#Nürnberger Lederclub (NLC)

Chronologische Reihenfolge von oben nach unten:  Berichte Links, 35 Jahre NLC (2021), Spendenstiefel (2019), Grillfest (2019), NLC in Nizza (2018), Bei den Römern (2018), Nizza & Rom (2017), 25 Jahre NLC (2010)

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Bavarian Mr. Leather Benji (2020) / Bavarian Mr. Leather Stefan (2019) / Mr. Fetish Germany Wahl (2018) / NLC Campus (2018 & 2015) / Christkindlesmarkt-Treffen (2019 - 2013) / Bavarian Mr. Leather Manfred (2017) / Kohlkönig/ Mr. Fetish Germany Daniel Hiller (2013)

35 Jahre Nürnberger Lederclub: Beim fröhlichen Christkindlesmarkt-Treffen 2019 des NLC (Foto), wusste noch niemand, dass ab Mitte März 2020 quasi alle Events ausfallen werden...

„Auf meine Jungs ist Verlass“

35 Jahre Nürnberger Lederclub

Schwule Männer, die ihre Liebe zu Fetischklamotten öffentlich zeigen, irritieren leider einen Teil der Bevölkerung mit ihrer Optik immer noch, auch über 50 Jahre nach den Stonewall-Krawallen in der Christopher Street in New York. Dabei gehören die „Ledermänner“ weltweit zu den ersten selbstbewussten Menschen, die ihre queere Gesinnung deutlich sichtbar machten. Die heutige Fetisch-Welt mit vielen Clubs in Deutschland / Europa hält eng zusammen und macht eine intensive Community-Arbeit. Die Wurzeln des Nürnberger Lederclubs (NLC) gehen zurück auf den Juli 1985 mit der Gründung des Vereins. Während der NLC sich früher nur zu CSDs öffentlich zeigte, entwickelten die Anhänger in den letzten Jahren mehr regionale Sichtbarkeitsformate innerhalb der queeren Community. Eigentlich sollte 2020 das 35. Vereinsjubiläum groß gefeiert werden. Wegen der aktuellen Pandemie ist das Fest auf die Nach-Corona-Zeit verlegt. GAYCON sprach mit Daniel Hiller, der seit 2014 Vorstand des Nürnberger Lederclubs ist, über die Entwicklung in den letzten zehn Jahren.

 

„Der NLC hatte früher nur die Kellerpartys, dazu die U33 Partys und noch seine Events, den Campus und das Christkindlesmarkt-Treffen. Darüber hinaus war der NLC nur am CSD sichtbar, und zwar mit einem eigenen Stand und als Gruppe in der Demo. Seit 2014 halten wir im Frühjahr aber auch ein öffentliches Grillfest ab, zu dem alle kommen können. Der Erlös wird jedes Jahr an eine gemeinnützige Organisation gespendet, und dabei wird der Betrag vom NLC immer auf eine runde Summe aufgestockt. Hier trifft sich ein Querschnitt der gesamten LGBTQ-Szene“, beschreibt Daniel eine der positiven Veränderungen im Vereinsleben. „Des Weiteren hat sich die Anzahl der Motorradfahrer wieder erhöht, und wir arbeiten daran, öfters Touren anzubieten. Zum CSD wird im Rahmenprogramm auch eine Ausfahrt angeboten, in dem Männlein und Weiblein, aber auch Divers zusammen die Bikes jaulen lassen. Auch unser ‚fetischfreier‘ Kaffee und Kuchen an vier Sonntagen im Jahr wurde in den letzten Jahren eingeführt.“ Diese Sonntage sind im NLC Keller gut besucht. Außerdem versuchen die Jungs, einen NLC-Stammtisch in einem Szenelokal einzuführen. Dieser läuft aber noch nicht zufriedenstellend. Deshalb soll dieses Treffen nach Corona wieder in Angriff genommen werden. „Aber der Verein hat sich dank seiner Mitglieder immer nur weiter vorwärts anstatt zurück entwickelt. Bei den Mitgliedern ist es ein deutlicher Wunsch, dass der Verein auch außerhalb des Kellers sichtbar ist. Wir wollen wahrgenommen werden und kein Verein sein, der nur in seinen eigenen Räumen agiert. Das bedeutet aber nicht, dass wir nur in voller Montur unterwegs sind“, betont Daniel. „In den letzten Jahren haben sich auch Nichtmitglieder engagiert und eigene Projekte realisiert: zum Beispiel gibt es einen Lederstammtisch, der nichts mit uns zu tun hat, aber sehr geschätzt wird. Inzwischen hat schon dreimal ein ‚Pub Crawl‘ in Nürnberg stattgefunden, organisiert von unserem Mitglied Stefan Modschiedler, dem Bavarian Mr. Leather 2019.“

Delegation vom Lederclub aus Rom beim NLC in Nürnberg im Dezember 2017

Europäische Vernetzung

Daniel Hiller ist seit November 2007 Mitglied im Nürnberger Lederclub. Im Mai 2010 wurde er zuerst Kassier des Vereins und seit Februar 2014 ist er der Vorsitzende. Aktuell sind 38 Mitglieder beim NLC registriert. Im Laufe der 35 Jahre gab es bei den Mitgliederzahlen natürliche Schwankungen, von bedeutend mehr bis weniger. Aber grundsätzlich ist der Verein in den letzten Jahren wieder gewachsen. Aktuell gibt es kein Gründungsmitglied mehr, was Daniel sehr bedauert. Einzelne “Urgesteine“ sind aber erhalten. Eines der Mitglieder trat 1999 bei, die anderen alle erst später. Aber seit 2010 sind über 25 neue Mitglieder dazu gekommen. Der NLC ist in den Vereinen der Leder- und Fetisch-Szene in ganz Europa bekannt, da er in der ECMC, dem Dachverband der europäischen Fetischszene, Mitglied ist, sowie im LFC, dem deutschsprachigen Dachverband. „Das kommt zu einem daher, dass unser verstorbener Sugar als ehemaliger Vorsitzender und Gründungsmitglied viel für den Verein getan hat, zum anderen aber auch durch die Präsenz, die der NLC bei vielen Veranstaltungen in Europa hat, da die Mitglieder auch zusammen dort auftreten, wie zum Beispiel in Rom, Nizza etc.“, erinnert sich Daniel. „Ein überraschendes Erlebnis hatte ich selbst auch beim Besuch in einer Kölner Kneipe. Dort kam ich mit einem fremden Mann ins Gespräch, der sich als Reporter der Box herausstellte. Als ich ihm erklärte, dass ich aus Nürnberg komme, meinte er, ob ich den dortigen Lederclub auch kenne. Dieser habe einen sehr guten Ruf innerhalb der Community.“ In den letzten Jahren hatte Daniel einige schöne Erlebnisse mit dem NLC, an die er sich gerne erinnert. Besonders eine Situation bei einem Christkindlesmarkt-Treffen hat sich stark in sein Gedächtnis eingebrannt. Einer der CMT-Gäste kam zu ihm, nahm ihn zur Seite und sagte: ‚Ich muss Deinem Verein ein großes Lob aussprechen. Ich kenne viele Veranstaltungen, aber beim NLC hat man, egal wen man vom Team fragt, sofort eine ausführliche Auskunft erhalten. Ihr seid zusammen ein Superteam‘. „In diesem Moment war ich so richtig stolz auf meine Mitglieder und ich wusste, auf meine Jungs ist Verlass.“

Corona-konformer CSD Nürnberg Sternenlauf durch die 'Straße der Menschenrechte' - der NLC ist mit dabei!

2020 stellte alles auf den Kopf

Weltweit sorgt die Corona-Pandemie in allen Ländern weiterhin für Kontaktsperren, abgesagte Events, Reisebeschränkungen und wirtschaftliche Auswirkungen. Die Folgen spürt die ganze Gesellschaft, wie auch die queere Community. „Ich vermisse sehr viel, aber in erster Linie die Partys des NLC, das Zusammensein im Keller. Ein paar nette Gespräche an der Bar, die Atmosphäre, wenn die Männer in ihrem Fetisch durch die Räume streifen, und man das Knistern in der Luft förmlich schmecken kann. Die Erotik dabei und das Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein. Die Einsamkeit trifft uns alle hart, aber wenigstens gibt es ein paar wenige Menschen, die auch jetzt noch Kontakt halten. Ich wünsche mir für uns alle, dass dieser Zustand sich bald wieder normalisiert“, beschreibt Daniel, was er aktuell vermisst. „Die aktuelle Situation mit Corona ist eine harte Prüfung für uns alle. Schon vorher hat es Gruppierungen gegeben, die ihre rechte Meinung offen zur Schau getragen haben. Von diesen wurden wir als Kinderschänder und Schande für die Menschheit betitelt, und die Menge hat dem Beifall gezollt. Diese Bilder haben mich sehr erschreckt. Aber nun, bedingt durch Corona, sehe ich Demonstranten, die mit lauten Rufen ‚Wir sind das Volk‘ durch die Straßen ziehen. Da sind Regenbogen-Flaggen neben den Flaggen der Leute zu sehen, die uns als Community angreifen. Ich bin zutiefst geschockt und hoffe auf eine sichere Zukunft für die queere Community und dass die Rechte, für die sich unsere Vorgänger und auch wir uns eingesetzt haben, auch den nachfolgenden Generationen erhalten bleiben.“

Neue Sichtbarkeit in der Community: Die Jungs beim 'Fetish-Pub-Crawl' machen Halt im Fliederlich-Zentrum

Jubiläumsfest & Wunsch für die Zukunft

Das 35. Jubiläum des Nürnberger Lederclubs sollte schon 2020 gefeiert werden. Es war ein ganzes Wochenende dafür eingeplant. Eröffnung mit Empfang in einem Lokal in der Nürnberger Szene, sowie abends Kellerparty am Freitag und Samstag. Tagesüber sollte am Samstag mit einer Stadtführung als Kulturprogramm den auswärtigen Gästen die Frankenhauptstadt näher gebracht werden. Abends war das Jubiläums-Dinner und am Sonntag der Abschiedsbruch vorgesehen.Als wir von Corona überrascht wurden, war es unser Plan, dies im Frühjahr 2021 nachzufeiern. Aber die Lage hat sich ja leider nicht entschärft. Sobald es möglich ist, werden wir nun ein kleines Fest feiern, aber das ist zum Zeitpunkt ja auch noch nicht planbar“, betont Daniel. Als Zukunftspläne werden die Aktivierung des NLC-Stammtisches sowie weitere Motorradtouren in der Nach-Corona-Zeit im Mittelpunkt stehen. „Alexander aus unserem Vorstand plant zudem, die Community Nürnbergs besser zu vernetzen. Da versuche ich ihn zu unterstützen, soweit er mich um Hilfe bittet“, betont Daniel, der eine klassische Fetischbar in Reichweite vermisst. „Vor allem für Nürnberg wäre es mein Wunsch, dass es wieder eine Kneipe wie den ehemaligen Walfisch, den Pranger oder die F-Bar gibt. Es schmerzt mich sehr, dass in Nürnberg eine solche Location fehlt und ich dazu in andere Städte fahren muss.“

 

Text/ Fotos: Norbert Kiesewetter

GAYCON Januar 2021

Daniel Hiller, Vorstand des Nürnberger Lederclubs (Mitte) bei der Scheckübergabe an Fliederlich e.V.
Spenden
Stiefel
Scheckübergabe auf dem CSD Finale: Der Nürnberger Lederclub (NLC) spendete dem Verein Fliederlich 946,- Euro für die queere Geflüchtetenarbeit. Der Verein freut sich, denn das Geld können sie gut gebrauchen. Der Nürnberger Lederclub hat einen symbolischen Spendenstiefel. Ein ganzes Jahr lang werden die freiwilligen Vereinskassen-Überzahlungen gesammelt. Dieser Betrag wird nicht für NLC-eigene Zwecke verwendet, sondern landet im Spendenstiefel. Jedes Jahr wird ein anderer karitativer Verein bedacht.
Ausgelassene Stimmung beim sechsten Grillfest des Nürnberger Lederclubs unter der Theodor-Heuss-Brücke

Wurscht Wetter

Am Fronleichnams-Feiertag fand das sechste Grillfest des Nürnberger Lederclubs (NLC) im westlichen Pegnitztal statt, wegen der Wetterprognose unter der großen Theodor-Heuss-Brücke. Trotz Gewitter und Sturmwarnung waren der Platz und die Bierbankgarnitur mit rund 30 Gästen, NLC-Vereinsmitgliedern und einigen Community Besuchern, gut gefüllt. Schön, dass auch Vertreterinnen vom Dyke*March Orgateam vorbeischauten! Gegen eine Spende konnte man die Getränke und Beilagen für das mitgebrachte Grillgut genießen. Es gab leckere Salate in Veggie- und Fleischvariationen. In diesem Jahr wird der Spendenerlös  für eine „Gedenkplatte für Homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus“ in der Gedenkstätte KZ Flossenbürg verwendet. Das queere Zentrum Fliederlich e.V. möchte auf diesen Punkt der Geschichte aufmerksam machen und der NLC unterstützt das. Im KZ Lager Flossenbürg waren zahlreiche Nürnberger homosexuelle Männer inhaftiert und sind dort auch zu Tode gekommen. Leider gibt es bis heute keine Gedenktafel für die schwulen Opfer. Das soll sich nun ändern. Der NLC freut sich, dafür mehr als 200 Euro als Spende überreichen zu können.

Der Nürnberger Lederclub in Nizza: Bei der Wahl zum Mr. Leatherman Evidence France 2019

Jury, Austern & viel Glück

Der Nürnberger Lederclub (NLC) unterwegs: Am letzten Wochenende im November reisten sechs Mitglieder des NLC nach Frankreich, in Nürnbergs Partnerstadt Nizza am Mittelmeer. Denn der dort ansässige Fetisch Club „Evidence“ lud zum Event „Nice so Fétiche #3“ mit Mister Wahl. Während die Nürnberger Gäste am Nachmittag des Anreisefreitags die Metropole erkundeten, wurden die Frankenmänner Manfred Herbst (Mr. Leather Bavarian 2017) und Daniel Hiller (Vorstand NLC, Ex Kohlkönig & Mr. Fetisch Germany 2013) in die Jury der Mister Wahl berufen. Außerdem in der Jury dabei Loic Jourdan (Vice Président Centre LGBT Côte d´Azur – Enipse), Francoise (Vigna-Gérante Librairie Vigna), Neri Grimaldi (Mr. Leatherman Italia 2016), James Lee (IML 2018), Michael Gehring (Mr. Rubber Europe 2018), Aurélien Normane (Mr. Leather France 2017) und Chicco (Mr. Leatherman Evidence 2018). Drei Kandidaten stellten sich am Abend zur Wahl, gewonnen hat Chris Afchain (37), der nun ein Jahr lang als Mr. Leatherman Evidence 2019 seinen Verein repräsentieren wird. Die Mister Wahl wurde in einer besonderen Location umgesetzt, zur Überraschung der Nürnberger Gäste befand sich der Saal im Keller einer Kirche. Der Samstag stand im Zeichen der Kommunikation mit den Franzosen und weiteren Gästen des Event-Wochenendes. Sie folgten dem Tagesprogramm vom gemeinsamen Pizza essen, Sekt Empfang in der Nizza LGBT Zentrale, Tour durch verschiedene Lokalitäten und Besuch der großen Abendparty. Dabei versuchten sich Manny & Daniel am erfolgreichen („lecker“) Kosten neuer Spezialitäten wie Austern. Am Sonntag fuhren alle Jungs mit der Touristen-Attraktion, der Minibahn, durch die Straßen der Metropole bis zur Festung über der Stadt. Traditionell entstehen an dieser sensationellen Aussicht die vielen Gruppenfotos des Evidence-Events als Erinnerung. Nach dem Abschiedsbrunch gaben die Mitglieder des Nürnberger Lederclubs noch auf einer Shoppingtour in der Altstadt Geld für Klamotten, leckeres Essen und leider wegen des plötzlich einsetzenden Regens auch für Schirme aus. „Am Abend gab es noch eine lustige Runde Bingo, wobei wir leider nichts gewonnen haben. Doch ein Scheinwerfer, der über mir abgestellt war, fiel durch ungünstige Umstände runter. Er traf mich zum Glück nur an der Schulter und prallte dann auf den Tisch, wo er alle Gläser abräumte“, berichtet Daniel. „Zum Glück kamen wir aber mit dem Schrecken davon. Am Montag ging es dann über Düsseldorf zurück nach Nürnberg und dem Wunsch, nächstes Jahr wieder zu fahren.“

 

Text NK/ Fotos NLC

GAYCON Dezember 2018

Der Nürnberger Lederclub in Rom: Bei der Wahl zum Mister Rubber Italia & Mr Leather Italia 2018

Bei den Römern

Der Nürnberger Lederclub (NLC) unterwegs: Bereits am letzten April-Wochenende war der NLC auf Besuch-Tour in Rom. Mit neun Mann startete der Flieger am Freitagmorgen um 6:50 Uhr vom Albrecht-Dürer-Airport der Frankenmetropole gegen Italien, zwei NLCler kamen später aus Köln dazu. Die Mitglieder des Lederclubs LC Roma, Paolo und Fabio, bereiteten den  Nürnberger Gästen einen herzlichen Empfang auf dem Flughafen Rom-Ciampino mit Begleitung zum Hotel. Anschließend wollte sogleich die Stadt kurz erkundet werden, ganz besonders der weltberühmte Trevi Brunnen, mit seinen 26 Metern Höhe und 50 Metern Breite, der größte „Fontana“ Roms. Außerdem leckten die Jungs am Eis der Italiener. Tagesabschluss und Höhepunkt des Abends war die Wahl des „Mister Rubber Italia“ mit einem opulenten Buffet. Der NLC traf viele Bekannte aus der Fetisch-Szene aus aller Herren Länder, neben dem Gastgeberland Italien weitere aus Frankreich, Spanien und Deutschland. Am Samstag stand zuerst der Besuch des Vatikans auf dem Tourist-Programm, dem Papst allerdings entging die Chance auf eine Audienz. Engelsburg, Römische Altstadt sowie das Pantheon waren vor den Nürnbergern nicht sicher. „Rom war so voll von Touristen, dass wir leider alle Sehenswürdigkeiten nur von außen anschauen konnten. Trotzdem war die City-Tour ein tolles Erlebnis, inklusive optimalen Wetterbedingungen“, schwärmt Daniel Hiller, Vorstand des NLC. „Die Buslinie 81 fuhr von unserem Hotel quer durch die Stadt zu einem unschlagbar günstigen Preis. Allerdings nur, wenn man die Geduld hatte und stundenlang warten konnte bis der Bus durch den Verkehr kam.“

Stadtbesichtigung der Drei-Millionen-Metropole inklusive
Mr. Leather Italia

Am Samstagabend präsentierte der LC Roma in einer großen Gala-Veranstaltung die Wahl zum Mr. Leather Italia 2018. Beim großen Fünf-Gänge-Menü als Abendessen im Restaurant Mercato gab es drei Nudelgerichte. Bei aller Liebe zu Nudelvariationen war das sogar einigen Italienern zuviel. Die Hauptparty fand anschließend im Skyline Club statt. Aus fünf Kandidaten wurde der neue Mr. Leather Italia gewählt: Tom Fornasari, anschließend natürlich hoch gefeiert. Beim Sonntagsbrunch wurden alle Gäste vom LC Roma liebevoll verabschiedet. Die Nürnberger Delegation nutze noch die Nachmittagszeit und erkundete das Kolosseum sowie weitere näher gelegene römische Sehenswürdigkeiten. Nach einem leckerem Buffet sowie Wein zum Abendessen in der Nähe des Hotels, fiel am Montag allen der Abschied am Flughafen von den italienischen Kunstwerken und sonstigen Sehenswürdigkeiten schwer. Dafür wurde der Rückflug sehr heiter. „Der Pilot begrüßte die Gäste mit der Entschuldigung, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig sei, er stamme aus einem oberfränkischen Kuhkaff. Nachdem sich das Gelächter gelegt hatte, folgte der Rest im tiefsten fränkischen Dialekt mit Erklärungen, welche die deutschen Fluggäste so zum Lachen brachten, dass die anderssprachigen Gäste verwundert dreinschauten“, berichtet Daniel über die allgemeine Erheiterung. Am Flughafen Nürnberg gönnten sich die Jungs noch ein Heimat-Frühstück im „Albrecht-Dürer Airport“. Damit endete der Ausflug des Nürnberger Lederclubs nach Rom.

NLC-Grillfest in Nürnberg: Zuflucht unter der Theodor-Heuss-Brücke
Zuhause weniger Wetterglück

Das jährliche Grillfest des NLC, das diesmal am Feiertag Christi Himmelfahrt stattfand, war im Gegensatz zur italienischen Sonne, diesmal leider mit reichlich Regen gesegnet. Der ursprüngliche Sonnenplatz auf der Pegnitzwiese musste schon kurze Zeit später deshalb verlassen werden. Dafür wurde unter der Theodor-Heuss-Brücke weitergefeiert. Wegen der bereits vorher angekündigten Wetterlage kamen auch deutlich weniger Besucher als in vergangenen Jahren.

 

Bericht NK/ Fotos NLC

GAYCON Mai 2018

NLC unterwegs: Besuch des Lederclubs LC Roma mit Mister Wahlen, Rom/ Italien, 27. - 30. April 2018

Vertreter des Nürnberger Lederclubs waren bei der Wahl des Mr Evidence France 2018 in Nizza dabei

Ledermänner on Tour

Schon gewusst? Der Nürnberger Lederclub (NLC) pflegt außer nationalen auch internationale Kontakte zu anderen Fetisch-Vereinen in Europa. Damit sorgt der NLC nicht nur für eine gewisse Völkerverständigung zwischen den verschiedenen Ländern, sondern trägt auch gleichzeitig den Namen Nürnberg in die großen Metropolen des Kontinents. Vor kurzem waren Franken-Vertreter bei der Wahl zum Mr Evidence France in Nizza. Mit dem italienischen Lederclub Rom werden die neuesten Kontakte gerade aufgebaut. Der Präsident des LC Roma und sein Gatte waren am ersten Adventswochenende in der Noris zu Besuch.

 

Nürnberg in Nizza

Am letzten Wochenende im November reisten drei Vertreter des NLC in Nürnbergs französische Partnerstadt Nizza an der Côte d‘ Azur. Der noch junge Fetisch Club Evidence Fétiche Nizza, erst im Jahr 2016 gegründet, veranstaltete das Event „Nice so Fetiche #2“ in der Mittelmeermetropole. Bereits am Freitagabend gab es in der Fetisch Männerbar „Malabar Station“ einen Empfang mit Dinner und die Wahl des Mister Leather Evidence France 2018. Anschließend folgte eine lange rauschende Partynacht. Allerdings durfte niemand Berührungsängste haben, denn „der Club war so voll, man konnte nicht mehr umfallen“, erinnert sich Daniel Hiller, Vorstand des NLC. „Wir waren immer zu früh an den Programmpunkten, weil in Frankreich die ‚Uhren anders ticken‘. Als Kletter-Künstler haben wir während des Stadtrundgangs spontan einen Spielplatz eingenommen und vom Meer wurden wir ebenfalls so herzhaft begrüßt, dass wir nasse Schuhe hatten.“ Samstags stand, neben einem gemeinsamen Essen, der Besuch einer Ausstellung zum Thema Leben mit Fetisch im Buchclub Librairie Vigna, die Geburtstagsfeier des Fetischladen Point G und abends Tanz auf der „So Men Party Fetish“ im Programm. Der Sonntag startete mit Brunch im Le Dandy und es folgte der „Visite de Nice“, ein Spaziergang aller teilnehmenden Männer in ihren Fetisch-Outfits, mit durchwegs positiven Reaktionen der Einwohner Nizzas. Außerdem wurden sie per Bahn zum Castel und durch die Altstadt transportiert. „Als wir dort gerade beim gemütlichen Kaffee saßen, wurden wir unsanft durch einen Kanonenschuss erschreckt“, berichtet Daniel. Die Kerle konnten ja nicht wissen, dass der Böller einer Tradition aus dem 19. Jahrhundert folgend ein tägliches Ritual um 12:00 Uhr ist. „Vom Taxifahrer haben wir leider keinen Kuss zum Abschied bekommen, obwohl am Flughafen der Abflug-Terminal mit ‚Kiss & Fly‘ ausgeschildert war“, scherzt Daniel. „Insgesamt hat Nizza eine gute schwule Infrastruktur, gute Bars, eine tolle Altstadt und ist absolut sehenswert. Unser Tipp: unbedingt besuchen! Überraschend war, dass in der Gesamtkarte des Events neben allen Eintritten, Essen mit Freigetränken auch noch das Hotel mit Frühstück enthalten war.“

Der Präsident des Lederclubs Rom mit Gatte im weihnachtlichen Nürnberg
Rom in Nürnberg

Der Nürnberger Lederclub und der Lederclub Rom (LC Roma) wollen eine Freundschaft aufbauen. In einem ersten Schritt werden gegenseitige Besuche stattfinden. Die Premiere fand am ersten Adventswochenende in der Frankenhauptstadt statt. Der Präsident Fabio Cioni des LC Roma und sein Gatte Paolo Compagnucci wurden von Daniel Hiller persönlich am Flughafen abgeholt. Leider mussten zwei weitere angemeldete Mitglieder aus Rom kurzfristig absagen. Wie es sich für die Weihnachtsstadt gehört, sorgte plötzlicher Schneefall pünktlich für ein romantisches Winterflair. „Die Italiener taten sich etwas schwer mit dem Wetter, da sie sich trotz meines Hinweises zu kühl angezogen hatten. Sie waren aber beeindruckt vom unserem NLC-Kalender mit über zwanzig Terminen im Jahr sowie von unserem Vereins-Keller. Der LC Roma hat etwas weniger Veranstaltungen übers Jahr, beschreibt Daniel den Unterschied. „Selbstverständlich probierten sie auch unsere regionalen Delikatessen wie Bratwürste und Glühwein. Ihre Frage nach den berühmten ‚schwarzen Kuchen‘ aus Nürnberg verwirrte mich anfangs. Irgendwann begriff ich dann, dass sie die Bezeichnung für die Nürnberger Lebkuchen wörtlich übersetzt hatten.“ Neben der Nürnberger Altstadt mit Burg und einem Rundgang über den Christkindlesmarkt, wurde auch noch das Reichsparteitagsgelände inklusive einer Ausstellung im Doku-Zentrum der Kongresshalle angesteuert. Der Nürnberger Lederclub plant einen Gegenbesuch in Rom im Jahr 2018.

 

Text/ Fotos Norbert Kiesewetter

Foto NLC

GAYCON Dezember 2017

Der Nürnberger Lederclub - Anfang der 90er Jahre (Foto: NLC)

„Ihr Herrn, die ihr einst ‚Rocker’ wart...“

25 Jahre Nürnberger Lederclub

In den spießigen 70er/ 80er Jahren wurden Lederkerle öffentlich durchwegs als Rocker deklariert. Sie galten als aggressive, Motorrad fahrende Schreckgespenster. Dieses Stigma hing auch den schwulen Ledermännern an, weshalb sie sogar in Schwulenbars nicht gern gesehen und oftmals des Lokals verwiesen wurden. Dass es um das Ausleben des Fetisch Leder geht und die wenigsten der durchwegs liebenswürdigen Kerle Motorrad fahren, passte noch nicht in die Köpfe jener Zeit. Interessanterweise wurden aber innerhalb der Rockerszene durchaus schwule Männer akzeptiert. Ein Phänomen, das vor 25 Jahren Seltenheitswert hatte.

Die ersten schwulen Lederclubs in den 70ern gründeten sich unter dem Deckmantel eines Motorsportvereins. Die Wurzeln des heutigen NLC e.V. wurden im Mai 1985 gelegt. Szenewirt Heinz Heidingsfelder vom Insiderlokal „Boots“ trommelte u.a. seine Freunde Hans, Ludwig, Thomas und Sugar zusammen, um in Nürnberg einen schwulen Lederclub zu gründen. Stichtag wurde der 1. Juli 1985. Durch seine Reisen zu anderen deutschen und europäischen Lederclubs und seine Mitgliedschaft zum Münchner Lederverein hatte Heinz viele Erfahrungen gemacht. Dadurch war er zum Hauptinitiator prädestiniert. Der NLC Franken wurde dann auch sofort in den damaligen Vorläufer der heutigen LFC (Leder- und Fetisch Commnity – Die Vereinigung deutschsprachiger Lederclubs) aufgenommen. Das erste Christkindlesmarkttreffen in Nürnberg fand 1985 in noch sehr kleiner Form statt. Im damaligen Clublokal „Boots“ in der Hinteren Ledergasse wurde bei „Grenzschutzgretel“ Heinz auf engstem Raum bis in den frühen Morgen gefeiert. Das heutige Highlight des Nürnberger Ledertreffens kam aber erst seit 1986 dazu: Die Theatergruppe des NLC inszenierte die erste Uraufführung eines Stücks im eigenen Stil im Stadtteilzentrum DESI. Erst 2002 hat sich die Gruppe verselbständigt und nennt sich seitdem „Die Schlampenlichter“. Weil es die jährliche Theaterpremiere nur in Nürnberg gibt, hat das fränkische Ledertreffen innerhalb Europas ein Alleinstellungsmerkmal. Viele Stammgäste pilgern im Dezember von weit her zum CMT. In alten Reiseberichten anderer Lederclubs zum Nürnberger Ledertreffen wurden der damalige Empfang durch den NLC am Nürnberger Hauptbahnhof und besonders die fränkische Küche gelobt.

Nicht nur für die Motorradliebhaber wurde 1987 der erste „Campus“ des NLC veranstaltet. Ein Sommercamp in der bayerischen Rhön mit Lagerfeuerromantik, Zeltplatz und Blockhütten. NLC-Gründungsmitglied Sugar schwingt den Kochlöffel für alle. Endlich konnten die Schuljungen-Fantasien ausgelebt werden. Nach einigen Jahren Pause findet diese Veranstaltung seit 2005 regelmäßig statt.

Im Jahr 1993 wurde Heinz Heidingsfelder Ehrenpräsident des NLC. Das Vereinsleben wurde allerdings für einige Zeit auf eine Arbeitsgemeinschaft für die regelmäßigen Veranstaltungen reduziert. Außerdem wurde den Ledermännern durch die Schließung des Clublokals „Walfisch“ ein sehr wichtiger Treffpunkt entzogen.

Im Oktober 1995 gründete sich der Nürnberger Lederclub durch amtliche Eintragung gewissermaßen neu. Dank des 1. Vorsitzenden Stefan kamen die Schnieglinger Keller als neue Vereinsräume dazu. Nach einem halben Jahr Umbauzeit wurde im Juni 1996 die erste Kellerparty abgehalten. Während in den Gründungsjahren der Dresscode Leder im Mittelpunkt stand, hat sich der NLC im Laufe der Zeit für Varianten der Fetischpalette wie bspw. Uniform, Jeans oder Gummi geöffnet.

Über vereinsinterne Meinungsverschiedenheiten, die 2006 zur kurzfristigen Aufteilung in zwei Gruppen (NLC und Schwarze Schafe) führte, ist inzwischen Gras gewachsen. Seit 2008 werden die Schnieglinger Keller wieder als gemeinsame Vereinsräume genutzt. Es wurde auch schon über eine Wiederfusion nachgedacht.

Die Nürnberger Ledermänner können aber nicht nur Fetisch-Parties feiern, sondern sie waren auch erfolgreich bei den GayGames in Köln 2010 dabei! Dank dem Training mit Sugar und Robert gewann Vorstand Tom als Anfänger eine Gold- und eine Silbermedaille in Linedance. Sugar holte Silber & Bronze in der Fortgeschrittenen Liga.

Ein Nürnberger mit Rauschgoldfetisch würde sagen: „Der NLC lädt zu seinem Treffen ein. Und wer gern kommt, der soll willkommen sein.“

26. Christkindlesmarkttreffen des NLC vom 3. – 5. Dezember 2010 in Nürnberg. Infos und Anmeldung unter: NLC Nürnberger Lederverein e.V., Postfach 3436, 90016 Nürnberg oder www.nlc-nuernberg.de

 

Text: Norbert Kiesewetter

Foto: NLC

LEO-Magazin November 2010

Der CSD Nürnberg präsentierte Motto & Plakatmotoiv 2022

CHRISTOPHER STREET DAY:

Ein Motto für 10 Bayerische Christopher Street Days

Der CSD Nürnberg präsentierte im Rahmen des Rosa Montags auf dem Frühlingsfest das Motto 2022 und das dazugehörige Plakatmotiv: „Sicht-barkeit schafft Sicherheit“. Es war der Leitspruch der verstorbenen Polit-Dragqueen Uschi Unsinn alias Szeneaktivist und Stadtrat Uwe Scherzer. Damit nicht genug! Der CSD Nürnberg initiiert dieses Motto mit neun weiteren bayerischen CSDs - mit der überspannenden Schirmherr-schaft von Karl Freller, dem 1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags und Direktor Stiftung Bayerischer Gedenkstätten. „Zusammen setzen wir damit ein Zeichen des Respekts und der Dankbarkeit für Uschis unermüdlichen politischen und gesellschaftlichen Einsatz für die regionale und überregionale queere Community und ein Zeichen des Zusammenhaltes der bayerischen LSBTIQ*-Community.“ ... +++ Zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

Foto-Flashmob-Aktion am Tag der lesbischen Sichtbarkeit

COMMUNITY AKTION:

Tag der lesbischen Sichtbarkeit

Am letzten April-Dienstag organisierte das OrgaTeam vom dyke*march Nürnberg zum weltweiten „Tag der lesbischen Sichtbarkeit“ (26. April – Lesbians Visibility Day) eine Foto-Flashmob-Aktion im Stadtgraben beim Magnus-Hirschfeld-Platz. Geplant war, ein „L“ aus Menschen darzustellen. Als Grundlage wurden zahlreiche verschiedene Transparente und Fahnen wie die Regenbogenflagge als Buchstabe L auf dem Boden ausgelegt. Obwohl die Wetterprognose nicht gerade positiv für diese Abendstunde ausfiel, kamen immerhin knapp 30 Personen aus der Community vorbei. Diese stellten sich an den Rand der Flaggen. Damit zeigten alle zusammen symbolisch lesbische Sichtbarkeit in der Frankenmetropole. Doch allen Wetterprognosen zum Trotz: Während der Aktion fiel kein einziger Regentropfen. Na, wenn das kein positives Zeichen ist! +++ Weitere Fotomotive auf der DOKU-Seite +++

Das war der Rosa Montag / Rosa Trachtennacht auf dem Nürnberger Frühlingsfest 2022

FRÜHLINGSFEST:

Rosa Volksfest

Super Stimmung und viel Freude beim Rosa Montag / Rosa Trachtennacht im Festzelt Papert am letzten April-Montag 2022 auf dem Nürnberger Frühlingsfest! Nach zwei Jahren Pandemie-Pause große Wiedersehensfreude bei der LGBTIQ*-Community & Friends. Viele lagen sich nach langer Zeit wieder freundschaftlich in den Armen. Das Papert Festzelt hatte einen neuen Standplatz auf dem Volksfest, auch die Bühne hatte mit der Zeltspitze einen besseren Platz als die letzten Jahre. Die Band Frankenbengel heizte mit ordentlicher Stimmungs-musik an, Schlagersänger Marcus Faber war zum ersten Mal dabei. Die Travestie-Show war endlich wieder live dabei, Jessica Ravell & Friends (u.a. Baby Bubble aus München) waren die bunten Knallbonbons an dem Abend. Wir freuen uns, dass so zahlreiche fesche Trachtenmänner und Frauen im Dirndl oder im Trachten-Look vorbeischauten! Wir waren auch wieder fleißig und haben den Abend in vielen Bildern festgehalten. Viel Spaß beim Anschauen!

Die Rosegardens-Jungs Oliver & Michael organisierten einen "Bunten Abend"

RESTAURANT LITERATURHAUS:

Emotionen und viele Überraschungen

Das war der einmalige wie unvergessliche „Bunte Unterstütz-ungs-Abend“ am letzten April-Sonntag mit acht Gängen Tapas & Antipasti im Restaurant Literaturhaus (Luitpoldstr. 6). Nach dem Einbruch (wir berichteten), bei dem die Einnahmen entwendet wurden und zudem ein hoher Sachschaden entstand, ist es den Rosegardens-Jungs Michael & Oliver gelungen, einen Überraschungs-Abend für Bernhard Rings auf die Beine zu stellen. Alle angefragten Kunstschaffenden hatten sofort für diese Marathon-Nacht (sieben Stunden!) ohne Gage zugesagt. Katja & Stanley, Gitti Rüsing, Luna Mittig mit The Folkettes + Gents, Zauberer Mäd Schick, Hildegard Pohl & Yogo Pausch. Anette Röckl begeisterte das Publikum mit ihren Erzählungen aus den Büchern im fränkischen Dialekt. Überrasch-ungs-Gäste Andy Maine und André Sultan-Sade sorgten für Emotionen, nicht nur bei Bernd. Ebenfalls überraschend anwesend waren Bernds Bruder mit Ehefrau und sein langjähriger bester Freund Hans. Emotionen pur! Das Restaurant-Team hat sagenhafte Arbeit geleistet, denn insgesamt wurden 150 Menschen kulinarisch verwöhnt und umsorgt. Das Team hatte schon im Vorfeld für die Planung und Umsetzung viel Freizeit geopfert, manchen Urlaub unterbrochen oder eine Doppelschicht übernommen. Respekt! ...

+++ Hier geht´s zum Bericht mit Bildergalerie +++

Festbankett Diamond Classics Tennisturnier im Restaurant Literaturhaus +++ Picture Gallerie - Please click on the photo!

INTERNATIONALES TENNISTURNIER:

Diamond Indoor Classic 2022

Nach der Pandemie-Pause endlich wieder in der Stadt: Das war das achte internationale Tennis-Hallenturnier „Diamond Indoor Classic“ in Nürnberg. Es war eine Station der GLTA (Gay & Lesbian Tennis Alliance) World Tour. Rund 100 Teilnehmende aus 35 Ländern, überwiegend aus ganz Europa, aber aus allen Kontinenten und aller Spielstärken, hatten sich vom 15. bis 18. April in Einzel- und Doppel-Wettbewerben auf fränkischem Boden gemessen. In der größten Hallen-Tennisanlage Süd-deutschlands vom Tennis Center Noris (TCN) in Nürnberg Gebersdorf, wurden alle Spiele auf den insgesamt 16 Hallenplätzen entschieden. Durch die aktuelle weltweite Corona-Pandemie, den Krieg zwischen Russland / Ukraine  und die Verschiebung des traditionellen Turnier-Termins von Februar auf Ostern, konnten in diesem Jahr deutlich weniger Sportbegeisterte mitmachen. Insgesamt 80 Gäste nahmen am Festbankett teil. Inzwischen ist unsere Bildergalerie vom Dinner am Ostersonntag im Restaurant Literaturhaus Nürnberg online. +++ That was the eighth Indoor Tennis Tournament „Diamond Indoor Classic“ in Nuremberg. Here are our picture gallerie of dinner at Restaurant Literaturhaus. +++

#TV-TIPPS

+++ 16.05. BR 22:00 Lebenslinien: Pfarrer Schießler - Magazin +++ 17.05. SRF1 23:55 Die Erbinnen - Spielfilm +++ 18.05. ZDFINFO 19:30 Liebe und Sex in Russland - Tradition, Gewalt und Widerstand - Doku // 21:55 ARTE 120 BPM - Spielfilm // 00:10 ARTE Es war einmal... Act Up Paris - Doku +++ 19.05. KINOWELT TV 21:55 Odette Toulemonde - Spielfilm +++ 20.05. ARTE 21:45 Barbra Streisand - Geburt einer Diva - Doku // 22:45 ONE Eldorado KaDeWe - Jetzt ist unsere Zeit (4) / 23:30 (5) / 00:15 (6) - Serie +++ 21.05. MDR 18:00 3 Blocks: Erik Leuthäuser - Doku +++ 22.05. KINOWELT TV 16:25 Mein wunderbarer Waschsalon - Spielfilm +++

Elvira Shchemur, Aktivistin des CSD Charkiw, ist tot (Foto: Kharkiv-Pride)

UKRAINE:

Opfer des Wahnsinns

Nürnberg macht sich weiterhin sorgen um die ukrainische Partnerstadt Charkiw, im Nordosten des Landes. Die 1,5 Millionen Einwohner große Stadt wird weiterhin stark beschossen, von Wohngebieten am Stadtrand bis in die Innenstadt. Die Christopher Street Day Organisation des Charkiw Pride (Kharkiv Pride) hat nun mitgeteilt, dass bei der Bombardierung der Stadtverwaltung die queere Aktivistin Elvira Shchemur getötet wurde. Sie engagierte sich dort ehrenamtlich. „Sie hat nicht nur unser Team, sondern alle ehrenamtlich inspiriert und motiviert. Sie wurde von Menschen gezeichnet und stand Seite an Seite zur Verteidigung von Freiheit und Gleichheit. Und als sie lächelte, lächelten andere Menschen mit ihr“, schreiben die Aktivisten des Kharkiv-Pride auf Facebook. „Elya war eine Aktivistin und Patriotin, sie nahm an allen möglichen Aktionen und demokratischen Ereignissen in Kharkiw teil." Die Situation vor Ort bleibt schwierig, sie erfahren von immer mehr Toten und Vermissten lokaler Aktivisten, mit denen sie zusammengearbeitet hatten. Kompliziert ist vor allem die Beschaffung von   Lebensmitteln und Medikamenten. NGO Sphere Team arbeitet weiterhin für die LGBTQ*-Community für Charkiw und der Ostukraine und versucht alles Mögliche, um die Folgen des Krieges für die Community und die ukrainische Gesellschaft zu lindern. Das Team hilft der Community derzeit mit Lebensmitteln, Medikamenten und Handyrechnungen. Sie versuchen die Ausgaben so transparent wie möglich auf Facebook zu melden. Außerdem führen sie Online-Krisen-Unterstützungsgruppen, psychologische Online-Chats und beteiligen sich an Projekten zur humanitären Hilfe für die Bevölkerung.

Spenden direkt an Charkiw Pride: (Achtung, Überweisungsgebühr ins Ausland rund 40 Euro!) Name of your bank: JSC CB “PRIVATBANK” - City and country where bank is located: KYIV, UKRAINE - Kontoinhaber: NGO Kharkiv Women Association "Sphere" - Kontonummer: UA283515330000026006052214124 - BIC/Bank/routing/SWIFT - code: PBANUA2X +++ Auch der Europäische Dachverband der EuroPrides / Europäischen CSDs, ist in Kontakt zu den queeren Communitys in Kiew und Charkiw. Sie rufen ebendfalls zu Spenden auf! +++ Oder über den Nürnberger Verein Fliederlich sind auch Spenden möglich: Sparkasse Nürnberg IBAN: DE03 7605 0101 0013 7511 85  - BIC: SSKNDE77XXX - Vermerk "Ukraine" - Der Verein leitet die Spenden an das Konto von SPHERE in der Ukraine weiter bzw. verwenden sie zur Unterstützung von queeren Menschen die aus der Ukraine nach Nürnberg gelfüchtet sind.

Titelbild des Monats:

ESC Zeit in der Stadt - 11 Jahre Pressebilder GAYCON.DE

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Titelbild

Vermutlich ab 2022 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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