Erste selbstbewußte LGBTI - Netzwerke in Firmen der fränkischen Region: Martin Korinth (Siemens) und Johannes Donath (Adidas) beim Interview/ Fotoshooting in der Firmenzentrale von Adidas in Herzogenaurach

HOMOS MIT MARKENLABEL

Auf den Christopher Street Days zeigen sich Firmenfußgruppen mit großem Transparent und lösen bei anderen Teilnehmern Bewunderung, aber auch Skepsis aus. Ist das nur eine verdeckte Werbekampagne? Nein, in diesen Firmen haben sich selbstbewusste LGBTI-Netzwerke (lesbian/gay/bi/trans/intersexuell) gegründet und zeigen stolz die Zugehörigkeit zu ihren Arbeitgebern. Während in den USA solche Netzwerke üblich sind und sogar massenweise Heteros als Unterstützer für die Gleichberechtigung auf die Straße gehen, schwappt diese Entwicklung eher zögerlich nach Deutschland über. Diversity ist das Stichwort für Firmenmitglieder, die sich innerhalb ihres Unternehmens in Interessensgruppen zusammenschließen. In Franken sind z.B. die weltumspannenden Unternehmen Siemens und Adidas dabei. GAYCON führte das Interview mit Martin Korinth (30, Sprecher und Gründer des Siemens LGBTI - Netzwerks Franken) und Johannes Donath (33, Gründer und LGBT - Netzwerkchef bei Adidas). Wir trafen uns gemeinsam in der futuristischen Campus Firmenzentrale von Adidas in Herzogenaurach.

 

GAYCON: Seit wann gibt es das LGBTI Mitarbeiternetzwerk? Was war der Anlass für die Gründung? Gibt es einen eigenständigen Namen?

Martin Korinth: Das Siemens - Netzwerk für die Region Erlangen-Nürnberg wurde Ende 2013 ins Leben gerufen. Anlass war die Präsenz einiger anderer Netzwerke zu Diversity, aber keine wahrgenommenen Aktivitäten in Richtung sexueller Orientierung oder Identität. Etwa zeitgleich wurde man in München aktiv. Ab Mitte 2014 fand eine Vereinigung der Netzwerke unter dem gemeinsamen Dach „PRIDE@Siemens“ statt. Regional gaben wir uns den Namen „queERL“ – eine Zusammenfassung aus „queer“ und dem Standortkürzel „ERL“ für Erlangen.

Johannes Donath: Das Adidas LGBT - Netzwerk existiert seit Oktober 2013 und wurde anlässlich des jährlichen Diversity Days gegründet. Kurz davor hatte die Diversity & Inclusion Abteilung an alle Angestellten eine E-Mail geschickt und gefragt, wer Adidas bei unserem ersten Auftritt der Sticks & Stones (Karrieremesse mit Fokus auf LGBT Angestellte)  vertreten möchte. Aufgrund meiner leidenschaftlichen Bewerbung hat mich eine zuständige Kollegin gefragt, ob ich nicht zum Thema „LGBT am Arbeitsplatz“ beim Diversity Day einen Workshop  veranstalten möchte. Dieser Einladung bin ich gefolgt und das Netzwerk war geboren.

Martin zeigte Flagge für das Siemens LGBTI Netzwerk auf dem Nürnberger CSD 2015

GAYCON: Wie viele Gründungsmitglieder hat das Netzwerk, wie viele sind heute beteiligt? Wie war die Entwicklung, seid Ihr schon bei der Gründung dabei gewesen?

Martin: Zum ersten Treffen erschienen 15 Personen, die zugehörige Gruppe im Siemens Social Netzwork (SSN – eine Art „internes Facebook“) hat für den Raum Erlangen-Nürnberg mittlerweile über 70 Mitglieder. Ich bin einer der Initiatoren des Netzwerks „queERL“.

Johannes: Ich selbst war bei der Gründung dabei und bin in die Rolle des Netzwerkchefs gerutscht, da ich die ersten Meetings koordiniert hatte. Anfänglich bestand die erste Gruppe aus sechs aktiven Mitarbeitern und einigen „Unterstützern“. Mittlerweile sind wir um die 20 Leute, wobei etwa die Hälfte regelmäßig proaktiv Initiativen unterstützt. Hinzu kommt unser LGBT Netzwerk in Portland (USA) mit 60 Mitgliedern und Amsterdam mit ungefähr zehn aktiven Mitgliedern.

 

GAYCON: Wie ist Eure Funktion im Netzwerk bzw. im Unternehmen? Was ist Eure Motivation für das Engagement?

Martin: Hauptberuflich arbeite ich für Siemens Healthcare in der Einheit „Customer Services“. Hier führe ich ein Team für Datenanalytik mit dem Schwerpunkt „Installierte Basis“ (das sind alle Medizingeräte von Siemens, die bei unseren Kunden im Einsatz sind). Da ich einer der Gründer des Netzwerks gewesen bin, führe ich derzeit die Aufgaben fort.

Persönlicher Antrieb war für mich das Thema „Vielfalt“ breiter aufzustellen, als nur „Diversity = Frauenquote“. Mit der Brille einer Führungskraft möchte ich erreichen, dass jeder bei Siemens in der Lage sein kann, die jeweils beste Leistung für das Unternehmen zu bringen, ohne heteronormative Familiensituationen erfinden zu müssen. Oder persönliche Gefühle, die man zwangsläufig in die Arbeit mitnimmt (z.B. Sorge um erkrankten Partner) zu unterdrücken.

Johannes: Hauptberuflich arbeite ich als Senior Project Manager im Bereich Marketing Programs an strategischen Initiativen mit Marketing Beteiligung. Meine Arbeit als „Netzwerk-Chef“ mache ich nebenbei. Das ist manchmal viel, aber ich möchte gerne meine persönliche positive Erfahrung an Kollegen weitergeben. Das Arbeitsklima bei uns ist generell sehr offen und tolerant. Dies mag zum Teil daran liegen, dass wir ein Unternehmen mit einem Altersdurchschnitt von global 31 Jahren sind und zudem sehr international. Am Headquarter arbeiten Menschen aus 80 verschiedenen Ländern. Mit meinem Engagement möchte ich sicherstellen, dass Kollegen in anderen Abteilungen eine ähnliche Erfahrung machen und sie ein offenes Arbeitsklima vorfinden. Vor allem auch Standorte, an denen gesellschaftlich vielleicht nicht so ein offenes Klima vorherrscht.

Johannes freut sich über die Unterstützung aus der Adidas Zentrale

GAYCON: Wie wurde die Aktion von der Geschäftsleitung und anderen Mitarbeitern aufgenommen? Gab es Versuche, Euch abzublocken?

Martin: Einige unserer Mitglieder haben in der Vergangenheit offene („Transsexuelle gibt es nicht bei Siemens!“) oder verdeckte Diskriminierung erfahren. Versuche zum Thema Netzwerk-Gründung für sexuelle Orientierung und Identität aus dem Jahr 2010 liefen ins Leere. Bei meinem zweiten Anlauf 2013 bin ich seitens unserer Personalorganisation, welche „Diversity“ auch verantwortet, auf große Offenheit und Interesse gestoßen. Ebenso haben sich 2014 und 2015 die zentralen Stellen bereit erklärt, unsere Arbeit finanziell zu unterstützen. Eine Frau in unserem Netzwerk hat als LGBTI-Expertin auch ein offizielles jährliches Stunden-Budget, in dem sie für das Thema aktiv sein kann. Ich bin von meinen Führungskräften mit entsprechenden Freiheiten ausgestattet. Allerdings immer unter der Prämisse, dass meine eigentlichen Themen und Projekte nicht liegen bleiben. Ein „Blocken“ habe ich bisher nicht erlebt – allerdings wäre einem offenen Widerstand in der Organisation deutlich einfacher zu begegnen als subtil praktizierten Aversionen.

Johannes: Bisher habe ich weder intern noch extern Negatives gehört. Innerhalb des Unternehmens haben wir ein unglaubliches Maß an Unterstützung erhalten. Die Tatsache, dass bei Adidas der CFO (Chief Financial Officer/ Unternehmensleitung) die Schirmherrschaft für dieses wichtige Thema übernommen hat, spricht Bände. In den meisten Firmen führen Vertreter aus HR (Human Resource/ Personalwesen) die Schirmherrschaft aus, bei uns wird das Thema somit auch in den Vorstand gebracht. Zusätzlich verfügen wir über ein tolles unterstützendes Umfeld. Mehr dazu könnt ihr auf unserem Unternehmensblog in diesem Artikel nachlesen.

Siemens-Wagen auf dem Berliner CSD

GAYCON: Arbeitsrechtliche Fragen sind vom Gesetzgeber geklärt: Wozu braucht man ergänzend das LGBTI – Netzwerk? Grenzt man sich nicht selbst dadurch unnötig ab?

Martin: Internationale Konzerne sind in einer Vielzahl von Ländern vertreten, in denen auch ein Schutz vor Diskriminierung unterschiedlich ausgeprägt sein kann – hierfür haben wir unsere Business Conduct Guidelines, um ein entsprechendes globales Selbstverständnis der Zusammenarbeit zu schaffen. Die Netzwerkarbeit ist meines Erachtens notwendig, um Sichtbarkeit zu schaffen (ein echter Mensch ist etwas anderes als ein Absatz in einer Vorschrift) und um bei etwaigen Fragen und Konflikten als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen. Vielen Mitgliedern  hilft bereits die neu gewonnene Erkenntnis, dass sie nicht alleine sind. Außerdem ist es uns auch sehr wichtig, dass wir neben dem privaten und geschützten Raum, in dem Mitglieder auf entsprechende Diskretion bauen können, auch auf andere Gruppen (z.B. Frauennetzwerke) zugehen und gemeinsam an Themen arbeiten.

Johannes: Diesen Vorwurf habe ich schon öfter gehört. Letztlich stimmt es, dass gesetzlich alles geregelt ist. Bei Adidas sind auch die Policies (Firmen-Richtlinien) schon seit langem gleichberechtigt, noch bevor es vom Gesetzgeber gefordert wurde. Zum einen weiß das allerdings nicht jeder und zum anderen bedarf es auch jemanden, der das „Gesetz“ implementiert. Wir als Netzwerk wollen neben der Personalabteilung und dem Betriebsrat ein Anlaufpunkt für Kollegen sein, falls sie über das Thema LGBT reden wollen oder Hilfe suchen. Allerdings möchte ich hier betonen, dass es uns nicht darum geht, besondere Rechte einzufordern und sich so zu exkludieren. Im Gegenteil, wir suchen verstärkt Kontakt und Unterstützung von unseren „straight allies“ (heterosexuellen Unterstützern). Wir wollen sicherstellen, dass das Netzwerk für ALLE offen ist, die für die Gleichbehandlung ALLER Menschen eintreten.

Adidas auf der "Stick & Stones" LGBTI-Karriere-Messe

GAYCON: Ihr unternehmt besondere Aktivitäten, z.B. Präsenz zeigen auf dem CSD! Wie ist die Resonanz bei öffentlichen Auftritten?

Martin: Hier sehen wir starke Unterschiede in den einzelnen Ländern. In den USA läuft Siemens bei sehr vielen Prides seit Jahren mit, es gibt interne „Lunch & Learn“ Events, bei denen aktive heterosexuelle Unterstützende (sog. „Allies“) mit Angehörigen der LGBTI Community gemeinsam über Diskriminierung und Ausgrenzung, Lebens- und Familienverständnis etc. diskutieren. Auch in Deutschland haben einzelne Mitglieder unseres Netzwerkes in ihren jeweiligen Einheiten in ähnlichen Formaten den Austausch und die Sichtbarkeit gesteigert. Siemens ist in Deutschland seit 2014 auf CSDs mit eigenen Gruppen dabei. Dazu kommen Dinge wie beispielsweise Regenbogenbeflaggung zum CSD in Stockholm. Gerade bei öffentlichen Auftritten erleben wir meist eine Mischung aus Überraschung („ihr seid doch so konservativ“) und Anerkennung („schön, dass Siemens den Mut zeigt“) aber auch Skepsis („wovon wollt ihr gerade ablenken?“ oder „was wollt ihr uns jetzt verkaufen?“).

Johannes: Wir sind regelmäßig bei der Sticks & Stones anzutreffen. Auch bei verschiedenen CSDs sind wir vertreten, wenn wir gemeinsam mit Prout at Work über LGBT am Arbeitsplatz aufklären. Die Resonanz ist immer sehr positiv. Leider gibt es uns bisher noch nicht im Rahmen der Parade. Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch …

 

GAYCON: Bestehen betriebsübergreifende Kontakte zu Netzwerken anderer Firmen?

Martin: Hier kann ich nun hauptsächlich von Deutschland sprechen. In München ist die Prout at Work Stiftung sehr aktiv – obwohl Siemens kein Mitglied ist, so sind wir Gastgeber der diesjährigen Prout at Work Konferenz und sind von daher enger mit  Unternehmen verknüpft, die dort Mitglied sind (z.B. Allianz, BMW, Deutsche Bank). Hier im Raum Nürnberg intensivieren wir gerade den Austausch mit Adidas und am CSD wurden wir von vielen Zugehörigen von DATEV, Schäffler und anderen angesprochen, ob es denn dort auch Netzwerke gäbe. Offenbar gibt es hier noch keine Aktivitäten. Wir würden uns aber freuen, auch im Raum Nürnberg unternehmensübergreifend aktiv(er) zu werden. Außerdem ist Siemens bei der Sticks & Stones Karrieremesse vor Ort, ist Mitglied der Charta der Vielfalt und hat das PRIDE175 Siegel des Völklinger Kreis erhalten.

Johannes: Auf jeden Fall gibt es die. Die Tatsache, dass wir dieses Interview zusammen mit Siemens machen, zeigt schon, wie vernetzt wir untereinander sind. Als offizielles Mitglied bei Prout at Work tauschen wir uns mit einer Vielzahl von LGBT Netzwerken in Deutschland regelmäßig aus, um gemeinsam Lösungen zu finden und best practices zu teilen.

Martin & Johannes dokumentieren mit ihrem gemeinsamen Interview Netzwerk-Verbundenheit zwischen Siemens & Adidas

GAYCON: Was sind die Zukunftspläne? Welchen Rat gebt Ihr „Nachahmern“ in anderen Betrieben?

Martin: Auf unserer Agenda stehen nach der gestiegenen Sichtbarkeit nach außen hauptsächlich interne Themen, wie  eine Verankerung von sexueller Orientierung und Identität in der Ausbildung für Nachwuchsführungskräfte, sowie Kommunikationstrainings für Auszubildende und Studierende. Daneben möchten wir eine offizielle Haltung des Unternehmens in Ländern erreichen, in denen LGBTI nicht geschützt sind oder sogar rechtliche Folgen befürchten müssen. Mein persönlicher Rat für Beschäftigte in anderen Unternehmen ist: Traut euch! Meist ist das Umfeld deutlich offener und toleranter als vermutet. Ihr beweist mit dem Engagement, dass euch euer Arbeitgeber am Herzen liegt und ihr bereit seid, euch über das geforderte Maß einzubringen. Sucht euch außerdem möglichst schnell Unterstützende, die selbst nicht der LGBTI Community angehören – sie sind extrem wertvoll und helfen euch, Ausgrenzungsvorwürfen zu begegnen und eure Sache in der Firma zu verbreiten. Nehmt Personalabteilung und Betriebsrat mit dazu – das Thema Diversity gehört zur Personalstrategie und kann zu besseren Ergebnissen im Unternehmen beitragen. Und die Betriebsräte sind meist besser unternehmensübergreifend vernetzt als irgendeine andere Gruppe.

Johannes: Für die Zukunft möchten wir intern mehr kommunizieren und unseren Bekanntheitsgrad stärken. Gleichzeitig überlegen wir aber auch, inwiefern wir extern etwas an die Community zurückgeben können und wie wir als Netzwerk unseren Beitrag leisten können. Außerdem arbeiten wir an einer super coolen Adidas-LGBT-Kollektion, die den Pride Monat Juni gebührend feiern wird. Nachahmern empfehle ich immer, dass sie es einfach wagen müssen. Oftmals braucht es nur eine Person mit viel Energie, die das Thema anstößt. Zeitgleich sollte man ein paar Unterstützer im Kollegenkreis haben, damit man nicht als Einzelkämpfer wahrgenommen wird. Wenn man dann noch Unterstützung aus der obersten Führungsetage bekommt und ein Mission Statement entwickelt, in dem sich die Gruppe wiederfindet, sind alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Netzwerk gegeben. „Nachahmer“ können mich gern für Tipps kontaktieren.

 

Kontakt Martin Korinth, Siemens: korinth@siemens.com & Infos unter: Diversity@Siemens

 

Kontakt Johannes Donath, Adidas: LGBT@adidas-group.com

 

Foto/ Text Norbert Kiesewetter

Fotos Privat

GAYCON September 2015

Rosegardens Benefiz-Aktion zugunsten des ASB Wünschewagens (Foto: Rosegardens)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Rosegardens Benefiz-Aktion

Oliver und Michael starteten am ersten Weihnachtsfeiertag 2025 mit der dritten „Rosegardens-Benefiz-Aktion“ zugunsten des „ASB Wünschewagens Franken/ Oberpfalz“ des Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. auf der Rosegardens-Facebook Präsenz. Nach insgesamt 13 Tagen plus drei Tagen Verlängerung kamen so 3.929,- Euro zusammen. Allerdings haben die beiden noch die Hoffnung, dass bei der Abholung der ersteigerten Sortiment-Posten noch spontan ein paar Euro aufgerundet werden, und sie so ihr magisches Wunschziel von 4.000,- Euro doch noch erreichen. An den 16 Tagen konnten alle per Höchstgebot verschiedene Artikel aus „Nürnbergs schönstem Laden“ für den guten Zweck ersteigern. Oliver und Michael bedanken sich an dieser Stelle bei allen beteiligten Lieferanten für deren Großzügigkeit, weil sie damit immer wieder den Grundstein für solche Aktionen legen. „Wir sind glücklich, unseren regionalen Wünschewagen und vor allem die Arbeit der ehrenamtlichen Menschen dahinter nun mit dieser Summe für weitere Fahrten unterstützen zu können“, schreiben die Rosegardens-Jungs auf Facebook. „Wünsche die oft sehr klein wirken, aber bei schwerster Krankheit doch oft unerreichbar oder unmöglich organisierbar erscheinen – und dank dem Wünschewagen so oft noch kurz vor der allerletzten Reise wahr werden.“ Die nächste Benefiz-Aktion „Hair for Care“ findet am Rosenmontag den 16. Februar 2026 im Pop-up Salon Rosegardens statt. (NK)

Das war das 1. Hobby Horsing Turnier im Nürnberger Bleiweiß Treff (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Das war das erste queere Hobby Horsing Turnier

Verpackt in einer queeren Adventsshow wurde vermutlich eine Weltpremiere vollzogen: Das erste queere Hobby Horsing Turnier am dritten Advent-Nachmittag 2025 im großen Saal des Treffs Bleiweiß in der Nürnberger Südstadt. Als Einstim-mung begann Roxy Rued zuerst mit den rund 30 Anwesenden bekannte Weihnachtslieder anzusingen, von Kling Glöckchen bis Oh Tannenbaum. Mit dem Hit von Mariah Carey „All I want for Christmas is you“ wagte sich Roxy mit Stoki auch ins Rennen und kam dabei leicht aus der Puste. Kein Wunder, denn Hobby Horsing bzw. das Steckenpferdreiten, gilt als Sportart mit Gymnastikelementen. Christine Burmann von der LSBTIQ*-Koordinierungsstelle beim Menschen-rechtsbüro der Stadt Nürnberg plant schon seit zwei Jahren ein queeres Hobby Horsing Turnier...

+++ Zum Bericht & Bildergalerie +++

Schwester Ágada (Mitte) erhält den Segen in einer feierlichen Zeremonie (Fotos: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Von der Novizin zur SPI-Schwester

Die SPI - Abtei Bavaria zur Glückseligkeit des Südens e.V. lud zur einer bewegenden und sehr emotionalen Weihe am ersten Dezember-Samstag in den Räumen der AIDS Hilfe Nürnberg ein. Die Nürnberger Novizin Ágada beendete ihre Ausbildung, sie wurde an diesem Nikolaustag zur Schwester der Perpetuellen Indulgenz geweiht. Rund 50 Teilnehmende waren bei der Zeremonie anwesend und bildeten zusammen einen bunten Rahmen mit vielen Gesichtern aus der Community. Weil gleichzeitig das Christkindlesmarkt-Treffen des Nürnberger Lederclubs stattfand, waren auch viele Fetisch-Titelträger dabei. Mit Regenbogen-Augenbinde und gefesselten Händen führte man Ágada in den Raum. Durch Abnahme von Binde und Fesseln darf sie nun eigenständig sehen und handeln, damit ist sie zur Schwester geweiht... +++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der INTERVIEW-Seite +++

Weihnachtsfeier: Das Mein Wohnzimmer-Team und die Frankoniabears (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Das war die Bären Weihnachtsfeier

Fürth: Der Nürnberger Bären-Stammtisch „Frankoniabears“ gastierte mit seiner Weihnachtsfeier am zweiten Dezember-Freitag im Restaurant Mein Wohnzimmer (Gustavstr. 16) in der schönen Altstadt von Fürth. Rund 30 Männer aus nah und fern waren angereist, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. Zuerst beköchelte Wirt Alex Werner die Bären vorzüglich a la carte, und die quirlige Bedienung Edgar huschte pausenlos durch die Reihen, um alle Getränke sowie die leckeren Speisen zu bringen. Gut gelaunte Bären-Advents-Stimmung also im Nebensaal im Dachgeschoß, mit extra Eingang über den Hof des Restaurants. Die Weihnachtspullis blieben nicht lange am Körper, denn mit zunehmender Gästezahl stieg auch die Bärenwärme im Raum. Das Frankoniabears-Kernteam hatte wieder einiges vorbereitet... +++ Hier geht's zum Bericht & Bildergalerie +++

Weihnachts-Dinnershow im Restaurant Zum Holzwurm in Röthenbach (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY REGION:

Dinner-Shows im Holzwurm

Röthenbach: Das waren die X-Mas-Dinner-Shows mit Jessica Ravell & Dusty Casani am ersten Dezember-Wochenende, pünktlich zum Nikolaus, im Restaurant „Zum Holzwurm“ (Mühllach 1) in Röthenbach an der Pegnitz. Gabi und Thorsten Kortum luden zur Dinner-Show an zwei Tagen in ihr weihnachtlich ausgeschmücktes Lokal ein. Wir konnten am Sonntag das Fest genießen, bei super Stimmung im ausverkauften Haus. Wenn Jessica mit ihren Friends Programm macht, dann spürt man die Verbundenheit zum Publikum, dann liegt immer auch viel Emotion  in der Luft. Gerade hier bei einer Wohnzimmer-Show, in der die Gäste ganz nah dran sind an den Travestie-Stars. Keine Frage, beide hatten ein umfangreiches Sortiment an Glitzer-Garderobe dabei, in der sie abwechselnd oder gemeinsam auf der improvisierten Bühne standen...

+++ Hier geht´s zum Bericht & Bildergalerie +++

Fetisch Titelträger aus nah und fern kamen zum CMT nach Franken (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Das war das CMT 2025

Fetischfreunde und Schärpen-träger aus ganz Deutschland kamen am zweiten Advents-Wochenende wieder zum „Christkindlesmarkt – Treffen“ (CMT) des Nürnberger Lederclubs (NLC) in die Frankenmetropole. Neben einem Empfang am Freitag, mit anschließendem „Come Together“, stand am Samstag die Führung durch die Lochgefängnisse im Kellergewölbe des Rathauses, mit anschließender Glühwein-verkostung auf dem berühmten Nürnberger Christkindlesmarkt, auf dem Programm. Am Nachmittag fanden sich viele CMTler bei der Schwesternweihe in der AIDS-Hilfe Nürnberg ein (dazu folgt noch ein extra Bericht), danach waren vier Schärpenträger noch am Sternstunden-Stand und sammelten Spenden im Trubel des Christkindlesmarkts.... +++ Hier geht´s zum Bericht mit den CMT Bildergalerien Theater & Brunch +++

TV-Tipps

+++ 02.02. RBB 14:30 Uhr Herzlichen Glückwunsch - Spielfilm // 00:20 Uhr RTL2 Reeperbahn Privat: Partnersuche auf dem Kiez - Doku +++ 04.02. 3SAT 21:00 Uhr Sex, Macht und Lügen: Hinter Palastmauern - Doku // 22:45 Uhr BR Bowie - Der letzte Akt - Doku +++ 05.02. WELT 23:55 Uhr Lost Places: The Drop - Doku +++ 07.02. ZDFNEO 20:15 Uhr Milk - Spielfilm // 22:10 Uhr RTL SUPER Bullyparade - Der Film - Spielfilm // 23:10 Uhr SRF1 Whitney Houston: I Wanna Dance with Somebody - Spielfilm +++

Welt AIDS Tag in Nürnberg (Foto: GAYCON.DE)

COMMUNITY NÜRNBERG:

Leicht steigende HIV-Zahlen

Am 1. Dezember findet seit 1988 der Welt-AIDS-Tag statt, der die Rechte von HIV-positiven Menschen bekräftigt, zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung aufruft, und an Menschen erinnert, die an den Folgen von HIV und AIDS bereits verstorben sind. Bundesweit haben sich geschätzt 2024 circa 2.300 Personen mit HIV neu infiziert, etwa 200 mehr als 2023. Bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), ist die Zahl der geschätzten Neuinfektionen um 100 auf 1.300 gestiegen. Beim injizierenden Gebrauch von Drogen haben sich etwa 400 Menschen mit HIV infiziert. Die Infektion auf heterosexuellen Weg ist ebenfalls leicht gestiegen und liegt bei etwa 590 Neuinfektionen. Die Zahl der Menschen mit HIV in Deutschland lag Ende 2024 bei 97.700. Von diesen sind etwa 8.200 HIV-Infektionen noch nicht diagnostiziert... +++ Zum Bericht mit Zahlen des RKI & Bildern der Welt AIDS Tag Aktionen aus Nürnberg auf der DOKU-Seite +++

Aktuelles Titelbild:

GAYCON Jahresrücklick 2025! (Fotos: GAYCON Archiv)

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