – nämlich Zeit. Es ist das Wertvollste, das eingebracht werden kann. Außerdem ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz. Vorerfahrungen sind gut, aber keine Voraussetzung. Schreibt einfach per Mail an die Ehrenamtskoordination (Sara Herzberg) ein paar Zeilen zur eigenen Person und Motivation, dann steht dem Kennenlernen nichts mehr im Wege. +++ Weitere Infos auf der Webseite der AIDS Hilfe Nürnberg +++

Queer Jobs in der Community Nürnberg! (Foto: Cartoon)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Komm ins Cartoon Team

Das Cartoon (An der Sparkasse 6) ist eine queere Café Bar und seit 32 Jahren nicht nur für die Gäste der Community da. Nun suchen sie Servicekräfte (m/w/d) für 25 – 30 Wochenstunden in Wechselschicht. Abwechslungs-reiche Tätigkeiten in einem dynamischen Team erwarten euch. Die Aufgaben sind Bestellungen aufnehmen und zum Gast bringen, Ausschank von Kalt- und Heißgetränken sowie mixen von Cocktails, Zubereitung von Speisen (Pasta & Baguettes), Reinigungs- und Hygienearbeiten, Kassier- und Spültätigkeiten. Voraussetzungen sind, die Interessierten haben idealerweise bereits Berufserfahrung, Deutsch-Kenntnisse, sind körperlich belastbar, zuverlässig, flexibel, und arbeiten gerne selbständig sowie teamorientiert. Ihr habt Lust, in der queeren Welt auch an Samstagen und Feiertagen für die Community da zu sein? Dann schickt die Bewerbung per Mail an das Café Bar Cartoon

7. Grillfest des Nürnberger Lederclubs auf der Pegnitzwiese

COMMUNITY NÜRNBERG:

Das war das NLC-Benefiz-Grillfest

Am letzten Mai-Donnerstag, genauer am Christi-Himmelfahrt-Feiertag, fand das siebte LGBTIQ*-Grillfest des Nürnberger Lederclubs (NLC) im westlichen Pegnitztal statt. Nach zwei Jahren Pandemie-Pause wurde wieder die Pegnitzwiese bei der Theodor-Heuss-Brücke von der queeren Community in Beschlag genommen. Wettertechnisch war es leider die meiste Zeit bewölkt und damit etwas frisch, da half auch das hohe Gras der ungemähten Wiese nichts. Im Lauf der Jahre hatten wir ja schon viel erlebt, von gefühlten 40 Grad in der prallen Sonne bis zum Unwetterregen. Wenigstens war der Standort in der Nähe von Turn-Stangen. Der Anblick von Hetero-Männern beim Klimmzüge-Training brachte dann doch etwas Wärme in die Herzen, zumindest der anwesenden Kerle. ... +++ Zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Gemeinsames Spargelessen mit der Community im Restaurant Literaturhaus

COMMUNITY NÜRNBERG:

Spargel satt!

Das war das „gemeinsame Spargelessen“ mit der Community & Freund*innen am letzten Mai-Dienstag im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Schon seit einigen Jahren eine schöne Tradition. Rund 80 Gäste genossen wieder gemeinsam ein vorzügliches Spargel-Menü. Die Service-Crew kredenzte Spargel-cremesüppchen, Schnitzel „Wiener Art“, Prager Schinken, Spargel, Frühkartoffeln und Soße Hollandaise, alles in üppigen Mengen! Also, mit Nachschlag waren die Teller immer wieder gefüllt. Zum Nachtisch wurde Erdbeer-Tiramisu gereicht. Einige Gäste kamen spontan zum Essen dazu, dass sogar mit Tischen erweitert werden musste. Ein schöner Abend, mit vielen Gesprächen über und aus der Community. +++ Hier geht es zur Bildergalerie vom Spargelessen +++

IDAHOBIT Aktionen in der Nürnberger Altstadt

COMMUNITY NÜRNBERG:

IDAHOBIT 2022

Am Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Biphobie (International Day Against Homo-, Bi- & Transphobia - IDAHOBIT) am 17. Mai beteiligte sich die Nürnberger Community mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen. Aktivist*innen malten mit Straßenkreide den Schriftzug IDAHOBIT in der Fußgängerzone vor der Lorenzkirche. Ebenso wurde ein großes Bild mit Herz in Regenbogenfarben auf den Magnus-Hirschfeld-Platz gezaubert. Neben dem Infotisch vom Bündnis gegen Trans- und Homophobie am Tugendbrunnen, der mit vielen Regenbogenfahnen und Trans-parenten geschmückt war, gab es eine Kurzandacht in der Lorenzkirche. ... +++ Hier geht es zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Zum Schlaffi - Gaststätte Fasan: Das Team

COMMUNITY NÜRNBERG:

Die queere Community in Nürnberg hat ein weiteres Lokal!

Marcus Dörfler (44), den meisten unter seinem Spitznamen „Schlaffi“ bekannt, erfüllt sich seinen Lebenstraum. „Zum Schlaffi“ - Gaststätte Fasan – (Heynestr. 1) in der Nürnberger Südstadt. Geografisch zwischen S-Bahn Station Steinbühl, Opernhaus und Christuskirche gelegen. Marcus bietet zukünftig fränkische Küche! Über 20 Jahre Gastronomie Erfahrung aus der queeren Szene bringt er mit. Weil in der Vergangenheit viele queere Lokale als Szenetreffpunkte weggefallen sind, möchte er mit dem Speiselokal ein neues Angebot schaffen. Die Räumlichkeiten bieten Platz für 70 Personen. Im Biergarten werden 30 Plätze sein. ... +++ Zum Bericht mit ersten Bildern +++

Fliederlich Vorstand: Alieb, Sabine, Lukas, Ulrich und Robert

COMMUNITY NÜRNBERG:

Vorstandswahl bei Fliederlich

Bei der Mitgliederversammlung am zweiten Mai-Mittwoch wurde fast der komplette amtierende Fliederlich-Vorstand von den knapp 20 anwesenden Vereinsmitgliedern für ein weiteres Jahr bestätigt: Anett Buchmann, Sabine Klöss, Ulrich Breuling, Robert Huber bleiben im Amt. Ian-Philip Dorn ist auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Neu im Team ist Lukas Geyer (Mitte). GAYCON gratuliert zur Wahl und wünscht gutes Gelingen für die neue Amts-Zeit.

"Diven" - 25 Jahre Trällerpfeifen - Jubiläumskonzert im Südpunkt

SCHWULES CHORVERGNÜGEN:

Jubiläum 25 Jahre Trällerpfeifen

Am ersten Mai-Wochenende präsentierte der schwule Männerchor Nürnberg sein Jubiläums-Doppelkonzert im großen Saal des Stadtteilzentrums Südpunkt. Nach zweijähriger Pause endlich wieder ein schwules Chorvergnügen in der Nürnberger Südstadt. Im Repertoire Lieder „Göttlicher Diven“, Stücke von Musik-Ikonen der schwulen Welt. Von Judy Garland, Lady Gaga, Marlene Dietrich, Whitney Houston, Madonna, Cher, Zarah Leander bis Christine Aguilera und Nina Hagen. Unter der Leitung von Hans Leinberger und begleitet am Klavier von Michael Hübner. ... +++ Zum Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Vorstellung & Diskussion "Aktionsplan Queeres Nürnberg"

Vorstellung Aktionsplan

Die Verwaltung der Stadt Nürnberg präsentierte am ersten Mai-Mittwoch den „Aktionsplan Queeres Nürnberg“ im Nürnberger Presseclub. Als erste Stadt Bayerns hat die Franken-metropole einen eigenen Aktionsplan zu den Belangen von Lesben, Schwulen, Bi*, Trans* und Interpersonen erstellt, mit Hilfe der queeren Community. Rund 50 Menschen waren im Saal und lauschten den Redebeiträgen. Zuerst begrüßte Stadtrat Dr. Ulrich Blaschke die Anwesenden, denn mit seinem Antrag im Stadtrat vor ein paar Jahren kam alles ins Rollen. Organisatorin des Abends Christine Burmann übernahm gemeinsam mit Lukas Geyer die Moderation.  ... +++ Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

#TV-TIPPS

+++ 20.06. VOX 15:00 Uhr Shopping Queen - Gay Special - Tag 1 Andreas - Serie // 18:45 ZDFINFO Star-Prediger & Präsident- Flüsterer - Doku // 20:15 RTL Viva la Diva - Wer ist die Queen? - Show // 01:15 RTL Ohne Filter - So sieht mein Leben aus: Bunt ist unsere Lieblingsfarbe in Berlin +++ 21.06. VOX 15:00 Shopping Queen - Gay Special - Tag 2 Michael - Serie // 21:40 ONE All You Need (Folge 6 - 8) - Serie // 00:25 VOX Princess Charming (1) - lesbische Kuppelshow - Serie // 00:30 RBB Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 2001 - Serie  +++ 22.06. VOX 15:00 Uhr Shopping Queen - Gay Special - Tag 3 Lukas - Serie // 00:20 RTL Nachtjournal Spezial: Homo-sexualität in Katar - Magazin +++ 23.06. VOX 15:00 Uhr Shopping Queen - Gay Special - Tag 4 Ralf - Serie // 17:30 VOXUP Law & Order: Stillschweigen - Krimi +++ 24.06. VOX 15:00 Uhr Shopping Queen - Gay Special - Tag 5 Sebastian - Serie // 23:35 ZDFNEO Andere Eltern: Alle 15 Folgen - Serie +++ 25.06. VOX 11:00 Uhr Shopping Queen - Gay Special - Zusammenfassung der ersten Gay Week - Serie // 00:55 ONE All You Need (6 - 11) - Serie +++ 26.06. ZDFINFO 15:45 Vermisst im Gay Village - Serienmorde in Toronto - Doku // 18:00 3SAT Buchzeit: u.a. über "Die Lüge" von Mikita Franko // 20:15 VOX Das perfekte Promi Dinner - Queer Special - Serie // 23:20 SAT.1 EMOTIONS  Eine außergewöhnliche Affäre - Spielfilm +++

Elvira Shchemur, Aktivistin des CSD Charkiw, ist tot (Foto: Kharkiv-Pride)

UKRAINE:

Opfer des Wahnsinns

Nürnberg macht sich weiterhin sorgen um die ukrainische Partnerstadt Charkiw, im Nordosten des Landes. Die Christopher Street Day Organisation des Charkiw Pride (Kharkiv Pride) hatte mitgeteilt, dass bei der Bombardierung der Stadtverwaltung die queere Aktivistin Elvira Shchemur getötet wurde. Kharkiv-Pride auf Facebook. Kompliziert ist vor allem die Beschaffung von Lebensmitteln und Medikamenten. Das NGO Sphere Team arbeitet weiterhin für die LGBTQ*-Community für Charkiw und der Ostukraine und versucht alles Mögliche, um die Folgen des Krieges für die Community und die ukrainische Gesellschaft zu lindern. Das Team hilft der Community derzeit mit Lebensmitteln, Medikamenten und Handyrechnungen. Sie versuchen die Ausgaben so transparent wie möglich auf Facebook zu melden. Außerdem führen sie Online-Krisen-Unterstützungsgruppen, psychologische Online-Chats und beteiligen sich an Projekten zur humanitären Hilfe für die Bevölkerung. +++ Über den Nürnberger Verein Fliederlich sind auch Spenden möglich: Sparkasse Nürnberg IBAN: DE03 7605 0101 0013 7511 85  - BIC: SSKNDE77XXX - Vermerk "Ukraine" - Der Verein leitet die Spenden an das Konto von SPHERE in der Ukraine weiter bzw. verwenden sie zur Unterstützung von queeren Menschen die aus der Ukraine nach Nürnberg gelfüchtet sind.

Titelbild des Monats:

PRIDE Monat Juni - 11 Jahre Pressebilder GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab 2022 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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