#Berichte über den Männerchor Trällerpfeifen

Chronologisch von oben nach unten: Konzertberichte + Bildergalerien (2022/ 2019 - 2015) & Interview-Berichte (2013 + 2011)

"Diven" - 25 Jahre Trällerpfeifen - Jubiläumskonzert im großen Saal des Stadtteilzentrums Südpunkt

Konzert

Jubiläum 25 Jahre Trällerpfeifen

Am ersten Mai-Wochenende präsentierte der schwule Männerchor Nürnberg sein Jubiläums-Doppelkonzert im großen Saal des Stadtteilzentrums Südpunkt. Nach zweijähriger Pause endlich wieder ein schwules Chorvergnügen in der Nürnberger Südstadt. Im Repertoire Lieder „Göttlicher Diven“, Stücke von Musik-Ikonen der schwulen Welt. Von Judy Garland, Lady Gaga, Marlene Dietrich, Whitney Houston, Madonna, Cher, Zarah Leander bis Christine Aguilera und Nina Hagen. Unter der Leitung von Hans Leinberger und begleitet am Klavier von Michael Hübner. Hans Leinberger hatte auch zu jedem Musikstück die entsprechenden Hintergrund-Informationen zur queeren Community parat. Die reichten von Ausschreitungen in der Christopher Street in New York bis hin zu familiären Verbindungen zur queeren Szene der Künstlerinnen selbst. In den Choreographien zu den Musiktiteln kamen Symbole zum Einsatz wie etwa Silberperücken zum Cher Song oder zu „Over the Rainbow“ vielfältige Flaggen aus der Community und das Ukranie-Banner. Ansonsten waren rote Glitzer-Hosenträger oder im zweiten Teil rosa Hemden und rosa Fliegen die Farbtupfer. Die Songauswahl blieb überwiegend englisch. Wobei sie selbst zugaben, man hätte sogar einen eigenen „deutschen“ Liederabend bestreiten können. Stichwort Marianne Rosenberg oder Hildegard Knef. Trotz Konkurrenz von der Blauen Nacht und Volksfestverlängerung waren die zwei Abende, insbesondere der Samstag, fast ausverkauft. Ohne Zugaben ließ das Publikum die Trällerpfeifen natürlich auch an diesen Abenden nicht nach Hause. Wir alle freuen uns schon auf ein Wiedersehen. (NK)

 

GAYCON Mai 2022

Bildergalerie: "Schwules Chorvergnügen: Diven" - Die Trällerpfeifen - Südpunkt - 08. Mai 2022

Die Trällerpfeifen beim umjubelten Doppelkonzert im großen Saal des Stadtteilzentrums Südpunkt

Chorsical

Famoses Doppelkonzert der Trällerpfeifen! Am ersten Mai-Wochenende präsentierte der Nürnberger Männerchor sein schwules Chorvergnügen 2019 im großen Saal des Stadtteilzentrums Südpunkt. Trotz Blauer Nacht war der Samstag ausverkauft, am Sonntag blieben auch nur die hintersten Reihen leer. Wie immer verstehen es die Jungs auch in ihrem neuesten Werk, große Geschichten des Lebens mit einer gehörigen Portion heiterer schwuler Selbstironie zu würzen. ‚Freiheit‘ erzählt die Geschichte des jungen Michael, dessen hinter DDR-Mauern ersehnter Traum von der großen weiten Welt durch die Grenzöffnung Wahrheit zu werden scheint. So geht die Reise in den Westen aus Deutschland heraus nach Paris, in die Vereinigten Staaten bis in die Südsee. Egal, ob im Flugzeug oder auf dem Schiff, die Sänger haben für alles die perfekte Uniform am Leib. Dabei erfüllen sie auch noch stets die „Frauenquote“. Michael durchlebt Verliebtsein samt Schiffbruch, wird gerettet und gewinnt auf der Zeitreise bis in die Gegenwart schließlich die Erkenntnis, dass das Gefühl des Freiseins sich nicht allein durch eine offene Tür, sondern vielmehr durch die Erfahrung des Lebens selbst erreichen lässt. Die Parabel wird durch einen Liederbogen getragen, der sich von den Sieben Brücken, über die man gehen muss, über den Banana Boat Song spannt bis zum Flehen des Don’t leave me this way. Wer die Trällerpfeifen kennt, weiß aber auch, hier wird stets die Schwermut durch eine wunderbare Heiterkeit erlöst, wie besonders in der graziösen Südsee-Schönheit, welche die legendäre Blume von Hawaii verkörpert. Wie immer schon eher ein kleines Musical als ein Chorkonzert: Man muss es einfach gesehen und gehört haben!

Bildergalerie: "Schwules Chorvergnügen: Freiheit" - Die Trällerpfeifen - Südpunkt - 05. Mai 2019

Ehrung beim Konzert: Jürgen Mokosch für 20 Jahre & Hans Leinberger für 10 Jahre - Urkunden wurden überreicht von Trällerpfeife Robert Schütz (rechts) & Rolf-Karlheinz Roß, Vorsitzender des Fränkischen Sängerbundes

Trans

Atlantisch

Das war das grandiose queere Doppelkonzert-Chorvergnügen am dritten April-Samstag im ausverkauften Festsaal des Künstlerhauses. Der Lesbenchor aus Karlsruhe – die WEIBrations – betörte gleich zu Beginn mit einem auf Nürnberg gemünzten Lied das Publikum. In ihren weiteren Lied-Texten nahmen die Lesben ihr eigenes Liebesleben samt Freud und Leid gehörig selbst auf die Schippe. Aber auch bekannte Musikstücke wie „Hello“ oder „Dancing-Queen“ sorgten für tolle Stimmung und begeisterte Reaktionen aus dem Publikum. Nach der Pause sorgte der heimatliche schwule Männerchor – die Trällerpfeifen – für eine tolle Überraschung: Eine Trans-Atlantische Schifffahrt-Inszenierung, stilecht umrahmt von Mövenrufen und Dampfertuten. Chormänner in Matrosenanzügen, oder als Damen und/oder Herren im Look der 20er Jahre, boten ihre Gesangstücke mit perfekter Choreografie der einzelnen Lieder dar. Chorleiter Hans Leinberger dirigierte vom Parkett aus, um den wechselnden Bühnenbildformationen des Chores genug Platz zu geben, aber als Kapitän des Schiffes war er dann doch noch auf der Bühne integriert. In seiner hauptsächlichen Rolle als Erzähler mit französischem Akzent ließ er die begeisterten Zuschauer teilhaben an einer maritimen Liebesgeschichte, welche die Musikperlen schon beinahe zum Chor-Musical kürte. Das Publikum war dementsprechend ganz aus dem Häuschen. Kurz vor der zweiten Zugabe gab es noch eine Überraschung für zwei Chormitglieder. Jürgen Mokosch wurde für 20 Jahre Aktivität im Chor geehrt, Hans Leinberger für 10 Jahre. Die Urkunden wurden vom Trällerpfeifen Vereinsvorsitzenden Robert Schütz und von Rolf-Karlheinz Roß, dem Vorsitzenden des Fränkischen Sängerbunds Nürnberg, überreicht. Roß lobte diesen Doppel-Konzertabend ausdrücklich und zeigte sich erfreut über so viel Kreativität. „Wären alle Chöre so engagiert, dann wären auch die Säle häufiger ausverkauft!“

Bildergalerie: "Chorvergnügen - queeres Duett" - WEIBrations & Trällerpfeifen - Künstlerhaus Festsaal - 21.April 2018

Die Trällerpfeifen in Nonnentracht

Jubiläum

Das war ein ganz besonderes Jubiläums-Konzert am zweiten Mai-Samstag im ausverkauften Festsaal des Nürnberger Künstlerhauses. Der schwule Männerchor Nürnberg – Die Trällerpfeifen – feierte 20 Jahre! Die jährlichen Chor-Konzerte im Künstlerhaus sind schon eine richtige Tradition. Ob allein mit Vorstellung des neuen Programms wie z.B. „Keep it gay!“ 2015, Gemeinschaftskonzert mit den Tinitussis 2014 oder das Mini-Chorfestival „Ein flotter Dreier“ 2016 mit zwei Gastchören aus der Republik. Neben den beliebtesten Liedern der letzten Jahre boten sie auch einige neugeschriebene und -getextete Musikstücke. Dabei kommen oft freche Eigenwerke aus der Feder des Chorleiters Hans. Als Konzertzuschauer spürt man, dass die Jungs ihre Lieder lieben und Spaß am Singen haben. Zu jedem Stück gibt es eine perfekt einstudierte Choreografie. Egal ob im dunklen Anzug mit weißem Hemd, als Leder- und Jeansboys, als Nonnen wie beim Musical Sister Act. Oder ganz neu im Trachtenlook: Die Hälfte des Chores kam im Dirndl, die andere in fescher Tracht, passend zum Jägerlied. Das Publikum zollte mit Begeisterung, Standing ovations verlangten am Schluss nach Zugaben. Danke für 20 Jahre kulturelle Bereicherung in der Frankenmetropole! Wegen der großen Nachfrage wird es im November 2017 ein Zusatzkonzert im Stadtteilzentrum Südpunkt geben. Der Vorverkauf hat begonnen: Direkt beim Männerchor Trällerpfeifen

Bildergalerie: Das schwule Chorvergnügen - "Jubiläumskonzert 20 Jahre Trällerpfeifen" - Künstlerhaus Festsaal - 13. Mai 2017

Blumen für die Gastgeber Trällerpfeifen

 

Ein flotter Dreier

Überraschung im Vorverkauf zum schwulen Chorvergnügen 2016: Zum Konzert „Ein flotter Dreier“ am letzten Freitag im April vermeldete der organisierende Chor „Die Trällerpfeifen“ schon eine Woche vor dem Termin ausverkauft auf seiner Homepage. Die Gastchöre „Rosa Note“ (Stuttgart) und die „Tollkirschen“ (Leipzig) eroberten das Nürnberger Publikum in der ersten Konzerthalbzeit mit Liedern wie aus dem alltäglichen Zusammenleben vor dem Fernseher mit gelungenen Songtexten und viel Manpower. Die Tollkirschen rezitierten Ausschnitte aus Kolumnen der Zeitung „Die Welt“ mit sinnlichen Texterweiterungen, zwischen den Gesangseinlagen. Als tänzelnde Pinguine brachten sie den Festsaal des Künstlerhauses zum Toben. Die Lokalmatadoren „Die Trällerpfeifen“ sorgten nach der Pause für eine Performance mit ausdrucksstarkem Gesang und vielen extra einstudierten Posen und Chorbühnenbildern zu ihren neuen uraufgeführten Liedern in überzeugend professioneller Qualität. Als Dankeschön für die Einladung und Überraschung gab es von den Tollkirschen Blumen für den Gastgeber-Chor. Denn es ist nicht so üblich, dass schwule Chöre aus dem Norden in den Süden der Republik eingeladen werden. Das Publikum honorierte die kurzweilige Unterhaltung mit viel Beifall und Lachsalven. Gerne hätten die Zuschauer von allen Chören noch viel mehr Zugaben gesehen.

Bildergalerie: Das schwule Chorvergnügen - "Ein flotter Dreier" - Rosa Note/ Die Tollkirschen/ Die Trällerpfeifen - Künstlerhaus Festsaal - 29.April 2016

Der Chor begeisterte das Künstlerhaus Festsaal-Publikum

Keep it gay!

Mit einem grandiosen Konzert am letzten Samstagabend im Juni beeindruckte der schwule Männerchor Nürnberg „Die Trällerpfeifen“ mit gewohnter Professionalität. Ob mit Klavierbegleitung oder frei in a capella: Der Chor fand immer die richtigen Töne. Das Publikum hatte seine Freude, honorierte das mit Aufmerksamkeit, aber es wieherte und kicherte auch zur gegebenen Zeit. Das Motto „Keep it gay!“ war Programm! Mit einem gewissen Augenzwinkern wurde auch das Nürnberger cruisen auf die Schippe genommen. Oft wechselten die Outfits, mal waren die Jungs im Western-Look und rissen sich die karierten Hemden in Cowboymanier unter dem Jubel des Publikums vom Körper, aber auch im Anzug machten sie eine gute Figur. Das Publikum flippte aus, als die Trällerpfeifen nach der Pause in schicker Travestie-Optik schwule Diven wie Zarah Leander, Marlene Dietrich oder Barbara Streisand zum Besten gaben. Schmachtende Schlager, Musicalsongs oder rockige Lieder von Queen. Oder selbst gedichtete und komponierte Lieder aus der Feder des Chorleiters Hans. Ein Trällerpfeifen-Konzert sollte man nicht verpassen. Im so gut wie ausverkauften Künstlerhaus-Festsaal war eine tolle Stimmung. Natürlich genossen auch etliche Heteros die schwulen Persiflagen!

Bildergalerie: Trällerpfeifen Konzert "Keep it Gay!" - Künstlerhaus Festsaal Nürnberg - 27. Juni 2015

Die Trällerpfeifen Vereinsvorstände Roman Söllner und Robert Schütz

„Alles, was die schwule Welt so hergibt!“

Neues von den Trällerpfeifen! Der schwule Nürnberger Männerchor ist seit Mitte Juli 2013 als gemeinnütziger Verein eingetragen. Alle dreizehn Sänger wurden automatisch Vereinsmitglieder, aber künftig sind neben den Aktiven auch Fördermitgliedschaften möglich. Das neue Logo für „Die Trällerpfeifen e.V.“ ist allerdings noch in Arbeit. Der Chor ist inzwischen Mitglied im Fränkischen Sängerbund.

„Unser erfahrener Kassier Matthias hat sich ganz schön in Zeug gelegt, innerhalb von nur sechs Wochen waren alle Schritte erledigt, von der Satzung bis zur Anmeldung. Unsere Motivation war, dass wir zukünftig für Förder- als auch Spendengelder berechtigt sind“, erzählt erster Vorstand Robert Schütz, der seit 2001 im Chor dabei ist. „Bei uns gibt’s keine ‚Vereinsmeierei‘, in der Machtpositionen ausgespielt werden. Es wird neben dem Singen viel gelacht, es herrscht eine große Eintracht zwischen uns allen. Deshalb haben die Mitglieder ein gewisses Mitspracherecht.“ Als Glücksgriff wird Chorleiter Hans empfunden, der seit drei Jahren dabei ist. Der Hauptschullehrer komponiert und arrangiert oft die Musikstücke extra für den Chor. Hans hatte übrigens auch die Hymne für das Nürnberger  Chorfestival Sirena entwickelt. Für jederzeit willkommene Sänger gibt es sinnvolle Aufnahmebedingungen. Ein neues Mitglied sollte in der Lage sein, eine Melodie nachsingen zu können. „Eine sechswöchige Probezeit hilft bei der Entscheidung, ob der Neue zu uns passt, sowohl von der Gesangsqualität als auch menschlich. Es ist ein Eingewöhnungsprozess für beide Seiten“, beschreibt Roman Söllner, zweiter Vorstand, die Anfangsphase. „Musikalisch entscheidet der Chorleiter, menschlich der ganze Chor, ob der Sänger anschließend aufgenommen wird. Wir hatten mal eine Opernstimme, die sehr dominant war. Aber im gesamten Chor müssen sich die Stimmen unterordnen, deshalb hatte der Mann leider nicht zu uns gepasst.“ Wichtig sind für jede Trällerpfeife die Disziplin und die Bereitschaft, bei den Chorproben im Krakauer Haus jeden Donnerstag von 19:30 – 21:30 Uhr dabei zu sein. Hier werden auch die Auftritte der jeweiligen Gesangsprogramme einstudiert, deshalb ist dieser Probentermin quasi Pflicht. Dazu kommen am Wochenende oft die Konzerttermine und manchmal die Chorreisen zu Festivals in anderen Städten. „Unsere Reisen sind oft lustig und machen Spaß, wenn wir wie eine Familie im Kleinbus unterwegs sind. Das macht unseren Chor so erlebenswert, das schätzen wir sehr, denn wir verstehen uns untereinander sehr gut“, beschreibt Robert die Männergemeinschaft. „Wir singen Jazz, Chanson, Schlager und alles was noch gut klingt. In manchen Liedern haben wir die Texte witzig umgeschrieben, weil wir es auch mal krachen lassen wollen, über alles, was die schwule Welt so hergibt.“ Übrigens, Fördermitglieder erhalten als Anerkennung bevorzugt die Konzertkarten in der ersten Reihe. „Neue Sänger sollten Spaß am Singen mitbringen. Denn die Scheu vor den Zuhörern verliert man mit der Zeit. Auch die Stimmlage, egal ob Tenor oder Bass, spielt bei unserem breiten Repertoire eine weniger wichtige Rolle“, betont Roman. „Nicht schwule Sänger können sich natürlich auch melden. Wer keine Berührungsängste und keine Probleme mit dem Singen schwul angehauchter Texte hat, ist jederzeit willkommen.“

Für das kommende Programm hat der Männerchor schon zwölf von etwa zwanzig neuen Liedern einstudiert. Trotzdem sind die ‚älteren‘ Musikstücke jederzeit abrufbereit. „Es reicht eine einzige Probe und alle früheren Lieder sitzen wieder. Allerdings haben wir das dem Training durch unseren Chorleiter Hans zu verdanken. Früher mussten wir immer wieder von vorne anfangen“, erinnert sich Robert. Die Trällerpfeifen haben sich für 2014 einiges vorgenommen. Am 25. Januar singen sie bei der Jahreshauptversammlung der Rosa Panther, am 8. Februar sind sie im Restaurant Estragon im Rahmen eines Menüabends zu erleben. Weiter steht ein gemeinsames Konzert mit dem Nürnberger Lesbenchor Tinnitussis im großen Saal des Künstlerhauses im Frühjahr an. Der Männerchor will außerdem beim europäischen schwul-lesbischen Chorfestival ‚Various Voices’ in Dublin zu Pfingsten 2014 dabei sein, mit 60 weiteren Chören aus ganz Europa. Zum Nürnberger CSD 2014 beabsichtigen die Trällerpfeifen als Fußgruppe bei der Demoparade dabei zu sein. www.traellerpfeifen.de

Foto/ Text Norbert Kiesewetter

GAYCON November 2013

Bildergalerie: Der schwule Männerchor Trällerpfeifen bei der Verleihung des Nürnberger Menschenrechtspreises / Friedenstafel 29.09.2013

Die Trällerpfeifen im "Probenturm" Krakauer-Haus in der Nürnberger Altstadt

Auferstehung

Der schwule Männerchor Nürnberg „Die Trällerpfeifen“ ist im November im Tassilo-Theater zu Gast. Nach über drei Jahren Bühnenpause. Ein Hausbesuch im Chorprobenturm „Krakauer Haus“.

Freunde in der Nürnberger Szene wunderten sich über die lange Bühnenabstinenz des beliebten Männerchores. Lange Zeit war auch die Homepage der Trällerpfeifen quasi abgeschaltet und als Baustelle deklariert. LEO sprach mit Robert Schütz (50), dem Koordinator des Chores für Proben- und Auftrittstermine. Der Nürnberger Vermessungstechniker ist seit 10 Jahren bei den Trällerpfeifen dabei. „Die Kreativpause hat uns insgesamt gut getan“, erzählt Robert. „Jetzt ist unter uns zehn Männern wieder richtig Schwung drin und wir haben dabei viel Spaß. Das Teamgefühl ist neu entstanden, weil wir die Aufgaben auf einige Schultern verteilt haben“.

Rückblick: Das letzte Konzert fand im Künstlerhaus im Januar 2008 statt. Der bis dahin übliche Modus, Lieder im Wechsel mit Dialogen/Monologen, war der Mehrheit „zu langweilig“ geworden, nur drei Sänger wollten damit weitermachen. „Das Konzept hatte sich totgelaufen. Die Mehrheit der Jungs wollte aber eine Veränderung. Dazu kam, dass einige wegzogen und der damalige Chorleiter aus Zeitgründen ausstieg“, erinnert sich Robert. „Das hatte die Trällerpfeifen auseinandergesprengt!“ Danach formierten sich die Männer neu und suchten einen neuen Chorleiter. Für nur vier Monate hatten sie zwar eine Chorleiterin, aber man wurde sich nicht einig. „Die Grundidee war, bei den Gay Games in Köln mitzumachen. Wir hatten uns ein extra deftig bayerisches Programm in Lederhosenoptik ausgedacht“, erinnert sich Robert. „Doch die Kosten waren einfach zu hoch und einige Chormänner hatten keine Zeit. Unsere Chorleiterin wollte das bayerische Konzept trotzdem weiterverfolgen, aber der Männerchor nicht.“

In der Not ist der neue Chorleiter Hans Leimberger aus den eigenen Reihen eingesprungen. Ursprünglich wollte der Tenor nur singen. Im neuen Konzept soll das Liedgut die Handlung erklären. Einfach und schlicht, ohne Requisiten, soll musikalisch eine Geschichte erzählt werden. Die Idee dazu existiert schon länger. Im Mai 2011 gab es ein Testkonzert im Restaurant Estragon vor begeistertem Publikum. „Bevor wir uns wieder auf die Bühne wagen, wollten wir uns die Zeit zur gründlichen Vorbereitung nehmen“, erklärt Robert. „Wir hatten aber auch Terminprobleme mit unseren Wunschorten. Der Kontakt zum Tassilo-Theater kam per Zufall zustande, über Chorleiter Hans Leimberger.“

Freundschaftlich und familiär geht es bei den Trällerpfeifen zu. Ein Sänger hatte sein Coming-out in der Gruppe und wagte mit dem Chor seine ersten Versuche auf dem Parkett der Gayszene. „Neuzugänge sind jederzeit willkommen. Bei uns geht’s nicht streng sondern flexibel zu“, meint Robert. „Die Bühnenangst verwandelt sich schnell in einen Bühnenrausch!“ Anfang 2012 ist schon das nächste Nürnberger Konzert geplant. Außerdem wollen sie beim Chortreffen „SaarQueerelle“ im Sommer nächsten Jahres teilnehmen. Das geplante süddeutsche Chortreffen in Nürnberg 2013 nehmen sie als sportliche „Gastgeber“-Herausforderung.

Text/ Foto Norbert Kiesewetter

 „Die Hochzeit der Figaros“ - Die Hochzeit der Figaros ist eine bunte Schlagerrevue über die Irrungen und Wirrungen der (schwulen) Partnersuche.
Samstag, 26.11.2011, 20 Uhr; Tassilo-Theater, Sielstraße 5, Nürnberg

LEO-Magazin November 2011

Selbstbewusste Sichtbarkeit: Start der Kulinarik-Tour am Fachgeschäft Rosegardens

PRIDEWEEKS CSD NÜRNBERG:

CSD Nürnberg Splitter:

Schon eine feste Tradition im PRIDEWEEKS CSD-Rahmen-programm: Die Kulinarik-Tour, Stationen bei queeren Ladenbesitzern. Leider waren in diesem Jahr einige wegen Personalmangels nicht dabei. Über zwanzig Interessierte, auch viele neue Gesichter, nahmen teil an persönlichen Geschichten, entdeckten neue Ecken der queeren Community und ließen sich die Kostproben schmecken. +++ In diesem Jahr eine neue Runde, gestartet wurde bei Oliver & Michael im Fachgeschäft Rosegardens (Vordere Sterngasse 24). Mit den fünf großen Regenbogenfahnen an ihren Bürofenstern im ersten Stock zeigen sie, heuer wie in jedem Jahr zum CSD, selbstbewusste Sichtbarkeit.  ... +++

+++ Hier geht´s zu den Berichten mit Bildergalerie der CSD Nürnberg PRIDEWEEKS auf der DOKU-Seite +++

Queere Gastro-Terrassen in Nürnberg & Region

SOMMER IN DER STADT:

GAYCON TERRASSEN-SPECIAL 2022

Jetzt in der Sommerzeit, mit viel Sonnenschein und bei warmen Temperaturen, kommen Urlaubsgefühle und Wünsche in den Sinn. Doch man muss nicht weit weg fahren, um Freizeitatmosphäre zu erleben. Unter dem Motto „Sommer in der Stadt“ stellt euch GAYCON nach zwei Jahren Pause wieder eine Auswahl der queeren/ queer-freundlichen Freiluftoasen (in alphabetischer Reihenfolge) der Frankenmetropole/ Region vor. Probiert sie einfach mal aus, unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn die schöne Terrasse gleich um die Ecke liegt?“ Selbstverständlich sind in den Community-Lokalen tolerante Heteros immer willkommen! +++ Zur Übersicht bitte hier klicken +++

Empfang mit OB Marcus König (Mitte), Bastian Brauwer (CSD Nürnberg) und dem Chor "Die Trällerpfeifen"

PRIDEWEEKS CSD NÜRNBERG:

CSD-Empfang im Rathaus

Inzwischen ein fester Bestandteil der PRIDEWEEKS, dem Rahmen-programm des CSD Nürnberg. Die Stadt Nürnberg lud am vierten Juli-Donnerstag zum Empfang anlässlich des Christopher-Street-Days in den historischen Rathausinnenhof Wolff-scher Bau. Neben der Schirmherrschaft für den CSD Nürnberg, wird Oberbürgermeister Marcus König auch wieder an der Spitze der Demonstration mitlaufen. Neben zahlreichen regionalen Politikern war auch der Erste Vizepräsident des Bayerischen Landtags Karl Freller, heuer Schirmherr von über zehn CSDs, im Publikum. ...

+++ Zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU - Seite +++

Die CSD-Nürnberg-Crew mit Holger auf dem Schwabacher Marktplatz

PRIDEWEEKS CSD NÜRNBERG:

CSD Nürnberg Splitter:

Den Pride-Spirit brachte das CSD-Team am fünften Juli-Samstag ins Nürnberger Umland. Mit dem CSD-Bus wurde auf dem Marktplatz von der Goldschläger-stadt Schwabach als erstes Halt gemacht. Es waren zwar nicht übermäßig viele Passanten in der Stadt unterwegs, aber immerhin kam ein Reporter vom Schwabacher Tagblatt und interviewte die Crew. Mit an Bord waren natürlich die CSD-Nürnberg-Pride-Booklets, die CSD Nürnberg Regenbogenfahnen, Armbänd-chen, Turnbeutel etc. Einige Fahnen und Bändchen gab es gegen Spenden. ... +++ Hier geht´s zum Bericht mit Bildergalerie auf der DOKU-Seite +++

Pure Freude, dass Schwabach Außenspielstätte des CSD Nürnberg 2022 ist!

COMMUNITY REGION:

PRIDE-Fahnen-Übergabe in Schwabach

Schwabach: Nun ist es offiziell – Die Goldschlägerstadt ist offizielle Außenspielstätte des CSD Nürnberg 2022. Zum Start der CSD Nürnberg PRIDWEEKS gab es am vierten Juli-Freitag die Übergabe der Regenbogenfahne im Schwabacher Rathaus. Mit dabei, Karl Freller (Erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags), Daniela Schlegl (Vorstand CSD Nürnberg), Peter Reiß (Oberbürgermeister Schwabach) und Holger Stark (Betreiber Areal Burgersgarten). In Holgers Eventgarten, der sich nicht nur durch die landschaftlich einmalige Lage auszeichnet, wird die Open Air CSD Veranstaltung am Nachmittag des 06. August  stattfinden. Zum Fotoshooting vor dem Rathaus kamen noch mehr dazu, um die Pride-Fahne in ihrer ganzen Größe in die Kamera zu halten. Drei Stellvertretende vom QueerTreff des Schwabacher Jugendzentrums Aurex, sowie Holgers Ehemann Sven und Pio vom Burgersgarten-Team. ...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht auf der DOKU-Seite +++

Das queere alltogether@DATEV Netzwerk Team & Friends mit der Regenbogenfahne

QUEERES NETZWERK:

Erstmals zieren Regenbogenfahnen die Firmen-Standorte in Nürnberg

Ein Moment für die queere Geschichte. Ein Kernteam des firmeneigenen queeren Netzwerks „alltogether@DATEV“ half beim Anbringen der letzten noch fehlenden Regenbogenfahne am futuristischen Bürostandort Virnsberger Straße im Gewerbe-gebiet Sigmundstraße im Nürnberger Westen. Pure Freude, was schon in kurzer Zeit intern erreicht wurde und nun weiter nach außen leuchten soll. GAYCON war dabei und sprach mit dem Team über Anfänge und Ziele des Arbeitskreises. ...

+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie +++

#TV-TIPPS

+++ 15.08. ARD-ALPHA 18:15 Respekt: Gender - weg vom Schwarz-Weiß-Denken - Doku // 20:15 RTL NITRO Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei: Das Power-Paar - Krimi // 21:10 SIXX Paula kommt: Aus Freundschaft wurde Liebe - Talk // 21:50 SIXX Paula kommt: Mann, Frau, Trans - Ich liebe ohne Schubladen - Talk +++ 17.08. ARTE 20:15 Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll - Spielfilm // 22:05 ARTE Look me over - Liberace - Doku // 00:00 HR All You Need (8) - Serie +++ 19.08. 3SAT 20:15 Der gleiche Himmel - Spielfilm - +++

Neuer Wirt Uwe Richling an seinem Lieblingsplatz in der Weinbar "s'Weinbeisl".

COMMUNITY NÜRNBERG:

Rebensaft und mehr für die queere Community!

Uwe Richling (48) schwebte schon seit langer Zeit der Gedanke vom eigenen Lokal im Kopf umher. Doch bisher war gefühlsmäßig nie der richtige Ort dabei. Nun hat seit Ende April seine Weinbar/ Kneipe „s’Weinbeisl“ (Joahnnesgasse 22) die Pforten in der Lorenzer Altstadt geöffnet. Nur einen Steinwurf von der neuen Fußgängerzone Königstraße entfernt. Vielen ist Uwe auch als „Crazy Ulla“ bekannt. Entsteht ein neues „Queer-Dreieck“ mit der Bar59 gegenüber und dem Café Bar Cartoon um die Ecke? GAYCON schaute bei Uwe vorbei und sprach mit ihm über weitere Pläne.

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+++ Hier geht´s zum vollständigen Bericht mit Bildergalerie auf der INTERVIEW-Seite +++

Titelbild des Monats:

PRIDE Monate Juni & Juli - 11 Jahre Pressebilder GAYCON.DE

GAYCON TITELMODELS:

Titelbild

Vermutlich ab 2022 wollen wir unsere GAYCON Titelbild-Reihe mit selbstbewussten Models aus der queeren Community neu starten! Wie immer mit jahreszeitlichen Motiven aus dem Stadtgebiet Nürnberg oder der Region. Wer Lust hat, sich alleine oder zu zweit (Paar & Freundschaft) von uns in einem Foto-Shooting ablichten zu lassen, kann sich ab sofort wieder bei uns melden. Entweder persönlich, per Facebook oder per E-Mail unter info@gaycon.de! (Bitte mit Foto) Wir freuen uns auf LSBTTIQ*-Bewerbungen - Euer GAYCON Team

+++ Weiter Infos auch auf unserer MISS & MR GAYCON WAHL SEITE +++

Vielen Dank an meine Freunde, die sich in Form eines Inserats bzw. einer Publikation an den Gestaltungskosten für diese Website beteiligen und sie damit ermöglichen!

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